Orientierung

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Mittwoch, 23. November 2022

Ansporn und Vorbild

Erfolgreicher Arbeitskampf in Riesa

DIE LINKE. Sachsen
Pressedienst 33/2022

DIE LINKE. Sachsen gratuliert den Beschäftigten und ihren Gewerkschaften zu den jüngsten Tarifabschlüssen. Insbesondere der lange Arbeitskampf der Beschäftigten der Riesaer Nudelwerke verdient Anerkennung.

Nach 7 Wochen Arbeitskampf haben die Beschäftigten der Nudelwerke in Riesa ihr Ziel zu großen Teilen erreicht: Zunächst 1 Euro mehr Stundenlohn ab 1. Dezember 2022 und dann in zwei Stufen einen weiteren Euro mehr bis Dezember 2023 sowie 50 Euro Inflationsausgleich monatlich ab Januar 2023 bis zum Ende der Laufzeit am 31. Mai 2024.

„Wer sagt ‚Arbeit muss sich lohnen‘ muss sich vor allem um ordentliche Löhne kümmern. Das haben die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften selbst in die Hand genommen. So einer langer Arbeitskampf wie in Riesa verdient Respekt und Anerkennung. Der Durchhaltewillen und der Erfolg in Riesa sind mit Sicherheit Ansporn und Vorbild – und das nicht zum ersten Mal. Den Titel ‚Arbeitskampflegende‘ haben sich Belegschaft und NGG wirklich verdient.“,

gratulieren die beiden Landesvorsitzenden von DIE LINKE. Sachsen, Susanne Schaper und Stefan Hartmann.

Solidaritätsbekundung auf dem
16. Landesparteitag in Löbau
Foto: Rode
DIE LINKE. Sachsen hatte zuletzt auf ihrem Landesparteitag Spenden für die Streikkasse der Beschäftigten in Riesa gesammelt und der Belegschaft ein Banner in Anerkennung ihres Arbeitskampfes geschenkt. Auch Bundestagsabgeordnete und Funktionsträger der Partei waren mehrfach vor Ort, zuletzt Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch.

Auch die dritte Verhandlungsrunde zwischen IG Metall und Konzernführung bei VW führte heute zu einem Ergebnis für die Beschäftigten in der laufenden Tarifauseinandersetzung um einen neuen Haustarifvertrag, die auch für die Beschäftigten in Sachsen gilt. Die Einigung sieht eine Erhöhung um insgesamt 8,5 % in zwei Schritten bis Mai 2024 sowie eine Inflationsausgleichsprämie vor.

Tilman Loos
Pressesprecher

Donnerstag, 13. Oktober 2022

Arbeitskampf - Unterstützung durch DGB und DIE LINKE

Eine Markenfirma der Nahrungsgüterindustrie und unzufriedene Mitarbeiter - geht das?


Bericht von
Markus Pohle







In Riesa streiken die Beschäftigten der Teigwaren Riesa aktuell um einen angemessenen Abstand zum Mindestlohn und einen ordentlichen Inflationsausgleich. Dabei unterstützten heute neben dem DGB - Vorsitzenden Markus Schlimbach auch der Landesvorsitzende von die LINKE Sachsen Stefan Hartmann, Landes- und & Kreisvorstandsmitglied Markus Pohle und Riesaer Stadtratsmitglieder Uta Knebel, Sonja György und Heiko Isopp, die u.a. solidarische Grüße von MdB André Hahn überbrachten.






Die LINKE Meissen steht an der Seite der Beschäftigten, die aus gutem Grund ihr Streikrecht für ein vernünftiges Gehalt wahrnehmen, damit man wie Olaf Klenke von der NGG heute sagte: “Man auch als Normalsterblicher in dieser Republik noch existieren kann!” Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir hoffen auf ein baldiges Einlenken der Betriebsleitung in Tochtelfingen - damit die Lohnmauer zwischen Ost und West endlich fällt!

Mittwoch, 11. August 2021

Streik bei der Deutschen Bahn


Die Solidarität mit der Gewerkschaft der Lokführer (GdL) ist aus mehreren Gründen angebracht

Die Medien berichten seit gestern intensiv. Natürlich leiden die Kunden der DB in vielfältiger Hinsicht unter dem Streik, obwohl sie nicht die Schuldigen sind. Das wissen auch die streikenden Lokführer. Aber dieses Instrument ist im Arbeitskampf nicht nur rechtlich legitim, sondern in der gegenwärtigen Situation auch dringend erforderlich. Was bleibt ihnen sonst übrig, um gegen die schreienden Ungerechtigkeiten des Staatskonzerns DB vorzugehen.

Die Medien berichten heute natürlich intensiv darüber. Da ich den ganzen Tag über Stunden mit dem Auto unterwegs war, habe ich die Meldungen darüber wiederholt gehört. Mit fiel auf, dass man nicht nur die logischerweise verärgerten Bahnkunden interviewte, von denen manche überhaupt nicht ausreichend über die Grundlagen im Bilde waren. Man betonte aber immer wieder, dass etwa 70% davon die Maßnahmen strikt ablehnen. Und es wurde aber auch immer wieder gegen den GdL-Vorsitzenden Claus Weselsky gewettert, und das in einer Weise, als ob er der Beelzebub wäre, der das alles persönlich zu verantworten hätte. Divide et impera - teile und herrsche. Dieses Prinzip wird auch hier angewandt.

G. Dietmar Rode, Blogger

Bitte auch hier nachlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=75073

Mittwoch, 4. August 2021

Arbeitskampf

Streik bei Teigwaren Riesa

Im Tarifstreit scheint sich noch keinen Lösung abzuzeichnen. In der Presse wurde bereits seit Monaten immer mal wieder über die krassen Ost-West-Differenzen der Löhne und Gehälter informiert. Nun werfen sich die Gewerkschaft und das Unternehmen gegenseitig mangelhafte Kommunikation vor.

Von Dienstag zu Mittwoch wurde 24 Stunden lang gestreikt. Und damit wird es wohl noch längst nicht genug sein.


Samstag, 1. Mai 2021

IG Metall zum 1. Mai 2021


Arbeitskampf - auch in der Corona-Krise


Zugeschickt von 
Ingo Kaiser

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Wir haben uns als IG Metall-Mitglieder auch im zurückliegenden Jahr durchgehend dafür eingesetzt, dass die Belastungen der Krise nicht auf unseren Schultern abgeladen werden; genannt sei hier stellvertretend die bitter notwendige Ausweitung der Kurzarbeiterregelungen.

Momentan befinden wir uns in einem heftigen Tarif-Konflikt in der Metall- und Elektroindustrie, in dem es darum geht, eine historische Ungerechtigkeit – die ausstehende Angleichung von Ost und West – endlich zu beseitigen. Und die nächsten Auseinandersetzungen stehen bereits vor der Tür: In der Kfz-Tarifrunde wird es neben mehr Entgeltgerechtigkeit um das drängende Thema der Fachkräftesicherung im Handwerk gehen.

Wenn wir in den langen Monaten der Pandemie eines gelernt haben, dann das: Niemand bewältigt diese Krise allein. Nur als Wir, nur wenn wir gemeinsam handeln, finden wir den Weg in eine gute Zukunft. Mit guten Arbeitsbedingungen für alle in einer gesunden Umwelt.
Auch in diesem Jahr verhindert Corona unsere Feierlichkeiten zum 1. Mai. Der Umgang der Behörden mit sinnvollen Alternativen (z.B. Fahrraddemo, Fest mit strengem Hygienekonzept) ist dermaßen restriktiv, dass wir uns für Dresden & Riesa auf einen Live-Stream vom Schützenplatz reduzieren müssen (siehe anhängenden Programm-Flyer). In Pirna wird es auf dem Elbe-Parkplatz von 13:00 bis 14:00 Uhr eine Fotoaktion des DGB geben.

Zudem werden wir mit kleinen aber feinen Aktionen in Dresden und Riesa symbolisch Flagge zeigen am Tag der Arbeit – einen Zusammenschnitt hiervon findet ihr am Abend des 1. Mai auf unserer Homepage: www.igmetall-dresden-riesa.de
In diesem Sinne: Glück auf!

Euer Willi & Stefan sowie das Team der IG Metall Dresden & Riesa

Mobil: 0160/533 02 84
www.igmetall-dresden-riesa.de
http://www.facebook.com/IGMDresdenRiesa

Donnerstag, 29. April 2021

DIE LINKE.Sachsen zum 1. Mai

https://www.shop.die-linke.de/
Mainelke-p208955881

Zu wenig Aufmerksamkeit für Beschäftigte

DIE LINKE. Sachsen
Pressedienst 15/2021

In den letzten zwölf Monaten gab es allein in Sachsen über 50 Arbeitskämpfe. Ob bei Haribo in Wilkau-Haßlau, Amazon in Leipzig, Lausitzer Früchte in Sohland, Unilever in Auerbach oder bei Bautz’ner Senf: Mit Streiks, Warnstreiks oder Protestaktionen machten die Beschäftigten zahlreicher Betriebe in Sachsen auf ihre Anliegen aufmerksam. Damit gab es so viele Arbeitskämpfe wie seit den neunziger Jahren nicht mehr.

„Man merkt, es bewegt sich etwas. Die Leute organisieren sich, gehen auf die Straße und kämpfen für ihre berechtigten Interessen. Leider bekommen diese Arbeitskämpfe nicht immer die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Im Mittelpunkt der Öffentlichkeit standen oft nicht die tausenden Beschäftigten mit Gewerkschaftsfahne, sondern eine laute Minderheit mit Reichsflaggen. Statt die Situation der Beschäftigten zu verbessern, waren Minister und Abgeordnete der Union im Bund damit beschäftigt, die Wahlkampfkassen ihrer Parteien mit fragwürdigen Spenden zu füllen. Der Erste Mai ist ein guter Tag, um daran zu erinnern, wer den Reichtum und Wohlstand eigentlich erarbeitet, von dem der größte Teil bei einige Wenige landet.“, 

sagt Stefan Hartmann, Landesvorsitzender von DIE LINKE. Sachsen.

Im Entwurf ihres Bundestagswahlprogramms strebt DIE LINKE umfangreiche Verbesserungen für die Beschäftigten im Land an. 

„Wir wollen einen Mindestlohn von 13 €, damit Einkommen aus Arbeit wirklich vor Armut schützt. Es wird endlich Zeit, die Mauer bei Löhnen, Renten und Arbeitszeiten einzureißen. Dass wir im Jahr 2021 überhaupt noch darüber diskutieren müssen, dass es für gleiche Arbeit auch das gleiche Geld geben muss, ist ein Unding.“, 

ergänzt Susanne Schaper, Landesvorsitzende von DIE LINKE. Sachsen.

DIE LINKE will darüber hinaus die Gewerkschaften stärken, mehr allgemeinverbindliche Tarifverträge und eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich.

Termine:

Viele Termine zum 1. Mai in Sachsen finden Sie auf unserer Website. Stefan Hartmann wird sich an einer Kundgebung in Mittweida beteiligen. Susanne Schaper ist in Chemnitz und in Dresden wird Parteivorsitzende Janine Wissler erwartet:
https://www.dielinke-sachsen.de/termine/heraus-zum-1-mai/

Donnerstag, 20. Februar 2020

Arbeitskampf

DIE LINKE.Riesa solidarisiert sich mit dem Streik bei der Cargill GmbH

Das ist auf dem Blog des Ortsverbandes Riesa zu lesen:
"Nach 30 Jahren deutscher Einheit gibt es immer noch einen eklatanten Unterschied in der Bezahlung der Frauen und Männer.Diesen Unterschied gilt es zu beseitigen. Das brachten die Streikenden zum Ausdruck. Sie sind auch bereit diesen Arbeitskampf weiter auszufechten, wenn ihren Forderungen nicht nachgegeben werden sollte."
Vertreter der LINKEN haben sich am Dienstag an der Protestaktion beteiligt.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Ermutigendes Signal aus Riesa

https://www.teigwaren-riesa.de/
Gute Arbeitsbedingungen sind durchsetzbar

DIE LINKE. Sachsen Pressedienst
4. Juli 2019

Im Rahmen ihrer Sommertour hat die Bundestagsabgeordnete und Parteivorsitzende der LINKEN, Katja Kipping, heute die Teigwaren Riesa GmbH besucht und sich mit der Betriebsleitung und dem Betriebsrat getroffen. 

Dazu erklärt Katja Kipping:

„Die Geschichte der Teigwaren Riesa GmbH ist in zweierlei Hinsicht eine Erfolgsgeschichte. Einerseits ist sie mit ihren Produkten in Ostdeutschland Marktführer. Andererseits ist es den Beschäftigten vor einem Jahr gelungen, einen Betriebsrat zu gründen und nun einen Manteltarifvertrag durchzusetzen.

Ich habe mich heute mit Geschäftsleitung und Betriebsrat getroffen. Durch den couragierten Einsatz der Beschäftigten ist es gelungen, Lohnerhöhungen, bessere Arbeitszeitregelungen, erhöhte Zuschläge für die Schichtarbeit auszuhandeln. Noch immer gibt es ja ein enormes Gefälle in der Entlohnung zwischen Ost- und Westdeutschland, wo die Eigentümer des Unternehmens auch noch einen Zweigbetrieb unterhalten. Es braucht solch einen couragierten Einsatz von Gewerkschaften, Betriebsräten und Beschäftigten vor Ort, damit die Lohndifferenz zwischen Ost und West endlich der Geschichte angehört.

Leider gibt es hierzulande immer noch zu viele Unternehmen ohne Betriebsrat. Insofern ist das Signal aus Riesa ermutigend. Vor allen Dingen aber ist endlich eine veränderte Gesetzeslage von Nöten, nach der künftig schon die Initiative zur Gründung eines Betriebsrates unter den Kündigungsschutz fällt. Dafür macht sich DIE LINKE schon seit Jahren im Bundestag stark.“

Mittwoch, 13. Februar 2019

Streikkämpfe im Landkreis Meißen

Viel Unruhe und Unzufriedenheit

Seit Wochen kam es zu Protestreaktionen in der Riesaer Nudelfabrik. Inzwischen wurde endlich ein Tarifvertrag abgeschlossen. Deshalb findet der für heute angesetzte Warnstreik nicht mehr statt. Das konsequente Auftreten und die Solidarität in der Öffentlichkeit haben sich also gelohnt.

Dafür gibt es morgen in der Zeit von 05:00 bis 09:00 einen Warnstreik vor dem Stahlwerk in Gröditz, Wolfgang-Mischnick-Straße. Das informierte Ingo Kaiser, der als linker Gewerkschafter dabei sein wird.

In der heutige Sächsischen Zeitung (Dresdner und Meißner Land, S. 13) wurde berichtet, dass Lehrer in mindestens acht Schulen im Landkreis streiken und der Unterricht damit ausfällt oder nur eingeschränkt stattfindet. Das wundert keinen, der die bisherigen Widersprüchlichkeiten in der Personalpolitik des sächsischen Schulwesens aufmerksam verfolgt hat. Es geht hier vor allem um eine Gehaltserhöhung für die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Streik als legitimes Mittel des Arbeitskampfes

DIE LINKE.Sachsen zu den Arbeitskämpfen bei HALBERG GUSS in Leipzig

Pressedienst 30/2018


Seit nunmehr zwei Wochen befindet sich die Belegschaft des Leipziger Unternehmens Halberg Guss im Arbeitskampf. Dem Standort in Leipzig droht die Schließung und somit der Verlust von 700 Arbeitsplätzen. Hierzu Antje Feiks, Landesvorsitzende DIE LINKE. Sachsen:  

„Wieder einmal zeigt sich deutlich, dass Kapitalinteressen auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen werden. Das Unternehmen Halberg Guss liegt im Clinch mit seinen Auftraggebern und möchte nun den Weg des vermeintlich geringsten Widerstand gehen und den Standort Leipzig Ende 2019 schließen. Ca. 700 Mitarbeiter*innen sollen entlassen werden.

Ich sehe es als legitimes Mittel des Arbeitskampfes, dass die Belegschaft in dieser Situation von ihrem Recht auf Streik gebraucht macht und das Werk blockiert. Die Störung der Produktionsabläufe sowie der Logistik sind ein wichtiges Element eines Streiks, um sich Gehör zu verschaffen und den Druck auf das Unternehmen zu erhöhen. Dass die Polizei in dieser Situation als Vollstreckerin von Kapitalinteressen agiert, ist nicht hinnehmbar. Es ist nicht ihre Aufgabe, sich in den Arbeitskampf einzumischen. Dies ist kein sinnvoller Lösungsansatz, um einen Streik beizulegen. 

DIE LINKE. Sachsen steht solidarisch zu den Beschäftigten von Halberg Guss. Bereits seit Tagen sind verschiedene Vertreter, u.a. Sören Pellmann (MdB) und Marco Böhme (MdL), vor Ort, um die Arbeiter*innen bei ihrem Streik zu unterstützen. Wir fordern das Unternehmen auf, einen sinnvollen Lösungsansatz gemeinsam mit den Streikenden zu suchen.“

Dienstag, 18. November 2014

Zur beabsichtigten Schließung der Stahlguss Gröditz GmbH

Stahlstandort Gröditz - muss der
Amboss bald aus dem Wappen heraus?
Presseerklärung DIE LINKE.Meißen 

Mit der angestrebten Schließung der Stahlguss Gröditz GmbH will die verantwortliche Geschäftsführung die Arbeitsplätze von 75 Kolleginnen und Kollegen vernichten. Sie will eine in mehr als 120 Jahren gewachsene und stetig weiterentwickelte industrielle Kompetenz, die auf der Höhe der Zeit ist, abwickeln. All das soll in einer strukturschwachen Region mit einer weit überdurchschnittlichen Arbeitslosigkeit geschehen.

In dieser Situation ist es ein Gebot der Vernunft und der sozialen Verantwortung gegenüber den Beschäftigten, der Stadt Gröditz und der Region, dass sich die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Meißen und die politischen Mandatsträger aus dem Kreis mit den Beschäftigten stark und nachhaltig solidarisieren. Zusammen mit ihrer Gewerkschaft, der IG Metall Riesa, haben die Interessenvertreter im Betrieb aufgezeigt, dass es überzeugende wirtschaftliche Alternativen zur Schließung gibt. Diese Perspektiven dürfen nicht daran scheitern, dass sich eine Geschäftsführung dabei ertappt sieht, dass sie in den zurückliegenden Jahren ihrer unternehmerischen Verantwortung am Standort nicht nachgekommen ist. Mit Betriebsrat und Gewerkschaft sind wir einig, dass es nicht ausreicht, auf ein verändertes Marktumfeld für die Gröditzer Gießerei hinzuweisen. Mit dieser Begründung macht es sich die Geschäftsführung zu einfach. Sie rechtfertigt vor allem nicht, dass seit Monaten die Akquisition neuer Aufträge praktisch eingestellt wurde. So kann man jeden Betrieb kaputt machen. Notwendig ist stattdessen, dass für das Gröditzer Unternehmen in der Gußgruppe der GMH-Holding endlich ein leistungsfähiger Vertrieb aufgebaut und eine moderne, leistungsfähige Produktions- und Arbeitsorganisation eingeführt wird.

Die Entscheidung der Beschäftigten und ihres Betriebsrats, die IG Metall mit den Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag zu beauftragen, ist richtig. Damit ist es möglich, höhere Leistungen für den Wegfall zerstörter Arbeitsplätze zu fordern und durchzusetzen als mit den Mitteln des Betriebsverfassungsgesetzes, auch weil für den Sozialtarifvertrag alle Mittel des Arbeitskampfes eingesetzt werden können.

In der nun beginnenden Auseinandersetzung brauchen die Kolleginnen und Kollegen die Solidarität der ganzen Region, damit es ihnen gelingt, die drohenden Stilllegungskosten so hoch anzusetzen, dass eine Neustrukturierung des Betriebes auch nach betriebswirtschaftlichen Kalkülen die vernünftigere und überlegene Alternative darstellt. Was z.B. bei Siemens in Leipzig möglich war und dort inzwischen auch die Konzernzentrale überzeugt, muss im montanmitbestimmten Konzern GMH ebenso möglich sein.

Insbesondere die Kommunalpolitiker müssen der Erfahrung, „wer die Auseinandersetzung meidet, wird die Niederlage teilen“, entsprechend konsequent handeln. Auch im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt Gröditz und der Region ist es geboten, dass wir uns gemeinsam an der Seite der Beschäftigten einsetzen!

Wir erinnern schließlich daran, dass 1992 der letztlich erfolgreiche Kampf um den Stahlstandort Gröditz mit der ersten Betriebsbesetzung begonnen hat, weil die Treuhandanstalt die notwendigen Investitionen in die Stahlgießerei verweigern wollte. Auch unter den heutigen Bedingungen gilt es, dass die Menschen der Region und die Kommunalpolitiker sich wie damals mit dem neuerlichen Kampf der Beschäftigten um die Gröditzer Gießerei klar und unmissverständlich solidarisieren. Sagen wir der GMH-Holding und Herrn Großmann laut und deutlich: Eigentum verpflichtet – zumal in einer strukturschwachen Region und erst recht, wenn es kurzfristig wirtschaftlich vernünftige Alternativen zur Schließung gibt.


Andreas Graff, stellvertretender Kreisvorsitzender DIE LINKE. Meißen
Heinz Hoffmann, Kreisrat

Mittwoch, 2. Juli 2014

Streik in der Stahlindustrie weitet sich seit heute auch auf unser Kreisgebiet aus

MDR Info: Bitte hier anklicken
Solidarität mit den Metallern

In den aktuellen Tarifverhandlungen fordert die IG Metall für die rund 8.000 Beschäftigten der ostdeutschen Stahlindustrie u.a. 5% mehr Lohn, die Verlängerung der Altersteilzeitregelungen und mehr Mitsprache bei Werkverträgen. 

Im Rahmen der dazu geführten Warnstreikwoche kämpfen jetzt auch Metaller in Sachsen mit. Am heutigen frühen Morgen haben rund 100 Beschäftigte der Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen GmbH in Zeithain für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt.


Peter Tschäpe und Heinz Hoffmann 2013
Für DIE LINKE ist die Solidarität mit den Metallern eine grundsätzliche politische Aufgabe. So haben sich beispielsweise im vorjährigen Bundestagswahlkampf Vertreter unserer Kreisorganisation/ unserer Kreistagsfraktion wie Heinz Hoffmann und Peter Tschäpe vor die Betriebstore in Gröditz und Zeithain gestellt, um das zu repräsentieren und mit den Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen.

Donnerstag, 25. Juli 2013

Parteienvergleich anlässlich der Bundestagswahlen

Gewerkschaft - Parteien - Bundestagswahl
Wahlkampfargumente

DIE IG Metall hat Material zusammengestellt, um die Wähler bei ihren Entscheidungen zur Bundeswahl am 22. September 2013 sachlich zu unterstützen. Darin werden die Parteien dahingehend verglichen, wie sie gegenüber Grundsatzforderungen der Gewerkschaft stehen: Arbeitsmarkt, Gesundheit und Pflege, Rente. Kreisrat Heinz Hoffmann hat gebeten, die wichtigsten Informationen daraus in den Wahlkampf-Blog des Kreisverbandes DIE LINKE einzustellen. Das sind wichtige Argumente z.B. für unsere Infostände und die persönlichen Gespräche mit den Wählern.

Bitte hier anklicken:
Thema Arbeitsmarkt
Thema Gesundheit und Pflege
Thema Rente

Sonntag, 6. Januar 2013

Über den Tellerrand geschaut

Kapitalismus kennt kein Friede-Freude-Eierkuchen

Aus der AG Betrieb & Gewerkschaft berichtet
Ingo Kaiser, Mitglied des Kreisvorstandes DIE LINKE Meißen

Ingo Kaiser/Foto: Rode
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit dem 1. November 2012 streikt die Belegschaft des Verpackungsherstellers neupack in Hamburg und Rotenburg/Wümme (Niedersachsen) für einen Tarifvertrag mit Unterstützung der IG BCE.
Die Besitzerfamilie Krüger, in den reichen Vierteln Hamburgs zu Hause, hat deutlich gemacht, dass sie grundsätzlich Tarifverträge mit Gewerkschaften ablehnt. Auch der Betriebsratsvorsitzende sollte aus fadenscheinigen Gründen schon mehrfach fristlos gekündigt werden.
Durch den Einsatz von Streikbrechern aus einem anderen EU-Land ist es neupack bisher gelungen, den Betrieb im Wesentlichen aufrecht zu erhalten.

Daher kommt es jetzt darauf an, bundesweiten Druck zu entfalten und zwar dadurch, dass der Hauptkunde von neupack, das Deutsche Milchkontor in Bremen, Post aus dem gesamten Bundesgebiet mit der Forderung erhält, neupack endlich zu veranlassen einen Tarifvertrag zu unterschreiben! DIE LINKE.Hamburg ist seit dem ersten Streiktag aktiv in der Solidarität dabei.

Die große Bitte an Euch alle, den link www.fairnachtarif.de<http://www.fairnachtarif.de anzuklicken und an das Deutsche Milchkontor in Bremen eine digitale Postkarte zu senden.

Mit solidarischem Gruß
Ingo Kaiser

Sonntag, 29. April 2012

Billig kommt teurer

Gemeinsamer Gesetzentwurf von DGB sowie SPD und DIE LINKE im Landtag

Zum 1. Mai darf man hier sicherlich auch einmal auf einen SPD-nahen Blog verweisen. Der Blogger Rudolf Homann aus Leipzig verweist in seinem Blog darauf, dass SPD und DIE LINKE nicht nur zum 1. Mai in Coswig etwas gemeinsam machen können - sogar die Gewerkschaft ist diesmal mit im Boot:
Nur die schwarz-gelb regierten Bundesländer Sachsen, Bayern, Schleswig-Holstein und Hessen sträuben sich jetzt noch grundsätzlich gegen ein Tariftreuegesetz, halten das Ganze gar für Teufelswerk.
Zur Kampagne - wie der DGB sie sieht.
In Sachsen geht man jetzt völlig neue Wege, um der Regierung Feuer unterm Hintern zu machen. Anfang Mai wird ein gemeinsamer Gesetzentwurf von DGB sowie von SPD und DIE LINKE im Landtag eingebracht.
Und hier geht es zur Quelle im Volltext.

Samstag, 21. April 2012

Politscher Streik

Derfen die denn das?

Ingo Kaiser,
Mitglied des Kreisvorstandes DIE LINKE und der AG Betrieb & Gewerkschaft macht aufmerksam:

Bild anklicken = besser lesen.

Mittwoch, 14. März 2012

Tarifrunde Bund und Kommunen: Provokation als Angebot der Arbeitgeber

http://www.betriebundgewerkschaft.de/ 
Beeindruckende Warnstreiks - LINKE Gewerkschafter solidarisieren sich 

Diese Erklärung des BundessprecherInnenrates Betrieb & Gewerkschaft
 
leitete Ingo Kaiser an uns weiter

Wirkliches Angebot lässt immer noch auf sich warten

In der Woche vom 3. bis 9. März haben 130.000 Beschäftigte aus Bund, Kommunen sowie kommunalen Krankenhäusern und Pflegeheimen in allen Bundesländer an den Warnstreiks teilgenommen, zu denen ver.di aufgerufen hatte. Zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche haben sich drei Einrichtungen der Diakonie Württemberg an einer Warnstreikaktion der Gewerkschaft ver.di beteiligt - Streikrecht ist Menschenrecht, auch und gerade in der Diakonie!

Es war eine klare und eindeutige Antwort auf den Verhandlungsstart am 1. März für die 2 Millionen Beschäftigen bei Bund und Kommunen. Dieser gestaltete sich schlimmer als von ver.di bereits im Vorfeld angenommen. Nicht nur, dass die Arbeitgeberseite kein Verhandlungsangebot vorlegte, sie forderten die Gewerkschaften dazu auf, erst einmal ihr
Angebot „auf ein realistisches Maß“ herunterzufahren, bevor sie ihrerseits dann ein Angebot machen würden. Dies kann nur als dreiste und freche Provokation der Arbeitgeberseite gegenüber den organisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern des öffentlichen Dienstes aufgefasst werden.

Mittwoch, 7. März 2012

Frauenarbeitsplätze brauchen Zukunft

Kerstin Lauterbach,
Kreisvorsitzende DIE LINKE
Zum Internationalen Frauentag:

LINKE im Kreis Meißen fordert Unterstützung der Politik für Schlecker-Beschäftigte


„Die Beschäftigten von Schlecker haben unsere vollste Unterstützung. Arbeitsplätze und Filialen müssen erhalten werden. Gerade zum Internationalen Frauentag am 8. März muss es hier ein eindeutiges Zeichen der Politik geben. DIE LINKE engagiert sich dafür vor Ort und im Bundestag“, erklärt Kerstin Lauterbach, die Vorsitzende des Kreisverbandes Der LINKEN Meißen zu den Aktionen der Schlecker-Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ver.di rund um den 8. März.

„Die Arbeitsmarktchancen für Verkäuferinnen sind alles andere als gut. Wie eine Anfrage der LINKEN bei der Bundesagentur für Arbeit ergab, kamen im Einzelhandel in den Verkaufsberufen im Januar bundesweit zwölf Erwerbslose auf eine offene Stelle. Für Sachsen beträgt das Verhältnis 29:1. Wir können es uns nicht leisten, tariflich gut bezahlte Arbeitsplätze zu verlieren“, so Kerstin Lauterbach weiter.

DIE LINKE legt am 8. März im Bundestag konkrete Vorschläge zur Rettung der Arbeitsplätze bei Schlecker vor. Gefordert wird ein Zukunftskonzept, das nicht auf einen Kahlschlag setzt, sondern die Filialen und Arbeitsplätze erhalten soll. Dieses soll gemeinsam mit Beschäftigten, der Gewerkschaft ver.di und Anderen erarbeitet werden. Dafür sollen auch staatliche Hilfsgelder möglich sein, wobei die Belegschaft, anders als bisher im Unternehmen, entscheidend mitbestimmen soll. Wichtig ist auch, die Nahversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen. Um für ein alternatives Zukunftskonzept Zeit zu gewinnen, soll das Insolvenzgeld von drei auf sechs Monate verlängert werden.



Kerstin Lauterbach MdL, Kreisvorsitzende
Harald Kühne, Kreisgeschäftsführer

Samstag, 3. März 2012

Tarifautonomie stärken, nicht schwächen!

Ein offenes Wort, das auch für unseren Landkreis Meißen gilt
von Michael Schlecht
http://www.michael-schlecht-mdb.de/
ueber-mic
gewerkschaftpolitischer Sprecher der Partei DIE LINKE 



"DIE LINKE lehnt einschränkende gesetzliche Regelungen der Tarifautonomie und des Streikrechtes ab. Im Gegenteil: Wir brauchen endlich die volle Freiheit des Streikrechtes. Wir brauchen die vollständige Legalisierung von Solidaritätsstreiks und die definitive Klarstellung, dass auch ein politischer Streik in Deutschland legal ist.
Jetzt hat der SPD-Fraktionschef Steinmeier der Regierung eine Zusammenarbeit bei der gesetzlichen Beschränkung des Tarif- und Streikrechtes angeboten. Dies ist brandgefährlich. In Deutschland wird nicht zu viel, sondern zu wenig gestreikt, sonst wäre eine Absenkung der Löhne um 4,5 Prozent seit 2000 nicht möglich gewesen. DIE LINKE ist für starke Gewerkschaften. Zur Durchsetzungsmacht gehört ein geschlossenes und solidarisches Handeln der Beschäftigen. Deshalb ist es wichtig, dass das Prinzip "ein Betrieb, eine Gewerkschaft" verwirklicht wird. Zur gewerkschaftlichen Solidarität gehört auch, dass die Stärkeren mit ihrer Durchsetzungsmacht zugleich sich für die Schwächeren einsetzen.
DIE LINKE wendet sich gegen Bestrebungen durch Eingriff in das Tarifvertragsrecht oder in das Grundgesetz die Tarifeinheit in den Betrieben wieder herstellen zu wollen. Wir sind der Auffassung, dass dies nur durch politische und organisatorische Maßnahmen durchgesetzt werden kann."

Die Arbeitskämpfe, die in jüngerer Zeit in unserem Landkreis stattfanden, von den Metallern bis zu den Mitarbeitern der Elblandkliniken, zeigen die aktuelle Bedeutung dieser Feststellungen. Das dürfte auch bei den heutigen Gesprächen an den Info-Ständen der LINKEN in Riesa, Radebeul, Meißen, Großenhain oderCoswig deutlich geworden sein. Darüber immer aktuell nachzudenken verpflichtet uns nicht zuletzt unser Erfurter Parteiprogramm.

Die Anregung zur Veröffentlichung kam von Ingo Kaiser, Mitglied des Kreisvorstandes DIE LINKE

Freitag, 27. Januar 2012

Einheitlicher Tarifvertrag in Elblandklinken

(Zum Buchtipp)
Was der neue Tarif den Schwestern bringt
Von Peter Anderson ("SZ"  Ausgabe Meißen  27.01.12 )

Drei Jahre dauerten die Gespräche zwischen den Elblandkliniken und Verdi. Jetzt gibt es einen einheitlichen Tarifvertrag für alle drei Häuser. Die SZ hat die Details.

Nach bis zu sechs Jahren ohne einen Cent mehr in der Lohntüte dürfen sich Schwestern, Pfleger und sonstige Mitarbeiter im nichtärztlichen Dienst der Elblandkliniken jetzt über deutlich steigende Gehälter freuen. Der auf einer Klausurtagung in Lichtenwalde bei Chemnitz ausgehandelte Tarifvertrag für die Krankenhäuser in Meißen, Radebeul, Riesa und Großenhain löst teilweise Notlagen-Tarifverträge ab, die bis Ende 2007 galten und mit einem erheblichen Verzicht auf Lohnzuwächse und Zulagen verbunden waren.

Für wie viele Mitarbeiter gilt der neue Tarifvertrag?