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Donnerstag, 1. Oktober 2015

Auch Menschen mit geringem Einkommen müssen selbstbestimmt verhüten können!

Zur Antwort der Staatsregierung auf die Kleine Anfrage „Schwangerschaftsabbrüche bei Frauen in Hartz-IV-Bezug im Jahr 2014“ (Drucksache 6/2535) 




Susanne Schaper,
die Fragestellerin und 
sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

Von 2010 bis 2014 wurden allein in Sachsen Kosten für 24.707 Schwangerschaftsabbrüche von den Krankenkassen übernommen, weil die Aufbringung der Mittel den Schwangeren nicht zuzumuten war. Allein im Jahr 2014 belief sich der Erstattungsbetrag des Freistaates Sachsen an die Krankenkassen auf knapp 1,9 Mio. Euro, worin keine Kosten für Beratungskosten enthalten sind, weil diese bei den Kassen verbleiben.

Der Abbruch einer Schwangerschaft stellt – ganz abgesehen von den Kosten – für jede Frau eine große psychische und physische Belastung dar, die nicht selten Langzeitwirkungen hinterlässt. Deshalb ist es unbedingt notwendig, bundesweit einheitlich zu regeln, dass die Kosten ärztlich verordneter Mittel zur Schwangerschaftsverhütung für Frauen und Männer mit geringen Einkommen übernommen werden. Die Staatsregierung muss sich im Sinne der „Kieler Erklärung“ einsetzen, in der dies gefordert wird, dafür einsetzen.

Jeder Schwangerschaftsabbruch, der durch Verhütung hätte verhindert werden können, ist einer zu viel. Selbstbestimmte Familienplanung ist ein Menschenrecht. Dieses ist für alle Menschen – unabhängig von deren Einkommen – durchzusetzen. Wir werden dazu im Landtag aktiv werden.

Hintergrund – aus der „Kieler Erklärung“:

„Schon 2006 bestätigte eine Studie die Tendenz, dass Menschen mit geringem Einkommen zwar sicher verhüten wollen, Frauen und Männer in finanziell prekären Situationen aber zu-nehmend auf billigere und unsicherere Verhütungsmethoden zurückgreifen (müssen). […]

Verhütung ist derzeit in Deutschland vom sozialen Status abhängig. Das Menschenrecht auf freie Wahl der Verhütungsmethode, die größtmögliche Sicherheit bietet und individuell gesundheitlich verträglich ist, ist nicht mehr für alle garantiert. Davon betroffen sind besonders Frauen, die in der Ausbildung sind, studieren, Arbeitslosengeld II, Grundsicherungsleistungen oder Wohngeld erhalten. Aber auch Asylbewerberinnen, Geringverdienerinnen und Männer, die auf Grund ihrer finanziellen Situation die Kosten für eine Sterilisation nicht aufbringen können.“

Samstag, 14. März 2015

Sachsen, wo die (...) Frauen wachsen

Am Montag, dem 9. März fand in Meißen auf der Loosestraße in Anwesenheit des 1. Beigeordneten und Stellvertreter des Landrates, Herrn Albrecht Hellfritzsch die Eröffnung einer Ausstellung statt. Eingeladen hatte Sylvia Wolf, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises.
 
Einem geflügelten Wort zufolge ist Sachsen der Ort, "wo die schönen Mädchen wachsen", aber gibt es hier nicht noch viel mehr als die fürs Auge angenehme Oberfläche? Diese Porträt-Serie zeigt einen lebendigen Querschnitt sächsischer Frauen mit dem Fokus auf den Meißner Landkreis und soll einen Moment aus ihrem Alltags- und Berufsleben einfangen.
Julia W. Gourlay hat die Frauen porträtiert

Insgesamt wurden 21 Frauen zwischen 25 und 71 Jahren porträtiert, die in Sachsen leben bzw. dort geboren und/oder aufgewachsen sind. Die Wohnorte sind Bärnsdorf, Berlin, Coswig, Dresden, Großenhain, Krögis, Meißen usw. aber auch Paris. Die porträtierten Frauen gehen folgenden Tätigkeiten nach: Altenpflegerin, Betriebswirtin, Bundestagsabgeordnete, Erzieherin, Feuerwehrfrau, Filialleiterin, Gästebetreuerin, Geschäftsführerin, Gleichstellungsbeauftragte, Jurnalistin, Kosmetikerin, Krankenschwester, Lehrerin, Mitarbeiterin PR/Marketing, Redakteurin, Rentnerin, Sachbearbeiterin, Säkretärin, Steuerfachangestellte, Teamleiterin Relationship Menagement/Kommunikation D-A-CH, Unternehmerin/Selbständige. So verschieden die Tätigkeiten in diesen Berufen sind, eines war allen Frauen gemeinsam, sie sind unheimlich engagiert bei dem, was sie machen.

Die Entwicklung der Kozeptidee und die vollständige anschließende Ausführung lagen bei Julia W. Gourlay. Gefördert wurde das Projekt durch die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Meißen und der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration des Freistaates Sachsen.
Ein Jahr werden die Fotos auf der Loosestraße im Erdgeschoss zu sehen sein.

Die Botschaft der Ausstellung ist für mich: "Und wenn Du Dir auch nur an einem Abend den Blick für eine andere Welt öffnen lassen willst. Geh raus, sei offen und entdecke die Welt! Es gibt unzählige verschiedene Möglichkeiten..."  



Mittwoch, 4. März 2015

Frauen machen zum Frauentag Druck - Sie fordern Kinder und Arbeitsplatz jetzt!

Pressemitteilung der AG Betrieb & Gewerkschaft

Anlässlich des Internationalen Frauentages

zugeschickt von Ingo Kayser

Alleinerziehende machen einen wesentlichen Bestandteil der Familien in Deutschland aus, 20 Prozent der 8,1 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern sind alleinerziehende Mütter oder Väter.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt für die Meisten eine beträchtliche Belastung dar. Sie sind mit deutlich höheren Anforderungen an die Organisation des Alltags, der Haushaltsführung, Kindererziehung und Sicherung des finanziellen Einkommens konfrontiert.

Alleinerziehende sind mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt konfrontiert, Arbeitgeber zögern mit deren Einstellung, weil sie befürchten, dass wegen der Kinderbetreuung zu viele Ausfalltag auflaufen könnten. Nur zweit Drittel der Eltern mit Kindern unter 18 Jahren findet eine Arbeit, davon sind wiederum lediglich 42 Prozent in Vollzeit beschäftigt.

Um die Erwerbstätigkeit zu erhöhen sind die Eltern auf Kindergartenplätze für ihre Kinder und auf eine familienfreundliche Arbeitswelt angewiesen.
In nur knapp jedem dritten Betrieb gibt es spezifische Maßnahmen „zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und zur Förderung der Chancengleichheit“.

Rund 39 Prozent aller Alleinerziehenden mit minderjährigen Kindern sind derzeit auf staatliche Grundsicherungsleistungen (SGB II) angewiesen. Das sind 625.000 Bedarfsgemeinschaften von Alleinerziehenden. Sie und ihre Familien tragen ein besonderes Armutsrisiko.

In neun von zehn Fällen ist der alleinerziehende Elternteil die Mutter.
Frauen sind mehrfach belastet. Sie müssen nicht nur den Unterhalt für ihre Kinder beim getrennten lebenden Partner einfordern, sondern sind auch strukturell Benachteiligt, wie eine Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE. belegt (BT-Drs.18/525). Trotz Rechtsanspruchs kriegen sie oft keinen Kitaplatz.

Den Frauen fehlen Ausgestaltungen des geplanten Anspruches auf Teilzeitarbeit, der ein Rückkehrrecht auf Vollzeit schafft..

Das sind die Fakten:

Der Zuwachs der Beschäftigung bei Frauen in den letzen Jahren beruht vor allem auf mehr Teilzeitarbeit, oft auch Minijobs. Seit 2003 stieg die Zahl der geringfügig entlohnten weiblichen Beschäftigten um 1 Million auf 4,6 Millionen.
Die Quote der in Teilzeit beschäftigten Frauen liegt bei 52 Prozent, die der Männer bei 17,9 Prozent.Jede dritte Frau ist einem atypischen Beschäftigungsverhältnis tätig, wozu sowohl die befristete Beschäftigung, kleine Teilzeit- und Minijobs als auch Leiharbeit zählt. In absoluten Zahlen sind das 5,5 Millionen Frauen.
 Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen hat sich verfestigt und liegt seit  Jahren bundesweit bei 22 Prozent.
Frauen stellen mit 55 Prozent die Mehrheit der Hartz IV-Aufstockerinnen dar.
Alle Frauen und Alleinerziehende sind aufgerufen am internationalen Frauentag, dem Sonntag 8. März für ihre Forderungen für "Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt" auf die Straße zu gehen und an der Demonstration des bundesweitern Bündnisses "Frauenkampftag" um 14 Uhr beim Clara-Zetkin-Park,  Clara-Zetkin-Denkmal, Rondell Karl-Tauchnitz-Straße teilzunehmen.

Marianne Küng-Vildebrand
Sprecherin AG Betrieb & Gewerkschaft Leipzig
Sprecherin AG Betrieb & Gewerkschaft Sachsen

Freitag, 10. Oktober 2014

"Frauen in die Politik" Treffen mit Mandatsträgerinnen und politisch interessierten Frauen aus Sachsen

Vom 17. bis 19.Oktober besuchen uns Frauen vom Verein "Politik mit Frauen e.V." mit ihrer Präsidentin Gudrun Wilhelm. Begrüßt werden die Frauen vom Landrat Arndt Steinbach.
Der Verein strebt im Rems-Murr-Kreis überparteilich die Verwirklichung von Gleichberechtigung und Chancengleichheit für Frauen im vorpolitischen Raum und in politischen Ämtern an.
Ich habe Frau Wilhelm beim Besuch im Partnerlandkreis kennengelernt. Ihr Verein bietet eine Plattform für die Vernetzung politisch interessierter Frauen und somit einen wirkungsvollen Schulterschluss um typische Männerdomäne aufzubrechen.

Unter der Federführung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Meißen, Sylvia Wolf und der Mitarbeit von Angelika Gerhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Städte Coswig und Radebeul wurde aus der Idee, den Verein zu uns nach Meißen einzuladen sehr schnell ein geplantes Vorhaben.
da steckt mehr für Sie drin

Wenn die Frauen vom Verein "Politik mit Frauen e.V." auf Reisen gehen, dann ist ihr "Täschle" immer dabei. In dieser Broschüre wurde auf unterhaltsame und anschauliche Weise eingepackt, wofür sich die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in der Landesarbeitsgemeinschaft Baden- Württemberg täglich einsetzen.

Am Sonnabend, dem 18.10.2014  um 15.00 Uhr lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Meißen zum Treffen mit den Frauen aus unserem Partnerlandkreis ins Hotel Roß nach Meißen ein.
Dort wird sich der Verein "Politik mit Frauen e.V." vorstellen. Weiterhin werden Arbeitsergebnisse und Gleichstellungsarbeit in Ost und Südwest, sowie Projekte zur politischen Beteiligung von Frauen ein Thema sein und natürlich das Networking.

Interessierte Frauen melden sich bitte direkt bei Sylvia Wolf.

Sylvia.Wolf@kreis-meissen.de
Tel.: 03521 725-7229
Fax: 03521 725-88049

Montag, 16. September 2013

Weibliches Wahlengagement zwischen den Parteien

Manchmal habe ich den Eindruck, dass es vor allem den Frauen weniger zuerst um die Partei, als vielmehr zunächst um die konkrete Sache geht. Um so interessanter ist, was Kreis- und Stadträtin Dagmar Gorek (DIE LINKE) aus Coswig berichtet (Bitte auch hier anklicken: http://coswigvonlinks.blogspot.de/).

Unter der Losung "Mädels vor! Politik ist eine zu wichtige Sache, um sie allein den Männern zu überlassen"  hatte die Gleichstellungsbeauftragte der Coswiger Stadtverwaltung Angelika Gerhardt zu einer seminaristischen Runde eingeladen. 

Natürlich waren, neben Dagmar, auch weitere Vertreterinnen der LINKEN dabei: Stadträtin Ludmilla Birkele und die Gleichstellungsbeauftragte des Landratsamtes Sylvia Wolf. Und als prominenter Gast war die Landtagsabgeordnete Sabine Friedel (SPD). In der Diskussion ging es vor allem um das Thema "Einstieg in die Kommunalpolitik". Das lässt hoffen, denn nach der Bundestagswahl, die hoffentlich mit hoher Männer- und Frauenbeteiligung über die Bühne geht, liegt vor uns bereits wieder die nächste Kommunalwahl. Und was den Frauenanteil anbetrifft, hat Coswigs LINKE beste Traditionen, denn der lag prozentual gegenüber allen anderen Fraktionen immer am höchsten - gegenwärtig sind es 75%! 

Dr. G. Dietmar Rode
1990 - 2005 Stadtrat in Coswig

Sonntag, 1. September 2013

Claudi Jobst

Interview und Foto: Rode
 Mit 84,5% als gleichstellungspolitische Sprecherin des Landesvorstandes gewählt

Du hast eins der höchsten Wahlergebnisse diese Parteitages bekommen. Was sagst Du dazu?

Danke. Toll. Damit habe ich nicht gerechnet.

Du bist auch noch Stadt- und Kreisrätin in Radebeul bzw. Meißen. Siehst Du da konkrete Berührungspunkte für Deine Arbeit im Landesvorstand?

Beispiele: Im Landkreis arbeite ich sehr eng mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landratsamtes Sylvia Wolf zusammen; sie ist übrigens auch eine Linke und war Kreisrätin.
Und in Radebeul haben wir im Amtsblatt eine Info-Reihe aufgemacht, um möglichst viele andere Frauen zu ermutigen, sich sozial- und kommunalpolitisch zu engagieren.
In den kommunalen Vertretungen sind leider vielerorts noch die Männer überrepräsentiert. Vor allem in den technischen Ressorts besteht noch das Klischee, dass da nach wie vor Männerdomänen bestünden. Das sollte wir Frauen schnellstens überwinden.

Wie hat Dir der 9.Landesparteitag bisher gefallen? Was ist besonders erwähnenswert?

 Besonders beeindruckt hat mich die Verleihung des Lysistrata-Friedenspreis an Juliane Nagel.
Außerdem finde ich es bemerkenswert, dass unsere Partei sich mit der Diskussion der wirtschaftspolitischen Leitlinien als ein kompetenter Partner für eine gesellschaftlich vernünftige Wirtschaftspolitik anbietet. Der sozialökonomische Umbau unserer Gesellschaft wird eine Grundaufgabe der kommenden Jahrzehnte sein.

Es wurden auffallend viele junge Leute in Führungsfunktionen des Landesverbandes gewählt. Wird die LINKE insgesamt jünger?

Leider nein, sie ist insgesamt noch nicht wesentlich jünger geworden. Aber sie muss es und sie wird es. Das ist ein Prozess, der seit mehr als 10 Jahren läuft. Ich merke es auch an mir selbst. Wir wachsen mit unseren Aufgaben.

Sonntag, 10. März 2013

Begeisternde Feier der LINKEN im Haus für Viele(s)


Nachbetrachtungen zum Frauentag

Foto: Graff
von Andreas Graff, Meißen

Der Einladung des Ortsverbandes Meißen DIE LINKE und des Vereins „Ein Haus für Viele(s), folgten am Samstagnachmittag viele Frauen. In dem fasst überfüllten großen Saal des Hauses sprach der Vorsitzende der LINKEN Meißen, Bernd Matthes, in beherzten Worten über die Frauenbewegung und die noch offen stehenden Fragen der Gleichberechtigung.

Gleichzeitig würdigte er die Leistungen der Frauen, die sie mit ihrer sehr oft unbezahlten Arbeit für die Gesellschaft und der Familien erbringen .Beim folgenden Kaffeeplausch fand die kurze Rede ein lebhaftes Echo. „Mehr als beachtenswert ist doch all das, was im nicht einfachen Alltag die Frauen zusätzlich zu ihrer Arbeit im Betrieb täglich zu Hause verbringen.“ So Frau Wahl in der Gesprächsrunde. Eine Gesprächspartnerin pflichtete ihr bei und ergänzte: „Keine Arbeit zu haben oder für die gleiche Arbeit weniger als die Männer zu bekommen, empfinden wir als eine Diskriminierung.“ Und eine andere Dame aus einer Wandergruppe sagte zu mir: „Vieles ist selbstverständlich und wird sehr oft als normal verbucht, wenn wir ohne Bezahlung Überstunden schruppen müssen.“ Ja, das ist wohl wahr. Es gibt guten Grund über das vor uns stehende nachzudenken und zu bewerten, ob unsere Anstrengungen als Linke ausreichen, um die vorhandenen Defizite in der Gleichberechtigung zu überwinden.

Nach dem Kaffeetrinken dominierte die Freude über das Erreichte. Was sich auch ohne Zweifel sehen lassen kann. Fröhlich zu sein und  singen, mit einem Strauß bunter Melodien war angesagt. Mit dem Gesangs-Duo Gerlinde und Bernd wurde gesungen, gelacht und gescherzt. Prima. Danke. Uns hat es sehr gefallen. Macht weiter so. Wir kommen wieder. Wann ist die nächste Veranstaltung, waren die Worte der Verabschiedung, von dieser gelungenen Frauenstagsveranstaltung.

Freitag, 8. März 2013

Zum Internationalen Frauentag

Alles Gute zum 8. März

Heute zum Internationalen Frauentag sollen die Grüße auch von unserer Kreisparteiorganisation DIE LINKE unsere Kreisgrenzen überschreiten. Es sollen Grüße sein, die an den gemeinsamen Kampf von tapferen mutigen Frauen erinnern. Weit hinein in das 19. Jahrhundert traten Frauen vereinzelt und dann organisiert gegen Diskriminierung und Ausbeutung auf. Sie erkämpften das freie, geheime und gleiche Frauenwahlrecht. Was diesbezüglich heute für uns normal ist, ist es in vielen Ländern der Welt bei weiten noch nicht. Frauen werden wegen ihres gleichberechtigten Willens und Auftretens geschmäht, unterdrückt und politisch verfolgt. Denken wir nur an die unzähligen Mütter in dieser Welt, die tief in ihrer Seele leiden, weil ihre Kleinstkinder in ihren Armen vor Hunger sterben, oder als Kindersoldaten missbraucht und im Kugelhagel sterben müssen.

Diese Glückwunschkarte kam
 von Ralf Eisler aus Russland
Hier ist unsere Solidarität und unsere Forderung an die Bundesregierung: Konsequenter Auftritt gegen solche Regierungen, die dies dulden, fördern oder es in ihren Nachbarländern wegen ihrer ökonomischen Interessen tolerieren.

Leider gibt es auch noch in unserem zivilisierten Deutschland, bei allem beachtlichen Entwicklungsstand der Gleichberechtigung, große Defizite. Ökonomische Interessen im Großen und im Kleinen, weisen auf eine unvertretbare Ungleichbehandlung, ja auf Diskriminierung hin. Unvertretbar der Niedriglohnsektor, wo vor allem Frauen arbeiten müssen, um ihre Armutslebensweise in unserem reichen Land zu finanzieren. Hartz IV Empfängerinnen sind vom kulturellen, bildenden und Lebensfreude erweckenden Alltag abgeschnitten. Gegen all diese Defizite in unserer Gesellschaft, sind wir als Linke angetreten.

Mit unserem Parteiprogramm und Wahlprogramm erheben wir Forderungen in Achtung und Förderung der Gleichberechtigung und zeigen gleichzeitig Lösungsmöglichkeiten – Alternativen für gerechte ökonomische Lösungen auch im Steuerbereich auf.

Ein besonders herzlicher Gruß und Dank soll nicht nur an diesem Internationalen Frauentag unsere Frauen erreichen, die in unserer Partei mit Engagement den Tradition der Frauenbewegung folgen und mit hohem Wissen und persönlichen Engagement mutig für die Frauenrechte voranstehen.

Andreas Graff
Stellvertretender Kreisvorsitzender DIE LINKE

Wichtige Anmerkung:

Einen herzlichen Glückwunsch für die Frauen in unsere Kreistagsfraktion. Alles Gute für Bärbel Heym, Barbara Hoffmann, Brigitte Zschoche, Claudia Jobst, Dagmar Gorek, Helga Frenzel, Uta Knebel und Wenke Röhner!!! Danke!
Und um einmal innerhalb das Kreistages zu vergleichen:

Nur 20% der Mandatsträger im Kreistag sind Frauen, d.h. 19 von 93. Das sieht natürlich gar nicht so gut aus. Aber auf die Fraktionen bezogen heißt das:

- 7 von 17 bei der LINKEN = 41%;
- 3 von 8 bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN/Freie Wähler = 38%;
- 2 von 8 bei der FDP = 25%;
- 6 von 43 bei der CDU = 14% und
- 1 von 9 bei der SPD = 11%.

Bei NPD (5) und DSU (3) im Kreistag gibt es keine Frauen.


Freitag, 16. November 2012

Gegen häusliche Gewalt

Aus Coswig berichtet

Dagmar Gorek
Kreisrätin       

"Die Wortlose"  Theaterstück für eine Schauspielerin

von Wilfried Happel, mit Susann Kloß, Regie: Sylvia Burza

Renate  abgestempelt als stummer Schatten ihrer selbst, als ein Mauerblümchen, nimmt die Gerechtigkeit in ihre Hände: Sie kann auch anders!
Das Martyrium ihrer Ehe mit Reinald Rommel beendet Renate als Mörderin. Jetzt beginnt das Kapitel der Aufarbeitung.
Ihr Schweigen bricht. Worte sprudeln aus ihr heraus und verwandeln sie.

Voller herzzerreißender Komik und erschütternder Tragik erzählt Renate ihre Geschichte....

Sylvia Wolf
Auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten Sylvia Wolf fand am Dienstag, dem 13.11.2012 anlässlich des Tages „Gegen häusliche Gewalt“ ein Treffen verschiedener Netzwerke des Landkreises Meißen in der Börse statt. Neben Erfahrungsberichten sollte das Theaterstück „Die Wortlose“ das Thema Gewalt in der Familie aufgreifen.

Grußworte sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Coswig, Frank Neupold und der 1. Beigeordnete des Landrates, Herr Hellfritzsch. Anwesend waren Mitarbeiter des Jugendamtes, Netzwerkkoordinatoren aus Riesa, Radebeul und Meißen, die JuCo Coswig, die Amtsleiterin des Kreisordnungsamtes der Frau Korsowski, und viele andere, die sich für den Schutz der Schwachen in unserer Gesellschaft engagieren.

Drei Netzwerke berichteten über ihre Arbeit:

„Netzwerk wirksamer Hilfen für Alleinerziehende im Landkreis Meißen“
„Willkommen – Bündnis für Kinder“
„Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt“

Im persönlichen Gespräch mit Frau Korsowski habe ich erfahren, dass die Problemfelder umfangreicher werden und die vom Landkreis ausgereichten finanziellen Mittel deshalb stetig wachsen müssen. Dafür Sorge zu tragen ist ein Schwerpunkt unsere Fraktionsarbeit.

Zielstellung der Veranstaltung war es, die Aufmerksamkeit aller für das Miteinander zu fördern und die Zusammenarbeit der Akteure zu intensivieren. Eine gelungene Sache!



Mittwoch, 7. März 2012

Frauenarbeitsplätze brauchen Zukunft

Kerstin Lauterbach,
Kreisvorsitzende DIE LINKE
Zum Internationalen Frauentag:

LINKE im Kreis Meißen fordert Unterstützung der Politik für Schlecker-Beschäftigte


„Die Beschäftigten von Schlecker haben unsere vollste Unterstützung. Arbeitsplätze und Filialen müssen erhalten werden. Gerade zum Internationalen Frauentag am 8. März muss es hier ein eindeutiges Zeichen der Politik geben. DIE LINKE engagiert sich dafür vor Ort und im Bundestag“, erklärt Kerstin Lauterbach, die Vorsitzende des Kreisverbandes Der LINKEN Meißen zu den Aktionen der Schlecker-Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft ver.di rund um den 8. März.

„Die Arbeitsmarktchancen für Verkäuferinnen sind alles andere als gut. Wie eine Anfrage der LINKEN bei der Bundesagentur für Arbeit ergab, kamen im Einzelhandel in den Verkaufsberufen im Januar bundesweit zwölf Erwerbslose auf eine offene Stelle. Für Sachsen beträgt das Verhältnis 29:1. Wir können es uns nicht leisten, tariflich gut bezahlte Arbeitsplätze zu verlieren“, so Kerstin Lauterbach weiter.

DIE LINKE legt am 8. März im Bundestag konkrete Vorschläge zur Rettung der Arbeitsplätze bei Schlecker vor. Gefordert wird ein Zukunftskonzept, das nicht auf einen Kahlschlag setzt, sondern die Filialen und Arbeitsplätze erhalten soll. Dieses soll gemeinsam mit Beschäftigten, der Gewerkschaft ver.di und Anderen erarbeitet werden. Dafür sollen auch staatliche Hilfsgelder möglich sein, wobei die Belegschaft, anders als bisher im Unternehmen, entscheidend mitbestimmen soll. Wichtig ist auch, die Nahversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen. Um für ein alternatives Zukunftskonzept Zeit zu gewinnen, soll das Insolvenzgeld von drei auf sechs Monate verlängert werden.



Kerstin Lauterbach MdL, Kreisvorsitzende
Harald Kühne, Kreisgeschäftsführer

Sonntag, 15. Januar 2012

Mehr Chancengleichheit für Frauen

Marion Junge ruft zur Unterzeichnung auf

Marion Junge auf dem 6. Landesparteitag DIE LINKE in Bautzen
Foto: Rode
Liebe Genossinnen und Genossen,
liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

bitte die Berliner Erklärung von Frauenverbänden und Parlamentarierinnen für mehr Chancengleichheit in der Wirtschaft unterstützen. 


Vielen Dank und viel Erfolg für 2012!

Mit besten Grüßen
Marion Junge
Kommunalpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag