Orientierung

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Sonntag, 26. Juli 2026

Die Einsicht

Dialogische Mitteilungen aus Wittenberg 

Nr. 46 aus 26 vom 26.7.2026

Was bedeutet eigentlich kommunizieren?

Grafik Copilot:
Der Mythos vom Leihbaby
und seiner glücklichen Mutter
In der Leihmutteraffaire hat Herr Bundeskanzler Friedrich Merz in irgendeiner Sendung im Fernsehen gesagt, der ehemalige Herr Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Jens Spahn hätte die Inanspruchnahme einer Leihmutterschaft schlecht „kommuniziert“. Ob er das wortwörtlich so gesagt hat, dafür wird hier keine Haftung übernommen. Wir garantieren aber, dass Herr Merz das Wort „kommunizieren“ verwendet hat. Dieser Vorgang gibt Anlass, Überlegungen anzustellen, was mit „kommunizieren“ eigentlich gemeint war. Wir sprachen darüber mit Herrn Prof. Dr. phil. Emil Großhans, emeritierter Professor an der Ruhr-Universität Bochum

.

DieEinsicht: Herr Großhans, was ist kommunizieren?

HerrGroßhans: Mein Computer sagt mir, dass Kommunizieren bedeutet, sich mit anderen auszutauschen, Informationen zu teilen oder eine Nachricht mitzuteilen.

DieEinsicht: Kommunizieren klingt so ein bisschen wie Kommunismus. Gibt es da einen Zusammenhang?

HerrGroßhans: Vom Wortstamm her schon. Die Worte kommunal und Kommunismus sind schließlich auch verwandt. Sie leiten sich vom lateinischen communis gemeinsam, allgemein ab.

DieEinsicht: Sind Sie auch der Meinung, dass Herr Spahn die Inanspruchnahme einer Leihmutter- schaft schlecht kommuniziert hat?

HerrGroßhans: Bei der sogenannten Leihmutterschaft...

DieEinsicht: Entschuldigen Sie die Unterbrechung, wir haben noch gar nicht geklärt, was bei einer Leihmutterschaft überhaupt passiert.

HerrGroßhans: Da müssten Sie am besten einen spezialisierten Mediziner fragen. „Leihmutterschaft“ ist sowieso falsch, wenn der Mutter Geld gegeben wird. Es handelt sich dann um Mietmutterschaft. Ich kann sagen, dass da ein Mensch ist oder auch ein Paar, Mann und Frau oder Mann und Mann oder Frau und Frau, der oder die keine Kinder bekommen kann bzw. können, eine Frau damit beauftragt, für sich oder sie ein Kind auszutragen. Man kann die Eizelle einer anderen Frau verwenden. Ob, wenn man eine Eizelle der Leihmutter verwendet, auch noch von Leihmutterschaft gesprochen wird, weiß ich nicht. Dann braucht man natürlich noch Samen, der von einer Samenbank oder von dem künftigen Vater oder einem Dritten zur Verfügung gestellt werden kann.

DieEinsicht: Wenn es sich bei dem Paar, welches die Leihmutterschaft in Auftrag gibt, um ein homosexuelles männliches Paar handelt, können dann beide Ehemänner eine Samenspende leisten?

HerrGroßhans: Da, wovon ich ausgehe, nur eine Samenzelle die Eizelle befruchten kann, halte ich das für nicht möglich. Man könnte aber daran denken, zwei Eizellen zu nehmen und die eine mit dem Samen des einen Ehemannes zu befruchten und die andere mit der des anderen Ehemannes. Es ist sogar möglich, dass die Eizellen verschiedenen Frauen entnommen werden. Dann hätte man Zwillinge, die genetisch nicht verwandt wären.

DieEinsicht: Kommen wir zurück auf die Frage, hat Herr Spahn da irgendetwas falsch kommuniziert?

HerrGroßhans: Nein, er ist zwar nicht so ins Detail gegangen, wie ich es gerade getan habe, aber er hat auch nichts Falsches gesagt.

DieEinsicht: Hat Herr Merz sich also im Ausdruck vergriffen?

HerrGroßhans: Ja, es geht hier um Verarschung. Die Aussage des Herrn Merz besagt der Sache nach, dass Herr Spahn die Öffentlichkeit nicht gut genug verarscht hat.

DieEinsicht: Herr Großhans, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Verantwortlich: Dr. Wilhelm Rettler, Bachstraße 22, 06886 Lutherstadt

Wittenberg, Druck: Eigendruck. Änderungen verboten. Zuschriften, Bestellungen und Abbestellungen an  whrettler@web.de. Kosten entstehen nicht.

Sonntag, 2. April 2023

Come together

🙈🙉🙊Liebe Leserinnen und Leser dieses Blogs,

leider ist es längst Tradition geworden, dass man sich untereinander kaum noch grüßt, geschweige denn auf die Meinungen der anderen eingeht. Gerade in linken Kreisen erscheint mir das als krasser Widerspruch. Denn ist doch klar, dass Kommunikation nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie sich fortsetzt und immer weiter fortsetzt (Niklas Luhmann). Deshalb bitte ich Euch, auch die Kommentarfunktion dieses Blog zu nutzen. Und das ist doch ganz einfach: 

1. [keine] Kommentare unter dem jeweiligen Post anklicken.
2. Einen kurzen Text in das sich öffnende Bearbeitungsfenster eintragen,
3. den weiteren Anweisungen zum Abschicken folgen.

Übrigens: Die Anzahl der Aufrufe des Blogs ist erfreulicherweise auf über 3.000 pro Monat angestiegen.

Mittwoch, 22. März 2023

Mitgliederzoom des Bundesvorstandes

Thema: Friedensaktionsplan


Liebe Genossinnen und Genossen,

wir wollen gern mit euch am 30. März um 18 Uhr via Zoom in den Austausch zu den aktuellen Themen kommen: Wir sind gerade dabei, eine Kampagne zur Umverteilung auf die Schiene zu setzen und wollen eure Anregungen und Meinungen dazu gern hören und in die weiteren Planungen einbeziehen. Wir haben einen Friedensaktionsplan erstellt, den wir mit euch gemeinsam umsetzen wollen. Am 13. März haben wir uns mit verschiedenen Akteur*innen aus der Friedensbewegung getroffen, darüber möchten wir euch berichten und uns mit euch über die Mobilisierungsmöglichkeiten gegen den Krieg zu den Ostermärschen beraten.

Natürlich möchten wir auch über die gegenwärtige schwierige Lage in unserer Partei sprechen: insbesondere in Anbetracht der verheerenden unsozialen Politik der Ampel, in Anbetracht von Krieg und Klimakrise braucht es eine schlagkräftige und entschlossene LINKE. Wir möchten mit euch darüber sprechen, was ihr meint, was es braucht, damit wir wieder verstärkt geschlossen in die politische Auseinandersetzung gehen können.

Bitte melde dich an, wenn du an dem Mitgliederzoom teilnehmen möchtest. Jetzt anmelden

Wir freuen uns auf euch! 
Mit solidarischen Grüßen

Janine Wissler und Martin Schirdewan

Sonntag, 19. Juni 2022

Resume nach den Kommunalwahlen vom 13.06.2022

Kreisvorstand stellt fest: Veränderung tut Not.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist Selbstkritik. Ulrich Köhler, der neue Kreisvorsitzende stellte (https://www.dielinke-meissen.de/2022/06/veraenderung-tut-not-eine-nachbetrachtung-zum-13-juni/15.06.22) fest, dass es im Kreisverband nicht gelungen war, auch nur einen einzigen Kandidaten aufzustellen und nannte das eine "eklatante Strukturschwäche". Ich kann das aus meiner Sicht als Wahlbürger in Radebeul nur bestätigen. Seit Monaten gab es hier keine öffentlichen Äußerungen durch die beiden linken Stadträte und der Ortsvorstand hielt sich zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters völlig zurück. Deshalb kann ich Ulrich Köhler nur zustimmen, wenn er sagt: 

"Wir Linke müssen endlich erkennen, dass es keine Veränderungen gibt, wenn wir uns nur mit uns selbst beschäftigen, wir müssen viel mehr Engagement nach außen aufbauen. Die gute Arbeit der Mandatsträger unserer Partei muss öffentlich gemacht werden. Veränderung tut not. Im Kreisvorstand wurde die Situation beraten, entsprechende Maßnahmen werden vorbereitet. Hier ist jede Genossin, jeder Genosse zukünftig gefragt."

Leider gibt es noch keine Anzeichen dafür, wie er sich das konkret vorstellt. Die Einschränkungen aus der Corona-Zeit sind im Wesentlichen vorbei. Da finden sich also keine Ausreden mehr. Die Online-Kanäle müssten wir längst zu beherrschen gelernt haben. Nun können wir uns wieder treffen - zur gleichen Zeit und am selben Ort. 

In Radebeul sind wir kürzlich schon wieder zusammen gekommen (http://radebeul-von-links.blogspot.com/), um uns über die Situation mit Blick auf den bevorstehenden Bundesparteitag auszutauschen - erst zu dritt, dann zu sechst. Und demnächst vielleicht zu zwölft oder mehr? Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder nicht?


Dienstag, 5. April 2022

Landesvorstand aktuell

Online-Sprechstunde  und Appell gegen den Krieg

Liebe Genoss*innen,

Klimawandel, Krieg, Pandemie sollten ausreichen, um schlaflose Nächte zu haben.
Hinzu kommt für uns aber auch noch unsere Partei, die sich von Wahlniederlage zu Wahlniederlage hangelt und bundesweit meist nur mit Twitternachrichten und Streit auftaucht. Das macht uns sicherlich allen Sorgen und wir müssen reden. 
Wir haben uns als geschäftsführender Landesvorstand verständigt, dass wir die Online Sprechstunde von Susi und Stefan, die für den 12. April von 18 bis 20 Uhr geplant ist, dafür anbieten und nutzen wollen ( https://www.dielinke-sachsen.de/termine/onlinesprechstunde-mit-den-landesvorsitzenden-3/).
Fühlt euch herzlichst eingeladen, tragt diese Einladung weiter und lasst uns austauschen.

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, den Appell HET BOЙHE – Nein zum Krieg! | Der Appell zu bewerben und euch bitten, damit zu arbeiten, zu unterschreiben, verlinken und weiter zu verbreiten.
Die Bundeswehr soll ein „Sondervermögen“ von 100 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist der Rüstungsetat seit 2014 bereits um mehr als 50% gestiegen. Das „Sondervermögen“ soll im Grundgesetz verankerten werden. Aufrüstung mit Verfassungsrang, das wird kaum wieder zu ändern sein. Überhaupt wird die "Zeitenwende" ohne demokratische Debatte verfügt. 

Was wir mit 100 Mrd. Euro machen würden:
  • 10 Jahre lang wären 200 000 zusätzliche Erzieher*innen ausfinanziert. 
  • 44 Mrd. Euro fehlen bundesweit an Investitionen in Schulen: Schuldächer, Klos, Turnhallen, Digitalisierung
  • 100 000 zusätzliche Pflegekräfte in den Krankenhäusern und 100 000 zusätzliche Pflegekräfte in Pflegeeinrichtungen könnten damit 9 Jahre lang finanziert werden. 
  • Mit 100 Mrd. Euro könnten bis zur nächsten Bundestagswahl der Nahverkehr ausgebaut werden: mehr und bessere Verbindungen, schnellere Taktung, der Personalmange könnte ausgeglichen werden und der ÖPNV könnte bundesweit kostenfrei sein.
Das Flugblatt „Keine Aufrüstung ins Grundgesetz“ findet ihr hier: https://www.die-linke.de/fileadmin/download/themen/frieden/20220303-2xA5-HZ-100Mrd_Sonderverm%C3%B6gen.pdf
Materialien für Aktionen sind hier zusammengestellt: https://filebox.die- linke.de/index.php/s/cXp7QdjQpEE8QHR
Aufruf Online hier: https://derappell.de/ 
Unterschriftenliste zum ausdrucken hier: https://filebox.die-linke.de/index.php/s/FmkJPYqYwqrnAxq

 

Solidarische Grüße

Lars Kleba
Landesgeschäftsführer

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Argumente unserer Kandidatin

Elke Siebert zu den Fragen des Medienteams des Kreisvorstandes


Der Kreisparteitag hatte sich am 22. August ion Meißen einstimmig für eine gemeinsame Kandidatin von GRUENEN, SPD und LINKER entschieden. Elke Siebert hatte ihren Antrag überzeugend dargestellt und es waren ausreichend Schnittstellen für die Wahlkampfpartner sichtbar geworden.

Bitte auch hier über Elke Siebert informieren: 

https://landraetin-elke-siebert.de/

Nun hat sie auf die 12 Fragen geantwortet, die Ihr durch das Medienteam des Kreisvorstandes im Nachhinein gestellt wurden: 



Technisches Problem

Die Webseite des Kreisverbandes DIE LINKE.Meissen funktioniert zur Zeit nicht 

Die Ursache ist technischer Art und in der Landesgeschäftsstelle wird bereits daran gearbeitet. Deshalb springt dieser Blog erst einmal ein. Die AG Öffentlichkeitsarbeit hat gestern intensiv beraten. Sie bittet die Ortsverbände und die Kreistagsfraktion, vor allem im Interesse der Landratswahl und des bevorstehenden 15. Landesparteitages in Plauen, ihre Aktivitäten (z.B. über Webseite/Blogs) darauf auszurichten. 

G. Dietmar Rode 
Blogger und Mitglied der AG ÖA

Mittwoch, 20. Mai 2020

Video-Konferenz mit André Hahn

Die Initiative des Liebknecht-Kreises zur offenen Diskussion sollte fortgesetzt werden

Dr. André Hahn im Bundestag am 23. 04. 2020
https://www.andre-hahn.eu/corona-krise-
darf-sich-nicht-zur-krise-der-demokratie-entwickeln/
An der zweiten Video-Konferenz des LKS beteiligten ich immerhin 19 Diskutanten - zu gleichen Teilen weiblich/männlich und aus allen Richtungen Sachsens. Das Thema: "Corona zwischen Gesundheitsschutz und Freiheitsrechten. Corona-Krise darf sich nicht zur Krise der Demokratie entwickeln." Moderiert wurde die Veranstaltung durch Jens Hentschel- Thöricht, Regionalmitarbeiter der Sächsischen Mitglieder der Linksfraktion im Bundestag, und Dr. G. Dietmar Rode, Mitglied im SprecherInnen-Rat des Liebknecht-Kreises Sachsen.

Dr. André Hahn ist in der 19. Wahlperiode stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Leiter der Arbeitsgruppe BürgerInnenrechte und Demokratie, Mitglied im Parlamentarischen Kontrollgremium, Obmann im Sportausschuss, Ordentliches Mitglied im Innenausschuss und stellvertretendes Mitglied im Tourismusausschuss. 
https://www.andre-hahn.eu/

Vorab wurden ihm folgende Fragen gestellt:

- Steuern wir auf ein Dilemma zu? Gibt es eine demokratische Lösung?
- War es richtig, dass Ministerpräsident Kretschmer (CDU) in Dresden versuchte, mit den Demonstrierenden ins Gespräch zu kommen?
- Wer steuert die Aktivitäten der neuen Rechten? Oder sind alles nur Streufeuer enttäuschter Bürger?
- Wie müsste eine Kommunikationsstrategie der LINKEN aussehen? Welche Rolle spielt DIE LINKE in dieser komplizierten Situation?

Darauf antwortete er klar und überzeugend, angelehnt an seine Rede im Bundestag am 23. April 2020: https://www.andre-hahn.eu/corona-krise-darf-sich-nicht-zur-krise-der-demokratie-entwickeln/

Bei aller Akzeptanz der erforderlichen Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben, die von über 80 % der Bevölkerung im Wesentlichen mitgetragen werden, stellte er die komplizierte Rolle der Opposition dar. Er verwies darauf, dass das Parlament nicht alles der Regierung überlassen darf, will sie keine dauernde Schieflage der parlamentarischen Rechte gestatten. 

Vieles steht derzeitig offen: Welche der Eingriffe sind tatsächlich rechtskonform? Wie müssen die nächsten Schritte aussehen, ohne die erreichten Erfolge im Gesundheitsschutz zu gefährden. Welche Mitspracherechte sollten die Landtage übernehmen? Wie kann baldmöglichst wieder Normalität im öffentlichen Leben, in der Wirtschaft, in Kultur, Bildung, und sozialer Fürsorge erreicht werden? Er verwies auf schwerwiegende Probleme für die Familien, die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die Arbeitnehmer und Selbstständigen. Und er äußerte sich auch zu den destruktiven Folgen von Verschwörungstheorien, dem gefährlichen Wirken Rechtsextremer und der Zunahme von psychischer Bedrohung und Gewalt.

Die Teilnehmer brachten sehr offen ihre Sorgen und Fragen zum Ausdruck. Aber sie  äußerten sich auch durchweg positiv dazu, solche Videokonferenzen mit prominenten Vertretern unserer Partei weiter durchzuführen. So entstand auch die Idee, demnächst die Landesvorsitzende Susanne Schaper einzuladen. Thema könnte die Kommunikationsstrategie der Partei in und nach der Corona-Krise sein. Es ist ernst und wir sind noch lange nicht durch.

G. Dietmar Rode

Freitag, 17. April 2020

Auch und vor allem in der Krise: Aktuelle Information und konstruktiver Dialog dürfen nicht vernachlässigt werden

Liebknecht-Kreis Sachsen plant Video-Konferenz

ZOOM Cloud Meetings – Apps bei Google Play
Am 24. April 2020 wollen sich Mitglieder des LKS über eine Video-Konferenz zusammenfinden um zu beraten, wie die Kommunikation auch unter den komplizierten Bedingungen der Corona-Krise angemessen geführt werden kann.

Wer sich beteiligen möchte, sollte sich im Blog des LKS orientieren und sich mit einer E-Mail-Adresse anmelden. Dazu soll die Konferenz-Software Zoom genutzt werden, die man sich zuvor auf seinen PC oder Laptop lädt. Der Zutritt zur Konferenz erfolgt über einem Link, der zu Beginn der Konferenz per E-Mail zugeschickt wird.

Bei Sicherheitsbedenken bitte u.a. hier nachlesen: 

Mittwoch, 15. April 2020

Das (Un-)Glück der Unerreichbarkeit

Mehr als eine Leseempfehlung

Bereits 2009 erschien beim Goldmann-Verlag das kleine, aber feine Buch von Miriam Meckel "Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle". Es ist noch immer höchst aktuell und interessant zu lesen.

Nun bin ich wieder Mal auf einen praktischen Fall gestoßen, der mich über das Buch und die Wirklichkeit grübeln lässt. Mit der Corona-Krise müssen wir alle spürbare Einschränkungen unserer sozialen Freiheiten hinnehmen. das ist einerseits verständlich, und andererseits versuchen wir doch, vor allem die Kommunikation aufrecht zu erhalten. Das ist auch und gerade für eine Partei wie DIE LINKE es ist, von höchster Priorität. Am 26. März schrieb die Kreistagsfraktion DIE LINKE.Meißen deshalb: 
"Coronavirus ist eine Herausforderung für jeden von uns!
Bitte sorgt alle mit dafür, dass die vorhandenen Infektionsketten unterbrochen werden. Das verlangt u.a., persönliche Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und die erlassenen Regularien zur Eindämmung Ausbreitung der Infektion ernst zu nehmen und umzusetzen.
Aus gegebenem Anlass bitten wir um Verständnis, dass unser Bürgerbüro vorerst geschlossen bleibt.
 
Dennoch sind wir für Sie und Ihre Anliegen erreichbar: Telefon: 03525 734223"
So weit, so gut. Nun habe ich aber versucht, trotz alledem mit der Kreistagsfraktion in Kontakt zu kommen. Aber: Die Kommentarfunktion in der Webseite wurde offenbar abgeschaltet. Über die angegebene Telefonnummer habe ich wochentags wiederholt niemanden erreicht und kein Anrufbeantworter schaltet sich ein. Mehrere E-Mails an die Fraktionsvorsitzende und andere Fraktionsmitglieder blieben ohne Rückmeldungen. 

Das ist aber nun das Gegenteil eines Glücks der Unerreichbarkeit, oder? Wenn wir mit den den Infektionsketten auch die Kommunikationsketten unterbrechen, wird es eine Kommunikationsfalle!

Dienstag, 7. April 2020

Kommunikation in schwieriger Lage

http://radebeul-von-links.blogspot.com/
DIE LINKE.Radebeul baut die online-Kommunikation weiter aus

Möglichkeiten der digitalen Kommunikation sind schon seit Jahren eine Selbstverständlichkeit im Ortsverband in Radebeul. Webseite, Blog und E-Mailing gehören seit langem selbstverständlich dazu. Seit dem Wahlkampf 2019 kam der Informationsaustausch über WhatsApp dazu: Welche Aufgaben stehen an? Wann treffen wir uns wo? Wer hat Zeit? Und es macht sogar Spaß, auf diesem Wege zu informieren, zu streiten und Festlegungen auszuhandeln. 

Nun ist ein weiterer Kanal dazu gekommen: Videokonferenz. Über die Software "AlfaView", die der Landesverband auch dem Kreisverband Meißen zur Verfügung gestellt hat, kann man sich "treffen", um "face-to-face" Probleme zu lösen. 

Gestern lief die erste Testphase an. In dieser Stunde konnten zwar noch nicht sehr ausführlich die anstehenden Sachfragen geklärt werden. Vielmehr ging es darum, die technischen Erfordernisse kennen zu lernen und zu testen. Vier Genoss*innen trafen sich optisch und akustisch in einem "Raum". Und beim nächsten Mal wird es sicher noch unkomplizierter ablaufen. Ortsvorsitzender Daniel Borowitzki wird sich gefreut haben, dass seine Idee erst einmal so gut aufgriffen wurde.

G. Dietmar Rode
Blogger

Donnerstag, 2. April 2020

Metakommunikation

Das heißt: Wir sollten uns auch mehr über unsere Kommunikation verständigen

Durch die Corona-Krise ist unsere Mobilität deutlich eingeschränkt. Das mag manchem anfangs ganz gut gefallen haben: früh länger schlafen, nicht mehr an der windigen Straßenbahnhaltestelle rumstehen, Bequemlichkeiten des sogenannten Home Office genießen. Aber inzwischen verspüren wohl auch die meisten die entstandenen Einschränkungen für unsere Kommunikation. Keine Kaffeepausen mehr mit den Kollegen, nicht mehr der übliche Schwatz mit den Bekannten auf der Straße, nicht mehr die Enkel auf dem Schoss, nicht mehr bei Dynamo im Stadion. Und wir haben noch mindestens 3 Wochen unter diesen Bedingungen vor uns... Wir sollten über unsere Kommunikation kommunizieren.

Und nun tritt auch eine gewisse Sättigung ein: Ewig die albernen Witzchen per E-Mail über Corona, immer wieder die lustigen Videos mit Babys, Hündchen und Kätzchen bei Facebook und WhatsApp - das nervt langsam. Vielleicht wäre doch gerade jetzt Zeit, dem alten Schulfreund mal wieder einen "richtigen" Brief zu schreiben, im Tagebuch aus der Jugendzeit zu blättern (wenn es noch da ist), die Fotos von der letzten Familienfeier endlich für alle Onkel und Tanten ins Netz zu stellen?

Den kollegialen Kontakt von zu Hause aus aufrecht zu erhalten, ist noch einigermaßen ungewohnt. Ich habe meine Lehrveranstaltungen seit drei Wochen auf online-Kommunikation umgestellt. Das spielt sich nun langsam ein, obwohl sich die übliche Face-to-Face-Kommunikation deutlich als nicht ersetzbar erweist. Auch in den üblichen Partei- und Vereinskreisen zeigt sich längst eine gewisse Hilflosigkeit. Wir sind es noch lange nicht ausreichend geübt, die eingeschränkten Aktivitäten digital weiter zu führen. Wir sind es seit Urzeiten gewöhnt, die wirklich wichtigen Dinge zur selben Zeit an Ort und Stelle zu klären. Auf E-Mails in die Runde antworten nur wenige, und dann auch meistens noch zeitversetzt. Über Facebook ergeben sich nicht selten sinnlose Diskussionen mit Missverständnissen, anonymen Stänkereien und ausuferndem Geschnatter. WhatsApp ist wohl doch eher für die Familie und den engeren Freundeskreis mit oft nur kurzlebigen Statusmeldungen.  Skype-Verbindungen kommen nur dann zustande, wenn der gewünschte Partner auch gerade eingeschaltet hat. In Blogs schreiben meist nur die hartnäckigen Agitatoren und Kommentare sind sowieso out. Die meisten Webseiten sind unmodern im Design und veraltet im Inhalt; Ausnahmen bestätigen die Regel. Und Twitter sollte doch am besten die Domäne von Donald Trump bleiben. Der Grund für eine ausbleibende Antwort auf eine dringende Anfrage ist oft damit begründet, dass nicht der richtige Kanal genutzt wurde --SMS vielleicht, was ich so selten nutze?

In der heutigen Sächsische Zeitung steht ein interessanter Artikel: Apps für Videokonferenzen sind oft nicht sicher. (SZ 02.04.2020, S. 27) Nun will ich das Thema Sicherheit hier gerade nicht vorrangig ansprechen. Interessanter scheint mir in diesem Zusammenhang der Hinweis darauf, dass wir darüber nachdenken, welche der vielen Möglichkeiten zur Kommunikation im Netz für uns machbar und angebracht sind. es ist ziemlich kompliziert für Laien wie mich, in der Vielfalt der Möglichkeiten durchblicken. deshalb ist es wohl am besten, sie untereinander auszutauschen, d.h. Hinweise geben, Erfahrungen miteilen, Fragen stellen und Techniken ausprobieren. So hat der Kreisverband  DIE LINKE.Meißen vom Landesvorstand die Videosoftware Alfaview zur Verfügung gestellt bekommen. Erste Versuche zur Nutzung sind schon gelaufen. Ich finde, dass das eine geeignete Möglichkeit für Gespräche und Videokonferenzen ist. Meldet Euch am besten beim Kreisvorstand, vereint dort Termine und teilt auch auf diesem Blog Eure gesammelten Erkenntnisse mit.

G. Dietmar Rode
Blogger

Sonntag, 15. Juli 2018

Ohne Internet geht heute so gut wie nichts mehr

Auch DIE LINKE muss energischer um ihre Präsenz im Internet und gegen den digitalen Analphabetismus kämpfen

Mehr als 80% der deutschen Bevölkerung ab einem Alter von 14 Jahren nutzen digitale Medien und das Internet - darauf weist eine Studie von 2017 hin.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/13070/umfrage/entwicklung-der-internetnutzung-in-deutschland-seit-2001/

Menschen können analog (natürlich, individuell ausdeutbar) und digital (mit künstlich geschaffenen Zeichen, eindeutig) kommunizieren. Wenn wir davon sprechen, in einem Zeitalter der Digitalisierung zu leben, heißt das, die Umwandlung analoger in digitale Prozesse hat nie gekannte gesellschaftliche Dimensionen angenommen. Selbst Marx hätte seine Freude daran gehabt zu beobachten, wie dadurch Informationen, überwiegend in digitalisierter Form, zur besonderen Produktivkraft geworden sind. Das ist sowohl quantitativ, als auch qualitativ zu sehen. 

So ähnlich wie die Buchdruckerkunst eine Erscheinung des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit war, ist die Erfindung von Computer und Internet eine des Übergangs von der Industrie- zur Informationsgesellschaft. Wir nennen das inzwischen digitale Revolution.

Bestimmte Gruppen in der Gesellschaft beherrschen zunehmend auch die Produktivkraft Information. Hier trifft das Teile-und-herrsche in moderner Weise zu. Wissen ist Macht - das wussten schon Francis Bacon oder Wilhelm Liebknecht. Gibt es inzwischen das digitale Proletariat?

Was ist nun digitaler Analphabetismus? Bestimme Gruppen in der Gesellschaft werden von den Prozessen der Digitalisierung ausgegrenzt: durch die politisch-ökonomischen Verhältnisse und durch ihre eigenen Lebensmöglichkeiten und -einstellungen. Wer sind die 19% Unbeteiligter? Alte Menschen? Lumpenproletariat? Gescheiterte? Da muss die Linke auftreten und ihre gesellschaftliche Vision darstellen. Soziale Gerechtigkeit und umfassende Bildung sind die Voraussetzungen dafür. Die Aufdeckung und Überwindung von Verzerrungen und Verfremdungen (Manipulation) gehören zu den grundlegenden Aufgaben. Die Hörigkeit gegenüber dem Smartphone oder dem PC im Alltag gehört z.B. dazu. Eine Gefahr beschrieb Miriam Meckel mit "overnewsed" versus "underinformed." Auch das gehört zum digitalen Analphabetismus. Allerdings sind die direkte Kommunikation, d.h. zur selben Zeit am selben Ort,  und individuelles Lernen als essentieller Lebensinhalt durch nichts zu ersetzen. Digitale Kompetenz kann und soll unser Leben bereichern. Kämpfen wir darum!

G. Dietmar Rode
Blogger

Montag, 18. Juli 2016

Erfurter Parteiprogramm ist auch im Kreisverband Messlatte für unsere politische Arbeit

Andreas Graff, Stadt- und Kreisrat
Foto: Rode
Noch einmal zu meinem offenen Brief an den Vorstand der Sparkasse Meißen

Andreas Graff,
stellvertretender Kreisvorsitzender DIE LINKE.Meißen

Liebe Genossinnen und Genossen,

es lohnt sich, ab und zu einmal in unser Erfurter Parteiprogramm zu schauen, um unsere Rolle als Partei DIE LINKE in der kapitalistischen Gesellschaft zu hinterfragen. Das müssen wir hin und wieder man tun, um die eigene Position zu bestimmen und um das richtige zeitgemäße Herangehen zu bestimmen. Ein besonders interessantes Thema sind die unterschiedlichen Eigentumsformen. In Gesprächen stelle ich nicht selten fest, dass alle in einen Topf gesteckt werden, als wäre alles rein privates Eigentum. Wir müssen aber auch genossenschaftliches, kommunales und staatliches Eigentum unterscheiden.

Worin besteht unsere Verantwortung als Partei DIE LINKE?

1. Wir wollen vor allem die Interessen der Bevölkerung gegenüber der örtlichen Wirtschaft im Sinne von sozialer Gerechtigkeit vertreten und entwickeln.

2. Wenn ein Aufsichtsrat, z. B. einer kommunalen Wohnungsgesellschaft, höhere Mieten beschließt, dann muss und wird nicht die Partei dafür sein, weil ein Parteimitglied im Aufsichtsrat ist, sondern die Partei kann bzw. muss sich, wenn erforderlich, dagegen positionieren und politische Aktionen mit den Betroffenen organisieren. Das gehört zur Strategie und Taktik einer Partei.

3. Das Wichtigste, was wir in diesem Prozess einzufordern haben, ist die rechtzeitige Information der betroffenen Bürger. Sie sind auf Entscheidungen, auch durch ihre Einbeziehung in die Meinungsbildung auf der Suche nach Alternativen einzubeziehen. Für unsere Partei ist dabei die Umsetzung der sozialen Gerechtigkeit das vorrangige Problem.

In der aktuellen Sparkassenproblematik war meine Erklärung als offene Brief notwendig und richtig. Er kam noch zur richtigen Zeit. Herr Schlagloth hat sich nicht an das Versprechen von 2013 gehalten, dass vorzeitig die Gemeinderäte, Stadträte und Kreisräte zu informieren und mit einzubeziehen sind. In einem Gespräch mit Stadträten äußerte er sich damals zu Veränderungen in Meißen-Triebischtal, weniger zu anderen Gemeinden unseres Landkreises betrifft. Stadtrat Heinz Gleisberg und ich haben damals teilgenommen. Und nun hat Herr Schlagloth sein Versprechen gebrochen. Wieder wurde zur Taktik des Überrumpels und damit der Verletzung demokratischer Prinzipien des Rechtsstaates gegriffen. das nehmen wir als LINKE nicht hin.

Hervorheben möchte ich:

* Es geht um keine Entwertung unseres Mitgliedes im Verwaltungsausschuss der Sparkasse. Es geht um aktuelle Schlussfolgerungen, die wir aus der Problematik ziehen müssen. Dabei ist auch unstrittig, dass Bärbel Heym eine große Verantwortung in ihrer ehrenamtlichen Funktion trägt. In einer kürzlichen Debatte mit den Ortsvorsitzenden und einigen Kreisräten hatte sie jedoch die kritischen Bewertungen zur Art und Weise der Information der Bürgerinnen und Bürger durch den Sparkassenvorstand in der SZ noch nicht ausreichend verarbeitet.

* Vor diesem Problem kann jeder stehen, der in solcher Verantwortung steht. Da gibt es keine Schelte, sondern eine kritische Meinungsbildung. Jedoch ist hier unbedingte Ehrlichkeit in gegenseitiger Achtung angesagt.

* Bei solchen komplizierten Problemen helfen keine Mails, sondern gut vorbereitete Gespräche, die nicht in einer Gesprächsrunde beendet sein müssen. Hier sind wir alle mit Vernunft herausgefordert.

Das hat nichts mit Belehren oder Unterstellungen zu tun. Als Mitglieder der Partei sind wir zur konkreten Gestaltung unserer Politik im Sinne unseres Programmes herausgefordert und gleichzeitig gemeinsam Lernende. So verstehe ich unsere sozialistischen Werte und unsere politische Meinungsbildungskultur.

Mit solidarischen Grüßen
Andreas Graff

Anmerkungen des Bloggers:

Aus der Debatte zum Thema Sparkassenpolitik und Verantwortung der LINKEN wird deutlich, dass es ernstzunehmende Probleme gibt. Ich empfehle dem Kreisvorstand, der heute zu seiner planmäßigen Beratung zusammen kommen wird, dringend über solche Schwerpunkte zu beraten wie
- Verantwortung der Kreisorganisation in der Kommunalpolitik;
- Notwendigkeit einer offensiven und transparenten Öffentlichkeitsarbeit;
- Verbesserung der Streitkultur durch durch aktuelle Sachinformation, gegenseitige Achtung und die erforderliche Selbstkritik.

G. Dietmar Rode
Blogger

Mittwoch, 2. März 2016

Informationen für linke Kommunalpolitiker

Kommunalnewsletter der Bundestagsfraktion DIE LINKE

Nr. 191, 10. Februar 2016
http://die-linke.de/politik/kommunal/kommunalnewsletter/

Kommunalinfo des Kommunalpolitischen Forums Sachsen


Nr. 01/2016
http://die-linke.de/politik/kommunal/kommunalnewsletter/

Liebe Freundinnen und Freunde des KFS,
mit der ersten Kommunalinfo im Jahr 2016 meldet sich das KFS zurück. Auch diesmal haben wir spannende Themen für euch aufbereitet. In der aktuellen Ausgabe geht es um Ablehnungsgründe für ein Ehrenamt, um kommunale Ausgaben für Flüchtlinge und den Klimaschutz vor Ort.
Außerdem gilt für unsere Bildungsarbeit seit Januar diesen Jahres eine neue Förderrichtlinie, welche wir euch kurz mit den wesentlichsten Inhalten vorstellen wollen.
Zu guter letzt noch eine ausführliche Rezension zu unserem neuen Leitfaden „Kommunale Asylpolitik“, welcher über das KFS oder den örtlichen Buchhandel erhältlich ist.
Mit besten Grüßen
Patrick Pritscha
Geschäftsführer 
Kommunalpolitisches Forum Sachsen e.V.
Großenhainer Straße 99, 01127 Dresden
Fax: 0351-7952453
mobil: 0172-7937035

Dienstag, 9. Februar 2016

Safer Internet Day 2016: Geist demokratischer Kultur auch im Netz durchsetzen



Am heutigen 09.Februar wird zum achten Mal der Safer Internet Day in Deutschland begangen.

Der diesjährige Themenschwerpunkt heißt „Extrem im Netz“.

Dazu erklärt Juliane Nagel, Sprecherin für Datenschutz der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

"Der „Safer Internet Day“ ist auch hierzulande Gelegenheit, für einen kompetenten Umgang mit den eigenen Daten und Informationen im Internet zu werben. Mit dem diesjährigen Themenschwerpunkt „Extrem im Netz“ trifft der diesjährige „Safe Internet Day“ den Nerv der Zeit. Vor allem social media sind heute Tummelplatz für die, die rassistische und andere menschenfeindliche Stimmungsmache betreiben. Dort werden üble Gerüchte über Geflüchtete gestreut und tausendfach gelikt, dort werden Anschläge auf Asylunterkünfte ideell und real vorbereitet, dort werden Menschen, die sich für eine demokratische Kultur engagieren, aufs Übelste verunglimpft.

Erst dieser Tage machte der Pegida-Anführer Lutz Bachmann auf seinem Facebook-Profil Stimmung gegen verschiedene PolitikerInnen, unter anderem gegen Silvio Lang, stellvertretender Stadtvorsitzender der LINKEN Dresden und ehemaliger Sprecher des Bündnisses Dresden nazifrei, und mich. (https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=809721735806509&id=614774168634601). Bachmann zieht in seinem Posting eine Linie von Sachbeschädigungen durch mutmaßlich der linken Szene zuzurechnende TäterInnen in Berlin über zivilgesellschaftliche Bündnisse gegen rechts zu „paramilitärisch organisierten Terrororganisationen“.

Die Initiativen "Dresden nazifrei", "Gepida" und "Leipzig nimmt Platz "werden von ihm als „Terrorzellen" bezeichnet. Die von ihm nacheinander gesetzten Hashtags, unter denen sich auch mein Name befindet, sind als Aufrufe zur Gewalt gegen die vorher erwähnten PolitikerInnen zu deuten: ‪#‎TheHigherTheBetter ‪#‎RopeIsGoingToBecomeExpensive ‪#‎TimeToLearnTieing (übersetzt: „Je höher je besser/ Strick wird teuer/ Zeit (Strick) knüpfen zu lernen.“) 
Ich habe deswegen heute bei der Polizei Leipzig Anzeige gegen Lutz Bachmann gestellt.
Auch im Netz kann sich jede und jeder gegen menschenfeindliche Stimmungsmache erwehren. Zwar gehen die social-media-BetreiberInnen viel zu wenig gegen die Hetze vor, nichtsdestotrotz lohnt es sich, derartige Postings zu melden und im Zweifelsfall Anzeige zu erstatten oder sich anderweitig an die Polizei zu wenden. Wir sind für die Gesellschaft, in der wir leben wollen, selbst verantwortlich. Zivilcourage für ein solidarisches und Miteinander ist heute gefragter denn je, ob im virtuellen oder realen Leben."
Am 09. Februar 2016 findet der jährliche internationale Safer Internet Day statt. Unter dem Motto „Play your part for a better internet" ruft die Initiative der Europäischen Kommission wieder weltweit zu Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Internetsicherheit auf.

Mittwoch, 13. Januar 2016

In eigener Sache

Liebe Leser unseres Blogs,

es wird deutlich, dass die öffentliche Diskussion immer problematischer wird, weil sie zunehmend verfälscht, gelogen, ausgrenzend oder radikalisiert geführt wird. Eine Folge davon ist, dass viele Menschen, die früher offen und streitbar waren, sich jetzt dem notwendigen politischen Disput entziehen, weil sie einfach genug haben vom öffentlichen Irrsinn. Der Staat erscheint nicht selten hilflos in seiner Berichterstattung, wie wir z.B. bei den schlimmen Ereignissen in Köln zu Silvester gesehen haben. Rechtsextreme, Anarchisten und Rassisten treten immer öfter und in miesester Art als Redner und Wortführer bei Veranstaltungen und Internetveröffentlichungen von Pegida, Legida, Heimtschutz usw. auf. Sie vergiften die Atmosphäre. Und viele, die etwas zu sagen hätten, sind offenbar resigniert oder trauen sich nicht, ihre ehrliche Meinung zu sagen und zu schreiben.

Deshalb sollten wir als Linke mit gutem Beispiel vorangehen, um innerhalb und auch außerhalb unserer Strukturen konstruktiv, mutig und wahrheitsgetreu zu diskutieren. Ein gutes Mittel dazu sind u.a. solche Blogs wie unserer. Unter jedem Post (Artikel) ist ein kleines Schaltfeld [0 Kommentare oder ... Kommentare]. Dort solltet Ihr anklicken, um Eure Gedanken zu veröffentlichen. es geht ganz einfach:

Es gibt ein Feld zum Eintragen des Textes, einen Schalter zur Art der Veröffentlichung (Öffentlich) und einen Schalter zum Abschicken (Teilen). Durch einen Klick auf den Pfeil in der linken oberen Ecke des Bildschirmes verlassen wir diese Funktion wieder und wenn wir die Seite neu starten, wird der Kommentar angezeigt und kann aufgerufen werden. Versucht es doch ´mal!

Dietmar,
der Blogger

Mittwoch, 23. Dezember 2015

We can blog - unsere Losung für 2016

Weihnachtsgrüße

Die Blogger:
Reinhard "Hirsch" Heinrich  und G. Dietmar Rode
Liebe Blog-Gemeinde,

im Jahr 2015 habt Ihr wieder zahlreich auf unseren Blog zugegriffen. Danke dafür. Es spricht sich wohl immer mehr herum, dass der Blog eine zeitgerechte und zweckmäßige Form des Kleinjournalimus ist. Über 330.000mal wurden unsere Seiten bisher aufgerufen. Monatlich sind es rund 6.000 Seitenaufrufe.

Wir haben uns als Blogger vor allem dem linken Denken und Handeln verschrieben. Das ist nicht immer bequem, für uns - und für Euch. Nichts ist fertig und nichts ist nur gut. Selbst Luther hatte es nicht leicht, mit seiner übersetzten und gedruckten Form der Bibel den öffentlichen Durchbruch zu schaffen. Natürlich wollen wir uns damit nicht vergleichen. Aber wir befinden uns in einer Zeit ähnlicher kommunikativer Umbrüche. Wir sind im Informationszeitalter, in dem die digitale Kommunikation eine ganz besondere Rolle spielt. Und DIE LINKE gewinnt oder krankt in dem Maße, wie sie die kommunikativen Anforderungen dieser Zeit zu meistern versteht.

Leider stoßen wir , neben vielen kleinen Erfolgen, auch in den eigenen Reihen immer noch auf mediale Ablehnung und Gleichgültigkeit. Wir brauchen noch viel mehr Dialog und Öffentlichkeit. Aber das Weihnachtsfest soll uns Anlass sein, zu Verständigung und Gemeinsamkeit aufzurufen. Blog as blog can. Kommunikation kann mehr. Wir leben in einer schwierigen Zeit. Auch im Internet finden wir viel Sch...! Dummheit marschiert nicht nur auf Straßen. Doch wir haben genug entgegen zu stellen: gegen Krieg und Rassismus, gegen Gewalt und Hass.

Was wir Blogger uns für 2016 wünschen? Noch mehr Blog-Leser. Noch mehr Posts und Kommentare. Noch mehr linke Ideen.

Ein besinnliches Weihnachtsfest für Euch alle. Und viel Glück für 2016. Entspannt Euch und freut Euch miteinander in Euren Familien.

Hirsch Heinrich und Dietmar, die Blogger

Dienstag, 8. Dezember 2015

Workshop Kommunikation mit modernen Medien

Liebknecht-Kreis lädt zu Workshop ein

Die Trommel hat sich im
Busch bewährt...
Liebe Mitglieder des Liebknecht-Kreises Sachsen,
liebe Interessenten aus der Kreisorganisation DIE LINKE.Meißen,

Kommunikation ist nicht alles. Aber ohne Kommunikation ist alles nichts. Eine rhetorisch abgekaute Formel? Mag sein. Aber sie stimmt. Deshalb laden wir zu einem Workshop ein, in dem wir betrachten möchten, wie die Kommunikation innerhalb der LINKEN und in der Öffentlichkeit weiter verbessert werden kann.

Kommt möglichst zahlreich am

09. Dezember 2015, 18:00 ins Haus für Viele(s) in Meißen, Dresdner Straße 13 

Bringt, wenn vorhanden, Eure Laptops oder Tablets mit. Wir wollen keine der üblichen Schulungen durchführen, sondern vielmehr eine Beratung mit Erläuterung und Demonstration unserer Möglichkeiten im Internet.

Mit solidarischen Grüßen,

Volker Külow
G. Dietmar Rode
im Namen des Sprecherrates