Orientierung

Dienstag, 23. Juni 2026

Nach dem Parteitag

 

Erklärung der Parteivorsitzenden


Liebe Genossinnen und Genossen,

Wir sagen danke. Ihr habt uns auf dem Parteitag in Potsdam euer Vertrauen geschenkt und zu euren neuen Vorsitzenden gewählt. Diese Aufgabe nehmen wir mit viel Demut an. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Parteivorstand – gemeinsam haben wir eine Menge zu tun.

Denn unsere Partei steht vor einer Mammutaufgabe. Ein Sturm kommt auf uns zu: Der AfD könnte im Herbst zum ersten Mal der Griff nach der Macht gelingen. Bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern droht sie die stärkste Kraft zu werden. Wir dürfen eine von der AfD geführte Regierung nicht zulassen! Doch wir müssen ebenfalls verhindern, dass Andere die Politik der AfD in den Landtagen durchsetzen. Darum müssen wir um jedes Mandat und jeden Wahlkreis bis zur letzten Minute ringen. Aus der ganzen Republik werden wir nach Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern reisen, um die Genoss*innen vor Ort zu unterstützen und mit ihnen an die Haustüren zu gehen. So leisten wir praktisch Widerstand. Denn der ist Teil unserer DNA – und in den kommenden Wochen werden wir uns auf diese Mission vorbereiten.

Die Sturmböen ziehen auch über den Bundestag. Wir erleben gerade die größte Militarisierung seit dem Zweiten Weltkrieg und den größten Sozialraub seit der Agenda 2010. Jede Woche hagelt es neue Kürzungen, die viele arbeitende Menschen in diesem Land in die Armut treiben würden. Merz und Klingbeil wollen sie leise, still und heimlich durchpeitschen. 

Aber sie haben sich mit der falschen Partei angelegt. An der Seite der tausenden protestierenden Beschäftigten sagen wir: Es reicht! Denn wir wissen, dass Widerstand wirkt: Durch unseren Protest in über 20 Städten haben wir die unsägliche Gesundheitsreform vorerst gestoppt! 

Jetzt heißt es umso mehr: Dranbleiben! Wir planen die nächste große Protestwelle gegen die Kürzungen und werden für jede einzelne Sozialarbeiterin in der Kommune und für jedes einzelne Kind, das Hilfe benötigt, kämpfen. Dafür brauchen wir jede und jeden von euch. Bitte kommt in den nächsten Mega-Zoom am Mittwoch, den 24.Juni um 19:30 Uhr. Meldet euch jetzt an und macht mit!

Jetzt anmelden

Entscheidend ist: Um uns für den kommenden Sturm zu wappnen, müssen wir als organisierende Klassenpartei ein Steinhaus bauen – ein solides Fundament, das uns langfristig trägt. Dafür müssen wir mehr werden. Wir wollen ein Zuhause für die arbeitenden Menschen werden, die sich jeden Tag für ihre Familien und für unsere Gesellschaft abrackern –  die Menschen, die nun von Merz und seinen reichen Freunden beraubt werden. Nur wenn wir sie überzeugen, können wir der AfD richtig das Wasser abgraben. Wir haben einen Plan, wie uns das gelingen kann.

Dafür reicht es nicht, dass wir an die Haustüren gehen. Wir müssen wieder rein in die Betriebe. Wir brauchen die Arbeiterinnen und Arbeiter, ihre Erfahrung und ihre Kraft in unserer Partei! Wir wollen ihnen zeigen: Bei uns ist Platz für alle Menschen, die für ihre Nachbarn und Kolleginnen einstehen wollen. Wir kämpfen Schulter an Schulter dafür, das Leben für alle bezahlbar zu machen. 

Diese Beziehungsarbeit ist wichtig. Und wir haben für sie nun ein weiteres starkes Werkzeug in der Hand: Den Gehaltsdeckel, den Die Linke auf dem Parteitag für alle Bundestags- und Europaabgeordnete beschlossen hat. Er macht unmissverständlich klar: Die anderen Parteien reden –  Die Linke handelt. Echte Glaubwürdigkeit zeigt sich nicht in Worten, sondern in Taten. Sie ist ein tragender Pfeiler, um unser Haus zu stützen. 

All das ist erst der Anfang! Wir machen uns ab heute an die Arbeit, unsere Partei weiter aufzubauen - Tag für Tag, Schritt für Schritt und Stein für Stein. 

Ines Schwerdtner und Luigi Pantisano

Parteivorsitzende

Sonntag, 21. Juni 2026

10. Parteitag 19. - 21.06.2026

Was waren die wichtigsten Ergebnisse des 10. Parteitages der Linken in Potsdam?


1. Neue Parteiführung

  • Ines Schwerdtner wurde mit ca. 86 % im Amt bestätigt.

  • Luigi Pantisano wurde neu zum Co‑Vorsitzenden gewählt – allerdings nur mit gut 53 %, einem ungewöhnlich schwachen Ergebnis.

  • Er folgt auf Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidierte.

Bedeutung: Die Wahl zeigt eine Stärkung Schwerdtners und eine gewisse Skepsis gegenüber Pantisano, der für einen konfrontativeren Kurs steht.

2. Strategische Ausrichtung der Partei

Der Parteitag diente der Neujustierung der politischen Linie, insbesondere mit Blick auf die Landtagswahlen im Osten 2026/27.

  • Ziel: Die Linke soll wieder stärker als sozialistische Kraft auftreten und Proteste gegen Sozialabbau und Militarisierung organisieren.

  • Die neue Spitze kündigte an, verstärkt Arbeiterinnen und Arbeiter in Betrieben anzusprechen.

3. Beschlüsse zum Nahost-Konflikt

Ein besonders umstrittenes Thema war das Verhältnis zu Israel.

  • Der Parteitag beschloss einen Kompromiss, wonach die Linke das Vorgehen Israels im Gaza-Krieg künftig offiziell als „Völkermord“ bezeichnet.

Bedeutung: Das ist ein sehr weitreichender Beschluss, der innerparteiliche Gräben sichtbar machte, aber zugleich eine einheitliche Linie festschreibt.

4. Weitere Inhalte und Debatten

  • Generaldebatte über die künftige Rolle der Linken ein Jahr nach der Bundestagswahl.

  • Berichte der Bundestagsfraktion (Reichinnek, Pellmann).

  • Diskussionen über Sozialpolitik, Militarisierung, Protestmobilisierung und die Vision einer „Volkspartei“ (Formulierung von Jan van Aken).

 Zusammenfassung in 5 Punkten

  1. Neue Doppelspitze: Schwerdtner stark bestätigt, Pantisano schwach gewählt.

  2. Strategische Neuausrichtung: Fokus auf soziale Kämpfe, Proteste, Arbeiteransprache.

  3. Israel/Gaza-Beschluss: Offizielle Einstufung des Gaza-Kriegs als Völkermord.

  4. Vorbereitung auf Ost-Landtagswahlen: Klärung der Rolle der Linken in möglichen Regierungsbildungen.

  5. Interne Konflikte sichtbar, aber Kompromisse erzielt.

Zusammenfassung mit Hilfe von Copilot, 21.06.2026

Die Linke braucht politische Bildung

 Literaturempfehlung



https://uzshop.de/lieberam-100jahrefaschismusdebatte

Potsdamer Parteitag

Fehlstart

Nicht jeder, der unser politischer Gegner ist, darf auch Faschist genannt werden. Da gibt es keine Steigerung mehr. Faschisten sind die Feinde der Demokratie. Mit denen kann man nicht kooperieren!

Ein denkbar schlechter Einstieg für Luigi Pantisano! Dilettantisch! Ahnungslos! Folgenschwer?! Das ist keine Bagatelle. Ich schäme mich dafür als (altes) Mitglied der Linken.

Samstag, 20. Juni 2026

Potsdamer Parteitag 2026

Bisher durchweg optimistisch, konsequent und konstruktiv

 Ist die 5%-Hürde ein realistisches Ziel? 8-Stundentag muss bleiben! Anti-Semitismus-Debatte: Wie geht es weiter?

Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/live/eVNK5vnyOIg


2. Tag: https://www.youtube.com/watch?v=i-IXHgxpXFs (live)

Mittwoch, 17. Juni 2026

Anfrage

 An den Kreisvorstand Die Linke Meißen

Wer werden die Delegierten zum Bundesparteitag am kommenden Wochenende sein. In der gegenwärtigen Situation scheint es mir besonders wichtig zu sein, die Programmatik der Partei zu kennen und sie gezielt umzusetzen. Letzte Befragungen sehen die LInke gleichauf mit der SPD auf 12% der Zustimmungen. Das finde ich toll. Aber es löst keinen Automatismus aus. Ixch 

Ich würde den Delegierten gern folgende Fragen mitgeben:

- Es gibt Vorwürfe (u.a. RIAS) zu Tendenzen des Antisemitismus in der Linksjugend? Wie stehen die Parteiführung und der Parteitag dazu?

- Wie beurteilt die Mehrheit auf dem Parteitag die Kriege in der Ukraine und im Iran/Libanon? Welche Lösungen sieht die Partei?

- Welche Meinungen dominieren zur Verteidigungspollitik der Regierung und zum Wehrdienst?

- Welche Vorstellungen gibt es zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit an der Basis der Partei? Es fällt mir z.B. auf, dass sich auf der Webseite des Kreisverbandes bisher niemand zum Parteitag geäußert hat.

- Welche Vorstellungen gibt es zur KI?

G. Dietmar Rode, Blogger

Sonntag, 14. Juni 2026

Die Einsicht: Kapitalismus ist scheisse

Dialogische Mitteilungen aus Wittenberg 

Nr. 35 aus 26 vom 13.6.2026

Gespräch mit Heinz Weber, DKP Torgau1


Wir wollen uns heute mit Herrn Heinz Weber über den Kapitalismus unterhalten. Herr Weber findet diesen „scheisse“. Darüber sprachen wir mit ihm.

DieEinsicht: Die Überschrift dieser Einsicht haben Sie vorgeschlagen. Setzen Sie sich und uns nicht der Gefahr einer strafrechtlichen Verfolgung aus?

HerrWeber: Zugegeben, das verwendete Adjektiv ist ein Schimpfwort, das im Zusammenhangmit Beleidigungen zum Zuge kommt. Hier fehlt es aber an einer beleidigungsfähigen Person bzw. an einem beleidigungsfähigen Personenkreis.

DieEinsicht: Den Kapitalismus kann man nicht beleidigen?

HerrWeber: Im Rechtssinne nicht. 

DieEinsicht: Sind Sie da ganz sicher?

HerrWeber: Wenn es ums Recht geht, kann man sich nie ganz sicher sein, die Rechtsentwicklung ist in ständiger Bewegung. Denken Sie an die Sanktionierung durch die EU gegen Personen wegen unliebsamer Meinungsäußerungen im Verwaltungswege. Vor ein paar Jahren hätten Sie keinen Rechtsprofessor in Deutschland finden können, der so etwas für möglich gehalten hätte. Im Ergebnis kann ich mir jedenfalls zurzeit nicht vorstellen, wegen der Überschrift bestraft zu werden.

Die Einsicht: Warum finden Sie den Kapitalismus ...?

HerrWeber: Das drängendste Problem ist zurzeit die Frage von Krieg und Frieden. Deutschland strebt dem Krieg entgegen. Der sogenannte Verteidigungsminister Boris Pistorius will das Land „kriegstüchtig“ machen. Die kriegslüsternen Kreise in Deutschland träumen von einem Angriff gegen Russland.

DieEinsicht: Aber geht es denn nicht nur um Verteidigung, schließlich hat Russland auch die Ukraine angegriffen?

HerrWeber: Darüber darf man heute in Deutschland nicht debattieren. Ein Friedensaktivist, der seine Meinung zur Vorgeschichte des Ukrainekriegs geäußert hatte, ist deswegen schon vor Gericht gelandet. Ich möchte mich nicht unnötig dem Verdacht einer Straftat aussetzen. Jedenfalls darf man heute hoffentlich noch laut sagen, dass die Annahme, Russland wolle die EU angreifen, angesichts seiner offensichtlichen militärischen Unterlegenheit abwegig ist, wo es doch alle Schwierigkeiten hat, schon mit der Ukraine fertigzuwerden. Wer behauptet, Russland werde die Nato angreifen, sagt die Unwahrheit.

DieEinsicht: Nehmen wir mal an,

Sie hätten hinsichtlich des Krieges Recht; ist der Kapitalismus nicht in ökonomischer Hinsicht besser als der Sozialismus?

HerrWeber: Nein, Kapitalismus ohne Krieg ist nicht zu haben. Im Übrigen befinden wir uns gerade in einer tiefen Wirtschaftskrise. Die Ökonomie funktioniert nicht mehr. Marx hat nachgewiesen, dass Krisen im Kapitalismus unvermeidlich sind. Perverser Weise soll uns da der Krieg heraushelfen. Das ist die Logik des Kapitalismus. Bei einem nächsten Sozialismusversuch wird es besser funktionieren. Die Chinesen machen es uns vor.

DieEinsicht: Was haben Sie noch am Kapitalismus auszusetzen?

HerrWeber: Die zwischenmenschlichen Beziehungen funktionieren nicht. Jeder ist auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Das ist eine Folge der allenthalben propagierten Profitgier. In der DDR war das anders. Da waren Freundschaft und Kameradschaft noch etwas wert. In der Bundesrepublik hatte man vor längerer Zeit den sogenannten Sozialstaat eingeführt. Die extremen Auswüchse des Kapitalismus sollten durch sozialstaatliche Maßnahmen wie Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitlosenversicherung u.s.w. abgefedert werden. Das hat auch eine Weile einigermaßen geklappt. In den heutigen Kriegsvorbereitungszeiten ist aber für den Sozialstaat nicht mehr genug Geld da. Überall werden durch sogenannte „Reformen“ Leistungen gestrichen. Das ist auch logisch, denn ein Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

DieEinsicht: Herr Weber, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Verantwortlich: Dr. Wilhelm Rettler, Bachstraße 22, 06886 Lutherstadt-Wittenberg, Druck: Eigendruck.

Änderungen verboten. Zuschriften, Bestellungen und Abbestellungen an whrettler@web.de. Kosten entstehen nicht.


1 Name und Ort von der Redaktion geändert.

Samstag, 13. Juni 2026

Parteitag 19.06. - 21.06.2026

 In Potsdam

In wenigen Tagen ist es soweit: 500 Delegierte, hunderte Abstimmungen und ein Ziel: Eine starke Partei, die sich dem Sozialraub durch Merz und Klingbeil in den Weg stellt und das Leben bezahlbar macht. Dafür setzen wir gemeinsam die Segel. An unserem wichtigsten demokratischen Ort: Unserem Parteitag.

Vom 19.06.bis zum 21.06. werden in Potsdam hunderte Delegierte aus dem ganzen Land drei Tage lang intensiv diskutieren, wie wir den beispiellosen Sozialraub der Regierung verhindern. Wir haben einen Plan dafür – und in Potsdam wollen wir ihn beschließen.

Der Parteitag ist unser größtes und wichtigstes Event des Jahres. Dort entscheiden wir über die Richtung unserer Partei, unsere Schwerpunkte und unsere Parteispitze. Auch dieses Jahr stehen wichtige Entscheidungen an.

Mit dem Leitantrag „Die Zukunft als Steinhaus bauen“ machen wir klar, wie wir unseren Sozialstaat gegen Angriffe verteidigen und unserer Partei ein solides Fundament geben wollen. Vor einem Jahr haben wir entschieden, gegen die Politik der Angst und der sozialen Kälte aufzustehen und die Hoffnung zu organisieren. Jetzt füllen wir dieses Versprechen mit Leben. Den kompletten Antrag findest du hier:

Unser Leitantrag

Ganz wichtig: Alle zwei Jahre steht nicht nur die Wahl der Vorsitzenden, sondern auch unseres Parteivorstandes an: Wir wählen, wer uns in Zukunft an der Spitze der Partei vertritt.

Und das Beste? Du kannst alles hautnah miterleben und in unserem Livestream verfolgen.

Auch wenn du keine Delegierte bist, kannst du in Potsdam diskutieren und feiern: Auf dem Festival „über:morgen“ der Rosa-Luxemburg-Stiftung erwartet dich ein üppiges Programm linker Politik und Kultur: Es gibt spannende Workshops, Podien und Konzerte und es werden unter anderem Arne Semsrott, Sabine Nuss, Jean Philippe Kindler, Pelle Dragsted, Malin Björk, Marga Ferré und Manon Aubry zu Gast sein.

Wir sehen uns in Potsdam oder im Livestream auf unserer Webseite!

Solidarische Grüße

Janis Ehling, Bundesgeschäftsführer

Freitag, 12. Juni 2026

Willkommensmail zu Loomio

Online-Forum

Liebe Genoss*innen,


für die Programmdebatte nutzen wir das Tool Loomio für unser Online-Forum.
Auf Loomio werden wir gemeinsam über kontroverse Fragestellungen und mögliche Positionen für unser neues Grundsatzprogramm diskutieren.
Zu Beginn haben wir bereits Testdiskussionen vorbereitet, mit denen ihr das Programm ausprobieren könnt.
Momentan diskutieren wir wie, wir die Produktion sozial und ökologisch gerecht umbauen können als Teil der Themen-Schiene „sozial-ökologische Transformation“.
In den nächsten Wochen werden wir über weitere Themen diskutieren.

Hier bekommt ihr eure Anmeldedaten für Loomio, unser Online-Forum:
https://meine.die-linke.de/invite/74891/JwfVRXUYlkkAbzvdVrcVH8v8FtXxTQwXFGaiS8wgizg

Wenn ihr auf diesen Link klickt, könnt ihr euch bei "Meine Linke" registrieren.
"Meine Linke" ist unser neues, zentrales Portal für alle Parteidienste, um perspektivisch nur noch einen Account für alle Online-Dienste (wie zum Beispiel das Online-Forum Loomio) zu benötigen.
Für die Erstellung eures "Meine Linke"-Accounts legt ihr euren Namen und ein Passwort fest.
Die E-Mail-Adresse ist immer die, die ihr als Mitglied unserer Partei eingetragen habt und wird automatisch synchron gehalten.
Bitte beachtet, dass ihr euch zwar einen beliebigen Namen bei "Meine Linke" geben könnt, bei Loomio jedoch euer in der Mitgliederdatenbank hinterlegte Klarname verwendet wird.

Nach der Erstellung eures Accounts könnt ihr dann Loomio öffnen.
Auch könnt ihr dann die Anleitung mit Bildern für die Diskussion und Moderationsregeln hier nachlesen: https://kiosk.die-linke.de/books/anleitungen/page/anleitung-loomio

Ausserdem haben wir eine Video-Anleitung erstellt, wie ihr euch euren "Meine Linke"-Account erstellt und Loomio benutzt: https://youtu.be/ebw7Pz7lcXw

Eure Genoss*innen wundern sich, warum sie keinen Zugang zu Loomio erhalten haben?
Den habt ihr bekommen, weil ihr an der Befragung, „Zukunft, Hoffnung, Sozialismus“ teilgenommen habt.
Alle Mitglieder können auch weiterhin die Befragung ausfüllen und bekommen dann in regelmäßigen Abständen die Zugangsdaten zugeschickt.
Teilt diese Info gerne mit euren Genoss*innen!
Hier geht es zur Befragung: https://programm.die-linke.de/uebersicht/umfrage-zum-programmprozess/

Wenn ihr merkt, dass ihr bei der Anmeldung Probleme habt, könnt ihr euch jederzeit bei uns melden und wir beantworten eure Fragen.
Schreibt uns einfach an grundsatzprogramm@die-linke.de

Manche von euch haben diese Mail schon vor ein paar Wochen bekommen – wenn ihr keine Lust auf Online-Foren habt, ist das auch OK.
Dann könnt ihr diese Mail einfach ignorieren.

Solidarische Grüße,

Florian Biernath
Bereich Programmatik und Analyse
Bundesgeschäftsstelle Die Linke
grundsatzprogramm@die-linke.de

Mittwoch, 10. Juni 2026

In eigener Sache

 Liebe Blog-Leser,



es könnte aufgefallen sein, dass ich in den letzten Wochen nicht mehr so oft gepostet habe. Das liegt u.a. daran, dass ich am Hauptteil meiner Publikation "Rhetorik im Informationszeitalter" arbeite. Bis zum Abgabetermin Ende August habe ich noch ein wenig Zeit.  Aber es ist doch ein intensiver Denkprozess, in dem ich mich befinde. Ich werde demnächst erst einmal auf meinem http://rode-rhetorik.blogspot.com einige Proben veröffentliche. Zudem arbeite weiter am WordPress-Blog https://myrhetro24.de/, der noch lange nicht so schön aussieht, wie ich es mir vorstelle.


Mein ursprüngliches Vorhaben, den Blog http://kreis-meissen-von_links.blogspot.com für die Öffentlichkeitsarbeit des Kreisverbandes Die LInke zur Verfügung zu stellen, habe ich eh aufgegeben, da trotz zahlreicher Angebote kein Interesse von dort mehr sichtbar wird. Alle anderen Interessenten (heute noch 5.691) bitte ich um etwas Geduld.

G. Dietmar Rode

Freitag, 22. Mai 2026

Wolken am Wählerhimmel

 Irgendwas muss sich endlich tun!


https://share.

SACHSEN | Sonntagsfrage Landtagswahl INSA/NIUSÄnderungen zur letzten Umfrage vom 07. Juni 2025: google/YprsRy7QCcy1MGcpF 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Aliens blicken eher durch

 Gerade am Männertag sollten wir über Weltpolitik nachdenken

Mit Hilfe von Copilot 
nach einer älteren Idee
(unbekannter Karrikaturist)



Montag, 11. Mai 2026

Wir erneuern unser Grundsatzprogramm

Bist du schon dabei?

Programmkommission

Wenn wir die Nachrichten verfolgen, haben wir manchmal das Gefühl, die Welt dreht frei. Was uns persönlich dabei hilft, ist zu wissen, dass wir mit über 120.000 Mitgliedern in einer Partei organisiert sind. Als Mitglieder der Linken teilen wir nicht nur politische Einstellungen, sondern auch ein Gefühl der Hoffnung, dass die Gesellschaft gerechter und solidarischer werden kann.

Doch bei den vielen Krisen müssen wir uns auch manchmal selbst hinterfragen: Ist, was wir denken, glauben und wünschen, noch aktuell? Unser Grundsatzprogramm ist von 2011. Jetzt wollen wir es abklopfen und überprüfen, für ein Programm auf der Höhe der Zeit. Dafür haben wir eine Programmkommission eingesetzt. Als organisierende Mitgliederpartei wollen wir, dass alle Mitglieder die Möglichkeit haben, sich in die Debatte einzubringen. Wir wollen eine Programmdebatte von unten.

Du möchtest bei der Programmdebatte mitdiskutieren und alle Informationen bekommen?

Dann fülle jetzt unsere Umfrage aus!

Zur Umfrage

Wenn du auf einen Blick alles über die Programmdebatte erfahren möchtest, besuche unser Online-Debattencamp. Hier kannst du erfahren, wie die Programmdebatte abläuft, Du kannst die Videos der Auftaktkonferenz im Januar und vom Auftakt Sozial-Ökologische Transformation im März nachschauen und zu jedem Thema gibt es spannende Texte und Diskussionsbeiträge.

Besuche das Online-Debattencamp

Du hast Lust, dich über die Themen der Programmdebatte auszutauschen? Dann komm zu unseren Veranstaltungen. Zum Beispiel findet morgen um 18:00 Uhr die Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung „In welchem Kapitalismus leben wir?“ statt. Am 18.5. diskutieren wir, gemeinsam mit Betriebsrät*innen, wie wir die Industrieproduktion ökologisch umbauen und demokratisieren können. Melde dich gerne an! Zu jedem Thema gibt es zusätzlich Diskussionen in unserem Online-Forum Loomio – einen Zugang bekommst du, wenn du die Umfrage zur Programmdebatte ausfüllst.

Wir freuen uns, in den nächsten Monaten mit dir zu diskutieren!

Solidarische Grüße

Ines und Janis

Vorsitzende der Programmkommission

Samstag, 9. Mai 2026

Die Einsicht: Über Schematismus II

Dialogische Mitteilungen aus Wittenberg Nr. 29 vom 10.5.2026

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Gespräch mit Herrn Dr. sc. phil. Franz Brauder, Dresden1

In der Einsicht vom 8.5.2026 hat Herr Brauder seinen Ausführungen über Ideologie vorausgeschickt, dass er damit wohl Ärger bekommen würde. Wir sprachen darüber mit Herrn Brauder.1

Dr. iur. Wilhelm Rettler

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Skiizze mit Hilfe von Copilot

DieEinsicht: Herr Brauder, hat sich Ihre Befürchtung, wegen der letzten Einsicht Ärger zu bekommen, bewahrheitet?

Herr Brauder: Nein, ich hatte ein längeres Telefonat mit einem Genossen, dem ich den Ideologiebegriff von Engels erklärt habe, und eine wohlwollende Zuschrift.

DieEinsicht: Was schrieb der Leser?

HerrBrauder: Er zitierte Luise von Göchhausen, die über Goethe gesagt hatte:

„Er glaubt, seine Stimmung richtet sich nach dem Wetter. Die Wahrheit ist natürlich, dass sich das Wetter nach seiner Stimmung richtet.“

Der Leser kommentierte dies mit den Worten:

„Soviel zu Wirklichkeit und Wahrnehmung...“

DieEinsicht: Am 8.5.2026 haben Sie gesagt, dass sich der Marxismus-Leninismus als Ideologie versteht. Können Sie dies näher erläutern.

HerrBrauder: Ideologien sind Gedankengebilde. Sie sind Menschenwerk und können selbernicht denken und sich nicht als irgendetwas verstehen. Insofern war meine Formulierung ungenau. Präziser ist, dass die Marxisten-Leninisten den Marxismus-Leninismus als Ideologie verstehen.

DieEinsicht: Was ist Marximus-Leninismus überhaupt?

HerrBrauder: Eine sehr gute Frage. Der Ausdruck i t nach dem Tod von Lenin geprägt worden. Lenin gliederte den Marxismus in drei Bestandteile, die Philosophie, die politische Ökonomie und die Lehre vom Klassenkampf. Das sind die Bestandteile des Marxismus-Leninismus, wobei aus letzterem der „wissenschaftliche Kommunismus“ entstand.

DieEinsicht: Was kritisieren Sie am Marxismus-Leninismus?

HerrBrauder: Sofern jemand mit den einschlägigen Schriften der Klassiker und den Themengebieten Philosophie, politische Ökonomie und wissenschaftlicher Sozialismusbefasst, dann ist das gut. Natürlich muss man alles kritisch lesen. Eine bessere Gedankenschulung als das Kapital gibt es kaum. Weniger gut finde ich, die einschlägigen DDR-Lehrbücher auswendig zu lernen. Den Marxismus-Leninismus als Ideologie, quasi als ein in Stein gemeißeltes riesiges Gedankengebäude aus Glaubenssätzen zu begreifen, aus dem man Antworten auf alle Fragen der Wirklichkeit ableiten kann, führt natürlich in die Irre. Die Wirklichkeit hat dies leider bewiesen. Zu glauben, dass jede Erkenntnis marxistisch-leninistisch sein muss, um wahr zu sein, ist falsch. Als junger Mensch glaubte ich mal, es müsse eine marxistisch-leninistische Physik geben. Das war Quatsch. Als der Untergang schon vorprogrammiert war, sagte Erich Honecker, worauf mich ein Leser hinwies:

„Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.“

Warum haben die zahlreichen Professoren für Marxismus-Leninismus an den einschlägigen Instituten in den sozialistischen Ländern nicht gemerkt, dass die Konterrevolution im Anmarsch war?Aus ideologischer Verblendung oder haben sie vielleicht auch aus Angst geschwiegen, die Wahrheit auszusprechen? Der Marxismus-Leninismus hatte sich zu einerLegitimations“wissenschaft“ enwickelt.

DieEinsicht: Warum setzen Sie Wissenschaft in Anführungsstriche?

HerrBrauder: Wissenschaftler versuchen, die Wahrheit herauszufinden, davon hatten sich dieMarxisten-Leninisten in ihrem Legitimationsdrang entfernt. Sie sahen die Aufgabe, die Wirklichkeit schönzureden.

DieEinsicht: Herr Brauder, wir danken Ihnen für das Gespräch.


Verantwortlich: Dr. Wilhelm Rettler, Bachstraße 22, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Druck: Eigendruck. Änderungen verboten. Zuschriften und Bestellungen an whrettler@web.de.Kosten entstehen nicht.


1 Name und Ort von der Redaktion geändert

Freitag, 8. Mai 2026

An diesem Tag kann es nur eine Losung geben:

 Schluss mit den Kriegen in der Welt!

Sie sind heute und in Zukunft nicht gewinnbar. Sie sind das Ende jeder Vernunft. Die Menschheit verschleißt sich. Die einzige Lösung ist Frieden. Überall!

Die Einsicht: Über Schematismus

Dialogische Mitteilungen aus Wittenberg Nr. 28 vom 08.05.2026

Dr. iur. Wilhem Rettler

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Gespräch mit Herrn Dr. sc. phil. Franz Brauder, Dresden:

rotmail sonneberg ist die email-Zeitung der DKP Sonneberg. Sie erscheint in unregelmäßigen Abständen mit einem Umfang von ca. 15 Seiten und kann bei rotinfo-sonneberg@t-online.de bestellt werden. In der Mai-Ausgabe findet sich ein Artikel von Reiner Kotulla, der sich mit dem Thema Schematismus beschäftigt. Der Autor sieht darin eine Ursache für den Untergang des sozialistischen Weltsystems. Die Einsicht sprach darüber mit Herrn Brauder. 1

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Skizze mit Hilfe von Copilot

DieEinsicht: Herr Brauder, was ist Schematismus?

HerrBrauder: Das Suchwort Schematismus steht weder im Kleinen Politischen Wörterbuch derDDR, noch im Philosophischen Wörterbuch. Ich stütze mich mangels auf die Beschreibung von Herrn Kotulla stützen.

DieEinsicht: Und was besagt diese?

HerrBraudere: Der Begriff (?) „Schematismus“ nehme im marxistisch-leninistischen Denken eine kritische Rolle ein. Er bezeichne eine fehlerhafte Herangehensweise an Theorie und Praxis, bei der allgemeine Lehrsätze mechanisch und ohne Berücksichtigung konkreter historischer Bedingungen angewendet werden. Unter Schematismus verstehe man die starre, formelhafte Anwendung theoretischer Konzepte.Schematismus im marxistisch-leninistischen Sinne stehe im Gegensatz zur dialektischen Methode und werde als Hemmnis für eine realitätsnahe politische Praxis kritisiert.

DieEinsicht: Wie stehen Sie zum Schematismus in dem von Herrn Kotulla beschriebenen Sinne?

HerrBrauder: Der so beschriebene Schematismus ist in der Tat u.a. eine Ursache für den Untergang des Sozialismus gewesen. Der Kern des Problems liegt aber tiefer.

DieEinsicht: Wo denn?

HerrBrauder: Jetzt kriege ich bestimmt Ärger: In der Ideologie.

DieEinsicht: In welcher Ideologie?

HerrBrauder: In Ideologie im Allgemeinen. Friedrich Engels sagte, dass Ideologie ein Prozess ist, der zwar mit Bewusstsein vom sogenannten Denker vollzogen werde aber mit einem falschen Bewusstsein (MEW 39, 97). Somit ist Ideologie falsches Bewusstsein, egal welche Ideologie, also per se nicht gut.

DieEinsicht: Wie meinte Engels das denn?

HerrBrauder: An anderer Stelle sagte er, „erst macht man sich aus dem Gegenstand den Begriff des Gegenstandes; dann dreht man den Spieß um und misst den Gegenstand an seinem Abbild, dem Begriff. Nicht der Begriff soll sich nun nach dem Gegenstand, der Gegenstand soll sich nach dem Begriff richten“ (MEW 20, 89). Mit Gegenstand ist dieWirklichkeit gemeint. Der Begriff soll sie abbilden. Wenn man das Verhältnis umdreht, dann soll sich auf einmal die Wirklichkeit nach dem Begriff richten. Das muss in der Ideologie, wie beim Schematismus in die Irre führen, weil der Begriff nicht mit der Wirklichkeit nicht vollkommen identisch sein kann, wie die Erde nicht rund ist. Dem Ideologen ist Kriterium der Wahrheit nicht die Übereinstimmung seiner Aussagen mit der Wirklichkeit, sondern mit seiner Ideologie.

DieEinsicht: Welche Schlussfolgerungen ergeben sich daraus für den Marxismus-Leninismus?

HerrBrauder: Das Problem besteht darin, dass er sich selbst als Ideologie der Arbeiterklasse versteht. Schematismus ist ihm daher immanent.

DieEinsicht: Hatten die Klassiker immer Recht?

HerrBrauder: Von manchen Marxisten-Leninisten habe ich dies schon gehört, ich halte das aber für unzutreffend.

DieEinsicht: Herr Brauder, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Verantwortlich: Dr. Wilhelm Rettler, Bachstraße 22, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Druck: Eigendruck. Änderungen verboten. Zuschriften und Bestellungen an whrettler@web.de. Kosten entstehen nicht.


1 Name und Ort von der Redaktion geändert

Montag, 4. Mai 2026

Nie wieder Krieg

Der deutsche Militarismus jubelt!


Er nutzt die Absage, US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, dazu, die
 Hochrüstung und Anschaffung von Angriffswaffen für die Bundeswehr und die
Militarisierung der Gesellschaft zu forcieren


Die Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“ begrüßt es sehr, dass die US-Regierung auf die Stationierung weitreichender Mittelstreckenwaffen in Deutschland verzichten will. Als Initiatorinnen und Initiatoren des „Berliner Appell“, der genau dies fordert und unter den bundesweit seit seiner Präsentation am 3.10.2024 ca. 100.000 Unterschriften gesammelt wurden, sind wir darüber erleichtert. Denn durch die Bekanntgabe der Entscheidung der US-Regierung, Waffen in Deutschland nicht aufzustellen, mit denen sie das russische Hinterland mit präzisen Erstschlagwaffen treffen und die Hyperschallwaffe Dark Eagle als Enthauptungsschlagwaffe einsetzen können, wird die Spannung gegenüber Russland nicht noch weiter erhöht. Damit reduziert sich auch die Gefahr von russischen Präventiv- oder Gegenschlägen auf Deutschland gewaltig.

Umso mehr empört es uns, dass an der bundesdeutschen Aufrüstung interessierte Kreise nach dieser Ankündigung der US-Regierung dafür plädieren, die hierzulande seit langem gehegten Ambitionen, in eigener Regie Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stationieren, um russisches Hinterland ins Visier zu nehmen, zu beschleunigen. Das betrifft die bisherige Planung, ab 2029 in den USA für die Bundeswehr 400 Marschflugkörper des Typs Tomahawk (Reichweite 1.600 km) zu kaufen, um sie von deutschen Territorium oder von Fregatten aus gegen gehärtete Ziele im russischen Hinterland abzufeuern, sowie das Vorhaben, eine europäische Mittelstreckenwaffe (ELSA, Reichweite über 2.000 km) zu entwickeln.


Wenn das damit begründet wird, dadurch eine angebliche Fähigkeitslücke bei land- und seebasierten Mittelstreckenwaffen gegenüber Russland auszugleichen, wird außer Acht gelassen, dass das gesamte Kräfteverhältnis zwischen Russland und der NATO in Rechnung gestellt werden muss. Allein die europäischen NATO-Staaten – ohne die USA – verfügen über mehr als doppelt so viele Kampfpanzer und Kampfflugzeuge wie Russland und schicken sich an, ihre Militärhaushalte drastisch zu erhöhen, während Russland seine Militärausgaben in diesem Jahr senken will. Wir erinnern daran, dass zum Einmaleins der erfolgreichen Kriegsführung gehört, dass die angreifende Seite über eine dreifache Überlegenheit verfügen muss, wenn sie im Krieg siegen will. Davon ist Russland sehr weit entfernt und eine Absicht, diese Überlegenheit erreichen zu wollen, ist nicht erkennbar.


Wir begrüßen es ebenso, dass die USA Truppenkontingente aus Deutschland abziehen wollen, wenden uns aber dagegen, dass dies dazu benutzt wird, die beispiellose deutsche Aufrüstung noch zu beschleunigen. Wir lehnen das Vorhaben der neuen deutschen Militärstrategie ab, wonach Deutschland zur Führungsnation der NATO in Europa und die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa wird. Denn nach wie vor ist es die durch Grundgesetz und 2plus4 Vertrag festgelegte Aufgabe der Bundeswehr, eine Verteidigungsarmee zu sein. Weder Europa noch wir brauchen eine neue deutsche Militärmacht.


Wir fordern:

  • Keine Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden!
  • die Abrüstung der Bundeswehr, wodurch die Wehrpflicht hinfällig ist und der Sozialabbau verhindert wird
  • den diplomatischen Einsatz der Bundesregierung zur Beendigung des Ukrainekriegs mit dem Ziel, eine stabile europäische Friedensordnung zu erzielen, die gleiche Sicherheit für alle Seiten gewährleistet


Es ist an der Zeit, widerständig zu werden!

Beteiligt euch an den Demonstrationen am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!


Wir brauchen Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!


Initiative ‚Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder‘

Yusuf As, Wiebke Diehl, Julian Eder, Ulrike Eifler, Andreas Grünwald, Joachim Guilliard, Rita-Sybille Heinrich, Lühr Henken, Andrea Hornung, Jutta Kausch-Henken, Ralf Krämer


(04.05.2026)

Erklärung als PDF downloaden:

https://nie-wieder-krieg.org/wp-content/uploads/2026/05/Erklaerung-NWK-4-5-2026.pdf 


Erklärung auf der Webseite lesen:

https://nie-wieder-krieg.org/2026/05/04/der-deutsche-militarismus-jubelt/