Dialogische Mitteilungen aus Wittenberg
Nr. 46 aus 26 vom 26.7.2026
Was bedeutet eigentlich kommunizieren?
| Grafik Copilot: Der Mythos vom Leihbaby und seiner glücklichen Mutter |
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DieEinsicht: Herr Großhans, was ist kommunizieren?
HerrGroßhans: Mein Computer sagt mir, dass Kommunizieren bedeutet, sich mit anderen auszutauschen, Informationen zu teilen oder eine Nachricht mitzuteilen.
DieEinsicht: Kommunizieren klingt so ein bisschen wie Kommunismus. Gibt es da einen Zusammenhang?
HerrGroßhans: Vom Wortstamm her schon. Die Worte kommunal und Kommunismus sind schließlich auch verwandt. Sie leiten sich vom lateinischen communis gemeinsam, allgemein ab.
DieEinsicht: Sind Sie auch der Meinung, dass Herr Spahn die Inanspruchnahme einer Leihmutter- schaft schlecht kommuniziert hat?
HerrGroßhans: Bei der sogenannten Leihmutterschaft...
DieEinsicht: Entschuldigen Sie die Unterbrechung, wir haben noch gar nicht geklärt, was bei einer Leihmutterschaft überhaupt passiert.
HerrGroßhans: Da müssten Sie am besten einen spezialisierten Mediziner fragen. „Leihmutterschaft“ ist sowieso falsch, wenn der Mutter Geld gegeben wird. Es handelt sich dann um Mietmutterschaft. Ich kann sagen, dass da ein Mensch ist oder auch ein Paar, Mann und Frau oder Mann und Mann oder Frau und Frau, der oder die keine Kinder bekommen kann bzw. können, eine Frau damit beauftragt, für sich oder sie ein Kind auszutragen. Man kann die Eizelle einer anderen Frau verwenden. Ob, wenn man eine Eizelle der Leihmutter verwendet, auch noch von Leihmutterschaft gesprochen wird, weiß ich nicht. Dann braucht man natürlich noch Samen, der von einer Samenbank oder von dem künftigen Vater oder einem Dritten zur Verfügung gestellt werden kann.
DieEinsicht: Wenn es sich bei dem Paar, welches die Leihmutterschaft in Auftrag gibt, um ein homosexuelles männliches Paar handelt, können dann beide Ehemänner eine Samenspende leisten?
HerrGroßhans: Da, wovon ich ausgehe, nur eine Samenzelle die Eizelle befruchten kann, halte ich das für nicht möglich. Man könnte aber daran denken, zwei Eizellen zu nehmen und die eine mit dem Samen des einen Ehemannes zu befruchten und die andere mit der des anderen Ehemannes. Es ist sogar möglich, dass die Eizellen verschiedenen Frauen entnommen werden. Dann hätte man Zwillinge, die genetisch nicht verwandt wären.
DieEinsicht: Kommen wir zurück auf die Frage, hat Herr Spahn da irgendetwas falsch kommuniziert?
HerrGroßhans: Nein, er ist zwar nicht so ins Detail gegangen, wie ich es gerade getan habe, aber er hat auch nichts Falsches gesagt.
DieEinsicht: Hat Herr Merz sich also im Ausdruck vergriffen?
HerrGroßhans: Ja, es geht hier um Verarschung. Die Aussage des Herrn Merz besagt der Sache nach, dass Herr Spahn die Öffentlichkeit nicht gut genug verarscht hat.
DieEinsicht: Herr Großhans, wir danken Ihnen für das Gespräch.
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