Orientierung

Montag, 9. März 2026

Enttäuschung für Die Linke in BW

Auftakt zum Superwahljahr 2026

"Bei der Wahl zum 18. Landtag von Baden-Württemberg am 8. März 2026 wurden die GRÜNEN mit 30,2 % der gültigen Zweitstimmen erneut stärkste Kraft. Damit liegen sie etwas unter ihren Ergebnissen der beiden vergangenen Landtagswahlen (2021: 32,6 %, 2016: 30,3 %). Die CDU erreichte mit 29,7 % den zweithöchsten Zweitstimmenanteil (+5,6 Prozentpunkte). Auch wenn sie sich deutlich verbesserte, liegt sie damit 0,5 Prozentpunkte hinter den GRÜNEN. 

 Die AfD erzielte mit 18,8 % den dritten Platz. Gegenüber der vorangegangenen Wahl konnte sie ihr Ergebnis fast verdoppeln und verzeichnet damit den höchsten Zugewinn bei dieser Wahl (+9,1 Prozentpunkte).

Die SPD konnte 5,5 % der Zweitstimmen auf sich vereinigen und bleibt damit erstmals einstellig in Baden-Württemberg (−5,5 Prozentpunkte). Sie schaffte es nur noch knapp über die Fünfprozenthürde. Sowohl Die Linke als auch die FDP verpassten den Einzug ins Landesparlament. Sie erzielten beide jeweils 4,4 % der gültigen Zweitstimmen.

Die Linke konnte sich im Vergleich zur Landtagswahl 2021 um 0,8 Prozentpunkte verbessern, die FDP musste dagegen deutliche Verluste hinnehmen (−6,1 Prozentpunkte). Sie wird damit erstmalig seit 1952 nicht im baden-württembergischen Landtag vertreten sein. Auf die sonstigen Parteien entfallen insgesamt 7,0 % der gültigen Zweitstimmen, darunter sind die FREIEN WÄHLER (1,9 %) und das BSW (1,4 %) am stärksten."

https://www.statistik-bw.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/vorlaeufige-ergebnisse-der-landtagswahl-2026-in-baden-wuerttemberg/

- Erneuter Sieg für die Gruenen, bittere Niederlage für die CDU und erst Recht für die SPD.
- Triumph für die AfD als nunmehr stärkste Opposition im Landtag, was schon kaum noch eine Überraschung ist.
- Die Linke war sich des Einzuges ins Parlament schon fast sicher.und nun wurden es nur 4,9%, obwohl sie die richtigen Themen im Wahlkampf hatte. Doch man traut ihr die Umsetzung wohl nicht zu.

Sonntag, 8. März 2026

Was ist am Frauentag typisch sächsisch?

Sachsen, wo schöne Mädchen auf den Bäumen wachsen

Sachsen ist geprägt durch offizielle staatliche Festakte, politische Forderungen nach Gleichstellung, starke Beteiligung der Zivilgesellschaft – und seit einigen Jahren durch die Debatte, den 8. März zum gesetzlichen Feiertag zu machen.

Das KI-Programm Copilot gibt auf die Frage dazu folgende Antworten:

Offizielle Festakte der Staatsregierung

  • Seit über zehn Jahren richtet die Sächsische Staatsregierung einen zentralen Festakt zum Frauentag aus.

  • Seit 2020 organisiert ihn das Sächsische Ministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung.

  • Jedes Jahr steht unter einem anderen thematischen Schwerpunkt (z. B. Frauen in Politik, Wirtschaft, Kultur).

Politische Kundgebungen & Forderungen

  • In Sachsen gibt es traditionell Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen rund um Gleichstellung.

  • Politikerinnen fordern regelmäßig mehr als symbolische Anerkennung – etwa konkrete Schritte zu echter Gleichberechtigung.

  • Der Landtag veranstaltet dazu öffentliche Festakte mit mehreren hundert Gästen.

  • https://www.dielinke-sachsen.de/2026/03/heraus-zum-frauenkampftag/

Starke Gleichstellungsdebatte: „8. März als Feiertag“

Ein besonders sächsisches Merkmal der letzten Jahre. Das Thema ist in Sachsen deutlich präsenter als in vielen anderen Bundesländern (außer Berlin).

  • Ein Volksantrag forderte, den 8. März zum gesetzlichen Feiertag zu machen.

  • Knapp 28.000 Menschen unterschrieben – bemerkenswert viel für Sachsen.

  • Das Quorum wurde knapp verfehlt, aber die Landesregierung plant, die Hürden für Volksanträge zu senken.

Gesellschaftliche Besonderheiten

  • Sachsen hat eine überdurchschnittlich hohe Frauen-Erwerbsquote (64,8 %), was die Gleichstellungsdebatte stark prägt.

  • Viele Frauen arbeiten dennoch in Teilzeit, oft aus Vereinbarkeitsgründen.

Das führt dazu, dass der Frauentag hier stärker mit Arbeitsmarkt- und Familienpolitik verknüpft ist.

Die Sächsische Zeitung weist heute darauf hin, dass es noch eine ganze Reihe von geschlechtertypischen Problemen zu Ungunsten der Frauen gibt:

- Frauen sind stärker von Armut betroffen.

- Frauen verdienen immer noch weniger als Männer.

- Sachsen hat die meisten Chefinnen, aber weniger als vor einem Jahr.

- Frauen arbeiten häüfiger in Teilzeit.

https://www.saechsische.de/wirtschaft/regional/sechs-fakten-zum-frauentag-in-sachsen-wo-das-geschlecht-noch-immer-eine-rolle-spielt-5UVU5MSAIRGFNOEUDZ6MZAQVFE.html

Samstag, 7. März 2026

Digital und interessant

16 Frauen und Männer vertreten die SZ-Leser und Nutzer digitaler Kanäle. Chefredakteurin Annette Binninger stellt sie auf eine spannende Zeit ein.

Sächsische Zeitung 07./08.02.2026, 

Zum dritte Mal bin ich nun Mitglied des Leserbeirates der Sächsischen Zeitung. Aufgabe dieses ehrenamtlichen Gremiums ist es, die Redaktion aus der Sicht der Leserinnen und Leser zu beraten. 

Die in den letzten Jahren gesunkenen Abonnentenzahlen sind nicht zuletzt Ausdruck der veränderten Medienlandschaft des digitalen Zeitalters. Die Zeitung ist aber nicht zu ersetzen. Allerdings muss sich sich dafür modernisieren. Die Produktion ist längst digital geworden. Und immer mehr Abonnenten gewöhnen sich an die E-Paper-Ausgabe. 

Auch wenn das gewöhnte Rascheln des Papiers fehlt, gehört das Tablet wie bei mir für viele längst auf den Frühstückstisch oder in die Straßenbahn. Eine Qualitätszeitung sollte umweltfreundlich, bezahlbar, lokal ausgerichtet, zielgruppenorientiert, demokratisch aktiv und individuell nutzbar sein. Und daran will der Leserbeirat vor allem mitwirken.

G. Dietmar Rode

Donnerstag, 5. März 2026

Umfrage

 Die Mehrheit lehnt den Krieg ab


Newsletter BR24


Weitere Fragen:
- Wer wird diesen Krieg gewinnen?
- Wie groß werden die Opfer sein?
- Was kommt danach?

Öffentlichkeitsarbeit

Beratung der Linken  Meißen und Umgebung

9. März
17:00

Aber: Wer mit wem? Wo? Warum und worüber?

Am 26.01.26 erschien der letzte inhaltliche Eintrag auf der Webseite https://www.dielinke-meissen.de/. Und jetzt dieser inhaltslose Eintrag in der Terminliste. Könnte das nicht ein Anlass sein, mal wieder Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Liebe Linke, ich würde mich so freuen, wenn ihr wieder aktiv in der öffentlichen Diskussion stündet.

Übrigens: Über viele Monate hatte ich erfolglos darauf hingewiesen, dass die Verlinkung zu diesem Blog ("Unterstützerblog") nicht mehr funktioniert. Nun wurde der Button dazu gänzlich gelöscht. Welche Botschaft könnte das sein? - Keine Kritik! - Keine Unterstützer? - Keine Öffentlichkeit?

Ich erinnere mich an 2015. Da hatte es die damalige Kreisvorsitzende ähnlich gemacht:  Unbequem! Weg damit! Deshalb habe ich damals meinen Austritt aus dem Kreisverband DIE LINKE.Meißen erklärt, um weiter in der Partei bleiben zu können. Aber jetzt fragt mich nur nicht, was sich seitdem geändert hat...

Montag, 2. März 2026

Schluss mit dem Krieg im Iran

 Verhandlungen müssen so schnell wie möglich zur Einstellung der Kampfhandlungen führen

Sonntag, 1. März 2026

Nachdenktag

Heute vor 70 Jahren wurde die Nationale Volksarmee (NVA) gegründet


Sie war ein Kind des Kalten Krieges (1947 bis 1989). Aber sie kam als einzige deutsche Armee nie in aktiven Kriegshandlungen zum Eisatz. In vorderster Front der Armeen der Staaten des Warschauer Vertrages sollte sie den Frieden bewahren. Vielleicht gibt es auch daraus etwas zu lernen.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Weitergereicht

 

Hallo Dietmar,

Die Linke ist so stark wie nie zuvor: Im letzten Jahr hat sich unsere Partei beinahe verdoppelt. Gemeinsam mit den tausenden neuen Mitgliedern haben wir uns radikal verändert. 

Jetzt wollen wir auch unseren wöchentlichen Newsletter erneuern. Er soll möglichst viele Menschen erreichen und möglichst gut über unsere Arbeit informieren. Doch das schaffen wir nur mit Dir. Wir wollen wissen: Was interessiert Dich? Was brauchst Du, um aktiv zu werden? Was darf Deiner Meinung nach nicht fehlen?

Wir planen neue Formate für den Newsletter - und Du entscheidest mit, welche wir umsetzen. Deshalb starten wir jetzt eine Umfrage und dafür brauchen wir Dich:

Zur Umfrage

Interessiert Dich vor allem die politische Einordnung des Top-Themas der Woche? Brennst Du für Lese- und Veranstaltungstipps? Schaust Du Dir unsere Stellenausschreibungen an? Wünschst Du Dir mehr Argumente und Analysen für die Debatte am Küchentisch? Oder soll es lieber praktisch werden: Welche Kampagnen stehen an und wie kann ich mitwirken? Und nicht zuletzt die Frage: Wie häufig willst Du News von uns im Postfach haben?

Dazu brauchen wir Deine Meinung. Bitte fülle unsere Umfrage aus:

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Deine Rückmeldung hilft uns, besser zu werden – und Dir genau die Infos zu schicken, die Du wirklich willst.

Dein Team Öffentlichkeitsarbeit

P.S.: Dich nerven die ganzen Newsletter in deinem Postfach? Dann ist das hier  Deine Chance: Sag uns, was Du wirklich von uns lesen willst. Beantworte dazu einfach unsere kurze Umfrage:

Was interessiert dich?

Donnerstag, 19. Februar 2026

Damit ein langes Arbeitsleben nicht in Armut endet

Nicht nur diskutieren - machen!

Newsletter

Mittwoch, 18. Februar 2026

Deutschland 2026: die gesetzliche Rente reicht jetzt schon kaum noch zum Leben. Schlimmer noch: da es kein Geld mehr im Haushalt gibt, fantasiert die Regierung darüber, wer mehr dafür bezahlen soll.

Ihre Antwort: Auf keinen Fall die Unternehmen und auch nicht die Reichen. Stattdessen sollen Menschen ohne Kinder mit höheren Rentenbeiträgen bestraft werden. Auf die „Kreativität“ von Jens Spahn ist immer Verlass: Wer 100 Jahre lebt, kann auch locker bis 70 arbeiten. Wofür die mentale Akrobatik? Damit die Reichsten in unserem Land keinen Cent mehr zahlen müssen.

Nicht mit uns. Diese Woche hat Die Linke eine konkrete und gerechte Lösung vorgestellt: Die Arbeitgeber sollen ab jetzt 60 statt wie bisher 50 Prozent für die Rentenbeiträge zahlen. Denn seit Jahren tragen die Beschäftigten die Hauptlast für ihre Altersvorsorge. Sie schuften ihr Leben lang, sollen privat vorsorgen und am Ende reicht die Rente kaum zum Leben. Fast jede fünfte Rentnerin und jeder fünfte Rentner ist armutsgefährdet. Das ist kein Versehen, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen zulasten der Beschäftigten. Ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes stellt jetzt klar: Eine Erhöhung des Arbeitgeberanteils ist rechtlich zulässig. Wer von der Arbeit der Beschäftigten profitiert, muss sich auch angemessen an ihrer sozialen Absicherung beteiligen. Deshalb muss der Arbeitgeberanteil auf 60 Prozent steigen – damit ein langes Arbeitsleben nicht in Armut endet. Wir bleiben dran und machen uns dafür stark, dass jeder in Ruhe und mit Würde alt werden kann. 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Haus für Viele(s)

Haus für Viele(s) Meißen
Was ist konkret los?


Über Jahrzehnte war das Haus ein offenes, soziales und kulturelles Begegnungszentrum, das Räume für ganz unterschiedliche Gruppen, Initiativen und Aktivitäten bereitstellte. Und nicht zuletzt der Standort für die Kreisorganisation der LInken.  

Der Offener Treffpunkt für Menschen aller Altersgruppen vermittelte traditionell soziokulturelle Angebote wie Workshops, Veranstaltungen, gemeinsames Kochen, Kreativprojekte, stellte für Vereine und Initiativen Räume zurt Verfügung, ermöglichte niedrigschwellige Beratung und Unterstützung für Engagement, Ehrenamt und gemeinschaftliche Projekte.

Mittlerweile scheint die finanzielle Situation sehr kompliziert geworden zu sein, denn es wird zu Spenden aufgerufen. Die Suche im Internet bringt nicht mehr viel. http://www.einhausfuervieles.de 

Und in dieser Situation zieht auch noch die Linke kommentarlos aus. Was ist konkret los? Gibt es Hoffnungen?


Montag, 9. Februar 2026

Kreisgeschäftsstelle Die Linke ist umgezogen

 Neugasse 15, Meißen



kontakt@dielinke-meissen.de

Sonder-Workshop des Landesverbandes Die Linke

 Hass im Netz: mit der Zentralen Anlaufstelle für Opfer von Rechtsextremismus und Antisemitismus (ZORA) [Linksclick spezial]

  
Veranstalter: Die Linke Sachsen
 
Seit Anfang des Jahres beschäftigt uns das Thema Hass im Netz wieder stärker. Mit unserem Wahlerfolg sind wir leider auch im negativen Sinne wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeitsarbeit gerückt. Dabei begegnen uns nicht selten strafrechtlich relevante Inhalte.
 
In einem Sonder-Workshop im Rahmen unserer Reihe „Linksclick“ haben wir zwei Staatsanwält*innen der Zentralen Anlaufstelle für Opfer von Rechtsextremismus und Antisemitismus (ZORA) der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zu Gast. Sie geben uns einen Überblick über die relevanten Straftatbestände und einen Einblick in die Praxis der Strafverfolgung im Netz. Im Anschluss gibt es viel Raum für Fragen.
 
Der Workshop findet digital statt und geht 1,5 Stunden.
  • Level: Anfänger*innen
  • Voraussetzungen: Keine
  • Referent*innen: Staatsanwält*innen der Zentrale Anlaufstelle für Opfer von Rechtsextremismus und Antisemitismus (ZORA)
Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe Linksclick, der digitalen Fortbildungsreihe für Öffentlichkeitsarbeiter*innen im Landesverband Sachsen. Dieser Sonder-Workshop findet einmalig statt.
Wir bitten um Anmeldung zur Veranstaltung (unten), den Link erhältst du nach der Anmeldung. Eine Anmeldung ist auch bis kurz vor der Veranstaltung möglich.
 

Freitag, 23. Januar 2026

Was kommt nach Davos?

Sahra Wagenknecht über die aktuelle Lage

Wo sie Recht hat, hat sie Recht:

"Überfall auf Venezuela, Annexionspläne für Grönland, Drohungen gegen Europa, grenzenloses Selbstlob in Davos – Donald Trump macht aus seinen Machtinteressen keinen Hehl und zerstört dadurch unbarmherzig die Lebenslügen der deutschen Transatlantiker. Denn natürlich ist es ein Märchen, dass die amerikanische Außenpolitik vor Trump auf der Seite des Guten, der Moral und hehrer Werte stand, und seit Trump plötzlich alles anders geworden ist...Die selbstlose Schutzmacht USA gab es nie. Aber was will Trump, was sind die zentralen Beweggründe seiner Politik? Und wodurch unterscheidet er sich tatsächlich von seinen Vorgängern? In meiner aktuellen Wochenschau spreche ich darüber, wie scheinheilig die Reaktionen auf Trumps imperiales Gebaren sind und warum Deutschland und Europa endlich ihre Unterwürfigkeit gegenüber den USA beenden müssen."

Mittwoch, 21. Januar 2026

Programmprozess der Linken

Einladung zur Videokonferenz am 02.02.2026 ab 18 Uhr

Liebe Genossinnen und Genossen,

da immer wieder Fragen aus den Stadt- und Kreisverbänden auftauchen, wie der Programmprozess der Linken abläuft und inwiefern Beteiligungsmöglichkeiten bestehen, laden euch Markus Pohle und Luise Neuhaus-Wartenberg (beide Mitglieder in den Arbeitsgruppen zum Programmprozess) zu einer Videokonferenz ein, um diese Fragen mit euch zu besprechen.

Es wird Infos zu folgenden Themen geben:

  • Informationen zum Ablauf des Programmprozesses,
  • Informationen, wie die Arbeitsgruppen im Rahmen des Programmprozesses funktionieren,
  • Informationen zu Themen, die im Rahmen des Programmprozesses bearbeitet werden.

Es geht also um allgemeine Informationen zum Prozess und Beteiligungsmöglichkeiten. Und die Videokonferenz ist auch dafür da, eure Fragen zum Programmprozess loszuwerden.

Hier die Eckdaten für die Videokonferenz:

Termin: 2. Februar 2026 
Uhrzeit: 18 Uhr 
Zugangslink: https://bbb.dielinke-sachsen.de/rooms/die-067-bi1/join 

Antje, Mitarbeiterin Veranstaltungen 

Die Linke Landesverband Sachsen 
Altenberger Straße 23 
01277 Dresden 
Tel 0351 85327-00 
Fax 0351 85327-20 
www.dielinke-sachsen.de

Über Strafrecht

Die Einsicht

Dialogische Mitteilungen aus Wittenberg 

Nr. 6 aus 26 vom 21.1.2026

Donald Trump ist für sein unkonventionelles Verhalten berühmt. Neuerdings erhebt er Anspruch auf Grönland, den er damit begründet, „er würde es brauchen“, und hat gegen europäische Länder u.a. gegen Deutschland Strafzölle in Höhe von 10 Prozent angekündigt. Diese Zölle würden ab 1. Juni auf 25 Prozent steigen, wenn nicht bis dahin eine Einigung über den „vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands“ erzielt sei. 

Wir sprachen mit Herrn Dr. iur. Rettler darüber, ob und inwieweit sich Herr Trump sich dadurch strafbar gemacht haben könnte. 

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Die Einsicht: Hat der Herr Trump sich durch die Verhängung von Strafzöllen und Androhung höherer Zölle gegen Deutschland strafbar gemacht?

HerrRettler: Es könnte eine Nötigung gemäß § 240 StGB vorliegen. Danach wird bestraft, wereinen Menschen mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt. Die bereits jetzt verhängten Zölle von 10 Prozent halte ich für straflos. Aber es wurde mit einem empfindlichen Übel gedroht, indem die Erhöhung der Zölle um 25 Prozent angekündigt wurde, falls nicht ein bestimmtes Verhalten erfolge, was hier darin liegen könnte, dass sich Deutschland nicht für den Verkauf Grönlands an die USA einsetzt. Zu prüfen ist immer auch Absatz 2, wonach die Tat rechtswidrig ist, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist. Das ist hier aber der Fall. Weiterhin ist auch der Versuch der Nötigung strafbar.

DieEinsicht: Liegt denn auch Erpressung vor?

HerrRettler: Das halte ich im Verhältnis zu Deutschland für problematisch, weil hier keine Vermögensverfügung abverlangt wird. Im Verhältnis zu Dänemark liegt es dagegen wohl anders.

DieEinsicht: Ist die deutsche Justiz überhaupt zuständig? 

HerrRettler: Gemäß § 3 StGB gilt das deutsche Recht für Taten, die im Inland begangen werden.

DieEinsicht: Aber wieso? Die Drohungshandlung ist doch in Amerika begangen worden.

HerrRettler: Nach § 9 Abs. 1 StGB ist eine Tat auch an dem Ort begangen, an dem der zum Tatbestand gehörende Erfolg eingetreten ist oder nach der Vorstellung des Täters eintreten sollte. Dies ist hier der Ort des erstrebten Eintretens der Bundesregierung für den Verkauf von Grönland an die USA.

DieEinsicht: Wird ein deutscher Staatsanwalt Ermittlungen gegen Donald Trump aufnehmen?

HerrRettler: Dies kann ich mir nicht vorstellen. Dem könnte auch Immunität der strafrechtlichen Verfolgung von Herrn Trump entgegenstehen.

DieEinsicht: Wäre die Tat dann gerechtfertigt?

HerrRettler: Nein, Immunität ist kein Rechtfertigungsgrund, sondern ein Strafverfolgungshindernis. Sie hat nicht die Rechtmäßigkeit der Tat zur Folge. Im Internet steht, dass Staatsoberhäupter aufgrund Völkergewohnheitsrecht genießen.Die Immunität schütze sie vor Strafverfolgung im Ausland. Ausnahmen bestünden ggf. bei schweren internationalen Verbrechen wie Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wo internationale Gerichte auch gegen amtierende Staatsoberhäupter vorgehen könnten.

DieEinsicht: Dann war unser Gespräch vergebens?

HerrRettler: Das sehe ich nicht so. Immerhin ist herausgekommen, dass die Androhung weiterer Strafzölle, um den Kauf von Grönland  durchzusetzen, ein tatbestandsmäßiges, rechtswidriges und schuldhaftes Verhalten darstellt. Die Nötigung ist Bestandteil des Kriminalstrafrechts. Mit ihrer Strafbarkeit ist ein moralisches Unwerturteil verbunden. Sie ist keine bloße Ordnungsvorschrift, wie Falschparken Dies sollte man bedenken, wenn man darüber spricht.

DieEinsicht: Herr Rettler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.


Verantwortlich: Dr. Wilhelm Rettler,  Bachstraße 22, 06886 Lutherstadt Wittenberg, 

Druck: Eigendruck.

Änderungen verboten. Zuschriften und Bestellungen an whrettler@web.de. Kosten entstehen nicht

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

 Gedenkveranstaltung in Meißen

  • 13:00 Uhr – Kranz- und Blumenniederlegung Ort: Mahnmal im Käthe-Kollwitz-Park / Kerstingstraße Ausrichter: Stadt Meißen, Oberbürgermeister Markus Renner Inhalt: Ansprache, stilles Gedenken, Kranzniederlegung

  • 14:00 Uhr – Andacht in der Nikolaikirche Ort: Nikolaikirche Meißen Ausrichter: Kirchgemeinde St. Afra Meißen

  • 15:00 Uhr – Gedenkgang Start: Nikolaikirche Inhalt: Rundgang zu Orten jüdischen Lebens und Stolpersteinen in Meißen

Sächsische Zeitung 20.01.2026:

„Die Verbrechen der Nationalsozialisten, der größte Zivilisationsbruch der Geschichte, der zeitlich nur ein Menschenleben her ist, und die Millionen Opfer, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden, dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Auch die Stadt Meißen will aufmerksam machen auf all das Furchtbare, das während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und anderswo geschehen ist“, so die Stadt Meißen in ihrer Terminankündigung.

Gleichzeitig lud sie die Bürgerinnen und Bürger Meißens dazu ein, sich dem Gedenken anzuschließen. „Gemeinsam wollen wir an das unermessliche Leid und Unrecht erinnern, das im Namen dieser Ideologie verbreitet wurde.“

Mittwoch, 14. Januar 2026

Niemals Allein! - Immer Gemeinsam!

Statement des Landesvorstandes der Linken Sachsen zum kommenden Demonstrationsgeschehen in Connewitz

Am 27. Dezember des vergangenen Jahres veröffentlichte die Gruppe „Lotta Antifascista“ im
Netz in Bild und Text einen Aufruf für eine Demonstration unter dem Motto „Antifa heißt Free
Palestine“ am 17. Januar in Leipzig-Connewitz. Im Aufruf wurde von Angriffen auf erkennbar
palästinasolidarische Menschen in Connewitz berichtet. Zugleich wurden als Schuldige
pauschal „Zionist*innen“, „Staatsräsonler“ und „Israel-Fetischist*innen“ ausgemacht, gegen die
sich die geplante Demonstration richte. 

Am Tag darauf wurde ein weiterer Aufruf von den
Gruppen „Handala Leipzig“, „Palästina Aktionsbündnis Leipzig“, „Students for PalestineLeipzig“und „Migrantifa Leipzig“ veröffentlicht, der auch von „Lotta Antifascista“ verbreitet wurde. Im weiteren Verlauf haben auch die BAG Palästinasolidarität, die AG Palästinasolidarität Dresden und der SDS Leipzig den Aufruf beworben. Er enthielt die Behauptung, der Stadtteil Connewitz sei kein „antifaschistisches Viertel“, sondern eine „rassistische No-Go-Zone“. Verantwortlich gemacht wurden „Antideutsche“, die in staatlichen und kulturellen Institutionen „Kriegspropaganda“ betrieben oder als „zionistische Schlägerbanden“ auf den Straßen Jagd auf palästinasolidarische Menschen machten. Als Feinde wurden namentlich unsere Stadträtin und Landtagsabgeordnete Jule Nagel, das mit der Linken verbundene Projekt linXXnet und das Jugendzentrum Conne Island markiert.

Die sächsische Linke ist solidarisch mit allen Gruppen und allen Kundgebungen, die gegen die Kriegsverbrechen und die völkerrechtswidrige Besatzungspolitik der israelischen Regierung, für die Rechte der Palästinenser:innen und für einen gerechten Frieden eintreten, der die Sicherheit und politische Selbstbestimmung sowohl der palästinensischen als auch der israelischen Bevölkerung garantiert. Wir verurteilen jede Form von Gewalt gegen Menschen, die sich friedlich für die Sache der Palästinenser:innen einsetzen. Um diese Sache geht es aber in den genannten Aufrufen nicht. Sie tragen auch nichts zu einer solidarischen Diskussion teilweise unterschiedlicher politischer Perspektiven in der gesellschaftlichen Linken bei. Sie verfolgen vielmehr den Zweck, durch Lügen und Verdrehungen simple Feindbilder zur produzieren, Menschen einzuschüchtern und die eigene Ideologie doktrinär als die einzig wahrhaft „linke“ und „antifaschistische“ durchzusetzen. 

Wir verurteilen insbesondere, dass unsere Genossin Jule Nagel und die im linXXnet tätigen Genoss:innen verunglimpft und bedroht werden. 
Die jüngsten Angriffe stehen in einer Reihe von Versuchen, unter dem Vorwand der 
„Palästinasolidarität“ unsere Partei zu spalten und ihr einen Kurs aufzuzwingen, der unseren 
programmatischen Grundsätzen widerspricht.

Wirkliche Solidarität mit den Menschen in Palästina ist für uns als Linke selbstverständlich. Wir treten ein „für eine friedliche Beilegung des Nahostkonfliktes im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung und damit die völkerrechtliche Anerkennung eines eigenständigen und lebensfähigen palästinensischen Staates auf der Basis der Resolutionen der Vereinten Nationen.“ So sagt es unser Grundsatzprogramm. 

Montag, 12. Januar 2026

Was ist los in Leipzig?

 Stadtvorstand der Linkspartei solidarisiert sich mit Linxxnet und Juliane Nagel

https://www.l-iz.de/leben/gesellschaft/2026/01/stadtvorstand-linkspartei-solidarisiert-sich-643412

"In Leipzig mobilisiert die Gruppe Handala zu einer Demonstration gegen Juliane Nagel, unsere direkt gewählte Abgeordnete. Im Fokus steht außerdem auch das LinXXnet als solidarischer Ort im Kiez.

Wir sagen klar: Der Angriff auf Jule und das LinXXnet ist ein Angriff auf uns alle.

Und wir sagen genauso klar: Es ist unmöglich und beschämend, dass Teile aus dem Umfeld unserer Partei gegen Jule mitmobilisieren oder solche Kampagnen befeuern. Wer das tut, stärkt nicht linke Politik, sondern spaltet und liefert Genoss*innen dem Hass aus."

https://www.dielinke-dresden.de/2026/01/solidaritaet-mit-jule-nagel/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_source_platform=mailpoet


https://wgt.ch/fenster-zu-palaestina-s/handala/

Sonntag, 11. Januar 2026

Wer hat das Recht, ein Land zu kaufen oder ...?

Hymne Grönlands


Unser Land, du wurdest so alt, dein Kopf ist bedeckt mit weißem Haar.

Du hieltest uns, deine Kinder, in deinem Schoß und gabst uns den Reichtum deiner Küsten.

Als mittlere Kinder der Familie gediehen wir hier, Kalaallit, wir wollen uns so nennen angesichts deines stolzen und ehrenwerten Kopfs.

Mit einer brennenden Sehnsucht entwickeln wir, was du uns gibst, erneuern es, Entfernen deine Hindernisse auf unsrem Streben nach vorne, vorne.

Der Weg gereifter Gesellschaften ist unser eifrig erstrebtes Ziel
Den Eindruck von Rede und Schrift möchten wir bewahren.

Demut ist nicht der Kurs, Kalaallit, wach auf und sei stolz!
Ein würdevolles Leben ist unser Ziel, beziehe tapfer Stellung.

Grafik: mit Hilfe von Copilot

Sonntag, 4. Januar 2026

Was ist Völkerrecht dann noch wert?

wikipedia: Big-Stick-Cartoon
US-Militär entführt Präsidenten von Venezuela und dessen Frau

Bei aller Kritik an der Person - geht das?

Linken-Chef Jan van Aken kritisiert den amerikanischen Militärangriff auf Venezuela. Auch andere deutsche Politiker verurteilen das Vorgehen der USA.