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Mittwoch, 14. Januar 2026

Niemals Allein! - Immer Gemeinsam!

Statement des Landesvorstandes der Linken Sachsen zum kommenden Demonstrationsgeschehen in Connewitz

Am 27. Dezember des vergangenen Jahres veröffentlichte die Gruppe „Lotta Antifascista“ im
Netz in Bild und Text einen Aufruf für eine Demonstration unter dem Motto „Antifa heißt Free
Palestine“ am 17. Januar in Leipzig-Connewitz. Im Aufruf wurde von Angriffen auf erkennbar
palästinasolidarische Menschen in Connewitz berichtet. Zugleich wurden als Schuldige
pauschal „Zionist*innen“, „Staatsräsonler“ und „Israel-Fetischist*innen“ ausgemacht, gegen die
sich die geplante Demonstration richte. 

Am Tag darauf wurde ein weiterer Aufruf von den
Gruppen „Handala Leipzig“, „Palästina Aktionsbündnis Leipzig“, „Students for PalestineLeipzig“und „Migrantifa Leipzig“ veröffentlicht, der auch von „Lotta Antifascista“ verbreitet wurde. Im weiteren Verlauf haben auch die BAG Palästinasolidarität, die AG Palästinasolidarität Dresden und der SDS Leipzig den Aufruf beworben. Er enthielt die Behauptung, der Stadtteil Connewitz sei kein „antifaschistisches Viertel“, sondern eine „rassistische No-Go-Zone“. Verantwortlich gemacht wurden „Antideutsche“, die in staatlichen und kulturellen Institutionen „Kriegspropaganda“ betrieben oder als „zionistische Schlägerbanden“ auf den Straßen Jagd auf palästinasolidarische Menschen machten. Als Feinde wurden namentlich unsere Stadträtin und Landtagsabgeordnete Jule Nagel, das mit der Linken verbundene Projekt linXXnet und das Jugendzentrum Conne Island markiert.

Die sächsische Linke ist solidarisch mit allen Gruppen und allen Kundgebungen, die gegen die Kriegsverbrechen und die völkerrechtswidrige Besatzungspolitik der israelischen Regierung, für die Rechte der Palästinenser:innen und für einen gerechten Frieden eintreten, der die Sicherheit und politische Selbstbestimmung sowohl der palästinensischen als auch der israelischen Bevölkerung garantiert. Wir verurteilen jede Form von Gewalt gegen Menschen, die sich friedlich für die Sache der Palästinenser:innen einsetzen. Um diese Sache geht es aber in den genannten Aufrufen nicht. Sie tragen auch nichts zu einer solidarischen Diskussion teilweise unterschiedlicher politischer Perspektiven in der gesellschaftlichen Linken bei. Sie verfolgen vielmehr den Zweck, durch Lügen und Verdrehungen simple Feindbilder zur produzieren, Menschen einzuschüchtern und die eigene Ideologie doktrinär als die einzig wahrhaft „linke“ und „antifaschistische“ durchzusetzen. 

Wir verurteilen insbesondere, dass unsere Genossin Jule Nagel und die im linXXnet tätigen Genoss:innen verunglimpft und bedroht werden. 
Die jüngsten Angriffe stehen in einer Reihe von Versuchen, unter dem Vorwand der 
„Palästinasolidarität“ unsere Partei zu spalten und ihr einen Kurs aufzuzwingen, der unseren 
programmatischen Grundsätzen widerspricht.

Wirkliche Solidarität mit den Menschen in Palästina ist für uns als Linke selbstverständlich. Wir treten ein „für eine friedliche Beilegung des Nahostkonfliktes im Rahmen einer Zwei-Staaten-Lösung und damit die völkerrechtliche Anerkennung eines eigenständigen und lebensfähigen palästinensischen Staates auf der Basis der Resolutionen der Vereinten Nationen.“ So sagt es unser Grundsatzprogramm. 

Samstag, 3. Februar 2024

#WirSindDieBrandmauer

https://wir-sind-die-brandmauer-dresden.org/
Das überparteiliche Aktionsbündnis „Wir sind die Brandmauer Dresden“ hatte für den 3. Februar 2024 um 13:00 Uhr auf dem Theaterplatz zu einer Großdemonstration für Demokratie aufgerufen



Teilnehmer-Fotos: Rode

Tribüne auf dem Theaterplatz

Pirnaischer Platz
MDR (17:00): In Dresden schlossen sich 160 Initiativen und Organisatoren unter der gemeinsamen Losung zusammen und nach Schätzungen von Reportern beteiligten sich mehr als 10.000 Menschen an einem Demonstrationszug durch die Innenstadt. Die Organisatoren sprechen von 30.000. Es ist schon ein gutes Gefühl, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Und es waren vor allem junge Menschen, die sich gegen Rassismus und für eine Erhaltung der Demokratie einsetzen.


Von der Brühlschen Terrasse aus gesehen



Sonntag, 21. Januar 2024

Gemeinsamkeit tut gut

Dresden gegen AfD

Schon in der Straßenbahn und im Bus von Radebeul nach der Landeshauptstadt war zu sehen, dass heute am Sonntag außergewöhnlich viele Menschen unterwegs waren. Und es war auch deutlich zu sehen und zu hören, wohin sie wollten.

Und der Schlossplatz war auch voller Demonstranten, vor allem junge Leute, aber auch Ältere und Kinder. Auch der Zugang zum Theaterplatz, die Albert-Brücke und die Brühl´sche Terrasse waren dicht gefüllt. Gute Stimmung. Bissige Sprüche auf den Plakaten gegen die AfD. Parteiübergreifende Einigkeit. Denkt nach, Wählerinnen und Wähler. Diese Partei, die sich hinterhältig Alternative für Deutschland nennt, ist keine gute Alternative für das krisengeschüttelte Land. Chaos und Hass wären die Folgen, wenn die an die Macht kämen. Das waren die grundsätzlichen Aussagen der Protestierenden.

19:30 lagen erste geschätzte Zahlen zu den Teilnehmern in Leipzig, Chemnitz und Görlitz vor. Und hier in Dresden sollen es etwa  25.000 gewesen sein. Inzwischen (22.01.24) vermelden die weiteren Schätzungen ca. 40.000. Das macht Hoffnung und das festigt auch das persönliche Gefühl für neue Festigung der Demokratie in unserem Land.
Nun muss sich diese Manifestation auch noch an den Wahlurnen niederschlagen, denn nur dort kann die AfD letztlich in die Schranken gewiesen werden.

Ein Freund, der auch lange links gewählt hat und jetzt diesbezüglich zunehmend in Zweifel gekommen ist, fuhr mit mir nach Dresden. Und er fragte mich unter dem tiefen Eindruck der Veranstaltung: Warum hat die LINKE.Meissen nicht zur gemeinsamen Teilnahme aufgerufen? Es wäre doch gerade jetzt so wichtig, die linken Wählerinnen und Wähler sichtbar zusammen zu führen, um politische Aussagen zu Treffen. Aber darauf konnte ich ihm nicht antworten.

Wir stehen knapp vor 12 Uhr im Kampf gegen einen erneut aufkeimenden Faschismus, den die Massen 1933 genauso ahnungslos geschluckt haben, wie sie ihn heute schlucken könnten, nur, dass er noch raffinierter und heimtückischer geworden ist.
Und wenn die DIE LINKE nicht gerade auch an der Basis energisch und gemeinsam dagegen  aufsteht, wird sie wenigstens bei den diesjährigen Wahlen eine ernsthafte Quittung erhalten. denn es geht nicht nur um "Radweg oder Parkplatz" (https://www.dielinke-meissen.de/).

Fotos: Rode

Nachtrag:

Inzwischen kamen Informationen aus Meißen, dass der Verein Buntes Meißen am Montag eine erfolgreiche Demonstration gegen die AfD organisiert hat. Kreisrat Sören Skalicks und der Landesvorsitzende Stefan Hartmann wurden besonders hervorgehoben.




Montag, 6. November 2023

Rüstungswahnsinn stoppen – Zukunft friedlich u. gerecht gestalten

Aufruf zur Demonstration in Berlin am Samstag, 25. November 2023

Auftaktkundgebung: 13 Uhr, Brandenburger Tor, Platz des 18. März

anschl. Rundkurs durch die Stadt, wieder zurück zur

Abschlusskundgebung: 15 Uhr, Brandenburger Tor, (Ende: ca. 16 Uhr)
Aufruf und Unterzeichner unter https://nie-wieder-krieg.org/

Unterschrieben u. a. von Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender Die Linke; Rolf Becker, Schauspieler; Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Armutsforscher; Daniela Dahn. Schriftstellerin; Gregor Gysi; Dr. Margot Käßmann, ehem. Ratsvorsitzende der EKG; Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz; Dr. Michael von der Schulenburg, Diplomat; Sahra Wagenknecht; Dirk Zöllner, Musiker, Sänger …


Also auf nach Berlin, ein Bus steht bereit!

Abfahrtsorte und –Zeiten

* Hohnstein, Sitz Puttrich-Reisen 08.00 Uhr
* Pirna, Parkhaus Königsteiner Straße 08.30 Uhr
* Heidenau, Bahnhof-Nord 08.45 Uhr
* Bahnhof Dresden-Neustadt 09.10 Uhr
* Berlin, Nähe Brandenburger Tor ca. 12.00 Uhr

Rückfahrt zwischen 16.30 u. 16.45 Uhr

* Ankunft Dresden-Neustadt ca. 20.00 Uhr

Anmeldung Rainer Böhme, 0176 55934194 / boehme.sebnitz@t-online.de
(Bitte Personenzahl und Tel. Nr. angeben)
Preis: 25 €/Person, 15 € (Schüler und Empfänger Bürgergeld)



Freitag, 20. Oktober 2023

Friedens-Demo in Radebeul

Es gibt keinen idealen Frieden in dieser Welt, aber Krieg macht alles kaputt    

Ortsvorsitzende
Jana Bachmann
Gestern trafen sich am Goldenen Anker in Radebeul knapp 30 Menschen aus der Umgebung, um gegen den Krieg in der Welt, nicht zuletzt in der Ukraine und in Israel, zu demonstrieren. Immerhin - es gibt noch welche, die an Vernunft und Gewaltlosigkeit appellieren. 
Manuela Riemer mit Gästen aus
Meißen: Monika und Andreas Graff

DIE LINKE hat als selbsternannte Friedenspartei in der letzten Zeit nur wenig an Überzeugungskraft gewinnen können. Aber es muss wieder ihr Alleinstellungsmerkmal sein!

Kreisvorsitzender Ulrich Köhler
am luftgefüllten Friedenspanzer


Fotos: Rode

Sonntag, 16. Oktober 2022

Bündnis "Jetzt reicht`s"

Demonstration am 15. 10. 2022 in Leipzig

Proteste gegen Energiekrise und Krieg sind dringend erforderlich. Aber mit solchen Losungen geht leider auch ein Stück Demokratie verloren. Wie kann man jemandem gerade bei solchen Demonstrationen den Mund verbieten. Innerhalb der gesellschaftlichen Linken gibt es immer noch zu wenige klare Positionen und vorwärtsweisende Debatten. Statt der angemeldeten und erwarteten 10.000 Demonstranten sollen nur 2.000 auf den Leipziger Augustusplatz gekommen sein. Wen wundert es? Einen gehörigen Anteil bildete eh die Antifa, die nicht gerade für gute Sitten und eine friedliche Auseinandersetzung bekannt ist.

Sonntag, 27. Februar 2022

Beendet den Krieg!

Mehrere Tausend Demonstranten in Dresden

Sicher: Das Erscheinungsbild einer solchen Veranstaltung ist widersprüchlich. Viele Emotionen. Tiefe Betroffenheit und sichtbare Angst. Wut und Verbitterung. Unklare Informationslage. Der Krieg muss beendet werden. Gewinnen wird ihn keiner. Aber es macht auch ein wenig Mut, wenn so viele Menschen andachtsvoll beieinander stehen. Noch während der Veranstaltung wurde bekannt gegeben, dass Putin für die strategischen Abschreckungskräfte eine spezielle Form der Alarmbereitschaft befohlen hat.

Bei aller Erregung und Abscheu: Krieg lässt sich nur durch gemeinsamen Frieden bekämpfen. Stoppt die Kämpfe!







Eine einseitige Schuldzuweisung bringt keinen  Frieden. Putin muss seine Truppen zurückziehen und Völkerrecht gelten lassen. Die NATO muss ihre Bedrohungsszenerie abbauen. Frieden geht nicht ohne Kooperation.
Die Situation in der Ukraine war und ist vielfältig und ausgesprochen kompliziert, in fernerer und näherer Geschichte. Nun hat der Großmachtchauvinist Putin mit der militärischen Intervention alles noch viel schlimmer gemacht.

Fotos: Rode


Donnerstag, 24. Februar 2022

Sonntag, 1. März 2020

Gesicht zeigen

Weitere Foto-Impressionen der gestrigen Demonstration in Weinböhla




Herzlich willkommen - Satire-Partei "DIE PARTEI"
Da ist mehr als eine Straße dazwischen...

Grüße von Dresden nazifrei

LINKE-Delegation aus Coswig


Andreas Graff - Urgestein der LINKEN.Meißen





Sven Böttger von Coswig - Ort der Vielfalt, CDU

DIE LINKE.Riesa und Mitglieder des Kreistages














Auch mal hier anklicken:

https://dresden-nazifrei.com/2020/02/26/kundgebung-gegen-den-landesparteitag-der-afd-in-weinboehla/

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/meissen/afd-272.html

Fotos: Rode




Samstag, 29. Februar 2020

Sie sollen wissen: Wir sind die demokratische Mehrheit!

Demonstration in Weinböhla gegen Demagogie und Rassismus


Die Initiative "Weinböhla hilft", weitere Bürgerbewegungen und Parteien schlossen sich an und wenigstens 300 Menschen kamen zur Demonstration auf dem Kirchplatz. Auch Abgeordneten aus dem Landtag, dem Bundestag und dem Europaparlament war es wichtig genug. Gute Stimmung und klare politische Ansagen charakterisierten das Geschehen. Den Parteitagsdelegierten der AfD sollte klar vor Augen geführt werden, dass sie im Widerspruch zur demokratischen Öffentlichkeit stehen. Rassismus und Nationalismus dürfen nicht unwidersprochen bleiben und sich weiter entfalten.


Pfarrer Bernd Oehler
  Buntes Meißen
Erik Christopher Richter
DIE LINKE.Meißen, Vorsitzender







Robert Keller, Weinböhla hilft e.V.

Anna Gorskih
DIE LINKE, MdL
 
Susanne Rüdrich, SPD, MdB
Anna Cavazzini
B90/GRUENE, MdE

Dr. Cornelia Ernst, DIE LINKE, MdE
Daniel Borowitzki, DIE LINKE.Meißen
Sören Skalicks
Buntes Meißen











Fotos: Rode

Sonntag, 24. März 2019

#aufstehen-Demo am 27. April 2019

Am Elbe-Day in Torgau

Am 25.04.2019 ist wieder der Elbe-Day, der Tag, an dem sich 1945 die sowjetischen und amerikanischen Streitkäfte zum ersten Male begegneten. Die Torgauer "#Aufsteher" wollen dieses Tages am Samstag, den 27.04.2019 mit einer Demonstration gedenken. Gerade jetzt, da die USA den INF-Vertrag gekündigt haben, Truppenbewegungen der NATO an die russische Westgrenze verstärkt werden und allgemein eine "Bedrohung" durch Russland herbeigeredet wird, sollte dieser Tag mit einem deutlichen Zeichen begangen werden. Also schaut, das ihr eure Teilnahme ermöglicht.


Um besser lesen zu können bitte anklicken.

Es geht ab 11.00 Uhr los an der Elbbrücke in 04886 Torgau, Brückenkopf 1.

Sonntag, 13. Januar 2019

Europa-Parteitag der Afd in Riesa

9446 Schritte für "AfD? Adé!"

Rückblick von
Ursel Windsheimer

Es war laut, kalt und nass, viele junge Leute, teils mit Kindern, aber auch Ältere, Musik handgemacht oder aus dem Lautsprecher - so habe ich die Demo wider die AfD in Riesa erlebt.

Bereits auf dem Bahnsteig in Coswig das ungewohnte Bild von Polizei! Auch der von Dresden kommende Zug war mit reichlich Polizisten besetzt. Bei der Einfahrt in den Riesaer Bahnhof sah es noch wie weniger Demonstranten als Polizisten aus ... Aber zusehens kamen mehr und mehr Demonstranten.

Die Begrüßungsdemo mit Sprechern der verschiedenen Unterstützer lieferte die ersten Argumente gegen die rassistische, fremdenfeindliche und antidemokratische AfD. Beim anschließenden Zug durch die Stadt wurden die vielen Zuschauer aus den Fenstern per Sprechchor aufgefordert, sich anzuschließen. Lautstark wurden immer wieder Antifa–Losungen skandiert. Bei den vielen schwarz gekleideten Teilnehmern setzen bunte, kleine Transparente einen Farbtupfer. Auch selbst gemalte Plakate fanden sich wie: Besser Nudelsuppe (Tüte Riesaer Nudeln daneben) als Nazitruppe! Und immer wieder ertönte: Refugees Welcome! Aus den Fenstern wurde teils gewunken, oft gefilmt oder fotografiert, aber auch distanziert oder gespannt geschaut.


An der Sachsenarena war von den Adressaten nichts zu sehen. Eine Reiterstaffel, viel Polizei und im Hintergrund Wasserwerfer sollten das Gefühl von Sicherheit geben. Es blieb auch vorwiegend friedlich Die Redner in Sichtweite zu dem AfD–Parteitag sprachen nochmals den bedenklichen Rechtsruck in unserer Gesellschaft und auch in Europa an. Lasst euch nicht blenden von dieser Partei, schützt die Demokratie und entlarvt den Rassismus in der Programmatik der AfD! Das haben nicht nur die Redner. sondern auch die vielen Teilnehmer zum Ausdruck gebracht.

Fotos: Ursel Windsheimer

Samstag, 17. November 2018

#noPolG

Aufruf

zu einer Demonstration 
gegen das Sächsische Polizeigesetz in Dresden, Wiener Platz, 17.11.2018, 14:00


Donnerstag, 26. Juli 2018

Stell Dir vor, Du ertrinkst und keiner darf Dir helfen!

Aufruf der LINKEN.Dresden

von Rita Kunert

Laut UN Angaben sind seit dem Jahre 2014 mindestens 16.000 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Seit die Seenotretter*innen festgesetzt sind, sind mehr Menschen gestorben als in den Monaten davor. Weniger Rettungsboote bedeuten nicht, dass weniger Menschen den Weg über das Mittelmeer wählen. Menschen bewusst Sterben zu lassen um einen vermeintlichen Abschreckungseffekt zu erzeugen ist schlicht unmenschlich und verantwortungslos. Und während die EU Seenotretter*innen kriminalisiert, finanziert sie Folterlager in Libyen, die einzig und allein dem Zweck dienen, Menschen, die vor Hunger und Krieg fliehen, von Europa fern zu halten. Die Regierungen in Europa, vor allem Deutschland, Polen, Ungarn, Österreich und Italien verwandeln der Kontinent in eine Festung.

 Auch aus Dresden waren Seenotretter*innen mit der „Mission Lifeline“ unterwegs. Heute liegt das Schiff im Hafen von Malta fest. Der Kapitän steht vor Gericht. Pegida darf die Menschen laut Gerichtsurteil als „Schlepper“ bezeichnen und ungeniert auf dem Neumarkt tausendstimmig „Absaufen“ skandieren. Dabei haben die Menschen, die mit dem Schiff unterwegs waren, nichts weiter getan, als Menschen aus Seenot zu retten und sie in sichere Häfen zu schaffen, in Häfen wo ihr Leben sicher ist. Und das ist es in Libyen nicht. Das sind keine Ammenmärchen, sondern Tatsachen, die auch Diplomat*innen unseres Landes bestätigt haben.

 Worüber wir nicht so gern reden: Der Reichtum unseres Kontinents fußt zu einem nicht geringen Teil auf der Zerstörung der Lebensgrundlagen der Menschen, die heute an unsere Tür klopfen. Europäisches billiges Gemüse zerstört die Landwirtschaft in Afrika, europäische Fangflotten fischen an Afrikanischen Küsten, Trinkwasser in Flaschen aus Europa wird als teures Gut in Afrika gehandelt. Textilien aus Altkleidercontainern werden aufgehübscht in Afrika verkauft und rauben Menschen, die Kleidung herstellen, jede Chance darauf, ihr Leben zu bestreiten. Und da sprechen wir noch gar nicht von den Menschen, vor Krieg und politischer Verfolgung fliehen. Hören wir also auf, die Menschen, die zu uns kommen, abzuweisen. Es sind nicht sie, die unser Leben kompliziert machen. Es ist die Gesellschaftsordnung in der wir alle leben, die wir nur gemeinsam verändern können.

Am Sonntag, dem 29.07. findet auch in unserer Stadt eine Demonstration unter dem bundesweiten Label „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ statt. 
Los geht es 14:00 Uhr am Alaunplatz. 


Mehr Infos unter:
Facebookveranstaltung Dresden  https://www.facebook.com/events/370241906836667/
allgemeine Infoseite: https://seebruecke.org/wp/