Manchmal treibt Demokratie schon erstaunliche Blüten
Das wollte ich so nicht glauben. Aber Sahra Wagenknecht hat sich doch offenbar mehrfach und öffentlich für eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen und die bisherige „Brandmauer“-Strategie deutlich kritisiert. Darauf verweisen u.a. Recherchen mit Copilot (13.03.2026). Sie bezeichnete die Ausgrenzung der AfD als „demokratischen Irrweg“ und plädierte dafür, Koalitionen oder Regierungsbeteiligungen der AfD nicht mehr grundsätzlich auszuschließen.
Wenn ich auch bisher durchaus Achtung für die mutigen Politikerin hatte, kommen mir jetzt Zweifel auf, ob ich da noch mitgehen kann. Eine solche Kooperation würde die politische Landschaft in Deutschland radikal ändern und vielleicht auch weitgehendunkontrollierbar machen. Sie argumentiert, dass Ächtung und Ausgrenzung Radikalisierung fördern. Das mag vielleicht stimmen. Aber was heißt es, dass man der AfD trotz der sichtbaren rechtsextremen Tendenzen vieler ihrer Führungskader "nicht mehr kategorisch die Tür verschließen" solle. Werden damit die laufenden Untersuchungen des Verfassungsschutzes ignoriert? Wie kann ich das für die politische Praxis interpretieren?
Ich bin gespannt auf eine weitere öffentliche Diskussion insbesondere aus linker Sicht. Und wie stellt sich die Basis des BSW dazu? Vertritt sie solche Auffassungen allein? Oder gibt es innerparteilichen Widerstand?
G. Dietmar Rode, Blogger
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