Orientierung

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Mittwoch, 21. Januar 2026

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

 Gedenkveranstaltung in Meißen

  • 13:00 Uhr – Kranz- und Blumenniederlegung Ort: Mahnmal im Käthe-Kollwitz-Park / Kerstingstraße Ausrichter: Stadt Meißen, Oberbürgermeister Markus Renner Inhalt: Ansprache, stilles Gedenken, Kranzniederlegung

  • 14:00 Uhr – Andacht in der Nikolaikirche Ort: Nikolaikirche Meißen Ausrichter: Kirchgemeinde St. Afra Meißen

  • 15:00 Uhr – Gedenkgang Start: Nikolaikirche Inhalt: Rundgang zu Orten jüdischen Lebens und Stolpersteinen in Meißen

Sächsische Zeitung 20.01.2026:

„Die Verbrechen der Nationalsozialisten, der größte Zivilisationsbruch der Geschichte, der zeitlich nur ein Menschenleben her ist, und die Millionen Opfer, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden, dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Auch die Stadt Meißen will aufmerksam machen auf all das Furchtbare, das während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland und anderswo geschehen ist“, so die Stadt Meißen in ihrer Terminankündigung.

Gleichzeitig lud sie die Bürgerinnen und Bürger Meißens dazu ein, sich dem Gedenken anzuschließen. „Gemeinsam wollen wir an das unermessliche Leid und Unrecht erinnern, das im Namen dieser Ideologie verbreitet wurde.“

Mittwoch, 17. April 2024

Buntes Meissen

Meißen bewegt sich - Für Anstand, Menschenwürde und Demokratie

Am Montag dem 22.04.2024 werden wir gemeinsam in Meißen auf die Straße gehen. Unter diesem Motto wollen wir uns miteinander auf die Altstadt von Meißen zubewegen. Wir starten auf der Elbwiese bei der Eisenbahnbrücke und gehen dann Richtung Markt. Vor 10 Jahren wollten die Reichsbürger die Elbauen unter der Burg besetzen - dagegen hat sich 2013 das Bunte Meißen gegründet. Dort beginnt unser Weg. Wir werden musikalisch geleitet von einem Seitenprojekt der Banda Comunale aus Dresden, den "Fiatelle Brasstiraden". Begleiten werden uns auch die Meißner Stimmen, die bei der Abschlusskundgebung an der Elbe zu hören sind.
„Die Meißner Stimmen sind Menschen aus Meißen, denen es zu wenig ist, nur gegen etwas zu sein. Wir wollen Meißen als lebenswerte Stadt für alle gestalten. Wir haben uns Anfang des Jahres als loses Bündnis gegründet, das allen zivilgesellschaftlichen Akteuren, lokalen Institutionen und Unternehmen sowie Privatpersonen ermöglicht, mitzuwirken, sofern sie sich im gemeinsamen Selbstverständnis wiederfinden. Wir wollen motivieren, sich einzubringen und wählen zu gehen – immer mit den Grundpfeilern „Demokratie“ und „Menschenwürde“ im Blick.
Im Rahmen der Kundgebung“ Meißen bewegt sich - Für Anstand, Menschenwürde und Demokratie“ laden wir euch ein, bei unserer „Fotokratiebox“ eure Gedanken zu Demokratie und Beteiligung in Meißen sichtbar zu machen. Wir sind gespannt auf eure Foto- und Videostatements.“
Wann: 22.04.2024
Wo: Elbauen, Marktplatz Meißen
Beginn: 18:00 Uhr
Ablauf: 18:00 Uhr Start Parkplatz Elbe Eisenbahnbrücke – Ankunft ca. 18:45 Uhr Parkplatz Altstadtbrücke – Die Route wird noch bekannt gegeben – Abschlusskundgebung bis ca. 19:30 Uhr
Angemessene Fahnen, Transparente, Kerzen, Flyer dürfen mitgebracht werden. Die Abschlusskundgebung befindet sich noch in der Planung. Wenn Sie, wenn Ihr uns bei der Durchführung unterstützen wollt oder eventuell sogar einen Redebeitrag halten möchtet, welcher dem Thema dieser Kundgebung und den Werten, die wir als Buntes Meißen e.V. vertreten entspricht, dann kontaktiert uns einfach.
Zum Geläut von Dom und Frauenkirche findet parallel 18:00 Uhr das wöchentliche Friedensgebet in der Meißner Frauenkirche statt, zu welchem die Kirchgemeinde St. Afra jede und jeden einlädt. Die Teilnehmer des Friedensgebets sind eingeladen, sich danach unserem Aufzug anschließen.

Montag, 25. Mai 2020

Meißen könnte noch mehr aufblühen

Blick vom Elberadweg auf die Meißner Burg/Foto: Rode
Landesgartenschau - Ideen eines Linken im Stadtrat

Das Thema ist nicht neu. Im Jahr 929 wurde die Burg Misnia als Markgrafensitz gegründet und deshalb nennen die Meißner ihre Stadt auch gern "die Wiege Sachsens". Seit mindestens Anfang 2019 wurde auch im Stadtrat diskutiert, dass das in besonderer Weise in der Öffentlichkeit stehen sollte. 

Der linke Bauunternehmer und Stadtrat Ingolf Brumm hat nun in einem Interview für die Sächsische Zeitung Ausgabe Meißen, 25. Mai 2020, S. 8) vorgeschlagen, dass es ein "Meilenstein für die 1.100 Jahrfeier" sein könnte, wenn hier eine Landesgartenschau ausgerichtet würde. Gute Sache, finde ich. Und die Ideen, die er bereits vorab skizziert, könnten zu einer ganz besonderen gartenbaulichen Attraktion führen, "die alle vorherigen um Längen schlägt".

Freitag, 1. Mai 2020

Kleine Demo mit wichtiger Ausstrahlung

Mittags 12:00 auf dem Heinrichsplatz
Zum 1. Mai 2020 in Meißen

Tief beeindruckt standen wir mitten in der kleinen mutigen Truppe der Linksjugend. Mit jugendlicher Frische, Plakaten und wehenden Fahnen, aber auch mit Mund- und Nasenmasken und dem gebotenenen Anstand, stellten sie sich an einem Informationstisch den Fragen der Meißner.


Jakob, der Initiator, brachte Ausdruck, 
„dass es nicht nur trotz, sondern gerade wegen Corona wichtig ist, auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. Hier und jetzt zeigt sich, dass ausgerechnet in den Berufen, die für unser aller Leben wichtig sind, viel zu schlechte Löhne bezahlt werden und, dass die Kosten der Corona-Krise in Form von Mehrbelastung und Gehaltseinbußen die einfachen Angestellten, Selbstständigen und kleinen Unternehmer am härtesten treffen. Es kann nicht sein, dass hauptsächlich diese den Kampf gegen die Krise bezahlen sollen, während andere absurd hohe Dividenden einstreichen."
Petra Franz-Bohn und Monika Graff
Fotos: A. Graff


Nachtrag: Inzwischen hat meissen tv auf diese Demo reagiert:  https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/12174/Links_Jugend_Demo_1_Mai.html

Donnerstag, 26. März 2020

Organisierte Hilfe in Meißen

Herr Kubera, Leiter des Obdachlosenheimes
und Olli Markert von der Bürgerinitative
Foto: Graff
Solidarität zu aktiven Widerstand gegen den Corona-Virus


Die Aktivitat entstand in der Bürgerinitiative "Bürger für Meißen–Meißen kann mehr". Ihre Mitglieder, vor allem Frauen, organisierten die Selbstanfertigung von Mundschutzmasken Die Handanfertigung  läuft auf Hochtouren, koordiniert durch den Vorsitzenden der Bürgerinitiative Dr. Walter Hannot, welcher selbst aktiv die Mundschutzmasken mit an Pflegeheimen usw. verteilt.

Heute Vormittag besuchten wir das Obdachlosenheim Meißen in der Ehrlichstraße. Wir sprachen dem Leiter Herrn Kubera und seinem Team unseren herzlichen Dank für Ihr Engagement in der Betreuung der obdachlosen Menschen aus. Olaf Markert ist Mitglied im Kreisvorstand DIE LINKE.Meißen. Er übergab 20 der selbstgefertigten Mundschutzmasken. Mit Freude bedankte sich Herr Kubera auch im Namen der fünf Betreuer, welche sich sehr um das Wohlbefinden der Obdachlosen bemühen.

Andreas Graff
Mitglied der Bürgerinitiative Meißen
Stadtrat und Kreisrat für DIE LINKE. Meißen

Gebrauchshinweise der der Schutzmasken

- bei Gebrauch am Nasenrücken festbiegen
- nach Gebrauch Maske abnehmen - dabei nicht ins Gesicht fassen!
  und 5 Minuten auskochen und trocknen lassen
- 20 Sekunden Hände Waschen
- danach Gesicht gründlich abwaschen 

Montag, 27. Januar 2020

Nicht vergessen!

Heute jährt sich zum 75. Mal die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

An verschiedenen Orten des Landkreises Meißen werden deshalb heute Gedenkveranstaltungen stattfinden: 

 - In Radebeul wird das 16.30 am Denkmal auf dem Rosa-Luxemburg-Platz sein. 17:30 stellen Schülerinnen und Schüler ihre Erlebnisse und Eindrücke im Kulturbahnhof (Radebeul, Sidonienstraße) dar, die sie bei einer Studienfahrt nach Auschwitz gesammelt haben.
- In Coswig treffen sich wie in den Jahren zuvor Stadträte und Bürger 11.30 am Gedenkstein in der Bahnhofstraße.
- In Riesa findet ein Gedenken im Ehrenhain Zeithain statt und das Stadtmuseum eröffnet die Ausstellung "Die nationalsozialistischen Euthanasie-Morde".
- In Meißen wird 13:30 eine Veranstaltung an der Mahn- und Gedenkstätte am Käthe-Kollwitz-Park sein. Daran nimmt auch der Landesvorsitzende der LINKEN.Sachsen Stefan Hartmann teil. Anschließend ist das traditionelle Gedenken in der Nikolai-Kirche.

Montag, 30. Dezember 2019

Trauer um Ehrenbürger von Meißen

Foto: Rode
Statement von Meißner Stadträten der LINKEN

Mit großem Bedauern haben wir die Nachricht des Todes von Peter Schreier aufgenommen. Er war nicht nur ein begnadeter Sänger sondern ein wahres Kind der Stadt Meißen, der er trotz seiner Weltkarriere immer verbunden blieb. 
Nach der Wende war er Mitbegründer von "Rettet Meißen jetzt" - ohne ihn könnten wir heute wohl nicht diesen Glanz genießen. 
Er war zeitlebens ein kritischer Geist und ist deshalb zu Recht einer der renommiertesten Ehrenbürger unserer Stadt. 
Wir sprechen seiner Familie unser Mitgefühl aus und werden dafür sorgen, dass sein Werk in Ehren gehalten wird und wir seines Namens in würdiger Art und Weise in Meißen gedenken werden. 

Tilo Hellmann, Ingolf Brumm, Andreas Graff

Anmerkung:

Auf dieses Statement bezog sich heute in positiver Weise ein Artikel der Sächsischen Zeitung (30.2.2019, S. 1). Kritik wurde dort allerdings gegenüber der Stadtverwaltung geübt. Unter den Überschriften "Peter Schreier vergessen" (S. 1) und "Rathaus ignoriert Tod von Ehrenbürger Peter Schreier" stand dort u.a.:
"Aus dem Rathaus lag der SZ bis zum Sonntagvormittag kein offizielles Statement zum Tod des großen Sohnes der Stadt vor. Auf der Internetseite stammt der letzte Eintrag vom 23. Dezember. Ähnlich hält es sich mit dem Facebook-Account der Stadt. Auch her wird keine Notiz vom Ableben des Ehrenbürgers genommen. Dagegen gibt es am 27. Dezember mit dem Label "entspannt" sowie Smiley "Anregungen für die Zeit zwischen den Feiertagen und auch Silvester-Veranstaltungen.." 
Wer soll das verstehen?

Samstag, 10. August 2019

Bisherige Wahlprognosen für den Landkreis Meißen

CDU und AfD im Kopf-an-Kopf-Rennen

In der gestrigen Sächsischen Zeitung wurde unter der Überschrift "AfD liegt im Landkreis Meißen immer noch knapp vorn" eine bemerkenswerte Sicht eröffnet.  

DIE LINKE, SPD und GRUENE wirken abgeschlagen - selbst wenn man ihre Ergebnisse formalistisch zusammen zählen würde (Riesa: 31,5, Großenhain: 26,0, Meißen: 35,0, Radebeul: 36,0). Kommt da noch was? Oder richtet man sich schon auf die Zeit danach ein?

Sächsische Zeitung, Ausgabe Dresdner und Meissner Land, 09. August 2019, S. 7



















Riesa ist nach wie vor die Hochburg für DIE LINKE im Landkreis Meißen. Allerdings lagen bei der vorangegangenen Landtagswahl 2014 die Ergebnisse noch bei 26,1% (Erststimmen für Uta Knebel) und 21,1% (Zweitstimmen). Die CDU hatte damals mit Geert Mackenroth noch 39,0 bzw. 39,6%. Die AfD erreichte nur 9,6 bzw. 10,2%.

Dienstag, 11. Juni 2019

Literaturfest in Meißen

Vorlesen ist gemeinsames Denken - und das tut heutzutage Not

Zu Pfingsten fand wieder das traditionelle Literaturfest in Meißen statt. Prominente lesen aus populären Büchern. Das finde ich sehr gut. Als Dozent für Rhetorik sage ich das mal so: Beeindruckendes Vorlesen gehört zu den kleinen, aber beachtlichen Künsten - und das kann nicht jeder. 

Besonders erfreulich ist für mich deshalb, dass auch wieder Vertreter der LINKEN mitwirkten: Franz Sodann, Mitglied des Sächsischen Landtages und Schauspieler, und Tilo Hellmann, Ortsvorsitzender der LINKEN in Meißen. Sie lasen aus dem Erinnerungsbuch von Regine Hildebrandt. Und Andreas Graff hat sie dabei fotodokumentiert. Danke dafür.

Wenn ich im Vorfeld nach einem Wunsch für dieses Literaturfest gefragt worden wäre, hätte ich "Ein Leben ist zu wenig" von Gregor Gysi genannt. Damit war er erst kürzlich im Zentralgasthof in Weinböhla und hatte großen Publikumszuspruch. Allerdings ging das irgendwie an der LINKEN im Landkreis vorbei. 

Aber möglicherweise war es als eine Art der Solidarität gemeint, wenn sich Vertreter der LINKEN einer viel zu früh verstorbenen (2001) Prominenten der sterbenskranken SPD zuwenden. Und vielleicht hilft es auch irgendwie. 

Und da kommt mir eine Idee. Es wäre doch auch für die LINKE.Meißen ganz gut, sich ab und zu gegenseitig vor zu lesen. Es muss ja nicht immer Marx sein, dessen 200. Geburtstag wir in diesem Jahr feierten. Ich denke da z.B. an "Fünf Jahre unter Linken. Über einen Selbstversuch" (2014) von Gerhard Besier, wohl wissen, dass nicht alle Mitglieder unserer Partei dieses immer noch aktuelle Buch kennen wollen.

Freitag, 3. Mai 2019

Das ist der Gipfel!!!

Offener Brief von Stadtrat Andreas Graff (DIE LINKE) an den Oberbürgermeister von Meißen

Große Kreisstadt Meißen                                               Meißen, 2. Mai 2019  
Oberbürgermeister
Herr Olaf Raschke
Markt 1
01662 Meißen

Sehr geehrter Herr Raschke,

ich richte mich mit einem offenen Brief per Mail, mit der dringenden Bitte und For-
derung an Sie, sofort eine Tonnage Begrenzung auf dem Plossen S177 zu veranlassen.
Mehrmals haben Stadträte auf die gefährliche Situation (siehe 5. Anlage) aufmerk-
sam gemacht.
Ihre Entscheidung: Keine Tonnage Begrenzung. Fest steht, dass es nach wie vor eine sehr ernst zu nehmende Gefahr für schwere Verkehrsunfälle und damit auch für Menschenleben besteht.

Foto: Graff
Am 29. April gegen 8.45 Uhr kam es  wiederum zu einem Stau auf dem Plossen.
Von BürgerInnen gerufen, stand ich ca. 20- 30 Minuten bergabwärts in diesem.
Mehrere PKW lenkten aus dem Stau heraus um und fuhren bergauf davon. So gelang
ich langsam in das Bereich der Plossenkurve, wo ein Sattelschlepper sich förmlich fest-
gefahren hatte (siehe Anlagen).Der Kraftfahrer gab sich große Mühe mit Rangiermanöver, seinen Sattelschlepper um die Nadelkurve zu bekommen. Sie misslangen, da plossenaufwärts wie auch plossenabwärts die Fahrzeuge nah an den Sattelschlepper herangefahren waren.
Erst durch Hilfe von ihren Fahrzeugen ausgestiegenen Helfern, gelang es freien Raum für das Rangieren zu schaffen.

Wie aus den Bildern in der Anlage ersichtlich, musste der Sattelschlepper den linken Fußweg befahren. Ohne dieses große Ausholen war und ist diese Nadelkurve bergauf mit den Schwerlastkraftwagen nicht befahrbar. Gefahrensituationen gibt es dabei für Fahrzeuge und ihre Insassen, besonders für Fußgänger, die den Fußweg benutzen und natürlich auch für die freiwilligen Helfer, welche mit Autofahrern sprechen, um sie zum Rückwärtsfahren zu bitten und die den Fußweg von Fußgängern freihalten, damit dieser befahren werden kann. Dank dieses Einsatzes dieser engagierten Helfer, ist es bisher nicht zu schweren Unfällen gekommen. Jedoch ist in diesem Zusammenhang ernstlich anzumerken, dass sich die Helfer selbst in gefährliche Situationen begeben. Leider empfangen Sie für Ihren Einsatz von den Verkehrsteilnehmer nicht nur dankende Worte.

Am gleichen Tag Nachmittag, so wurde mir berichtet, trat in der Nadelkurve Plossen wieder
die gleiche Situation ein.

Andreas Graff
Stadt-und Kreisrat

Sonntag, 17. März 2019

Plossensaga

Wie lange noch?

Seit Jahren gibt es Ärger in Meißen um die Staatsstraße an der Plossenhöhe. Die Fraktion Linke/SPD/Grüne und die Initiative  „Bürger für Meißen - Meißen kann mehr", namentlich vor allem Stadt- und Kreisrat Andreas Graff, haben sich immer wieder für Lösungen des gefährlichen Verkehrsproblems eingesetzt. Hier sind zwei aktuelle Video-Botschaften, die sowohl die Hintergründe, als auch das unverständliche Verhalten des Oberbürgermeisters darstellen.

Bitte hier anklicken:

https://youtu.be/Ss3vpphG0hQ

https://youtu.be/gKTV4gAjljw

Montag, 25. Februar 2019

Mündige Bürger und ihr Recht auf freie Mitbestimmung in Gemeinden und Staat?

Leserbrief


von Andreas Graff
Stadt- und Kreisrat 
DIE LINKE.Meißen

Ein Anspruch, welcher vor fast 30 Jahren der friedlichen Revolution benannt und heute noch in seiner Entwicklung eine neue Herausforderung darstellt. Sich wohlfühlen, Lebensfreude zu haben wird doch wesentlich durch das Genießen der Freiheit, der Sicherheit und das man in unserem Dasein gleichberechtigt die Freude an der Mitbestimmung der Entwicklung der Wohnumwelt im Kleinen und Großen wahrnimmt. Ohne Zweifel, der geforderte Wert des mündigen Bürgers, seiner Selbstbestimmung und Mitbestimmung ist grundsätzlich gesetzlich garantiert. Doch wie eh und je ist dafür ein Prüfstein die gelebte Praxis. Die Zukunftsforen der Mitbestimmung für das Morgen, welches der Landkreis und die Stadt Meißen durchführen, sind ein guter Weg. Die gegebenen kritischen veröffentlichten Hinweise und Vorschläge belegen das. Jedoch es gibt noch eine wesentliche Seite, welche täglich voran stehen sollte.

Das sind die konkreten „kleinen Sorgen“, des Beachtens von Vorschlägen, Hinweisen und auch Beschwerden vor Ort. Und diese gibt es in der Tat noch mehr als genug. Am häufigsten begegneten nicht nur mir z.B. Argumente bei bestehender Gefahr beim Überqueren von Straßen z. B. für Kinder und ältere Menschen. Es gibt Bereiche von  Straßen, wo aus den unterschiedlichen Gründen sich natürliche, gewohnte und notwendige Überquerungen ergeben.

Belegbar am täglichen Erleben besteht die Tatsache, dass der Schwerlastkraftwagen- und PKW- Verkehr sehr stark zugenommen haben. Die Unfallstatistik liegt unter fünf und wie z. B. in der SZ über die B6 in Gauernitz berichtet und 6000 Fahrzeuge täglich sind  überdurchschnittlich nicht viel. Wohlbemerkt Aussagen von staatlichen Organen des  Kreises und vor allem unseres Freistaates. Als ich vor Ort war, sagte mir eine Bürgerin „Der Teich war 80cm hoch und trotzdem ist die Kuh ersoffen“. Was heißt unter fünf Unfälle? Ist nicht jeder Unfall einer zu viel? Treffend, die Stimme der Realität, die nicht nur meinen Nerv der Verantwortung und Solidarität trifft. Fast das Gleiche ist bei der notwendigen Forderung von vielen Anwohnern und Besuchern der Stadt Meißen zur Schaffens eines Fußgängerschutzweg advita (ehemalige Neumarktschule)-Neumarkt-Arkaden anzutreffen. 

Dort muss der sehr starke Straßenverkehr durch eine digitale Verkehrssteuerung und einer Tonnagebegrenzung von LKW zur Sicherung des Fußgängerschutzweg erfolgen. Auch die Mülltonnenentsorgung in der Hintermauer in Meißen ist noch nicht gelöst. Bis zu 300 Meter müssen vor allem die vielen älteren Bewohner die Müllbehälter auf einer Kopfsteinplasterstraße bis zum Abstellplatz transportieren. Hier ist nicht nur ein Nachdenken der Verantwortlichen gefordert, sondern eine Aktualisierung der vom Leben überholten Gesetze, Verordnungen und Satzungen. Eine Herausforderung für die Positionierung und das aktive Tun der Kandidaten vor und besonders nach den Kommunal-und Landtagswahlen.

Andreas Graff
Stadt- und Kreisrat Meißen

Anmerkung: 

Andreass Graff hat Strafanzeige gestellt wegen Verletzung der Sicherheitspflicht und des Schutzes des Lebens von Menschen durch den Schwerlastverkehr auf der S177 des Bereiches Plossen
https://www.dielinke-meissen.de/politik/detail/article/verletzung-der-sicherheitspflicht-und-des-schutzes-des-lebens-von-menschen-durch-den-schwerlastverke/

Sonntag, 17. Februar 2019

DIE LINKE.Meißen stellt Strafanzeige

Spontanes Foto einer Passantin
Gefahrenquelle Nadelkurve Plossen

Generalstaatsanwaltschaft Dresden
Generalstaatsanwalt
Hans Strobl
Lothringer Str.1
01069 Dresden

Sehr geehrter Herr Strobl, [Generalstaatsanwaltschaft Dresden]

ich stelle hiermit bei Ihnen Strafanzeige wegen Verletzung der Sicherheitspflicht und des Schutzes des Lebens von Menschen durch den Schwerlastverkehr auf der S177 des Bereiches Plossen Nadelkurve. Fast wöchentlich einmal kommt es in diesem Bereich der Nadelkurve vor, dass LKW bei der Plossenauffahrt die Straße verlassen müssen und auf den linken Fußweg gelangen. Trotz mehrmaliger gefährlicher Situationen und auch dem Rangieren von schwerstbeladenen LKWs und den darauf folgenden Empörungen, Protesten und Beschwerden, wurden von der LaSuV sowie mit der Stadtverwaltung keine Tonnagebegrenzung angeordnet. Die erneute gefährliche Situation heute gegen 7.45 Uhr veranlasst mich, im Sinne Gefahr in Verzug und zum Schutze von Menschenleben die Strafanzeige an Sie zu stellen. Als Stadt- und Kreisrat erreichen mich dies Notrufe, welche leider bei den verantwortlichen Leitern zu keinen notwendigen Anordnungen der Tonnagebegrenzung führen. Ständig höre ich das Argument, dass doch keine schweren Unfälle passiert sind bzw. es wären ja erst vier usw.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Graff
Stadt-und Kreisrat Meißen

Anlage: Das Bild von der Frau wurde mir übermittelt, welche gerade durch ihr Ausweichen ein Unglück verhinderte.

Bei meißen tv am 08.02.2019: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/10740/Geheimakte_Plossen.html

Bei meißen tv am 16.01.2019: https://www.meissen-fernsehen.de/mediathek/10661/Plossen_mehrfach_dicht.html

Mittwoch, 7. November 2018

Zukünftige Gruppe #aufstehen.meissen in Sicht

Zu den Ergebnissen unserer gestrigen Beratung

Wir sind mitten in der Vorbereitungsphase. Und der bisherige Verlauf unserer #aufstehen-Aktivitäten macht Mut. Dieses Mal fanden sich 11 Frauen und Männer im Haus für Viele(s) im Meißen ein, um unser Vorhaben fortzusetzen. Sie kamen aus allen Regionen des Landkreises und verkörpern jetzt schon einen hohen Grad an Engagement sowie politischen und beruflichen Erfahrungen.

1. Anfangs tauschten wir uns über den aktuellen Stand zu #aufstehen in Sachsen und im Landkreis Meißen aus. Und natürlich ging es weiter darum, uns kennen zu lernen und die Positionen und Erwartungen gegenüber der Sammlungsbewegung abzugleichen. Die vielen Aktivitäten in Sachsen deuten darauf, dass wir auch im Landkreis Meißen zunehmend konkret werden müssen. Wir wollen hier eine Gruppe aufbauen, ohne die Kooperation mit der Umgebung zu vernachlässigen. 


Haus für Viele(s) Meißen
Im Januar soll die Gründungsversammlung stattfinden. Dazu wurde noch einmal hervorgehoben, dass wir keine neue Partei sein wollen, sondern eine Sammlungsbewegung, die eine neue Sicht und neuen Schwung in die bestehende Parteienlandschaft links von der Mitte bringen will.

2. Erste Erkenntnisse zur Befragungsplattform pol.is stellte Ulrich Singer (Radebeul) vor. Er verwies auf sehr interessante Ergebnisse zu ausgewählten argumentativen Schwerpunkten. Es wird spannend sein, sie baldmöglichst weiter zu diskutieren. Wir waren uns im Klaren, dass wir vor allem den Blick auf die hiesigen Probleme richten müssen. Die Prinzipien für unsere Arbeit sollen sein

- spezifische Aufgaben mit klaren politischen Inhalten zu finden, und weniger allgemeine Deklarationen abzugeben;
- erreichbare und messbare Ziele zu verfolgen, nicht bei Wolkenträumen zu bleiben, sowie
- terminierte Vorgehensweisen mit festzulegenden Verantwortungen, z.B. in Arbeitsgruppen, zu praktizieren.

Die Problemfelder, in denen wir unsere Möglichkeiten suchen werden, sind u.a.

- unser öffentliches Auftreten für Frieden, Gewaltlosigkeit und soziale Gerechtigkeit;
- eine konstruktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit;
- die Einforderung von mehr Transparenz durch die politischen Gremien, insbesondere im Kreistag sowie und den Stadt- und Gemeinderäten;
- die Pflege des öffentlichen Klimas mit einer erneuerten Kultur der Kommunikation.

Um die Kommunalpolitik zu unterstützen, wollen wir uns vor allem in solche Gebiete einmischen wie

- Kinder- und Jugendpolitik, Kita, Schulen und Berufsausbildung;
- Öffentlicher Personennahverkehr;
- regionale wirtschaftliche Strukturentwicklung;
- Umweltschutz, Landwirtschaft und Tourismus;
- Senioren- und Behindertenpolitik, Gesundheits- und Pflegepolitik;
- öffentliche Sicherheit und Gewaltprävention;
- Unterstützung und Integration von sozial Schwachen und Migranten.

Natürlich mag das jetzt noch allgemein klingen. Aber wir werden im Vorwärtsgehen unsere Möglichkeiten finden. Ideen sind schon genug da.

3. Für unsere Gründungsversammlung haben wir zunächst folgende Eckdaten festgelegt:

Ort: Meißen, Haus für Viele(s)
Datum: 16. Januar 2019, 19:00

Dazu wurde ein Orga-Team gebildet. Vor bzw. nach den Feiertagen besteht noch einiger Beratungsbedarf. Unsere Kommunikation soll zwischen den Beratungen zunächst weiter über E-Mail und Blog laufen. Außerdem werden wir Kontakte zur Presse- und zum regionalen TV aufnehmen.

Eine grundlegende Aufgabe ist es natürlich, weitere Interessenten für #aufstehen zu gewinnen. Und am Freitag, 09. November 2018 wollen wir bei der Mahn- und Protestveranstaltung als zukünftige Gruppe #aufstehen.meissen in Dresden erstmals Flagge zeigen.

G. Dietmar Rode, Radebeul
Mitglied im Orga-Team

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Nächste Zusammenkunft

#aufstehen im Landkreis Meißen


An die Interessenten von #aufstehen,

nach unserer ersten Beratung am 15. Oktober im Haus für Viele(s) in Meißen, die sehr konstruktiv verlief, gab es auch ein positives Presseecho und Mut machende Rückmeldungen. Wie vereinbart, lade ich Euch/Sie zu einer weiterführenden Beratung ein. Sie wird am 06.11.2018, 17:30 erneut im Haus für Viele(s) in Meißen (Dresdner Straße 13) stattfinden. Im Mittelpunkt soll die Vorbereitung einer Gründungsinitiative im Januar 2018 stehen. Fragen dazu sind:

- Wie wollen wir uns als aktiv-demokratische, parteiunabhängige Gemeinschaft organisieren? (Themenbereiche - Arbeitsgruppen, Kommunikationsformen, Pressearbeit usw.)
- Was sind die nächsten Aufgaben zur Vorbereitung der Veranstaltung im Januar? (Datum? Ort? Akteure?)
- Wie können wir möglichst viele Menschen ansprechen, die bei #aufstehen mitwirken wollen?  
- Was besagen die ersten Erfahrungen, insbesondere nachdem sich nun auch in Dresden und im Umland #aufstehen konstituiert hat?
- Schließen wir uns #aufstehen im Dresdner Umland an oder bilden wir eine eigenständige Struktur im Landkreis Meißen?
- Welche Erkenntnisse können wir aus pol.is gewinnen?

Rückmeldungen (auch Absagen) wären zweckmäßig, vor allem für die Raumplanung am 06.11.2018.

Bitte sprecht auch weitere Interessenten für #aufstehen in Eurem Umfeld an. 

Informationen auch über:

Mit optimistischen Grüßen,

G. Dietmar Rode

Sonntag, 30. September 2018

Freundschaftliches Treffen zum Meißner Weinfest mit der Partner- Stadtfraktion KSCM Litoměřicé

Fraktionsmitglieder von LINKER, SPD und GRUENEN trafen sich mit Gästen der KSCM aus der Partnerstadt Litoměřice
Blick von der Meißner Frauenkirche auf die Stadt und die
Burg/ Foto: A. Graff

Lieber Jaroslav, lieber Heiko,

unser erstes Treffen, unsere ersten Gespräche des Kennenlernens am gestrigen Tag mit Euch aus der Stadtfraktion KSCM Litoměřicé waren doch so als sind wir uns nicht das erste Mal begegnet.

Die Worte von Euch, die uns Heiko übersetzte, und Eure Ausstrahlung auf uns, waren einfach etwas sehr Wertvolles.

Für die Menschen, für ihre  soziale und politische  Gerechtigkeit unsere kommunalpolitische Arbeit auszurichten, war und ist das Bindeglied unseres gemeinsamen politischen Wirkens. Genau das war und soll das Schöne, der Anspruch und der Kraftspender in unserer gemeinsamen Arbeit sein.

Herzlichen Dank für den ersten gemeinsamen Austausch zu unserer  verantwortungsvollen und nicht einfachen politischen Arbeit, für die wir uns mit unserer ganzen Kraft des linken Wissens aus der Vergangenheit, der Gegenwart und für die Zukunft einer gerechten Welt für die Menschheit auch mit unserer Kommunalpolitik einsetzen.

Herzlichen Dank auch dafür, dass wir mit Hilfe des Mitgliedes des Sächsischen Landtages,
Heiko Kosel, unsere Zusammenarbeit in Gegenwart und Zukunft gestalten können.

Wir grüßen Euch recht herzlich aus Meißen im Auftrag von dem Fraktionsvorsitzenden
der Stadtratsfraktion Meißen  DIE LINKE, die SPD und die Grünen.

Ullrich Baudis, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE
Andreas Graff, Stadt-Kreisrat  und Mitglied des Ortsvorstandes DIE LINKE Meißen

Freitag, 28. September 2018

Fraktionspersonelle Folgen

Meißen tv: Bitte hier anklicken
Nach der Oberbürgermeister-Wahl in Meißen

Aus Presse und
regionalem Fernsehen

Meißen tv berichtet aus der letzten Stadtratssitzung. Umgruppierung und Bündelung zum Wohle der Stadt Meißen in der Fraktion DIE LINKE.Meißen. Natürlich gibt es auch dort Widersprüche und zu lösende Probleme. Aber im Vorfeld und im Ergebnis der OB-Wahlen ist da vieles in einem anderen Licht sichtbar geworden. Auch die Linken dürften nach der Wahl noch Klärungsbedarf haben. Schließlich hatte sich ein Mitglied der Fraktion, gegen die Position und die Aktivitäten der Mehrheit, mit Namen und Foto auf ein Wahlplakat der CDU für Olaf Raschke setzen lassen.

Apropos: Die Sächsische Zeitung veröffentlicht heute einen sehr interessanten Artikel. Unter der Überschrift "Die Wanderung der Meißner AfD-Wähler" wird über die Wahlanalyse des Meißner Mathematik-Professors Norbert Herrmann berichtet. Er weist mit statistischen Mitteln nach, dass das Umschwenken vieler AfD-Wähler im 2. Wahlgang in Richtung CDU und Olaf Raschke wohl maßgeblich dazu geführt hat, dass Frank Richter nicht gewinnen konnte. Trotzdem ist seine 0,9%-Wählerdifferenz ein wichtiges Signal für künftige Bündnisse und Wahlen. 

G. Dietmar Rode
Blogger, Radebeul

Dienstag, 25. September 2018

Aufforderung zur Gegendarstellung

Zum Wahlausgang der OB-Wahl in Meißen


Tilo Hellmann
Vorsitzender des Ortsverbandes
DIE LINKE. Meißen

Sehr geehrte Herren Anderson und Mallek (Sächsische Zeitung),

meine Aussagen aus meiner Pressemitteilung wurden in Ihrem Artikel vollkommen sinnfremd neu kombiniert und somit komplett entstellt.

„Gewonnen hat er die Wahl nur durch eine unheilige Allianz aus CDU, AfD und weiterer reaktionärer Kräfte - dies lässt nichts Gutes für die nächsten sieben Jahre erwarten.“ ist auf den Wahlkampf und das Wahlergebnis bezogen.

„Die Gräben, die Olaf Raschke aber auch allen voran die Meißner CDU in die Meißner Stadtgesellschaft gerissen haben, werden wohl kaum durch unterirdische Aktionen, wie der Inszenierung des Zwergenaufstands am gestrigen Abend geschlossen. 42,6% der Wählerinnen und Wähler, eine Bürgerinitiative aus Lehrern, Professoren, Kunstschaffenden - vielen tollen Menschen dieser Stadt, die dem Ruf der Politik nach Einmischung - dem Aufstand der Anständigen gefolgt sind, auf diese Art und Weise zu diskreditieren, zeugt von der Kleingeistigkeit, die diese Stadt genau dorthin geführt hat, wo sie jetzt ist - Meißen hat seine Chance verpasst!“ ist auf die Zwergenaktion im Rathaus und die Verhöhnung der UnterstützerInnen Richters bezogen.

Es liegt mir fern, allen UnterstützerInnen von Olaf Raschke Kleingeist zu unterstellen. Diesen Eindruck erwecken Sie aber mit der „Neukombination“ meiner Aussagen. Ich bitte Sie, dies richtig zu stellen und meine Pressemitteilung korrekt abzudrucken.

Mit freundlichen Grüßen
Tilo Hellmann

Pressemitteilung:

Zuerst gebieten es Höflichkeit und Anstand, dem Sieger der Meißner OB-Wahl Olaf Raschke zu gratulieren - herzlichen Glückwunsch. Gratulieren kann man ihm auch dafür, dass er gleich mit dem Beginn seiner dritten Amtszeit wohl in die Geschichtsbücher als einer der ersten Oberbürgermeister von AfD Gnaden eingehen wird. 

Das Ergebnis hat gezeigt, die Stadtgesellschaft ist tief gespalten und das nicht erst seit dem Wahlkampf. Herr Raschke hat mit seiner unnahbaren Art des Durchregierens dafür gesorgt, dass ihm über die Hälfte der Wählerinnen und Wähler sein Geschäft nicht mehr zutraut. Gewonnen hat er die Wahl nur durch eine unheilige Allianz aus CDU, AfD und weiterer reaktionärer Kräfte - dies lässt nichts Gutes für die nächsten sieben Jahre erwarten. Plastisch wurde dies durch das Posing seines „Chefeinpeitschers“ Jörg Schlechte mit u.a. Hütter und Keiler, die Raschke mit als erste gratulierten und stolz verkündeten, die rote Machtübernahme verhindert zu haben. Sein Bekenntnis zu Toleranz und Weltoffenheit des letzten Kandidatenforums wird vor diesem Hintergrund wohl genauso ein Lippenbekenntnis bleiben, wie auch schon in den letzten Jahren. 

Die Gräben, die Olaf Raschke aber auch allen voran die Meißner CDU in die Meißner Stadtgesellschaft gerissen haben, werden wohl kaum durch unterirdische Aktionen, wie der Inszenierung des Zwergenaufstands am gestrigen Abend geschlossen. 42,6% der Wählerinnen und Wähler, eine Bürgerinitiative aus Lehrern, Professoren, Kunstschaffenden - vielen tollen Menschen dieser Stadt, die dem Ruf der Politik nach Einmischung - dem Aufstand der Anständigen gefolgt sind, auf diese Art und Weise zu diskreditieren, zeugt von der Kleingeistigkeit, die diese Stadt genau dorthin geführt hat, wo sie jetzt ist - Meißen hat seine Chance verpasst!

Tilo Hellmann
Ortsvorsitzender DIE LINKE. Meißen

Sonntag, 23. September 2018

Äußerst knappes Ergebnis bei OB-Wahl in Meißen

Haben die Nicht-Wähler möglicherweise den Ausschlag gegeben?

Während die Wahlbeteiligung im 1. Wahlgang bei 49,0% gelegen hatte, was wirklich sehr hoffnungsvoll im Sinne einer stärkeren demokratischen Mitwirkung aussah, gingen dieses Mal 48,1% der berechtigten Bürgerinnen und Bürger an die Wahlurnen. Vielleicht liegt hier auch die Ursache für das denkbar knappe Ergebnis. 43,5% erhielt der bisherige Amtsinhaber Olaf Raschke, während sein Herausforderer Frank Richter auf 42,6% kam. Das ist eine Differenz von 97 Wählerstimmen, wirklich sehr knapp bei insgesamt 22.917 Wahlberechtigten.

Schade. Wenn ich Meißner wäre, hätte ich Frank Richter gewählt. Frischer Wind in der Parteienlandschaft und klare Distanz zur AfD hätten gut getan.

G. Dietmar Rode
Blogger, Radebeul

Zahlenangaben inoffiziell nach https://www.stadt-meissen.de/wahlen_ob.html

Anmerkung: DIE LINKE.Meißen hatte sich, vor allem in der Schlussphase des Wahlkampfes, deutlich zur Unterstützung von Frank Richter engagiert. Allerdings brachte sich auch ein Mitglied der eigenen Ortsleitung mit Namen und Foto in die Wahlagitation der CDU ein. Wie sich das mit dem deutlichen Verhinderungswahlkampf der CDU vereinbart, mit dem sich am Schluss ja offenbar auch die AfD arrangierte, wäre noch zu hinterfragen.

Donnerstag, 20. September 2018

Meißner Wahlkampf in der Schlussphase

Straßenfest im Triebischtal

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter

dies ist nun die voraussichtlich letzte Email, die sich mit Veranstaltungen im Rahmen des OB-Wahlkampfes in Meißen befasst. Die Messen sind fast gesungen und auf den letzten Metern geht es nun hauptsächlich darum, Unentschlossene zu überzeugen und NichtwählerInnen zu aktivieren. Die Information zur Veranstaltung mit Wolfgang Berghofer heute 17 Uhr im Kino und das anschließend stattfindende Wahlforum im Ratssaal habt Ihr bereits bekommen.

Am Samstag findet, wie Ihr im Anhang sehen könnt, von 11 Uhr bis 16 Uhr auf dem Wilhelm-Walkhoff-Platz im Triebischtal ein vom Kulturverein organisiertes Straßenfest mit Flohmarkt, Spiel und Spaß statt. Ich selbst werde, wie schon im Bundestagswahlkampf die Kochtour aufbauen und Quarkkeulchen für einen guten Zweck braten. Ich würde mich sehr freuen, einige von Euch zu dieser Gelegenheit zu sehen. Frank Richter steht dann auch nochmal für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Solltet Ihr Dinge haben, die Ihr auf dem Flohmarkt verkaufen wollt (Kleidung, Hausrat, Bücher, …) dann könnt Ihr entweder einen eigenen Stand bekommen (gegen eine kleine Gebühr) und auf eigene Rechnung verkaufen oder die Sachen zum Verkauf für einen wohltätigen Zweck spenden. Wir sind derzeit noch in der Abstimmung, wo das Geld hinfließen soll. Im Gespräch sind u.a. die Tafel und das Kaff. Jede Unterstützung (auch helfende Hände beim Fest) ist herzlich willkommen. Eine Anmeldung könnt Ihr entweder über die angegebene Nummer oder bei mir machen.

Wie immer gilt - diese Info bitte an alle Interessierten weiterzuleiten!

Am Sonntag ist dann ab 18:30 Uhr im Ratssaal mit den ersten Ergebnissen des zweiten Wahlgangs zu rechnen. Auch dort seid Ihr herzlich willkommen. Mir bleibt nur noch zu sagen, dass wir uns alle eine gute Wahlbeteiligung wünschen und ein Ergebnis, das unserer Stadt und allen BürgerInnen gut tun wird.

Mit solidarischen Grüßen
Tilo Hellmann
Ortsvorsitzender DIE LINKE. Meißen
0152/02024272