Orientierung

Freitag, 3. Mai 2019

Das ist der Gipfel!!!

Offener Brief von Stadtrat Andreas Graff (DIE LINKE) an den Oberbürgermeister von Meißen

Große Kreisstadt Meißen                                               Meißen, 2. Mai 2019  
Oberbürgermeister
Herr Olaf Raschke
Markt 1
01662 Meißen

Sehr geehrter Herr Raschke,

ich richte mich mit einem offenen Brief per Mail, mit der dringenden Bitte und For-
derung an Sie, sofort eine Tonnage Begrenzung auf dem Plossen S177 zu veranlassen.
Mehrmals haben Stadträte auf die gefährliche Situation (siehe 5. Anlage) aufmerk-
sam gemacht.
Ihre Entscheidung: Keine Tonnage Begrenzung. Fest steht, dass es nach wie vor eine sehr ernst zu nehmende Gefahr für schwere Verkehrsunfälle und damit auch für Menschenleben besteht.

Foto: Graff
Am 29. April gegen 8.45 Uhr kam es  wiederum zu einem Stau auf dem Plossen.
Von BürgerInnen gerufen, stand ich ca. 20- 30 Minuten bergabwärts in diesem.
Mehrere PKW lenkten aus dem Stau heraus um und fuhren bergauf davon. So gelang
ich langsam in das Bereich der Plossenkurve, wo ein Sattelschlepper sich förmlich fest-
gefahren hatte (siehe Anlagen).Der Kraftfahrer gab sich große Mühe mit Rangiermanöver, seinen Sattelschlepper um die Nadelkurve zu bekommen. Sie misslangen, da plossenaufwärts wie auch plossenabwärts die Fahrzeuge nah an den Sattelschlepper herangefahren waren.
Erst durch Hilfe von ihren Fahrzeugen ausgestiegenen Helfern, gelang es freien Raum für das Rangieren zu schaffen.

Wie aus den Bildern in der Anlage ersichtlich, musste der Sattelschlepper den linken Fußweg befahren. Ohne dieses große Ausholen war und ist diese Nadelkurve bergauf mit den Schwerlastkraftwagen nicht befahrbar. Gefahrensituationen gibt es dabei für Fahrzeuge und ihre Insassen, besonders für Fußgänger, die den Fußweg benutzen und natürlich auch für die freiwilligen Helfer, welche mit Autofahrern sprechen, um sie zum Rückwärtsfahren zu bitten und die den Fußweg von Fußgängern freihalten, damit dieser befahren werden kann. Dank dieses Einsatzes dieser engagierten Helfer, ist es bisher nicht zu schweren Unfällen gekommen. Jedoch ist in diesem Zusammenhang ernstlich anzumerken, dass sich die Helfer selbst in gefährliche Situationen begeben. Leider empfangen Sie für Ihren Einsatz von den Verkehrsteilnehmer nicht nur dankende Worte.

Am gleichen Tag Nachmittag, so wurde mir berichtet, trat in der Nadelkurve Plossen wieder
die gleiche Situation ein.

Andreas Graff
Stadt-und Kreisrat

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