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Dr. André Hahn in seinem Wahlkreisbüro
im Haus für Viele(s) in Meißen/ Foto: Rode |
Der Bundestagsabgeordnete André Hahn aus Gohrisch über die Wahlen, die AfD und das, worüber er nicht reden darf.
Interview von Domocos Szabo
Sächsische Zeitung
28.11.2016, Ausgabe Pirna
Zur Person
Seit 22 Jahren ist André Hahn aus Gohrisch Politiker auf Landes- und Bundesebene. 2013 wurde er in den Bundestag gewählt. Die Nominierung für die nächste Legislaturperiode hat er seit Anfang November in der Tasche. Er bekam auf einem Kreisparteitag der Linken 98,9 Prozent.
Der 53-Jährige arbeitet nicht nur in verschiedenen Ausschüssen des Parlaments mit, er ist zudem der einzige Linke im FC Bundestag. Als Stürmer schoss er bereits sein erstes Tor bei einem Turnier gegen Finnland.
Vier Gegenkandidaten für die Bundestagswahl im Herbst 2017 stehen fest: Klaus Brähmig (CDU), Klaus Wolframm (SPD), Lothar Brandau (FDP) und Frauke Petry (AfD).
Der Termin der Wahl steht noch nicht fest. Sie muss gemäß Gesetz zwischen dem 23. August und dem 22. Oktober stattfinden. (SZ/dsz)
Könnte ein breites Linksbündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei nach der Bundestagswahl 2017 eine Option werden? Für den Bundestagsabgeordneten André Hahn aus Gohrisch ist das durchaus überlegenswert. Allerdings sieht er dafür auch ernsthafte Hürden.
Herr Hahn, Sie sind für die Bundestagswahl 2017 nominiert und waren alleiniger Kandidat beim Kreisparteitag der Linken. Hätten Sie sich mehr Konkurrenz gewünscht – so wie bei der CDU?
Bei der CDU gab es deshalb Gegenkandidaten, weil einige mit der Arbeit des langjährigen Abgeordneten Klaus Brähmig offenbar nicht mehr zufrieden waren. Ich empfinde es als Kompliment und große Unterstützung für den anstehenden Wahlkampf, dass ich in meiner Partei eine wirklich breite Unterstützung erhalten habe.
Wie sehen Sie Ihre eigenen Chancen als Direktkandidat?
Ich will vor allem dazu beitragen, dass wir als Partei ein sehr gutes Zweitstimmenergebnis erhalten, denn das entscheidet darüber, wie viele Abgeordnete der Linken im nächsten
Bundestag sein werden. Seit 1990 hat die CDU das Direktmandat hier im Landkreis gewonnen. Aber das muss ja nicht ewig so bleiben.