Orientierung

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Mittwoch, 7. März 2018

Bequem ist einfach??

Diskussion zu den neuen Kontenmodellen der Sparkasse

Ende Februar erhielten die Kunden der Sparkasse Meißen per Post Informationen zu den angedachten Veränderungen für ihre Giro-Konten. Allerdings trat dabei offenbar weniger der versprochene Effekt ein "Bequem ist einfach", wie der beigelegte Flyer überschrieben. Ich habe eher den Eindruck, dass es so einfach nicht sein kann, wenn dazu zahlreich fehlende Zustimmung und Zweifel signalisiert werden. Im Freundes- und Bekanntenkreis wurde wurde ich mehrfach gefragt, was ich davon halte, und wie ich gedenke, damit umzugehen. Leider muss auch ich da zunächst mit den Schultern zucken. Einer brachte mich auf die denkbar einfache Idee: Da müsste doch eigentlich die Kreistagsfraktion DIE LINKE.Meißen auskunftsfähig sein, die ist doch am nächsten dran. Eigentlich ja, oder? Aber weder auf der Webseite der Kreistagsfraktion, noch auf der des Kreisvorstandes ist etwas darüber zu lesen. In der Sächsischen Zeitung finden sich Leserbriefe dazu. Aber keiner von namhaften Vertretern der LINKEN. Auf diesem Blog habe ich bereits am 24. Februar die Bitte an Bärbel Heym gerichtet, sie möge sich doch als Vertreterin ihrer Fraktion im Verwaltungsrat der Sparkasse einmal erklärend äußern. Das ist bisher ebenfalls nicht erfolgt.

Erst unlängst schrieb Rico Gebhard den Bürgern in Sachsen einen Brief.  DIE LINKE will aus erster Hand wissen, was die Leute wirklich bewegt. Und da hat er völlig Recht. Eine Partei, die sich nicht um die Probleme ihrer Wähler kümmert und öffentlich dazu äußert, wird diese immer mehr verlieren. Und die Sparkassenpolitik bewegt die Leute.

Deshalb bitte ich die Kreistagsfraktion nachdrücklich: Bitte äußert Euch dazu! Macht es Euch nicht "bequem", denn das geht nicht. Erklärt, ob ihr dafür oder dagegen seid, dass die Sparkasse Meißen diesen Weg geht. Und gebt den Leuten mit Euren Argumenten eine ehrliche Orientierung.

G. Dietmar Rode
Blogger

Nachsatz:
Natürlich werde ich diesen Post auch an Rico Gebhardt schicken - als Reaktion auf seine Bitte.

Samstag, 24. Februar 2018

Sparkasse wird für Kunden teurer

Neue Kontenmodelle ab 01. Mai 2018

Die meisten Bewohner des Landkreises haben ein Konto bei der Sparkasse. Demnächst müssen sie mehr für ihr Girokonto bezahlen. Unter bestimmten Umständen, u.a. bei der Nutzung weiterer Dienstleistungen, erhalten sie aber auch Rabatte. Gestern flatterte ein Brief mit einem Flyer dazu in meinen Briefkasten. So etwas muss unserer einer erst einmal gründlich lesen, um zu verstehen, ob das Vor- oder Nachteile für mich bringt. Auch die Sächsische Zeitung versucht heute, dass Verständnis zu unterstützen. [Bitte hier anklicken: http://www.sz-online.de/nachrichten/sparkasse-meissen-erhoeht-die-preise-3885045.html]


Als Gründe werden vor allem die Veränderungen in der europäischen Finanzwirtschaft, Tariferhöhungen für die Mitarbeiter oder Investitionen für die verbesserte Sicherheit im Online-Banking genannt. Für manche Oma, deren Rente auf dem Konto eingeht, und die ihre Einkäufe mit der Karte tätigt, wird sicherlich nicht immer gleich klar sein, welche Folgen das für sie hat. Aktives, cleveres oder exklusives Konto? Vor- und Nachteile? Wird es erheblich teurer oder hält sich das in Grenzen für mich? Für Jugendliche gibt es weiterhin ein kostenloses Konto. Wäre das nicht auch für Rentner ähnlich angebracht?

Auch DIE LINKE.Meißen interessiert dieses Thema seit eh und je sehr. In den letzten Jahren hatte es wiederholt Diskussionen gegeben, als es darum ging, Filialen in der Region zu schließen oder Dienstleistungen zu verändern. Bärbel Heym, die Vorsitzende der Kreistagsfraktion, hat einen Sitz im Verwaltungsrat der Sparkasse. Wie sieht sie die Problematik? Welche Ratschläge kann sie geben?

In der ganzen Diskussion sollten wir natürlich nicht vergessen, dass die Sparkasse auch eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Landkreis spielt. Die Meißner Sparkassen-Stiftung zur Förderung von Kinder- und Jugendhilfe, Soziales, Sport und Kultur der Sparkasse Meißen ist eine selbstständige, gemeinnützige
Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Riesa: https://www.sparkasse-meissen.de/de/home/ihre-sparkasse/meissner-sparkassenstiftung.html?n=true

Samstag, 1. April 2017

Steht die Sparkasse im Wettbewerb mit dem ÖPNV?

Geldversand ist billiger als ein Busticket

Unter dieser Überschrift steht heute ein Artikel in der Sächsischen Zeitung (01. 04. 2017, Ausgabe Dresdner und Meißner Land, S. 17). Die in diesem Zusammenhang vom Sparkassenchef Rolf Schlagroth verteidigte die Schließung von Geldautomaten und auch die angekündigten Gebührenerhöhungen klingen makaber und rätselhaft. Zitat: 
"Wichtig ist, dass der Verwaltungsrat zufrieden ist und dass vor allem dass unsere Kunden zufrieden sind. Der Verwaltungsrat ist es, weil wir sehr ertragsstark sind und gute Ergebnisse liefern. Bei den Kunden gab es in letzter Zeit unterschiedliche Signale ... Ja, ich bin zufrieden.". 
Wer soll das verstehen? Und sind die Kunden wirklich damit zufrieden? Aber die Kreistagsfraktion DIE LINKE.Meißen, die ja auch im Verwaltungsrat vertreten ist, wird das vielleicht in der heutigen Sondersitzung des Kreistages zur "Verkehrssicherheitsabgabe" (SZ, S. 19) gleich mit besprechen. Die SZ will ja am Montag ausführlich darüber berichten. 

G. Dietmar Rode
Blogger

Sonntag, 20. November 2016

Kein Serviceabbau bei der Sparkasse

Wie tritt DIE LINKE für die Erhaltung grundsätzlicher Rechte der Sparer ein?

Im Kommunal-Newsletter AG Kommunalpolitik Nr. 202 vom 18. November 2016 wird darauf reagiert, dass vielerorts die Kreissparkassen Kosten einsparen wollen, indem sie die Serviceleistungen verändern. Deshalb wird empfohlen, mit einer Resolution gegen die Schließung von Sparkassenfilialen und die drastische Reduzierung von Serviceleistungen aufzutreten. Insbesondere ältere Menschen, für die Internetüberweisungen oder unpersönliche Geldabholungen oder Überweisungen am Automaten nicht Alltag sind, werden von den geplanten Sparkassenmaßnahmen besonders hart getroffen.

Weitere Informationen mit einem Muster - bitte hier anklicken: https://www.die-linke.de/fileadmin/download/kommunal-antragsdatenbank/9xx/939/939Sparkasse.pdf

In der Zeitung DIE LINKE im Elbland (Ausgabe 4-2016, Seite 5) ist zu diesem Thema einem Artikel von Bärbel Heym und Harald Kühne zu lesen:
"Und wir LINKEN? An den Fakten kommen auch wir nicht vorbei. Die Niedrigzinspolitik der EZB belasten deutsche Banken, auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken schwer... Die Sparkasse Meißen versucht diese anstehenden Herausforderungen durch eine grundlegende Optimierung ihr Vertriebssystem zu meistern. Das führt in der Konsequenz leider zu Filialschließungen, die in der Region sehr kritisch aufgenommen werden. Es gibt Widerspruch und Protest und der ist verständlich. Auch wir sehen den faktischen Rückzug der Sparkasse aus der Fläche kritisch, anerkennen aber zugleich die Bemühungen, Lösungen für die betroffenen Regionen zu schaffen ... Die Sparkassen werden weiterhin, auch unter den neuen Bedingungen, ihren Versorgungsauftrag erfüllen... Dem wollen wir als LINKE u.a. mit dem zukünftigen Landesentwicklungsprogramm Aleksa 2.0 Rechnung tragen."
Im Muster, das im Kommunal-Newsletter veröffentlicht wird, heißt es: 
"Der Rat der Stadt Langenhagen hat keinerlei Verständnis für die geplanten rigorosen Maßnahmen der Sparkasse Hannover gegenüber den Menschen der Region Hannover. Gerade eine öffentliche Sparkasse muss im Finanzbereich eine Vorbildfunktion als Serviceeinrichtung erfüllen... Der Rat der Stadt Langenhagen fordert daher den Verwaltungsrat und seine öffentlichen Vertreterinnen und Vertreter auf, die vorgesehenen Serviceeinschränkungen bei der Sparkasse Hannover zurückzunehmen."
Zwei unterschiedliche Herangehensweisen! Allgemeine Erklärungen und Anpassung versus konkrete Forderungen im Interesse der Bürger? Was meint Ihr dazu?

Sonntag, 30. Oktober 2016

Sparen ja, aber richtig sparen

Wieviel "verdienen" die Sparkassenchefs wirklich? 

Die FDP hat jüngst einen Antrag für die Debatte im Niedersächsischen Landtag eingebracht. Die Vorstände der Sparkassen sollen ihre Bezüge offenlegen. Nur in zwei Ländern ist das gegenwärtig Pflicht. Für Sachsen gilt das nicht. Ein Bilanzcheck verrät aber: In der Region verdienen sie alle im Schnitt mehr als Angela Merkel. (Quelle: Freie Presse)



In Anbetracht der aktuellen Situation in der Sparkassenpolitik unseres Landkreises ist die Frage sicher auch aktuell. Aber sie sollte anders lauten: Sind diese immens hohen Gehälter auch dann gerechtfertigt, wenn alldahier über die schlechte Finanzlage lamentiert wird, um Sparmaßnahmen zu begründen? Und was ist, wenn die Sparer sich vernachlässigt fühlen? Damit wird die Frage, wieviel die Chefs verdienen, nahezu zweitrangig. Oder wir müssen sie anders interpretieren: Ist das, was sie bekommen auch das, was sie "verdienen"?

Wer kann diese Frage realistisch beantworten? Sicherlich haben alle im Kreistag vertretenen Parteien Möglichkeiten für Kontakte mit Finanzexperten und im Aufsichtsgremiun der Sparkasse ehrenamtliche Vertreter. Und die müssten das tun. Mir fällt allerdings nicht nur auf, dass in der o.g. Aufstellung "Sparkassen im Überlick" die Sparkasse Meißen fehlt. Sondern es macht mich vor allem stutzig, dass sich diese Finanzexperten und Beiratsmitglieder gar nicht oder nur sehr zurückhaltend zu den Vorwürfen äußern. Warum? Ich glaube nicht, dass sie etwa Angst um Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder haben? Die dürften natürlich auch weit darunter liegen. Aber immerhin...

Samstag, 29. Oktober 2016

Topp-Thema im Landkreis

Sparkasse heißt nicht, an den Bürgern, sondern für die Bürger zu sparen.

Seit Monaten wird über die Sparkasse Meißen intensiv diskutiert. Unter anderem sollen Filialen geschlossen werden. Viele fragen, ob das wirklich das ideale Sparpotential ist. Läuft das nicht gegen die langbewährte und allgemein gelobte Philosphie der Sparkasse, vor allem den Bürgern zu helfen, bestmöglich mit ihrem Verdienten und Ersparten umzugehen. Das braucht eine entsprechende Dienstleistungsbasis, nicht zuletzt in Anbetracht des sich vollziehenden demografischen Wandels.

Gestern (29.10.2016) stand dazu erneut ein Artikel in der Sächsischen Zeitung: "Wir auf dem Lande sind Kunden dritter Klasse". Krögis scheint ein Beispiel dafür zu sein: "Am 30. November ist Schluss. Dann wird die Filiale der Sparkasse Meißen in Krögis am Norma geschlossen, Geldautomat und Kontoauszugsdrucker kommen weg. Eine Entscheidung, die nicht überraschend kommt und nicht nur Krögis trifft. Denn die Sparkasse muss sparen. Sagt sie. Weil die böse Europäische Zentralbank von ihr jetzt Strafzinsen für Geldeinlagen verlangt. Solche Zinsen wolle die Sparkasse ihren Kunden nicht zumuten. Deshalb dreht man an der Gebührenschraube und spart Standorte ein."

Deshalb wurde in Krögis eine Einwohnerversammlung einberufen. Leider kamen nur 8 (in Worten: acht) Bürger. Das ist enttäuschend. Sind die Menschen schon müde, um für ihre Interessen und Rechte zu kämpfen. Oder sind die angebotenen Alternativen der Sparkasse zu mager?

Es wurde unter anderem kritisiert, dass der Landrat, der ja Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse ist, nicht anwesend war. Allerdings weilte er gerade zu diesem Zeitpunkt in der japanischen Partnerstadt Arita, und das ist ein wenig weit weg. Hoffentlich hatte er nicht auch die anderen Verwaltungsratsmitglieder alle mitgenommen.

Aber die Sächsische Zeitung kennt auch ein gutes Beispiel:

"Dafür war Kreisrat Andreas Graff (DIE LINKE) da. Seit Wochen tourt er durch den Landkreis und macht gegen die Schließungspläne mobil." 

Seine Meinung: „Wie mit den Menschen in dem Entscheidungsprozess der Sparkasse umgegangen wurde, ist für mich eine demokratische Katastrophe. Die Schwächsten werden hinten angestellt.“. Selbst er als Kreisrat habe er von den geplanten Filialschließungen zuerst nur aus der Zeitung erfahren. Das ist für den unbedarften Leser natürlich verwunderlich, wenn er weiß, dass aus dessen Fraktion auch jemand im Verwaltungsrat sitzt. Aber vielleicht ging es diesem/er Vertreter/in genau so, wie Kreisrat Graff. Das wäre um so schlimmer... Was ist der Sparkasse Demokratie wert?

Freitag, 22. Juli 2016

Weil wir gerade über die Sparkasse reden...

Die Sächsische Zeitung bringt es mal wieder auf den Punkt

Heute wird unter der Überschrift "Die Besserverdiener" über die hohen Gehälter deutscher und sächsischer Sparkassevorstände informiert. "Viele Sparkassenchefs in Sachsen bekommen mehr als die Bundeskanzlerin. Das Gehaltssystem wirkt willkürlich." (SZ vom 22.07.2016, Wirtschaft, S. 21).

Hochqualifizierte Leute mit hoher Verantwortung sollen natürlich entsprechend vergütet werden. Nun bin ich auch hochqualifiziert und habe mich in meinen Berufstätigkeiten als promovierter Dozent auch immer redlich bemüht, um Berufsschüler, Studenten und Führungskräfte voranzubringen. Aber dass ich dabei kaum ein Zehntel des Monatsgehaltes (Brutto) eines Sparkassenvorstandes (Meißen: 372.800 im Jahr = 31.000 im Monat) bekam, ist doch eine auffällige Differenz. Da könnte selbst die Bundeskanzlerin ein wenig traurig sein, denn sie bekommt für ihr unvergleichlich verantwortungsvolleres Amt "nur" 282.000 € (vgl. z.B. auch Wirtschaftswoche) - sei´s ihr gegönnt, sie hat es nicht leicht...

Die Gehälter der Sparkassenvorstände im Ostdeutschen Sparkassenverband sind marktüblich und richten sich nach den Vergütungsempfehlungen des OSV, meint Sparkassensprecher Ralf Krumbiegel. O.k., da wird sich kein Vorstand dagegen sträuben. Aber sind Unternehmensvorstände (und z.B. auch Profi-Fußballer) die wirklich wertvolleren Menschen?

Die Lage der Sparkasse Meißen scheint widersprüchlich zu sein. Einerseits kommen ca. 2 Millionen € zur Gewinnausschüttung. Das ist sehr gut und verdeutlicht die hohen sozial- und kommunalpolitischen Unterstützungsmöglichkeiten. Andererseits wird jede dritte Filiale aus Kostengründen geschlossen. Hätte man da nicht erst einmal bei der Gehältern der Vorstände (2,5) anfangen können? Denen dürfte doch ein Zehntel weniger keine Schmerzen bereiten, oder? Und schon wäre eine Planstelle auf der unteren oder mittleren Ebene mehr abgesichert. Was sagen denn die Mitglieder des Verwaltungsrates der Sparkasse Meißen dazu, in den auch die Kreistagsfraktion DIE LINKE eine Vertreterin entsendet?

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Sparkasse_Mei%C3%9Fen

Nebenbei: Sparkassen und Bankengruppe Santander  haben kürzlich einen sechs Jahre langen Rechtsstreit um die Markenrechte für das Rot im Firmenlogo ausgefochten. Da möchte ich mal wissen, was so etwas kostet.

Dienstag, 19. Juli 2016

Linke Diskussion um Sparkassenpolitik im Landkreis

Auf  unserem Blog

hat sich inzwischen eine heftige Debatte zu dieser Thematik entwickelt, wie wir sie selten hatten. Deshalb lohnt es sich, den Post "Zum offenen Brief von Andreas Graff" vom 12. Juli noch einmal aufzurufen. Wer dort "Kommentare" anklickt, findet über ein Dutzend recht unterschiedlicher Wortmeldungen. Leider geht es dabei weniger um inhaltliche Aspekte, zum Teil aber dafür um die heftige Abwehr vermeindlicher Angriffe auf linke Würdenträger.

Allerdings hat sich auch die Presse noch nicht dazu geäußert. Vielleicht wird noch etwas gewartet, bis das Fass voll ist. Und was noch interessanter ist: Der Chef der Sparkasse Meißen, an den Andreas Graffs seinen sehr ernst gemeinter offener Brief richtete, hat sich noch nicht geäußert. Ignorante Arroganz, feige Hilflosigkeit oder vorläufige Zurückhaltung? Übrigens: Eine Kopie war auch an den Landrat gegangen. Und der hat sich auch noch nicht gezuckt. Aber das sind wir bei kniffligen Angelegenheiten von Arndt Steinbach hinlänglich gewöhnt.

G. Dietmar Rode
Blogger

Freitag, 15. Juli 2016

Rückzug aus dem ländlichen Raum?!

Verdrehte Sparkasse
Sparkassen-Kunden gehen auf die Straße

In der heutigen Zeitung wird erneut darüber berichtet, dass es Unzufriedenheit in der Bevölkerung gibt, nachdem die Sparkasse Meißen die Schließung von Filialen angekündigt hatte. So sind in Schönefeld Einwohner auf die Straße gegangen und haben Unterschriften gegen die Schließung ihrer noch geöffneten Sparkasseneinrichtung gesammelt.

Allerdings wird trotzdem kein Bezug auf den Brief von Andreas Graff an den Vorstand Schlagroth genommen. Innerhalb der LINKEN ist die Diskussion offenbar widersprüchlich, denn auch von dort erfolgten bisher keine offiziellen Reaktionen zu seinem konsequenten Vorstoß. In der Beratung der Ortsvorsitzenden in dieser Woche hat Bärbel Heym, die Vertreterin der Kreistagsfraktion für die Sparkasse, dazu gesprochen.

Es sind nicht nur 2 -3 Leute, die dieses Problem beschäftigt. der Sprecher der Sparkasse, Rlaf Krumbiegel, sagte gegenüber der Presse: "Ich schreibe seit 14 Tagen nur Briefe zu diesem Thema und telefoniere.". Ist das kein Signal, auf dass reagiert werden muss? Und immer öfter höre ich, dass es auch gegenüber der LINKEN Erwartungen zu diesem Thema gibt. Wollen wir das als "Meckern" abtun?

Bitte hier anklicken: http://www.sz-online.de/nachrichten/kunden-gehen-auf-die-strasse-3442452.html

Dienstag, 12. Juli 2016

Zum offenen Brief von Andreas Graff

Transparenz ist dringend notwendig!
Grafik: wikipedia
Reformabsichten der Sparkasse Meißen müssen offen und im Interesse der Bürger behandelt werden

Liebe Mitglieder des Kreisverbandes DIE LINKE.Meißen,

in unserer neoliberalistisch gesteuerten Gesellschaft wird längst deutlich, dass Politik zunehmend der Wirtschaft untergeordnet werden soll. Frau Merkel nennt das "marktkonforme Demokratie". Um so umkämpfter sind kommunale Unternehmen wie die Elblandkliniken oder die Sparkasse in unserem Landkreis. Sie sind noch immer weitgehend im Interesse der breiten Bevölkerung aufgestellt und demokratisch beeinflussbar. Das hat in jüngster Zeit oft genug zu energischen Auseinandersetzungen im Kreistag und bis hinunter in die Stadt- und Gemeinderäte geführt. Allerdings zeigt sich immer wieder, dass transparente Informationspolitik und demokratische Mitsprache für ihre Erhaltung unabdingbar sind. Um diese abzubauen, bekamen selbst die gewählten Vertreter der Parteien nicht selten wichtige Informationen zuerst über die Presse, anstatt vorab an Diskussionen über anstehende Entscheidungen teilnehmen zu können. Und das darf nicht sein, wenn eine Gesellschaft demokratisch funktionieren soll.

Nun haben wir wieder ein Beispiel, wie der offene Brief von Andreas Graff zu den neuesten Reformen der Sparkasse zeigt. Und dabei geht es nicht allein darum, ob die Vorhaben zur Veränderung berechtigt oder abzulehnen sind, sondern vielmehr auch darum, dass sie rechtzeitig in der Öffentlichkeit dargestellt werden, um eine demokratische Mitwirkung zu ermöglichen und Lösungen im Interesse der Mehrheit zu finden.

Entsprechend ihrer Sitzverteilung entsenden die Fraktionen des Kreistages ihre Vertreter in die Aufsichtsgremien der kommunalen Unternehmen. Das ist alles ziemlich genau gesetzlich geregelt. Und es ist natürlich klar, dass damit hohe Ansprüche an die jeweiligen ehrenamtlichen Kreisräte gestellt sind. Um so mehr müssten diese rechtzeitig und allseitig informiert werden, um in der Lage zu sein, in ihrem Umfeld die erforderliche fachliche Kompetenz für ihre Unterstützung zu finden.

Das ist aber offensichtlich gängige Praxis.. Wie kann es ansonsten sein, dass
- bereits Mitte Juni der Kreistag, und kurz danach der Sparkassenbeirat tagten,
- Ende Juni die Presse über die beabsichtigte Streichung jeder dritten Sparkassenfiliale informierte,
- seit Anfang Juli in diesem Blog Signale zur Anregung einer Diskussion gegeben wurden,
- doch bis heute auch in der LINKEN des Landkreises weder schriftliche Darstellungen, noch Diskussionen über den internen Rahmen hinaus erfolgten.

Das erinnert leider an die verschleppte, und letztlich versandete, öffentliche Diskussion der Sparkassenangelegenheiten von 2008 und 2013 an. Die zugespitze Frage könnte lauten: Sind die Aufsichtsratsmitglieder nicht gewillt, konsequent zu sein? Oder sollen sie absichtlich außen vor bleiben?

Ich habe noch einmal im Wahlprogramm 2014 nachgelesen:
"Mitbestimmung und Mitgestaltung: Wir drängen darauf, die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in Entscheidungsfindungsprozesse einzubeziehen und daran zu beteiligen. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass Verwaltungen sich nicht selbst genügen, sondern den Menschen dienen. Weil viele Entscheidungen zur Daseinsvorsorge nicht direkt im Kreistag, sondern in Zweckverbänden und kreiseigenen Unternehmen und Einrichtungen getroffen werden, setzen wir uns dafür ein, dass auch dort zu allen wesentlichen Entscheidungen rechtzeitig und umfassend die erforderliche Transparenz im Landkreis hergestellt wird. Wir akzeptieren nicht, dass die Öffentlichkeit oft erst dann informiert wird, wenn Entscheidungen gefallen sind und praktisch nicht mehr beeinflusst werden können. "
Deshalb danke ich Andreas Graff für seine Konsequenz und seinen Mut, sich mit einem offenen Brief zu äußern. Eine LINKE muss sich doch gerade dadurch auszeichnen, dass sie Obrigkeitsentscheidungen in Frage stellt, alternative Lösungen anbietet, und dabei so offen wie möglich vorgeht. Nun bin ich aber gespannt, wie die Botschaft von Andreas Graff aufgenommen wird, und ob damit ein Ruck in er Parteibasis entsteht, um Gleichgültigkeit und Einordnung in den Mainstream zu überwinden.

G. Dietmar Rode
Blogger

Montag, 11. Juli 2016

Offener Brief an den Vorstand der Kreisparkasse Meißen

... und basta?
Zwischen Marktanpassung und Kundenerwartung - aus der Diskussion in der LINKEN zur aktuellen Sparkassenpolitik im Landkreis

Von Andreas Graff
stellvertretender Kreisvorsitzender
DIE LINKE.Meißen

Sehr geehrter Herr Schlagloth,

das scheint in der Politik unseres Land und unseres Landkreises in Mode zu kommen: ein überraschender Wechsel der Informationen zwischen gestern und heute. Noch in er letzten Kreistagssitzung berichteten Sie über einen Jahresüberschuss von über 2 Millionen € und eine beabsichtigte Gewinnausschüttung von 1,3 Millionen €. Und dann traf es die Zeitungleser wie ein Hammer, als verkündet wurde, dass aus Sparsamkeits- und Marktgründen jede 3. Filiale geschlossen werden müsse.

Das hat auch in der LINKEN des Landkreises Unverständnis und eine heftige Diskussion ausgelöst. Die Aussage der Unternehmensleitung, dass es in Anbetracht der europäischen Zinspolitik für auch die Kreissparkasse immer komplizierter wird, klingt dazu wie eine banale Binsenweisheit. Über die offenbar längst schon im Stillen beratenen Umstrukturierungen erfuhren die Kreisräte erst durch die Presse. Das ist ein Widerspruch, den wir nicht hinnehmen können.

Bereits in den vergangenen Jahren (2008 und 2013) wurden wir mehrmals vor solche vollendeten Tatsachen gesetzt. Und auch heute muss nachträglich gefragt werden, wie die Reformen den Kundenerwartungen gerecht werden. Vor allem die Bevölkerungen in den ländlichen Gegenden und die älteren Menschen werden unbequeme Veränderungen in Kauf nehmen müssen. Und das ist, verglichen mit der Firmenphilosophie einer Kreissparkasse ein Skandal, zu dem eine solche Überrumplungstaktik aber durchaus passt.

Warum wurde nicht frühzeitig über die absehbaren Tendenzen informiert? Was haben die Beiräte aus den Fraktionen des Kreistages bereits vorher gewusst? Hat man sie etwa wieder einmal, vielleicht mit Berufung auf das GmbH-Gesetz, zum Schweigen verpflichtet? Oder haben sie sich nur nicht getraut, in Widerspruch zu gehen? Wie können die Stadt- und Kreisräte einbezogen werden, um verträgliche Lösungen für die Bevölkerung zu finden?

Seit Generationen hat sich die Sparkasse als besonderes kommunales Finanzunternehmen im Landkreis eine Vertrauensbasis aufgebaut. Gemeinnützigkeit gehörte immer zu ihren Alleinstellungsmerkmalen.  Doch jetzt werden auch wir als LINKE immer öfter und lauter gefragt, wie es weitergehen wird und wie die Interessen der Menschen beachtet werden. Deshalb fordern wir von Ihnen Transparenz und Kooperation.

Andreas Graff
Stellvertretender Kreisvorsitzender DIE LINKE. Meißen
Stadt- und Kreisrat

Zur Kenntnisnahme an Herrn Landrat Arndt Steinbach

Mittwoch, 29. Juni 2016

Sparkasse schließt Filialen und Geldautomaten

Sparkasse - etwas unscharf?
Hat man da wirklich noch die Interessen der Bevölkerung im Blick?

Das fragt Ingo Kaiser aus Niederlommatzsch. Als Beispiel stellt er dar: "In unserer Gemeinde Diera-Zehren gibt es weder links- noch rechtselbisch einen Geldautomaten ." Er beruft sich auf das Sparkassengesetz, nach dem es ein vorrangiger Auftrag der Kreissparkasse sein muss, die Bevölkerung im gesamten Landkreis mit den entsprechenden Dienstleistungen zu versorgen. Vor allem für die älteren Menschen und die Familien in den ländlichen Gegenden dürften diese neuerlichen Einschränkungen nachteilig sein.

Aber er stellt auch die Frage, wie DIE LINKE.Meißen dazu steht. Seines Wissens gibt es eine Vertreterin ihrer Kreistagsfraktion im Aufsichtsgremium der Sparkasse. Bisher gab es jedoch von dorther noch keine aktuellen öffentlichen Informationen und Darstellungen zum Standpunkt. Nach seinem Wissen hat es zu ähnlichen Problemen im Nachbarkreis in Kamenz Reaktionen aus der LINKEN gegeben. Aber hier scheint man gleichgültig zu sein.

Vgl. auch SZ vom 25./26.06.2016, S. 17 (Ausgabe Dresdner & Meissner Land): "Sparkasse schließt jede dritte Filiale"

Bereits 2008 gab es damit Probleme

In unserem Blog stand am 02.Juli 2008:
"Der alte Kreistag hat seine Tätigkeit noch nicht beendet und der neue sie noch nicht angetreten. Da schiebt die Sparkasse Meißen noch schnell eine folgenschwere Pressemitteilung vor das Sommerloch. Ein Fünftel der bisherigen Geschäftsstellen bzw. Geldautomaten sollen dem Rotstift geopfert werden.
Es wird zwar versichert, dass es keine Reduzierung von Stellen geben wird. Erinnern wir uns aber auch an das kaum anderthalb Jahre alte Versprechen, durch die Fusion soll es keine Schließungen geben. Hoffentlich wird Landrat Arndt Steinbach nicht bereits vor Amtsantritt im neuen Großkreis von Vergesslichkeit geplagt. 
Die neue Kreistagsfraktion der Linken hat sich die Auseinandersetzung mit dieser Form einer "optimierten Präsenz in der Region" natürlich auf die Agenda gesetzt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Kreissparkasse ein Dienstleistungsunternehmen mit sozialer Verantwortung bleibt. Hier gilt es wohl, einiges zu hinterfragen und einzuklagen.
Vor allem die Kleinverdiener und -sparer, die Gewerbetreibenden und mittelständischen Unternehmer wird das interessieren."

Dr. G. Dietmar Rode, Pressesprecher der Fraktion

Und auch 2013: Warum schließt die Kreissparkasse Filialen?


Im Blog stand war am 31. Januar 2013 zu lesen:
"In der vorgestrigen Ausgabe der SZ wurde dazu informiert. Berater und Bargeldagenturen sollen für mehr Service sorgen, auch abends und am Wochenende. Benannte Ursachen seien die veränderten demografischen Bedingungen im Landkreis und die Kundenwünsche. 
Weitere Stichworte dazu: - zunehmende Abwicklung der Bankgeschäfte über das Internet;- geringere Inanspruchnahme der Service-Leistungen in den Filialen;- Schließung ausgewählter Filialen sowie Abbau einiger Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker;- mehr Selbstbedienung statt Kundenberater;- reduzierte Öffnungszeiten;- Ausbau des Online-Services;- Bargeldagenturen in Einzelhandelsgeschäften.
Das klingt zunächst nach Modernisierung und Optimierung. Aber es gibt sofort auch Verunsicherungen und Fragen, vor allem aus den ländlichen Regionen und durch ältere Leute, die keine Online-Konten einrichten oder weit über Land fahren wollen. Ich kann darauf keine aktuellen Antworten geben. Und warum weiß die Presse wieder einmal alles schon vor den Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte sowie den Kunden? Schließlich ist die Kreissparkasse ein kommunales Unternehmen. Da erwarten die Bürger nicht zuletzt Transparenz und Nähe.
Die demografische Entwicklung lässt eher konservative Kundenstrukturen erwarten. Ältere Menschen sind nun mal weniger mobil und erst recht nicht selbstverständlich im Internet unterwegs. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Landkreis Meißen liegt bei 47 Jahren und die Tendenz ist steigend. Auf 100 Personen im Alter von 20 - 65 kommen bereits heute 52,7 mit 65 Jahren und älter. (Quelle: Sächsische Staatskanzlei, Februar 2012)
Wurde das wirklich einkalkuliert oder standen nur betriebswirtschaftliche Kennziffern zur Diskussion?
Wie steht die Kreistagsfraktion DIE LINKE dazu? Das werden inzwischen viele fragen. Bis zur Klausurberatung am 09.02.2013 vergeht noch einige Zeit. Spätestens dort sollte das aber Diskussionsgegenstand sein."
G. Dietmar Rode, Kreisrat

Montag, 4. Februar 2013

Sparkassenkunden fragend einbeziehen

Auf Augenhöhe?

Ein Leserbrief von Andreas Graff 

„Beratung auf Augenhöhe“ ein Slogan unserer Kreissparkasse im Internet. Untersetzt mit den anspruchsvollen Worten Kompetenz, Vertrauen, Beratung, Service und Leidenschaft, wie im Eingangsbereich der Sparkasse Neugasse in Meißen zu lesen ist. Ja, so ist sie wahrhaftig. Oder ist es etwa heute nicht mehr so? 

Weshalb sollen Filialen geschlossen bzw. ihre inneren menschlichen Gesprächskontakte gekürzt bzw. durch Kommunikation mit dem Computer wegrationalisiert werden. Was ist mit dem Vertrauensverhältnis, welches die Sparkasse seit 1828 mit so manchen unverschuldeten Tiefschlägen mit ihren Kunden unter kommunaler Trägerschaft aufbaute. In der Tat, wenn man auf die Jahre schaut, dann ist die Traditionslinie bewundernswert. Umschlungen mit dem gemeinsamen erarbeiteten Bindeglied Vertrauen, entwickelte sich eine Bürger Bankbeziehung die ihres gleichen sucht. Dieses wertvolle Bindeglied ist keine einmalige Größe. Es beinhaltet eine innere Sensibilität unseres menschlichen Daseins, des Lebens in unserer Gemeinde oder Stadt. 

Die Treue unserer älteren Generation zu ihrer unserer Sparkasse, die sie über Jahrzehnte, auch nach der Wende hielten. Für uns und für die verantwortlichen der Sparkasse sollte die Freude darüber, dass unsere Eltern und Großeltern, die dank der auch durch sie geschaffenen gesellschaftlichen Bedingungen eine höhere Lebenserwartung erleben dürfen, ein Anspruch des Mitgefühls und der Verantwortung sein. Aber nicht nur für die ältere Generation trifft zu, dass sie die Filialen der Sparkassen nicht allein als Stätten der „Geldwanderung“ sehen. Nein, das sind sie nicht. Sie sind Begegnungsstätten des vertrauensvollen Gespräches, welches sehr nah einer Lebensberatung gleicht. 

Im gewissen Sinne findet sich hier die Basis einer Wertschöpfung des sinnvollen Sparens und Verwendens des Erarbeiteten zum Persönlichen und des Gemeinwohls der Menschen unseres Kreises. Gerade deshalb dürfen die inneren lebendigen Strukturen in den Sparkassen, mit ihren Filialen nicht erlöschen. Lösungen finden sich nicht allein durch Gutachten. Die Sparkassenkunden sollten fragend einbezogen werden. Ebenso sollte das für die gewählten Gemeinde- und Stadträte selbstverständlich sein. Leider wurden diese bei diesen wichtigen Entscheidungen, die ohne Not getroffen worden, außen vor gelassen.

Andreas Graff
Stadtrat Meißen

Donnerstag, 31. Januar 2013

Warum schließt die Sparkasse Filialen?

Fragend schreiten wir voran*

In der vorgestrigen Ausgabe der SZ wurde dazu informiert. Berater und Bargeldagenturen sollen für mehr Service sorgen, auch abends und am Wochenende. Benannte Ursachen seien die veränderten demografischen Bedingungen im Landkreis und die Kundenwünsche.

Weitere Stichworte dazu:
- zunehmende Abwicklung der Bankgeschäfte über das Internet;
- geringere Inanspruchnahme der Service-Leistungen in den Filialen;
- Schließung ausgewählter Filialen sowie Abbau einiger Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker;
- mehr Selbstbedienung statt Kundenberater;
- reduzierte Öffnungszeiten;
- Ausbau des Online-Services;
- Bargeldagenturen in Einzelhandelsgeschäften;

Das klingt zunächst nach Modernisierung und Optimierung. Aber es gibt sofort auch Verunsicherungen und Fragen, vor allem aus den ländlichen Regionen und durch ältere Leute, die keine Online-Konten einrichten oder weit über Land fahren wollen. Ich kann darauf keine aktuellen Antworten geben. Und warum weiß die Presse wieder einmal alles schon vor den Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte sowie den Kunden? Schließlich ist die Kreissparkasse ein kommunales Unternehmen. Da erwarten die Bürger nicht zuletzt Transparenz und Nähe.

Die demografische Entwicklung lässt eher konservative Kundenstrukturen erwarten. Ältere Menschen sind nun mal weniger mobil und erst recht nicht selbstverständlich im Internet unterwegs. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung im Landkreis Meißen liegt bei 47 Jahren und die Tendenz ist steigend. Auf 100 Personen im Alter von 20 - 65 kommen bereits heute 52,7 mit 65 Jahren und älter. (Quelle: Sächsische Staatskanzlei, Februar 2012) Wurde das wirklich einkalkuliert oder standen nur betriebswirtschaftliche Kennziffern zur Diskussion?

Wie steht die Kreistagsfraktion DIE LINKE dazu? Das werden inzwischen viele fragen. Bis zur Klausurberatung am 09.02.2013 vergeht noch einige Zeit. Spätestens dort sollte das aber  Diskussionsgegenstand sein.

G. Dietmar Rode
Kreisrat

* Losung des Chemnitzer Landesparteitages der LINKEN im Oktober 2012

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Städte und Kreise sollen über 200 Millionen Euro für Milbradts Landesbank-Abenteuer zahlen – Landräte unter Druck

Zum Stand der Verhandlungen über die Auflösung der 
Sachsen-Finanzgruppe

von Sebastian Scheel, MdL (DIE LINKE)


Wie mühsam die Verarbeitung der Erbfolgen des Zusammenbruchs der Sachsen LB ist, zeigt sich daran, dass es zweieinhalb Jahre gedauert hat, um überhaupt zu einem vorläufigen Verhandlungsergebnis zwischen den Eigentümern der Sachsen-Finanzgruppe zu kommen. Nun erwarten wir, dass der Finanzminister so schnell wie möglich dem Landtag auf Grundlage dieses Ergebnisses einen Gesetzentwurf zur Herauslösung des Freistaates aus der Sachsen-Finanzgruppe vorlegt. Heute schon ist absehbar, dass die komplexen Beratungen darüber nicht vor Sommer nächsten Jahres abgeschlossen sein werden.

Mittwoch, 3. September 2008

Filialschließungen der Sparkasse Meißen?

Diskussionsrunde zu Plänen des Landkreises
von Dr. G. Dietmar Rode
- Pressesprecher -


Die neue Kreistagsfraktion Die Linke hat sich bereits kurz nach ihrer Konstituierung dazu geäußert, die angekündigte Strukturveränderungen der Sparkasse kritisch und im Interesse der Bürger prüfen und klären zu wollen. Die Dringlichkeit wurde nicht zuletzt dadurch bestätigt, dass in der Einwohnersprechstunde der ersten Kreistagssitzung allein diese Thematik angefragt wurde.

Auf seine Initiative und gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten René Fröhlich bereitet die Fraktion für Ende September eine Diskussionsrunde (poliTTisch) zu den geplanten Filialschließungen der Sparkasse im Haus für viele(s) in Meißen vor. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Zuvor konstituiert sich der neue Verwaltungsrat der Sparkasse, in dem mit der Fraktionsvorsitzenden
Bärbel Heym auch eine Vertreterin der Fraktion Die Linke mitarbeiten wird. Dadurch werden wir mit aktuellen Informationen zur Situation und den Perspektiven rechnen können.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Sparkasse schließt 15 Filialen



Der alte Kreistag hat seine Tätigkeit noch nicht beendet und der neue sie noch nicht angetreten. Da schiebt die Sparkasse Meißen noch schnell eine folgenschwere Pressemitteilung vor das Sommerloch. Ein Fünftel der bisherigen Geschäftsstellen bzw. Geldautomaten sollen dem Rotstift geopfert werden.

Es wird zwar versichert, dass es keine Reduzierung von Stellen geben wird. Erinnern wir uns aber auch an das kaum anderthalb Jahre alte Versprechen, durch die Fusion soll es keine Schließungen geben. Hoffentlich wird Landrat Arndt Steinbach nicht bereits vor Amtsantritt im neuen Großkreis von Vergesslichkeit geplagt.

Die neue Kreistagsfraktion der Linken hat sich die Auseinandersetzung mit dieser Form einer "optimierten Präsenz in der Region" natürlich auf die Agenda gesetzt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Kreissparkasse ein Dienstleistungsunternehmen mit sozialer Verantwortung bleibt. Hier gilt es wohl, einiges zu hinterfragen und einzuklagen.

Vor allem die Kleinverdiener und -sparer, die Gewerbetreibenden und mittelständischen Unternehmer wird das interessieren.
02.07.2008

Dr. G. Dietmar Rode, Pressesprecher der Fraktion
Tel.: 0351-8737994