Orientierung

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Freitag, 28. Oktober 2016

Podiumsdiskussion

Kulturbahnhof Radebeul-Ost
Nach einem Eklat im Radebeuler Stadtrat wollen DIE LINKE und VVN/BdA gemeinsam über ein zeitbezogenes Geschichtsbild nachdenken

Die Würdigung des 80. Jahrestages der Gründung der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg war Anlass für eine kontroverse Diskussion im Stadtrat von Radebeul. Die widersprüchlichen Äußerungen von Vertretern der CDU, FDP und Bürgerforum/Grüne sorgten für heftige Stimmungen in der Öffentlichkeit. Nun wollen die Fraktion DIE LINKE.Radebeul und der VVN/BdA gemeinsam nachdenken, wie die Diskussion konstruktiv weitergehen kann. Aktuelle Anknüpfungspunkte gibt es zur Genüge.

Es wird vorgeschlagen, am Freitag, dem 11. November 2016 – 18:00 Uhr im Kulturbahnhof Radebeul-Ost eine Podiumsdiskussion durchzuführen.

Bitte auch hier anklicken.

Montag, 12. September 2016

Hungerstreik kurdischer PolitikerInnen

http://www.wir-ag-dresden.de/
Solidaritätsaktion in Dresdner Wir AG

Nachdem 50 hochrangige kurdische PolitikerInnen, darunter auch Abgeordnete des türkischen Parlaments am Donnerstag in den Hungerstreik getreten sind, haben sich 10 KurdInnen aus Sachsen dieser Aktion solidarisch angeschlossen und sind heute 10.00 Uhr in der Dresdner Wir AG ebenfalls in den Hungerstreik getreten.

Ziel der Aktion ist es, ein Zeichen gegen das seit fast zwei Jahren bestehende Kontaktverbot des seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imralı inhaftierte PKK-Gründer Abdullah Öcalan zu setzen. Seit 2014 waren Angehörigen von Öcalan keine Besuche mehr erlaubt worden. Dazu erklärt Mirko Schultze, Co-Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Deutsch-kurdische LINKE:
„Man kann zur PKK stehen, wie man will, aber Öcalan ist nach wie vor die Schlüsselfigur bei der Lösung der Kurdenfrage. Es war die türkische Staatsführung, die den auch von Öcalan aus dem Gefängnis heraus getragenen laufenden Friedensprozess aufgekündigt hat und seitdem den Konflikt in den kurdischen Gebieten immer weiter eskaliert. Das Kontaktverbot stärkt bei den KurdInnen die Sorge um das Wohlergehen Öcalans. Die Forderung, seinen Anwälten und Angehörigen Zugang zu ihm zu gewähren, ist deshalb mehr als berechtigt. Einen neuerlichen Friedensprozess in der Kurdenfrage kann es auch aus meiner Sicht nicht ohne Einbeziehung Öcalans geben. Deshalb unterstützen wir die KurdInnen in ihren berechtigten Forderungen. Die kurdische Frage ist und bleibt eine Schlüsselfrage für den Frieden in der gesamten Region.“
Der solidarische Hungerstreik ist zunächst für drei Tage geplant. Nachrichten über die Aufhebung der Kontaktsperre, die mittlerweile von türkischer Seite verbreitet wurden, werden sorgfältig geprüft. Sofern es sich nicht um eine Finte handelt und in der Folge die 50 kurdischen PolitikerInnen ihren Hungerstreik beenden, so wird auch die Aktion in Dresden vorfristig beendet werden.

Sonntag, 15. November 2015

Was sind die Ursachen für Terrorismus und Flucht?

G-20-Gipfel in Belek bei Antalya/Türkei
Bild anklicken.
Wird der G-20-Gipfel die internationale Kooperation verbessern?

Es ist nicht zu übersehen, dass die ungleiche Verteilung des Reichtums dieser Welt die grundlegende Ursache für das Drama ist, das sich jetzt vor allem zwischen dem Nahen Osten, Afrika und Europa abspielt. Und ungebremste Kriege mit schrecklichen Elend sind ihre Folge. Selbst in den entwickelten Ländern klafft die Schere zwischen Arm und Reich so weit wie nie, wie OECD-Generalsekretär Angel Gurria zur Eröffnung des Gipfels am Samstag in Belek bei Antalya betonte. Auch in den Schwellenländern werde die Kluft tiefer. Und daraus entspringen Terrorismus und Massenflucht.

Neunzehn wichtige Industrie- und Schwellenländer sowie die Europäische Union haben ihre Vertreter zu diesem Treffen in die Türkei entsandt. Sie repräsentieren immerhin zwei Drittel der Weltbevölkerung und drei Viertel des weltweiten Handels. Gastgeber Türkei dürfte als unmittelbarer Nachbar der aktuellen Kriegsgebiete Syrien und Irak eine besondere Rolle spielen - in aller Widersprüchlichkeit. Die Anschläge von Paris und die größte Flüchtlingskrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges unterstreichen die Bedeutung der zu fassenden Beschlüsse. USA-Präsident Obama, Russlands Präsident Putin und Bundeskanzlerin Merkel gehören zu den prominentesten Persönlichkeiten des G-20-Gipfels, der hoffentlich nicht nur eine grandiose PR-Veranstaltung bleiben wird. Eigentlich geht es um die Weltwirtschaft. Doch es sind die Völker, die darunter leiden. Und darum muss der Kampf gegen den Terror an erster Stelle in der Agenda stehen.

Nebenbei angemerkt und angefragt:

Sollte Pegida auch am Montag wieder auf die Straßen gehen, ist längst klar geworden, dass die Proteste dieser Bewegung bisher weder eine einleuchtende Sicht auf die Ursachen, noch Lösungen für die aktuellen Probleme gebracht haben. Aber ihre weitere Eskalation könnte dazu führen, dass die Beherrschbarkeit der Situation in unserem Land immer mehr in Frage gestellt wird. Die Rufe "Wir sind das Volk", "Volksverräter" und "Lügenpresse" haben sich verselbstständig und gehen an den Erfordernissen vorbei. Frage nebenbei: Wie sehen ISIS-Terroristen wohl diese "Patriotischen Europäer", die so energisch ihre eigene Regierung bekämpfen wollen?

Donnerstag, 23. Juli 2015

Kunstfest der Toleranz

Foto A. Graff
Wir malen unser Dasein in der Heimatstadt Meißen bunt

Von Andreas Graff

Es war auf dem Heinrichsplatz ein Fest von besonderer Art. Das Buntes Meißen e.V. und der Kunstverein Meißen, welche zu diesem Kunstfest eingeladen hatten, können auf eine gelungene Veranstaltung mit Freude zurückblicken. Denn mit Freude wurden alle vorbereiteten Mal- und Gestaltungsstationen von den einge-ladenen Flüchtlingen und Asylsuchenden angenommen. Dass eine herzliche Begrüßung und Begleitung durch die Meißner erfolgte, war mehr als sehenswert.

Man kommunizierte, an den Malständen und ausgelegten weißen breiten und ca. drei Meter langen ausgelegten zu bemalenden Malstreifen, auch mit Pinsel und Farbe. Beeindruckend wie Kinder von Flüchtlingen und Asylsuchenden sich mit Kindern aus Meißen beim Malen mit Gestik und Mimik verständigten. Dass dabei die Eltern ihren Kindern nicht nachstanden, versteht sich von selbst. Diese Atmosphäre hatte eine Ausstrahlung von menschlicher Achtung, die immer mehr Meißner und Touristen aus nah und fern anzog. Sie reihten sich ins Kunstfest mit Gesprächen und auch mit dem Mit-Malen ein. So zeigten alle, wie offen und kulturvoll unsere Stadt ist. Eins steht fest: Diese Art und Weise der kulturellen künstlerischen Betätigung und der damit sich vollzogenen Begegnungen haben eine hohe Wertigkeit gegenüber großen Reden. Sie bringen menschlich das Bedürfnis der gegenseitigen Achtung und den gemeinsamen Willen in Frieden miteinander zu leben nah. Ich habe versucht, die Momente mit den Fotos festzuhalten. Sie sind so vielaussagend. Nicht nur diese Bilder belegen, Meißen ist eine Stadt mit Traditionen der Weltoffenheit und des friedlichen Zusammenlebens. Auf dieser Basis entwickelte sich Kultur, Kunst, Handwerk, Industriel, Handel und Tourismus in unserer Stadt. Gerade die deutsche Geschichte belegt, wer diese Traditionen nicht achtet und pflegt handelt nicht im Interesse des deutschen Volkes, sondern schädigt das friedliche Zusammenleben und unser Ansehen.

Ein besonderes herzliches Dankeschön geht an die Hauptorganisatoren: Daniel Bahrmann, Kathleen Nagler, Andreas Bärisch und Tilo Hellmann.

Andreas Graff
Stadt- und Kreisrat Meißen
Mitglied Buntes Meißen

Samstag, 20. Juni 2015

Griechenland-Hatz

https://de.wikipedia.org/wiki/Griechenland
Argumente zum Wochenende: Die Rentner

Von Michael Schlecht, MdB, wirtschaftspolitischer Sprecher 
Fraktion DIE LINKE

Die Sparpakete von EU und Internationalem Währungsfonds haben in Griechenland ein beispielloses Desaster angerichtet. Dennoch beharren die Gläubiger – allen voran die Bundesregierung – auf weiteren Kürzungen. Um die zu rechtfertigen, wird kräftig Stimmung gegen Athen gemacht. „Wir werden nicht die überzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen“, tönte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Tenor: Wir zahlen, die machen sich ein schönes Leben. Als Beispiel für diesen Quatsch werden derzeit die griechischen Renten herangezogen.

Die Griechen, so heißt es, haben ein extrem teures Rentensystem. Kein Wunder – schließlich gingen viele Griechen schon mit 56 Jahren in Rente. Damit ist das Bild rund: Faule Griechen leben auf unsere Kosten. Daran ist so viel falsch, das man es kaum aufzählen kann. Hier die wichtigsten Fakten:

Donnerstag, 27. März 2014

Parteiübergreifende Solidarität mit Johannes Lichdi

Prozess gegen MdL Lichdi startet am Montag

Respekt für seine Entscheidung, richterliche Klärung herbeizuführen / Dresdner Staatsanwaltschaft seit Jahren offenbar auf dem juristischen Holzweg


Parteiübergreifender Konsens bei Anti-NPD-Demo in Meißen
im Bundestagswahlkampf 2013.  Johannes Lichdi (rechts)
Foto: Rode

Am Montag, denm 31. März, beginnt um 9.00 Uhr vor dem Dresdner Amtsgericht ein weiterer Prozess gegen einen prominenten Blockierer vom 19. Februar 2011. Dieses Mal wird Johannes Lichdi, Landtagsabgeordneter für die Grünen, auf der Anklagebank sitzen, nachdem er jegliche Angebote zur Verfahrenseinstellung gegen Schuldeingeständnis und Zahlung einer Geldstrafe ausgeschlagen hatte. 

Dazu erklärt Silvio Lang, Sprecher für Antifaschistische Politik im Landesvorstand DIE LINKE. Sachsen: „Meine Solidarität gilt über die Parteigrenze hinweg Johannes Lichdi. Sein antifaschistisches Engagement an allen Aktionstagen des Bündnisses Dresden Nazifrei, vor allem aber seine Entschlossenheit, nun vor Gericht bis zur höchstrichterlichen Instanz seinen Fall verhandeln zu lassen, verdient höchsten Respekt.“ 

Lichdi hatte im Vorfeld zur Prozesseröffnung erklärt, dass er die Einstellungsangebote der Staatsanwaltschaft ausgeschlagen habe, um endlich richterlich klären zu lassen, dass friedliche Platzbesetzungen vom Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gedeckt seien. Da er über die Mittel und Ressourcen verfüge, so einen Prozess zu tragen, gehe er diesen Schritt auch stellvertretend für all jene, die ebenfalls von Repressionen betroffen waren und sind und denen das nicht möglich ist.

„Ich hoffe sehr, dass mit diesem Prozess endlich geklärt wird, wie sehr die Dresdner Staatsanwaltschaft seit Jahren auf dem juristischen Holzweg herum irrt. Die mangelnde juristische Kompetenz der Behörde, noch dazu oft in Verbindung mit fragwürdigen Methoden, hat sich nicht erst in den Verfahren gegen Lothar König oder Tim, in dem seit Jahren verschleppten Verfahren gegen Falk Neubert oder bei den fortgesetzten Verfahren gegen Caren Lay und Michael Leutert gezeigt. Hier müssen endlich klare Grenzen gezogen und die Dresdner Staatsanwaltschaft wieder an rechtsstaatliche Grundregeln erinnert werden.“ so Lang abschließend.


Thomas Dudzak, Mitarbeiter Presse/Öffentlichkeitsarbeit
www.dielinke-sachsen.de

Mittwoch, 19. März 2014

Öffentlicher Dienst soll Tarifforderungen erfüllen!

DIE LINKE unterstützt ver.di-Forderungen und bringt morgen Antrag in den Bundestag ein

Michael Schlecht, MdB, wirtschaftspolitischer Sprecher DIE LINKE, Mitglied im Parteivorstand


DIE LINKE stellt sich hinter die Forderungen von ver.di für die Beschäftigen im öffentlichen Dienst. Wir wollen, dass sie auf Punkt und Komma erfüllt werden. Weil es notwendig und das Mindeste ist! Dazu hat die Fraktion DIE LINKE im Bundestag einen Antrag eingebracht, der am Donnerstag, dem 20.3.2014 ab 17:10 im Plenum diskutiert wird.

Um satte zehn Prozent haben die Bundestagsabgeordneten ihre Diäten erhöht. Eigentlich hätte ver.di eine genauso hohe Forderung stellen können. Dann wäre zumindest der Rückstand seit 2000 ausgeglichen. Aber zumindest die im Vergleich dazu eher bescheidene Forderung mit einem Volumen von knapp sieben Prozent muss verwirklicht werden! Die Gewerkschaft ver.di fordert einen Sockelbetrag von 100 Euro plus 3,5 Prozent für die Beschäftigten. Bund und Kommunen sollen schleunigst der Tariferhöhung zustimmen.

Erstens, und das ist selbstverständlich: Die Qualität des öffentlichen Dienstes ist für alle wichtig. Jeder Bundesbürger nimmt diese Dienste in Anspruch. Und er bekommt gute Arbeit. Gute Arbeit wiederum erfordert gute Bezahlung der Beschäftigten und ausreichend Personal.

Zweiter Grund: Nachholbedarf. Eigentlich müssten die Löhne mindestens gemäß dem verteilungsneutralen Spielraum steigen – also so stark wie Produktivität und Inflationsrate. War das so? Weit gefehlt! Seit dem Jahr 2000 ist dieser verteilungsneutrale Spielraum im öffentlichen Dienst nicht ausgeschöpft worden. Die Lohnerhöhungen blieben zehn Prozent hinter dem zurück, was mindestens nötig gewesen wäre.

Dritter Grund: Gerechtigkeit. Seit dem Jahr 2000 sind die Lohneinkommen real – also unter Berücksichtigung der Preissteigerungen – gesunken. Die Gewinne hingegen sind explodiert. Folge: Es sinkt die Lohnquote, also der Anteil von Löhnen und Gehältern am Volkseinkommen. Wären die Löhne immer in Höhe des verteilungsneutralen Spielraumes gestiegen, so hätten die Beschäftigen insgesamt eine Billion Euro mehr. Stattdessen aber ist das Geld in den Taschen der Unternehmer gelandet.

Vierter Grund: die Konjunktur. Alle, inklusive die Bundesregierung und ganz vorneweg Sigi Gabriel "unser" Wirtschaftsminister - http://www.michael-schlecht-mdb.de/gabriel-fur-hohere-lohne-aber-nur-verbal.html - sprechen davon, dass der private Konsum gestärkt werden muss. Nun, hier ist eine Gelegenheit, dafür was zu tun: Mehr Geld für die 2,1 Millionen Beschäftigen von Bund und Kommunen bringt einen deutlichen Schub für die inländische Nachfrage, die bislang vor sich hindümpelt. Das würde die Konjunktur stärken, es würde Deutschland weniger abhängig von den Exporten machen. Und außerdem könnten so die deutschen Exportüberschüsse gemindert werden, die die Euro-Zone bis heute destabilisieren.

Die Forderungen von ver.di kosten Bund und Kommunen etwa sechs Milliarden Euro. Jetzt sage niemand: Das Geld ist nicht da, wir müssen sparen! Nicht die Beschäftigten haben Löcher in die Staatskasse gerissen. Sondern eine völlig verfehlte Finanzpolitik, die gerade den Reichen und Unternehmern immer mehr geschenkt hat. Die Einnahmeausfälle aufgrund der Steuersenkungen seit 2000 belaufen sich auf rund 500 Milliarden Euro, errechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut IMK. Allein für 2013 fehlten 6,6 Milliarden. Das Geld ist also da, man muss es sich nur holen.

Es bleibt dabei: Es gibt keinen guten Grund, den Beschäftigten steigende Gehälter zu verweigern. Der Bund muss also schleunigst die erforderlichen Finanzmittel in den Haushaltsplan 2014 einstellen und dafür sorgen, dass die Kommunen die Lohnsteigerung finanzieren können. Das ist recht, und das ist billig!

Weiter Informationen www.michael-schlecht-mdb.de

Donnerstag, 27. Februar 2014

Film über die Folgen der Austeritätspolitik in Griechenland

Linksjugend Meißen lädt am 05.03.2014 ins Haus für Viele(s) ein

Bitte hier anklicken.
Am 05.03.2014 lädt die Linksjugend Meißen alle Interessierten ab 18.00 Uhr zu einem Film (Englisch mit deutschen Untertiteln) über die gegenwärtige Situation von Migrant_innen in Griechenland in das Haus für Vieles(Dresdner Straße 13) nach Meißen ein.

Die Do­ku­men­ta­ti­on „Into the Fire“ (Die versteckten Opfer der Austeritätspolitik) aus dem Jahr 2013 be­han­delt den ras­sis­ti­schen und re­pres­si­ven All­tag von illegalisierten Migrant_innen auf Grie­chen­lands Stra­ßen wäh­rend der Krise. 

Zum einen kommen in Griechenland jedes Jahr Hunderttausende von Flüchtlingen an, denen es durch die Dublin II-Verordnung, nur in dem Land erlaubt ist, ein Asylverfahren anzustreben, in dem sie die Europäische Union erreicht haben. Zum anderen ist Griechenland seit Jahren von der Austeritätspolitik der Troika aus Europäischer Zentralbank, Europäischer Kommission und Internationalem Währungsfonds gebeutelt. In allen Bereichen werden Einsparungen getroffen, Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit steigen, sodass rechte autoritäre Kräfte an Zuspruch gewinnen. 

Dargestellt werden in der Dokumentation neben den un­mensch­li­chen Le­bens­be­din­gun­gen für il­le­ga­li­sier­te Men­schen, auch der Ras­sis­mus der grie­chi­schen Main­stream ​Po­li­tik, der Neofaschisten von Chry­si Avgi und des Staats­ap­pa­rats sowie deren enges Ver­hält­nis zu­ein­an­der. Anschließend gibt es noch die Möglichkeit zur Diskusssion."

Viele Grüße,
Stefan

Begriffserklärung:
Austerität (engl. austerity, von lat. austeritas „Herbheit“, „Strenge“, „dunkler Farbton“) bedeutet „Disziplin“, „Entbehrung“ oder „Sparsamkeit“. Der Begriff wird heute vor allem in ökonomischen Zusammenhängen gebraucht und bezeichnet dann eine staatliche Haushaltspolitik, die einen ausgeglichenen Staatshaushalt über den Konjunkturzyklus ohne Neuverschuldung anstrebt (Austeritätspolitik)
http://de.wikipedia.org/wiki/Austerit%C3%A4t

Donnerstag, 16. Januar 2014

Nur noch 35 Tage verbleibend!

Flüchtlinge aufnehmen, nicht bekämpfen!

Oder:
Flüchtlinge, aufnehmen nicht, bekämpfen!????? Was für ein beängstigendes Wortspiel!

europa@cornelia-ernst.de 
Liebe Genossen und Genossinnen,

seit dem Unglück vor Lampedusa Anfang Oktober hat sich trotz allgemeiner Empörung nichts an der Asyl- und Migrationspolitik der EU geändert. All unsere Versuche als GUENGL-Fraktion  auf europäischer Ebene, eine substantielle Veränderung zu bewirken, wurden verhindert. Ein Asylpaket wurde vom Rat und mit breiter Mehrheit des Parlamentes beschlossen, das die Situation von Flüchtlingen nicht verbessert.  Neben Frontex  gibt es nun auch noch Eurosur zur Perfektionierung  der Überwachung der EU-Außengrenzen und Bekämpfung der so genannten illegalen Migration. 

Es ist dringend notwendig, einen neuen Anlauf für eine gerechte und humane Flüchtlingspolitik zu unternehmen und Öffentlichkeit dafür  herzustellen. Zu diesem Zweck habe ich diese Unterschriftenkampagne angestoßen.

Ich bitte Dich bzw. Euch um die Unterstützung dieser öffentlichen  Petition, sowohl durch die Unterschrift als auch durch Verbreitung der Petition!

Wir wollen mindestens  5.000 Unterschriften sammeln und sie gemeinsam mit NGOs und Verbänden öffentlich übergeben. Es verbleiben nur noch 35 Tage um die Petition zu unterzeichnen.


Mit kämpferischen  Grüßen,
Dr. Cornelia Ernst
DIE LINKE. im Europaparlament
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Brief an die Bundeskanzlerin

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Für eine menschenwürdige Asyl- und Flüchtlingspolitik und eine moderne Einwanderungspolitik

Zur Petition - bitte hier anklicken

Bitte unterzeichnet diese Petition!

Das tägliche Drama im Mittelmeer liegt in unserer Verantwortung. Vierhundert Tote aktuell vor der italienischen Küste, einige tausend Tote zuvor. Sie alle versuchten, über das Meer aus den Kriegs- oder Hungergebieten Afrikas und dem Nahen Osten nach Europa zu gelangen, und gingen dabei in den Tod. Sie alle klagen an – und auf der Anklagebank sitzt auch Europa.
Auch das gehört bei den Koalitionsverhandlungen in das Großthema „Soziale Gerechtigkeit“: Eine große Koalition mit einer zwei Drittel-Mehrheit im Bundestag ist politisch nur zu rechtfertigen, wenn sie den Willen hat, auf die Verzweiflung und die Hoffnung der Flüchtenden aus den Elendsquartieren Afrikas und dem Nahen Osten anders als mit Schnellbooten, Drohnen, Hubschraubern und andere grenzsichernde Maßnahmen der europäischen Grenzpolizei Frontex zu antworten. Nämlich: sozial und gerecht.
Diese Petition verfolgt die dringende Aufforderung an die Vorsitzenden von CDU, CSU und SPD endlich Veränderungen in der Asyl-, Flüchtlings- und Einwanderungspolitik durchzusetzen. Bis heute praktizieren wir eine kompromisslose und unmenschliche Abschottungspolitik, an deren Außenkanten tausende Flüchtlinge keine Rettung erhalten.

Wir fordern:
Sichere Wege, um nach Europa zu gelangen!
Die Beendigung der Residenzpflicht und des Arbeitsverbots!
Die Überprüfung von Dublin II: Griechenland, Italien und Spanien dürfen aufgrund kaltschnäuziger Verträge nicht allein gelassen werden!
Ein neues, bereicherndes Einwanderungsgesetz!

www.gesichtzeigen.de
Begründung:
Deutschlands Einfluss auf die innere Entwicklung und künftige weltpolitische Bedeutung der EU ist groß. Die soziale Kälte, mit der die abgelöste Regierungs-Koalition auf die Finanzkrise und die durch sie ausgelöste Wirtschaftskrise in Europa reagiert hat, sollte endlich einer ganzheitlichen Politik auch über Europas Grenzen hinaus weichen. Das gilt ebenso für ein Ende des Sozialabbaus in den besonders betroffenen südeuropäischen Mitgliedsländern.
Es ist an der Zeit der Bundesregierung zu zeigen, dass die Menschen, die sie regieren eine Meinung haben und diese bereit sind zu vertreten.
Unterstützen Sie diese Petition, um den führenden Politikern ein klares Signal zu senden und ihnen zu zeigen, dass Deutschland weltoffen ist.

Wir fordern die zukünftige Regierung auf, ihren Einfluss und Ihre Stärke zu nutzen, um Europa zu öffnen und seine Grenzen menschenwürdig zu machen.
Der Friedensnobelpreis an unseren Kontinent soll endlich eine Zukunft haben! 

Freitag, 13. September 2013

Syrien braucht keinen Krieg! Menschen brauchen Hilfe!

Am Mittwoch sind die ersten syrischen Flüchtlinge per Flugzeug in Deutschland eingetroffen.

Die Zahl der aufzunehmenden Syrer wurde von der Bundesregierung bereits im März zunächst auf 5.000 begrenzt. Damit tut sich Deutschland nicht besonders hervor, insbesondere auf dem Hintergrund, dass inzwischen wenigstens 2 Millionen aus ihrer Heimat flüchten mussten, um das nackte Leben zu retten. Ich denke unwillkürlich an meine Großeltern, die in den Kriegswirren von 1945, nur mit Handgepäck, aus dem schlesischen Breslau nach Sachsen fliehen mussten...

Auch Sachsen wird solche armen Menschen aufnehmen müssen, vor allem Familien mit Kindern. Aber immer wieder höre ich Vorbehalte, Unsicherheiten, Ablehnungen. Doch wahrer Humanismus zeigt sich vor allem in der Tat. Wir müssen Lösungen finden, und nicht die Ablehnungen schon vor dem Suchen formulieren. 

Die ersten von insgesamt 257 Flüchtlingen aus Syrien werden Ende des Monats in Sachsen erwartet. Die Verteilung auf die Bundesländer erfolgt über den sogenannten Königsteiner Schlüssel. Sobald wir mehr wissen, werden wir uns als Fraktion DIE LINKE im Kreistag Meißen für angemessene Schritte zur Hilfe einsetzen.

Anfang September erklärte Wolfgang Gehrcke, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE:"Eine Militärintervention der USA gegen Syrien wäre politisch verheerend, moralisch falsch und völkerrechtswidrig." 

Inzwischen gibt es vage Hoffnungen auf einen Weg zu friedlicheren Verhältnissen. Aber aktuell muss den Menschen geholfen werden. Keine Waffenlieferungen, keine Unterstützung der kriegsführenden Seiten! Sahra Wagenknecht gab heute zu bedenken: "In Syrien kämpft nicht Gut gegen Böse." (n-tv, 13.09.13). Die Angst ist berechtigt, dass da ein ganzes Volk zwischen kriegstollen Machblöcken zerrieben wird.

Dr. G. Dietmar Rode
Kreisrat