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Donnerstag, 15. Februar 2018

Fraktion DIE LINKE.SACHSEN äußert sich

Kostenfreien ÖPNV schrittweise einführen – solidarische Finanzierung realistisch / PR-Gag der Bundesregierung nutzlos

Zum Vorschlag der Bundesregierung, öffentliche Verkehrsmittel kostenfrei anzubieten, erklärt Marco Böhme, Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag für Klimaschutz und Mobilität:
"Es gibt bisher weder Finanzierungskonzept noch konkrete Vorschläge. Wir haben uns mit der Frage eines solidarisch finanzierten ÖPNV schon vor Jahren beschäftigt und festgestellt, dass dies die beste Möglichkeit ist, den motorisierten Individualverkehr drastisch zu reduzieren. Im Kern geht es um eine Flatrate für Bus und Bahn, die allen Bewohnern einer Stadt ermöglicht, fahrscheinfrei den ÖPNV zu nutzen. Die Kosten am Beispiel Leipzig wären dann nicht mehr über 60 € für eine Monatskarte, sondern eine Abgabe aller von ca. 20 € (sozial ausdifferenziert). 
Es sollen alle Menschen einer Stadt eine Nahverkehrsabgabe zahlen, die deutlich günstiger ist, als der individuelle Erwerb von Einzeltickets. Das Ganze nennt man im Fachjargon Nutznießer-Finanzierung und wurde auch schon vom MDV und anderen Verkehrsverbünden geprüft. Alle Bewohner einer Stadt profitieren davon, wenn möglichst viele Menschen den ÖPNV nutzen. Durch weniger Autos auf den Straßen haben nicht nur die Anwohner etwas davon, wenn es weniger Lärm, Abgase und Platzverschwendung gibt, sondern auch die Autofahrer selbst: freiere Straßen. Deswegen sollen auch alle in die solidarische Finanzierung einbezogen werden.

Das Ganze kann nicht von heute auf morgen, sondern muss gestaffelt eingeführt werden, damit notwendige ÖPNV-Infrastruktur ausgebaut werden kann. Das kann z.B. bedeuten, dass erst eine Abgabe von 5 € pro Monat verlangt und der ÖPNV am Wochenende kostenfrei genutzt wird. Durch die Anschubfinanzierung werden neue Fahrzeuge und Infrastrukturmaßnahmen finanziert. Im zweiten Schritt beträgt die Abgabe 10 €, alle Menschen können ab 19 Uhr kostenfrei fahren. Je nach Ausbaustand wird die Freifahrtberechtigung ausgeweitet und endet schließlich beim komplett nutzbaren fahrscheinfreien ÖPNV.
Auch sollten Gäste der Stadt durch eine Übernachtungspauschale (wie Kur- oder Kulturtaxe) sowie große Wirtschaftsbetriebe, die Pendelverkehr verursachen, in die Finanzierung einbezogen werden. Letztlich ist das solidarische Finanzierungsmodell nichts anderes als das, was die Studierenden übers Semesterticket praktizieren. Leider ist dies in Sachsen nicht möglich, weil die Kommunen keine solche Abgabe einführen dürfen. Daher wollen wir das kommunale Abgabengesetz ändern. Die Vorschläge wurden bei einer Fraktionsveranstaltung in Leipzig mit Experten diskutiert. Wir erreichten, dass dieses Modell Eingang in den Abschlussbericht der ÖPNV-Strategiekommission des Freistaates Sachsen (Nutznießer-Finanzierung) gefunden hat."

Kontakt: Marcel Braumann, Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Kostenloser Nahverkehr?

Zur Abstimmung:
https://mailchi.mp/civey/
regierung-plant-kostenlosen-nahverkehr-
eine-gute-idee-916805?e=f5be460890
Wie ist der Vorschlag der Bundesregierung zu bewerten?

Der Öffentliche Personennahverkehr gehört zu den grundsätzlichen Bereichen in unserem gesellschaftlichen Leben. Da hat es in den letzten Jahrzehnten, auch in Sachsen, deutliche Fortschritte gegeben. Aber es waren auch immer wieder erhebliche Probleme zu beachten und zu klären: Modernisierung und weitere Vernetzung, Sicherstellung in den strukturschwachen Gebieten, Fahrpreisentwicklung usw. Ich erinnere mich, dass auch DIE LINKE sich immer wieder solchen Problemen zugewandt hat. Ich war selbst noch Kreistagsmitglied, als unsere Fraktion eine Untersuchung im Landkreis Meißen anstrebte, die Möglichkeiten konkret vor Ort untersuchte, Fahrgäste befragte und Erkenntnisse im öffentlichen Forum befragte.

Eine solche Diskussion kann natürlich nicht von einem zum anderen Tag abgeschlossen sein. Aber im Zusammenhang mit Untersuchungen zur Umweltbelastung hat sie offenbar neue Dimensionen erhalten. Um die Abgaswerte zu verringern und die Straßen verkehrsärmer zu machen, muss nach neuen Wegen gesucht werden. Das hat die Bundesregierung offenbar erkannt, und stößt eine Diskussion zur zukünftig kostenlosen Nutzung der Busse und Bahnen. In der heutigen Tageszeitung wird, wie so oft generelle Methode, mit der Frage nach der Finanzierung begonnen. (SZ, 15.02.2018, S. 12: "Kostenloser Nahverkehr würde Millionen kosten"). Machbarkeit? Populismus? Zukunft? Kommunen begrüßen das Vorhaben. Experten äußern sich skeptisch. DIE LINKE wurde in diesem Artikel noch nicht einbezogen. Um so interessanter wäre es, wenn sich Linke auf den unterschiedlichen Ebenen, Stadträte, Landtagsabgeordnete, Rentner, Studenten und Schüler usw., dazu äußern würden.

Erste Umfragen laufen bereits im Netz., wie z.B. hier: https://mailchi.mp/civey/regierung-plant-kostenlosen-nahverkehr-eine-gute-idee-916805?e=f5be460890

Regierung plant kostenlosen Nahverkehr - eine gute Idee?



G. Dietmar Rode
Blogger

Freitag, 19. Dezember 2014

Aus dem Sächsischen Landtag

Flächendeckendes Maut-Überwachungssystem stoppen / Schon jetzt in Sachsen 1.981 Stunden Ausspähung

Zur Beratung des Antrags „Drohende Totalüberwachung des Verkehrs auf Straßen und Autobahnen in Sachsen durch geplante PKW-Maut des Bundesverkehrsministeriums rechtzeitig abwenden“ (Landtags-Drucksache 6/272) der Linksfraktion erklärt Enrico Stange, innenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Mit unserem Antrag konzentrieren wir uns auf einen Aspekt des PKW-Maut-Projekts, den massiven Grundrechteeingriff, der mit der automatisierten Kennzeichenerfassung verbunden ist. Es geht um sensible Daten von 40 Millionen deutschen Autofahrerinnen und Autofahrern. Mittlerweile hat Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) der massiven Kritik an der 13-monatigen Speicherung der Bewegungsdaten mit allen Fotos aller Nutzer von Jahres-Vignetten erst vor einigen Tagen stattgegeben. Im jüngsten Referentenentwurf findet sich diese Speicherfrist nicht mehr. Dennoch bleiben wir bei unserem Antrag – ich zitiere den sächsischen Datenschutzbeauftragten Andreas Schurig: „Ich lehne diese gigantische und unerhörte Massensammlung von personenbezogenen Daten vehement ab. Eine Vignettenlösung erreichte dasselbe Ziel – die Erhebung einer Infrastrukturabgabe –, ohne Ressourcen und Haushaltsmittel für eine Überwachungsinfrastruktur zu verpulvern und massiv in Grundrechte einzugreifen.“

Zum Antrag „Gesetzliche Berichtspflicht des Innenministers über anlassbezogene mobile automatisierte Kennzeichenerfassung gegenüber dem Landtag rechtzeitig und vollständig erfüllen“ (Landtags-Drucksache 6/227) erklärt André Schollbach, MdL DIE LINKE im Sächsischen Landtag, der dazu auch eine Kleine Anfrage (Drucksache 6/195) gestellt hatte:

Dass die vom Bundesverfassungsgericht beschriebenen Gefahren für das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung auch in Sachsen bestehen, zeigt die aktuelle Antwort der Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage. Danach werden die Kennzeichen vorbeifahrender Autofahrer durch die sächsischen Behörden in einem enormen zeitlichen Umfang systematisch erfasst. Allein im vergangenen Jahr wurden die Autofahrer in Sachsen insgesamt über 1.981 Stunden auf diese Weise ausgespäht; anschließend wurden die erfassten Kennzeichen systematisch mit verschiedenen Informationssystemen abgeglichen.

Nachdem es bisher Innenminister Ulbig nicht vermochte hatte, seiner Berichtspflicht über die Kennzeichenerfassung im Jahr 2013 nachzukommen, ist DIE LINKE mit dem hier vorliegenden Antrag aktiv geworden. Und siehe da, am Abend werden die Faulen fleißig...

Um der Blamage hier im Landtag zu entgehen, wurde eilig ein Bericht zusammengestellt und dem Landtag justament vor Beginn dieser Sitzung zugeleitet. Dies zeigt: Links wirkt. Ich freue mich, unseren Antrag zur Berichtspflicht für erledigt erklären zu können.

Samstag, 30. August 2014

Kreisrätin Dagmar Gorek zur Kreisstraßenbefahrung am 29. Juli 2014

Kreisstraßenbefahrung am 29. Juli 2014

Im Februar 2013 erfolgte die Beschlussfassung zur
Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens im Technischen Ausschuss
des Kreistages. Mit dem Planfeststellungsbeschluss kann der Landkreis
über eine Besitzeinweisung die erforderlichen Flächen für den Ausbau der
Ortsdurchfahrt beanspruchen. Die Grundstückseigentümer werden nach dem
Bodenwert für den Verlust entschädigt.
Inzwischen liegt ein Bescheid der zuständigen
Behörde beim Landkreis vor. Mit vielen Auflagen, welche das Vorhaben
wesentlich verteuern würden. Deshalb, so die Mitteilung von Herrn Herr,
Dezernatsleiter Bauen, Umwelt und Verkehr wird der Landkreis nochmals
auf die Gemeinde zugehen, mit dem Ziel einer einvernehmlichen Lösung der
Probleme.
Ich bitte alle "Linke" dieser Gegend, sich für das Bauvorhaben einzubringen.
Für den vollständigen Text bitte den Link (Überschrift) oben anklicken!


Sonntag, 20. Juli 2014

Es tut sich nichts, wenn wir nichts tun!

Andreas Graff auf dem Kreisparteitag der
LINKEN.Meißen 2014/Foto: Rode
Dienstaufsichtsbeschwerde durch Kreisrat Andreas Graff

an den Päsidenten 
des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr des Freistaates Sachsen
Herrn Rainer Förster

Sehr geehrter Herr Förster,

hiermit reiche ich gegen den verantwortlichen Leiter bzw. verantwortlichen Beauftragten für die Straßenarbeiten auf der Staatsstraße S 177 eine Dienstaufsichtsbeschwerde ein.

Begründungsinhalt: Nichtgerechtfertigte sofortige Freigabe des Plossens für den LKW Verkehr ohne Gewichtsbegrenzung. Diese war auf 7,5 Tonnen beschränkt. Die Aufhebung der Beschränkung wurde vorgenommen, obwohl noch umfangreiche Bauarbeiten auf dem Plossen im Gange waren.
Die Gefahrensituation für Bauarbeiter, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer waren enorm als die Schwerstlasten den Plossen befuhren.
Als Stadtrat erhielt ich von mehreren Bürgerinnen und Bürgern die Situation geschildert. Ich begab mich vor Ort und fand diesen, wie beschrieben Zustand vor.

Auf der S 177 Plossen ( Meißen –Wilsdruff) wurden in den vergangenen Monaten umfangreiche Sicherungs- Baumaßnahmen durchgeführt. Die Art und Weise der Information der Meißner zum Beginn der Baumaßnahmen und des Bauablaufes standen mehrmals in der Öffentlichkeit unter Kritik. In tvM Meißen und in den regionalen Ausgaben der Printmedien wurde dazu umfangreich berichtet.
Wie kann ein verantwortlicher Leiter die Freigabe anordnen, ohne konkret die Lage zu kennen?

Deshalb bitte ich Sie, den verantwortlichen Leiter zur Verantwortung zu ziehen und den Stadtrat Meißen darüber und über die Schlussfolgerungen für zukünftige Straßenbaumaßnahmen auf der S 177 zu informieren. Es gibt ja zu diesem Bauvorhaben noch viele offenen Fragen:

Wie erfolgt die Umleitung, wenn der Plossen voll gesperrt werden muss?
Wie sehen die konkreten Pläne aus, um z. B. eine Umleitungsstraße am Schloss Siebeneichen zu realisieren usw.. Fragen, auf die wir Stadträte schon seit längerer Zeit aufmerksam gemacht haben?

 In meinen Wahlkreis liegt die S177. Ich bitte Sie, dass Sie sich dieser wichtigen Seite der Sicherheit und der damit verbundenen Sorgen der Benutzer der Straße sowie der Anwohner mit uns Stadt- und Kreisräten annehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Graff
Stadtrat und Kreisrat
 Bockwener Weg 10
01662 Meißen

Anmerkung: Auch auf dem Blog des Ortsverbandes Meißen gibt es Veröffentlichungen und Kommentare zu diesem Thema. Bitte hier anklicken.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Forum über Meißner Verkehrsprobleme: Guter Start für den Landtagswahlkampf

Weshalb fehlte die CDU? Gemeinsame Schnittstellen für rot-grün-rote Koalition?

Mit einem gelungenen Forum über Meißner Verkehrsprobleme eröffnete heute  der Auto Club Europa (ACE) im Rathaus Meißen die inhaltliche Vorbereitung der Landtagswahlen. Nicht nur Meißner folgten der Einladung des Auto Clubs, denn die Gesprächspartner aus der Landes- und Kommunalpolitik, welche in der SZ angekündigt wurden, kündigten eine interessante Debatte an. Und diese erfüllten den Anspruch und die Erwartungen. Die gute Moderation von Herrn Jürgen Stiel (MDR) forderte mit gut formulierten Fragen, unterstützt von Herrn Hans Jürgen Freitag (ACE), zu klaren kurzen Antworten der Gesprächspartner heraus. Das gelang allen Gesprächspartnern gut bis sehr gut. 

Erstaunlich war der zu erkennende Konsens zu allen grundlegenden Fragen von: Den Landtagsabgeordneten und Kandidaten für den neuen Landtag, Eva Jähnischen (Bündnis 90/Die Grünen), Sebastian Scheel (DIE LINKE), Martin Dulig (SPD), Stadtrat Martin Bahrmann (FDP) und Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos, nicht Kandidat für den Landtag).
So z.B. sprachen sich alle gegen die künftige Benutzung des Plossens (S 177) durch schwere LKWs aus. Maximal und das muss genau geprüft werden 10 bis 12 Tonnen, so der Oberbürgermeister Raschke. 

Sebastian Scheel sprach sich für die Sorgfalt des Umganges mit Finanzen von Planung bis Durchführung aus. Es gibt einen Stau von Investitionen. 1 Milliarde im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen für den Straßenbau muss Sanierung (Priorität) und Neubau abdecken. 

Eva Jänischen forderte mehr Finanzen von Bund und Land für die Kommunen. Martin Dulig belegte, dass Sachsen ein durchschnittliches 30% größeres Straßennetz besitzt. Bahrmann stellt klar, dass 48 Millionen für die Sanierung alter Straßen keine kleine Summe ist. OB Raschke  sprach über die Einbeziehung in den Straßenbau und die Gestaltung z.B. Gerbergasse –Neugasse. Einbeziehung ist das A und O für Mitverantwortung-für gutes Wohnen- gute Versorgung von kleinen Gewerbetreibende und die Schaffung von mehr Anziehungskraft für Touristen.

Andreas Graff
stellvertretender Kreisvorsitzender DIE LINKE
Kreisrat

Donnerstag, 17. April 2014

Vorlage zur Finanzierung der Schülerbeförderung ist unsozial

Kreistagsfraktion mit Gästen bei ihrer Beratung zur
Soziokultur am 14.04.2014 im Haus für Viele(s) in
Meißen/ Foto: Rode
Kreistagsfraktion DIE LINKE fordert neue Diskussion

In Vorbereitung des nächsten Kreistages im Juni hat sich die Kreistagsfraktion mit einem Brief an den Landrat gewandt. Fraktionsvorsitzende Bärbel Heym schreibt, dass sie die öffentliche Empörung nachvollziehen kann, und dass sie berechtigt ist. Es dürften nicht alle Schüler und Eltern im Landkreis für die Versäumnisse weniger Zahlungspflichtiger in Haftung genommen. Zudem sei die derzeitige Vorlage eine faktische Vorfinanzierung des Schülerverkehrs durch die Eltern.

Die Sächsische Zeitung (Peter Anderson) berichtet heute darüber unter der Überschrift:
"Linke fordert monatliche Raten fürs Schülerticket. Nach den Protesten der letzten Wochen will die Partei den Einzug eines Jahresbeitrages im Kreistag wieder kippen."


Am Mittwoch wurde zu dieser Thematik ein  Antrag der Fraktion für die nächste Kreistagssitzung an den Landrat gestellt: Bitte hier anklicken.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Quo vadis ÖPNV?

Bürger wenden sich an uns

Brief der Familie Stranz

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bestürzung habe ich den Entschluss zur Abbestellung der RB Linie 110 Meißen – Nossen (Döbeln) aufgenommen. Damit demontiert das Land Sachsen weiter das Eisenbahnnetz in der Fläche und schiebt wie schon seit Jahren das Alibi Busangebot vor.
Doch aus eigener Erfahrung -  lange Zeit Wohnhaft an einer stillgelegten Bahnstrecke – das der Busverkehr noch wenige Jahre finanzielle abgesichert ist und alsbald erfolgt die weitere Ausdünnung. Leidtragend sind diejenigen, welche auf den ÖPNV angewiesen sind. Hat man denn nicht aus Fehlern der vergangenen Jahrzehnte gelernt?
Immer wieder kommen Halbsätze, der Busverkehr sei günstiger. Diese Phrase funktioniert nicht, da man beide Verkehrsträger nicht einfach auf die Kosten heruntergebrochen vergleichen kann. Jeder Verkehrsträger hat seine Vorteile, welche man entwickeln und ausspielen kann. Die Bahnstrecke an der Freiberger Mulde muss als Gesamtstrecke betrachtet werden und dann auch bis Dresden. dann spielt die Bahn ihr Potential aus. Gleichzeitig kann man Busverbindungen mit diesem Bahn Angebot verknüpfen, so dass eine Feinverteilung von Bus in die Fläche bzw. von flexiblen angeboten erfolgen kann.
Es ist schade, dass man hier mit voller Energie die selben Fehler der 80er und 90er wiederholt und die Alternativen kaum kreativ betrachtet werden.