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Freitag, 4. November 2016

Friedlichen Mitmenschen menschlich begegnen

Solidarität ist nicht für alle selbstverständlich
Meißen im Sommer 2016/ Foto: Tilo Hellmann

In der heutigen Sächsischen Zeitung (Ausgabe ..., S. 21, http://www.sz-online.de/nachrichten/in-letzter-minute-vor-abschiebung-gerettet-3532813.html) stand ein warmherziger Artikel mit der Überschrift "In letzter Minute vor Abschiebung gerettet". Die in Meißen vorbildlich integrierte Familie Queslati saß schon im Flieger, als sich das Blatt wendete. Solidarische Bürger hatten noch gestern alles versucht, das eingeleitete Verfahren rückgängig zu machen. Monika Graff und ihre Tochter waren dabei, als sich Meißner Einwohner mit vielen Emotionen u.a. vor der Polizeidienststelle für die Flüchtlingsfamilie einsetzten. Ein Hoffnungsblick für Humanismus und menschliche Güte.

Das genaue Gegenteil davon wird deutlich, wenn man eine E-Mail von Jürgen Gansel (NPD) liest: 
"Meißen: Asyl-Lobbyismus siegt über Rechtsstaatlichkeit und verhindert Scheinasylanten-Abschiebung ins Urlaubsland Tunesien! Es sah nach einem letzten Aufflackern funktionierender Rechtsstaatlichkeit in einer Zeit systematischer Missachtung des deutschen Asylrechts durch die Herrschenden aus. Am Donnerstagmorgen sollte die tunesische Scheinasylanten-Familie Oueslatis aus Meißen endlich abgeschoben werden. Durch den massiven Einsatz örtlicher Asyl-Lobbyisten und politischer Einwanderungsideologen wurde die Abschiebung in letzter Minute verhindert und die Familie wieder aus dem Flugzeug geholt. Jetzt ist die fünfköpfige Familie wieder in Meißen und wird über ihre Facebook-Seite in die Welt hinausposaunen, dass sich dieser „Staat“ noch nicht einmal an seine eigenen (!) Ausländergesetze hält und niemand abgeschoben wird, der es illegalerweise erst einmal hierher geschafft hat. Ein dunkler Tag für Meißen, Deutschland und den Rechtsstaat!"
Wer die Probleme unserer Zeit mit warmem Herzen und klarem Verstand betrachtet, den wird diese Sprache und diese Grundhaltung anwidern. Hass, Zynismus, Nationalismus und verfälschte Darstellung rechtsstaatlicher Grundsätze sind typisch für diese Partei. Und da fällt uns ein, dass das Bundesverfassungsgericht am 17. Januar 2017 sein Urteil im NPD-Verbotsprozess sprechen wird.

Andreas Graff
G. Dietmar Rode

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Freitag, 20. Mai 2016

Kommt am 10. bis zum 12.Juni nach Leipzig!

Einladung der Bewegungen des Willkommens, der Migration, der Solidarität und des Antirassismus

Bitte hier anklicken, um besser lesen zu können.
Zum Programm bitte hier anklicken.

Der Kreisvorstand und die Ortsvorsitzenden werden sich noch über die organisatorischen Bedingungen zur Teilnahme beraten, um rechtzeitig weiter zu informieren.

Sonntag, 21. Juni 2015

Das finde ich toll!

DIE LINKE auf Willkommenstour im Landkreis Bautzen


Auf der Homepage von Marion Junge, MdL ist heute zu lesen:

"Flucht und Asyl sind derzeit die hierzulande am intensivsten diskutierten Themen.
Die sächsischen Parlamentarier der LINKEN möchten sich in den nächsten Monaten einen systematischen Überblick über die Lebens- und Unterkunftssituation in allen sächsischen Landkreisen verschaffen.
Abgeordnete des Bundes-,Land-, Kreistages sowie Stadt- und Gemeinderäte werden im Rahmen einer „Asyl- und Willkommenstour“ in Sachsen unterwegs sein.
Ziel ist es, sich aus erster Hand vor Ort über die Situation zu informieren. Geplant sind u.a. Besuche verschiedener Erstaufnahmeeinrichtungen sowie zentrale wie dezentrale Asylunterkünfte in den Landkreisen und Kommunen.
Im Rahmen dieser sachsenweiten Tour werden Politiker der LINKEN vom 22.-24. Juni 2015 im Landkreis Bautzen Station machen." 

Zu näheren Informationen bitte hier anklicken.

Da ist nur zu hoffen, dass sich diese Aktion bald auch in unserem Landkreis Meißen fortsetzen wird. Bisher gibt es allerdings noch keine Informationen darüber. Solche Aktivitäten beeindrucken mich sehr. Wir Deutschen sind doch kein Volk von Egoisten, Nationalisten und Rassisten. Internationale Solidarität ist wichtiger denn je.

G. Dietmar Rode,
der Blogger

Freitag, 19. Juni 2015

Willkommenskultur

Preis der Linksfraktion vergeben

Die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag haben anlässlich des diesjährigen Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2015 den Preis „Gelebte Willkommenskultur und Weltoffenheit in Sachsen – 2015“ vergeben. Über die Vergabe hat eine Jury entschieden, der Johanna Stoll (Sächsischer Flüchtlingsrat), Emiliano Chaimite (stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Ausländerrat Dresden e. v.), und die Abgeordneten der Linksfraktion Juliane Nagel (Sprecherin für Flüchtlings- und Migrationspolitik), Lutz Richter (demokratiepolitischer Sprecher) und Marion Junge (Sprecherin für Bürger_innenanliegen) angehören.

Die Preisträger/innen sind:

1. Kategorie „Etablierte Initiative“: Bon Courage e.V. Borna https://boncourage.de/
2. Kategorie „Junge Initiative“: Bündnis „Willkommen in Roßwein“
http://www.rosswein.de/pdf/up/Willkommen-in-Rosswein-20150403.pdf
https://www.facebook.com/willkommeninrosswein?fref=ts
3. Kategorie „Engagierte Persönlichkeit“: Frau Ines Mättig, Bautzen

Die Preisgelder von je 750 Euro für Kategorie 1 und 2 sowie 500 Euro für Kategorie 3 wurden von den Abgeordneten gespendet. Mit dem Preis werden Personen und Gruppen gewürdigt, die sich für gelebte Willkommenskultur für Flüchtlinge und Migranten, für Weltoffenheit und Miteinander in Vielfalt sowie persönlich für Geflüchtete und Migranten besonders engagieren.

Rico Gebhardt, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, erklärte:
"Ursprünglich hatten wir uns entschlossen, den Preis in den Kategorien „Praktische Hilfe“ und „Politisches Engagement“ zu vergeben. Nicht zuletzt der Blick auf die Bewerbungen hat uns aber gezeigt, dass man beides nicht trennen kann. Wer Asylsuchenden praktisch hilft, wirkt immer auch politisch, und wer politisch für Asylsuchende wirkt, hilft ihnen praktisch. Deshalb hat sich die Jury entschlossen, den Preis stattdessen in zwei anderen Kategorien zu vergeben: In der Kategorie „Etablierte Initiative“ für Projekte, die schon eine etwas längere Zeit arbeiten, und in der Kategorie „Junge Initiative“ für Projekte, die erst am Anfang ihrer Tätigkeit stehen. Es ist uns gelungen, noch einen weiteren Preis zu ermöglichen. Mit ihm wollen wir Einzelpersonen würdigen, die sich für Geflüchtete einsetzen, ohne eine Organisation im Hintergrund zu wissen. Auch hier wollen wir die gute Tat fördern, wenngleich es – wie in den beiden anderen Kategorien – leider nur eine unter vielen sein kann. Wir werden alle Engagierten weiter aus ganzer Kraft unterstützen, nicht nur auf parlamentarischer Ebene."
Prof. Dr. Martin Gillo sagte in seinem Grußwort als „sehr stolzes Mitglied der CDU“, dass „wir langsam, aber sicher zu Deutschen aus aller Welt“ werden – die Herausforderung der Integration von Migranten sei „zu groß für die sonst üblichen Abgrenzungen zwischen den Parteien“. Er plädierte beispielsweise dafür, dass Freiwillige Feuerwehren Migranten als Bereicherung sehen.