Orientierung

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Freitag, 24. Mai 2019

Nicht die Masse, aber die Klasse

Aber das gehört sich auch wieder nicht -
bei aller Abneigung und Kontroverse. An Kultur der
Auseinander mangelt es vielerorts.
Gefühlte 105% der Wahlplakate in Radebeul stammen von der AfD

Das ist schon beeindruckend, aber weitgehend wegen der Stümperei. Die Texte beschränken sich weitgehend auf Plattitüden, mitunter auch auf Geschmacklosigkeiten ("Neue Deutsche machen wir"). Wer hat dafür bloß so viel Geld zur Verfügung gestellt.
Aber die Erfahrungen besagen: Nicht die Masse macht es, sondern die Klasse. Und da zeichnet sich keine wirkliche Alternative für Deutschland ab. Wehe uns, wenn die an die Regierung kommen!

Anmerkung nach Bertold Brecht (Lämmermarsch, 1943): "Hinter der Trommel her trotten die Kälber. Das Fell für die Trommel liefern sie selber."

Samstag, 13. Oktober 2018

Egal ist 88 (Volksmund). Wirklich?

Auseinandersetzung mit dem Populismus von Alexander Gauland (AfD)

In der heutigen Sächsischen Zeitung ist ein aufschlussreiches Feuilleton von Sigmar Gabriel  (SPD) zu lesen: "Im Gewand der Volksversteher". (SZ 13./14.10.2018, S. 10). Es erschien im Tagesspiegel vom 10.10.2018 mit dem Titel "Die Versuchung des Autoritären. Populisten machen das demokratische System verächtlich. Das macht sie gefährlich."

https://www.pressreader.com/germany/der-tagesspiegel/20181010/281668255930309

Donnerstag, 5. Juli 2018

Antifaschismus lässt sich nicht verbieten

Presseerklärung aus dem Landesvorstand 

31/2018, 05.07.2018

„Wenn die AfD in Sachsen meint, ‚die Antifa‘ verbieten lassen zu wollen, beweist sie damit nur eines: sie hat den Antifaschismus bis heute nicht verstanden“, 

so Silvio Lang, stellv. Landesvorsitzender der sächsischen LINKEN und Sprecher für antifaschistische Politik des Landesvorstandes, anlässlich des Antrages der sächsischen AfD-Fraktion, in dem die sächsische Staatsregierung aufgefordert wird, sich für ein Verbot der „Antifaschistischen Aktion“ und aller Untergruppen einzusetzen.

„Antifaschismus oder kurz Antifa ist keine bestimmbare Gruppe von Menschen, es ist ein Meinungs- und Wertekonsens, getragen von einem Kern: Nie wieder Auschwitz! Nie wieder Faschismus! Wer diese Werte mitträgt, der ist Antifaschist_in.
Wie nötig antifaschistische Arbeit, besonders in Sachsen, weiterhin ist, beweist allein schon die AfD fast wöchentlich. Wer wie erst kürzlich wieder Sinti und Roma zählen lassen will, dem wird antifaschistischer Widerstand weiterhin sicher sein.

Antifaschistisches Engagement findet sich nicht nur in der LINKEN, sondern auch in vielen Bündnissen, in den Gewerkschaften, in den Kirchen, in außerparlamentarischen Gruppen und ja, auch in Vereinen. Wer ‚die Antifa‘ verbieten will, müsste also einen Großteil der Zivilgesellschaft verbieten. Der will Meinungsfreiheit einschränken.

Das letzte Mal, dass Antifaschismus in Deutschland verboten wurde, war übrigens in der Zeit von 1933 bis 1945. Die AfD zeigt hier deutlich, wohin sie wieder zurück will. Wie damals aber gilt auch heute: Antifaschistinnen und Antifaschisten mag man einsperren wollen, Antifaschismus lässt sich nicht einsperren!“

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Informationen und Argumente

"Wehrmachts-Stolpersteine" vor der AfD-Zentrale

Zugesandt durch Roland Hering,
BdA/VVN

Liebe Mitstreiter,
das beiliegende Mail ist sehr interessant. Bitte ansehen und wenn möglich weiterleiten. 
Viele Grüße
Roland Hering

Montag, 25. April 2016

Und was ist Deine Meinung?

Beitrag zu einer notwendigen Debatte

24. Apr 2016 — Der Angriff der in weiten Teilen offen rechtsextremen AfD auf
die Religionsfreiheit mehrt der "Aufstand der Anständigen". Neben
zahlreichen Vertretern der Zivilgesellschaft nehmen auch Vertreter beider
großer christlicher Konfessionen in erfreulicher Deutlichkeit Stellung gegen
die rassistischen Pläne der AfD-Spitze. Der Beitrag von Kardinal Woelki
verdient möglichst oft gesehen und geteilt zu...

Bitte hier anklicken.

Anmerkung: Aus einer aktuellen Befragung geht hervor, dass 3% der AfD-Unterstützer aus der LINKEN stammen.

Mittwoch, 23. März 2016

AfD - tut das weh? Oder geht es gar gemeinsam?

https://twitter.com/thomasdudzak
Was DIE LINKE gegen die AfD hat


Aus der Landesgeschäftsstelle: 
Thomas Dudzak,
Mitarbeiter für Politikentwicklung, 
-beratung und Öffentliches Wirken

Liebe Genossinnen und Genossen,

Sicherlich habt ihr schon mitbekommen, dass ein Entwurf des Programms der AfD geleakt wurde. In der Vergangenheit wurden wir - vielleicht auch ihr - immer wieder gefragt "Warum macht ihr nichts mit der AfD zusammen gegen die Etablierten?"

Die Antwort findet sich im Programmentwurf: Weil die AfD das komplette Gegenteil von dem vertritt, wofür unsere Partei steht. Wir haben die wichtigsten Punkte für euch in nachfolgendem Arbeitsblatt zusammengefasst, welches ihr auch in der Argumentation im Gespräch vor Ort verwenden könnt.

Fazit: Die AfD ist keine Partei der kleinen Leute. Sie ist eine neoliberale Partei, die gesellschaftlich die konservative Restauration anstrebt.

Bitte beachtet: Die AfD ist ja auch nicht ganz bescheuert. Als die erste Empörung über ihren Programmentwurf über sie hereinschwappte, hat sie kurzerhand entschlossen, den gesamten Sozialteil beim Programmparteitag nicht zu beschließen. Das soll frühestens 2017 geschehen. Das heißt für alle angeführten Punkte insgesamt: Das alles kann sich - je nachdem, wie sich der Wind dreht - beim Parteitag noch mal ändern oder gestrichen werden. Für uns ist der Entwurf jedoch eine Richtschnur, mit wem wir es hier eigentlich zu tun haben.

Bitte hier anklicken: CheatSheet: Der AfD Programmentwurf

Mit solidarischen Grüßen

Thomas Dudzak

PS: Wer sich den gesamten Programmentwurf anschauen will, der findet ihn hier: https://correctiv.org/media/public/a6/8e/a68ed5e4-32a8-4184-8ade-5c19c37ff524/2016_02_23-grundsatzprogrammentwurf.pdf

Dienstag, 2. Februar 2016

Schusswaffen-Einsatz zur Flüchtlingsabwehr?!

Historische Höckersperre/Foto: flickr
Provokatorische Polemik oder blutiger Ernst?

Seit Tagen geistert das von AfD-Politikerinnen initiierte Thema durch die Medien. Die Bundesregierung hat solchen Äußerungen von AfD-Politikerinnen zu einem Schusswaffen-Einsatz gegen Flüchtlinge inzwischen eine Absage erteilt. Es sei rechtswidrig, Grenzübertritte durch einen gezielten Waffeneinsatz gegen Menschen zu verhindern.

Im Zusammenhang mit der DDR-Geschichte wurde oft genug die moralische Seite dieses Kapitels diskutiert. Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry stellte in einem Interview fest, sie halte zur Sicherung der deutschen Grenzen im Extremfall auch Schüsse auf Flüchtlinge für gerechtfertigt. (SZ 02.02.2016, S. 1) Sollten wir, mit Blick auf unsere deutsche Geschichte, nicht auch die Frage aufwerfen, wohin denn das führen soll. Die DDR ist zusammengebrochen, trotz oder gerade wegen einer solchen untauglichen Strategie. Natürlich gab es dafür andere äußere und innere Bedingungen. Aber es war historisches Glück, dass letztlich der Frieden erhalten blieb. Deshalb müsste uns doch Himmelangst werden, vor den bevorstehenden Grenzgefechten?