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Sonntag, 4. August 2019

Wahl-Tour an sächsischen Bahnhöfen

Bahnhof Meißen um 1900
Foto: Wikipedia
DIE LINKE setzt sich für sächsische Bahnhöfe ein und eröffnet eigene Bahnhofskneipen
DIE LINKE. Sachsen

Pressedienst, 44/2019


DIE LINKE. Sachsen startet am Montag eine Tour an sächsischen Bahnhöfen. Dabei eröffnet die Partei in den Morgenstunden kleine Bahnhofscafés und am Abend sogar eigene Bahnhofskneipen.

Früh am Morgen wird DIE LINKE an zahlreichen Bahnhöfen Kaffee ausschenken, am Abend gibt es frisch gezapftes Bier. Dazu können sich Reisende über das Programm der Partei informieren und auch ein Skatspiel für die Reise mitnehmen. Mit ihrer Tour will DIE LINKE auf den mangelhaften Zustand der sächsischen Bahninfrastruktur aufmerksam machen und ihre Vorschläge präsentieren. Am 23. August wird auch der Spitzenkandidat Rico Gebhardt zum Kneipenwir:
„Unser Wahlprogramm steht unter dem Titel Fortschritt und Zusammenhalt. Für beides steht nach wie vor das Verkehrsmittel Bahn. Eine gute Bahninfrastruktur sollte in unserem Land eine Selbstverständlichkeit sein. Dazu gehören intakte Brücken, ein ausreichend großes Schienennetz, moderne, barrierefreie und robuste Züge, ein bezahlbares und übersichtliches Preissystem und überdachte Wartemöglichkeiten mit Sanitäreinrichtungen an den Bahnhöfen. Doch leider sieht das bei uns bisher oft anders aus. Von einer gemütlichen Bahnhofskneipe oder einem Kiosk ganz zu schweigen. Darauf wollen wir bei unserer Tour aufmerksam machen.“
Seit 1990 wurde ein Fünftel des deutschen Schienennetzes stillgelegt - davon 40% in Ostdeutschland. Auch in Sachsen wurden viele Strecken stillgelegt und oft sind auch an genutzten Bahnhöfen die Bahnhofsgebäude nicht mehr in Betrieb.

DIE LINKE setzt sich in ihrem Wahlprogramm für eine Stärkung des öffentlichen Personenverkehrs ein. So schlägt sie unter anderem einen einheitlichen Tarifverbund für Sachsen, Sozialtickets und kostenfreie Schülerbeförderung vor. Langfristig setzt die Partei auf einen fahrscheinfreien öffentlichen Nahverkehr mit der Bahn. Außerdem müssten für die Strecken einheitliche Qualitätsstandards gelten.
„Diese Qualitätsstandards sollten WLAN, Barrierefreiheit, Komfort und gute Löhne für die Beschäftigten garantieren. Bei unserem Einsatz für eine moderne, bezahlbare Bahn-Infrastruktur vergessen wir natürlich unsere Bahnhöfe nicht - Bahnhofskneipen inklusive.“, 
hält Spitzenkandidat Rico Gebhardt fest.

Über die „Öffnungszeiten“ der LINKEN Bahnhofsgastronomie können sich Reisende auf www.rettet-den-bahnhof.de informieren.

Termine der Bahnhofstour im Landkreis Meißen:

Landkreis Meißen, Dienstag, 13.08.2019
14:00 – 18:00: Gröditz, mit Erik Richter
Landkreis Meißen, Mittwoch, 14.08.2019
Uhrzeit und genauer Ort folgt

Montag, 10. Oktober 2016

Über Geschichte nachdenken

Am 7. Oktober wäre die DDR 67 geworden, wenn nicht ...

In den öffentlichen Medien wurde diesem Tag wesentlich weniger Aufmerksamkeit gewidmet, als dem 3. Oktober, dem Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Und doch sollten wir ihn nicht ganz vergessen, um aus der Geschichte zu lernen. Geschichtliche Abläufe können sich in ähnlicher Weise wiederholen, und sind doch nicht gleich. Ein Beispiel:

Im Jahr 1867, nachdem sich Preußen die beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein einverleibt hatte, schrieb der deutsche Dichter und Humanist Theodor Storm:
"Wir können nicht verkennen, dass wir unter Gewalt leben. Dies ist um so einschneidender, als sie von jenen kommt, die wir gegen die Gewalt zu Hilfe riefen und die uns jetzt, nachdem sie jenige zu bewältigen halfen, wie einen besiegten Stamm behandeln: Indem sie wichtige Einrichtungen, ohne uns zu fragen, über den Haufen werfen. Obenan steht ihr schlechtes Gesetzbuch, worin eine Reihe von Paragraphen ehrlichen Leuten gefährlicher sind als den Spitzbuben, die sie angeblich treffen sollen. Obwohl das Land sowohl wegen der Art, wie es das neue Gebiet gewonnen, als auch weil wir zum geistigen Leben der Nation ein großes Kontingent gestellt haben - alle Ursachen zu bescheidenem Auftreten bei uns hat, kommt doch jeder Kerl von dort mit der Miene des kleinen persönlichen Eroberers und als müsse er erst die höhere Weisheit bringen. Unglaublich ist die Rohheit dieser Leute. Auf diese Weise einigt man Deutschland nicht."
Nun bestanden damals andere historische Zusammenhänge und gesellschaftliche Erfordernisse. Aber lustig liest es sich heute trotzdem.

Samstag, 6. August 2016

Nach Hiroshima und Nagasaki haben die Kriege nicht aufgehört

Hiroshima/Quelle: tagesschau
Kriege sind nicht mehr gewinnbar - Frieden muss her!

Heute vor 71 Jahren explodierte die erste US-amerikanische Atombombe.
Am 08. August ging eine weitere Atombombe über Nagasaki nieder. Über 100.000 starben sofort, überwiegend Zivilbevölkerung und Zwangsarbeiter. Bis Jahresende 1945 starben weitere 130.000. Und in den nachfolgenden Jahren siechten noch viele Tausende an den atomaren Folgen dahin.

Obamas historischen Besuch in Hiroshima mit dem Appell, solches Leid dürfe sich nicht wiederholen, die Welt müsse dazulernen, ist keine Entschuldigung für die sinnlosen Nuklearschläge von damals. Die Konzepte nukleare Abschreckung in den Jahrzehnten danach haben die Welt immer in Angst vor der Gefahr der weltweiten Vernichtung gehalten. Russland hat heute geschätzte 7.500 Atomwaffen, die USA 7.200. Kernwaffen besitzen auch Großbritannien, Frankreich, Indien, Pakistan, Israel, Nordkorea... Unvorstellbar, die Gangster des Terrorismus bekämen welche in die Hände!

Der Deutsche Bundestag hat 2010 mit breiter Mehrheit beschlossen hat, dass sich die Bundesregierung mit Nachdruck für den Abzug der US-Atombomben aus Deutschland einsetzen soll. Was hat sich seitdem getan? Es sollen sogar neue Nuklearwaffen auf deutschem Boden stationiert werden, die zusammen die Sprengkraft von 80 Hiroshima- Bomben haben!

Zum Beispiel Aleppo/Quelle: tagesschau
Seitens der Bundesregierung wird immer wieder scheinheilig beteuert, dass die Ursachen für die Flüchtlingsströme der jüngsten Zeit beseitigt werden müssten, Hauptursachen aber sind die aktuellen Kriege. Und diese finden solange statt, wie das Waffenpotential dafür besteht und die kämpfenden Parteien aller Couleur mit Waffen, Munition, Treibstoff, Führungstechnik sowie kampfeswilligen Menschen und Unmengen von Geld versorgt werden. Geschätzte 65 Millionen Flüchtlinge haben ihre Heimat verloren. Für den Wiederaufbau der zerstörten Städte und Regionen werden Jahrzehnte erforderlich sein. Denken wir doch nur an Dresden, dessen Antlitz noch in den 50er und 60 Jahren von Trümmern und Ruinen geprägt war...

John F. Kennedy: "Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende." (Rede vor der UNO am 25.09.1965)