Zwischen Meinungsfreiheit und mieser Provokation
Jedes Jahr der gleiche Blätterwald, meint mancher, und glaubt, es interessiert keinen wirklich. Meinungsfreiheit und schafft auch Blablabla. Und doch sollte man genauer hinschauen. Nicht alles ist normal. So gibt es inzwischen in Dresden (durch die SPD) eine Strafanzeige gegen die rechtsextreme NPD wegen Volksverhetzung durch ihre Wahlwerbung, insbesondere gegen die Losung "Migration tötet". Auch in unserem Landkreis finden sich nicht wenige davon. In anderen Bundesländern gibt es inzwischen das Eingreifen durch die Polizei dagegen.
Einen erbosten Leserbrief druckte die Sächsische Zeitung gestern zum AfD-Plakat "Neue Deutsche machen wir selber". Eine radebeuler Bürgerin schrieb: ""Was ist das für eine Partei, die in so schamloser und würdeloser Weise über Schwangerschaft und Geburt spricht? Was ist das für eine Partei, bei der Frauen, zumal schwangere, den Wert eines Objektes haben?" Recht hat sie. Es fehlt nur noch das Versprechen eines Mutterkreuzes wie im Dritten Reich.
Übrigens: Als ich dieses Plakat in Alt-Kötzschenbroda fotografierte, kam eine Frau auf mich zu, und meinte, dass ihr dieses ganz besonders gut gefiele. Ich antwortete ihr, dass meine Großmutter drei ihrer "deutschen Jungs" im Krieg verlor, und zu den 14 Millionen gehörte, die aus ihrer "deutsche Heimat" (in dem Falle Breslau) "umgesiedelt" wurden. Wo ist der Unterschied zu den jetzigen Kriegsflüchtlingen? Wir müssten doch aus Geschichte gelernt haben!
G. Dietmar Rode
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