Orientierung

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Mittwoch, 10. August 2016

In eigener Sache

G. Dietmar Rode/ Foto: privat
Liebe Leserinnen und Leser,

wie mir unsere Kreisvorsitzende Uta Knebel gestern per E-Mail mitteilte, wird sich der Kreisvorstand DIE LINKE.Meißen in seiner Sitzung am Montag auch über die Zusammenarbeit mit unserem Blog kreis-meissen-von-links beraten. Das ist zu begrüßen.

In den 8 Jahren des Bestehens hat es nicht an Versuchen gemangelt, eine enge und kontinuierliche Kooperation zwischen Kreisvorstand, Kreistagsfraktion und Blog umzusetzen. Aus verschiedenen Gründen ist es jedoch bisher nicht so recht vorangekommen, abgesehen von Beiträgen einzelner Aktivisten wie z.B. Helga Frenzel, Georg Sämmang, Heinz Hoffmann und Dagmar Gorek, aber ganz besonders Andreas Graff.

Durch eine Initiative von Reinhard Heinrich entstand mit diesem Internet-Tagebuch ein Arbeitsinstrument, das sich sehen lassen kann. Vor allem durch seine Aktualität und die vielfältigen Verlinkungsmöglichkeiten von Großenhain über Riesa und Meißen bis nach Coswig und Radebeul sowie mit den Webseiten des Kreisvorstandes und der Kreistagsfraktion u.v.m. hat er sich ständig weiterentwickelt. Inzwischen erfolgten über 350.000 Seitenaufrufe, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Russland, den USA, der Ukraine, Irland, Frankreich oder Saudi Arabien. Das waren zuletzt über 6.000 im Monat. Die meisten Klicks erhielten in den letzten Tagen die Posts zur Meißner Debatte um Sahra Wagenknecht und zur Sparkassenreform im Landkreis.

Inzwischen wurden ca. 2.300 Posts veröffentlicht, thematische Artikel, die mit ihrer Vielfalt und dem direkten Bezug auf das politische Geschehen in unserer Region ein wertvolles Archiv linken Denkens und Handelns in unserem Landkreis darstellen. Wichtige partei- und kommunalpolitische Ereignisse wurden mit vorbereitet, ausgewertet und kommentiert. Ungezählte Meinungen, Fotos und Dokumente wurden gesammelt. Darüber hinaus ist es uns als Bloggern vor allem daran gelegen, linke Diskussionskultur zu unterstützen, demokratische Vernetzungen zu erreichen, Meinungsfreiheit zu demonstrieren und die Öffentlichkeit des Landkreises kritisch als Linke zu betrachten. Wir treten konsequent auf gegen Gewalt, Rassismus, Lüge und Ignoranz. Das ist natürlich nicht einfach, aber interessant und wichtig.

Uta Knebel hat die Mitglieder des Kreisvorstandes aufgefordert, sich in Vorbereitung der Beratung noch einmal zielgerichtet mit dem Blog http://kreis-meissen-von-links.blogspot.com zu beschäftigen. Vielleicht hilft dieser kleine Anstoß, zu weiteren Erkenntnissen zu kommen, die uns gemeinsam voranbringen. Hinweise und konstruktive Mitarbeit sind uns nicht nur willkommen, sondern eine Voraussetzung für die Fortsetzung unserer Arbeit.

Dr. G. Dietmar Rode, Blogger

Freitag, 11. März 2016

Links ist wichtig

Uta Knebel als OB-Kandidatin im August 2014 in Riesa
Foto: Rode
Aufruf der Kreisvorsitzenden

Uta Knebel 
ist wenig mehr als 100 Tage im Amt


Liebe Genossinnen und Genossen,

wir leben in einer komplizierten Situation. Regierungen und Parteien haben in der Bevölkerung immer mehr an Vertrauen verloren. Regierungen scheinen nicht selten ziel- und hilflos zu sein wie z.B. in der Flüchtlingspolitik. Parteien werden immer weniger als lösungsorientiert und -befähigt angesehen. Ein Indiz dafür ist für uns die geringe Wahlbeteiligung.

Die Medien verweisen auf wütende Bürgerproteste. Gewaltbereite Anarchie, Egoismus, Rassismus und Extremismus scheinen unter den Menschen wachsende Akzeptanz zu erfahren.
Diese Entwicklung können wir nicht tatenlos zulassen. Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir, dass eine andere Politik von oben und mehr aktiver Mut in der Tat und klare Worte gegenüber den Mitmenschen nur zum Einhalt der oben benannten Entwicklung beitragen können.
Eine andere Politik von oben wird nur unter einem größeren politischen Druck entstehen. Diesen politischen Druck müssen wir auf allen Ebenen ausbauen.

Systemische Probleme, die zurzeit auf die großen Herausforderungen der Flüchtlinge abgestellt werden, sind in den letzten Jahren gewachsen und haben ihre Ursache eben nicht in den Flüchtlingen. Nur machen eben diese Umstände die Fehlentwicklungen umso deutlicher.

Beispiele:

  • Der Instandhaltungsrückstau an den Bildungseinrichtungen ist über viele Jahre gewachsen. Der Lehrermangel ist durch die Landespolitik organisiert.
  • Die Inklusion an den Schulen und in den Kindertagesstätten ist seit Jahren ein großes Ziel, dem wir in den letzten Jahren nicht einen Schritt näher gekommen sind.
  • Die ungenügende Präsenz und der Rückbau der Polizei wird seit vielen Jahren durch DIE LINKE bemängelt.
  • Direkte Demokratie wird durch uns seit Jahren eingefordert und gelebt.
  • Die Langzeitarbeitslosen und die Leiharbeiter gehören für die Regierenden zur Normalität.
Alles Themen bzw. Fehlentwicklungen, auf die wir seit Jahren hinweisen. Und das müssen wir in den Gesprächen auf der Straße, in den Beratungen der kommunalen Gremien und in unseren Medien verdeutlichen.

Als Kreisvorsitzende rufe ich Euch deshalb auf, sich an der gesellschaftlichen Auseinandersetzung aktiv zu beteiligen. Gespräche mit Nachbarn und Kollegen sowie in der Familie sind dazu genauso wichtig wie das Mitwirken in Bürgergemeinschaften und in der Kommune, Leserbriefe in der Tageszeitung oder Beiträge in unseren Internet-Präsenzen. Natürlich kann nicht jeder alles. Aber jeder sollte sich überlegen, wo er noch aktiver sein kann, denn auch das macht die Mitgliedschaft in einer Partei aus.

Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen, dass für uns die Würde des Menschen unantastbar ist.
Wir müssen uns nicht dafür entschuldigen, dass wir die Politik auffordern, die Ursachen für Flucht zu bekämpfen. Die Ursachen für die Flucht sind Krieg und Verfolgung, die nicht selten auch mit Waffen deutscher Herkunft unterhalten werden. Waffenhandel und Kriegstreiberei können durch die Politik  unterbunden werden.

Aber wir können und müssen an der Basis die „Wirkungen der Flüchtlingskrise“ mit organisieren und mit Leben erfüllen, ohne die Menschen unserer Region zu vergessen.
Wir haben das Potential, entsprechend den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, eine neue Qualität in unsere Parteiarbeit im Kreisverband zu erzeugen. Organisation, Mitgliedergewinnung, Öffentlichkeitsarbeit und politische Bildung können nur in Bezug auf aktuelle Themen entwickelt werden. Parteiarbeit soll wieder Kraft und Mut machen. Eure Ideen und Mitwirkung sind gefragt.

Mit solidarischen Grüßen

Uta Knebel,
Kreisvorsitzende