Montag, 27. Februar 2012

Männer dürfen auch kommen

Einladung des Ortsvorstandes DIE LINKE.Meißen und des "Haus für Viele(s) e.V. zur Frauentagsfeier am Sonntag, dem 4. März 2012

http://www.piesacker.de/portraets.html
Genießt in unserem Vereinshaus in der Dresdner Straße 13 fröhliche Stunden bei Kaffee, Kuchen und mit einem Training der viel zu selten benutzten Lachmuskeln. Denn wir haben zu Eurer/Ihrer Unterhaltung die Kabarettisten "Die PIESAcker" eingeladen, und da bleibt kein Auge trocken. Auch die Männer sollten sich diesen Nachmittag nicht entgehen lassen.

Das Programm "Verfahren und Versteuert" wird speziell auf das Thema Frauentag zugeschnitten und nimmt natürlich die aktuelle Politik wieder köstlich auf die Schippe.

Einlass: 14.00 Uhr
Eröffnung und Kaffeetrinken: 14.30 Uhr
Programmstart: 15.00 Uhr

Noch mehr Rettungsringe aus Blei

Michael Schlecht, MdB – Chefvolkswirt der Fraktion und Gewerkschaftspolitischer Sprecher im Parteivorstand DIE LINKE – 27. Februar 2012

 http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Schlecht 
Am Montag, dem 27. Februar 2012 entscheidet der Bundestag über das zweite „Rettungspaket“ für Griechenland. Ich stimme gemeinsam mit der ganzen Fraktion DIE LINKE mit Nein!
Die vermeintliche Hilfe ist mit den schärfsten Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen verbunden. Diese sind nicht nur unsozial, sondern Griechenland wird noch weiter in die Krise gestürzt. Die „Hilfe“ ist wie ein weiterer Rettungsring aus Blei!
Merkel erzwang im Mai 2010 mit dem ersten „Rettungspaket“ Kürzungsauflagen in Höhe von 35 Milliarden Euro. Dies waren 15 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung. Daraufhin sackte die Wirtschaft des Landes ab; in den letzten beiden Jahren um rund zehn Prozent. Dass Griechenland so nicht auf die Beine kommt, ist offensichtlich. Die Schulden steigen statt zu sinken und die Risiken für die Steuerzahler wachsen.
Für Merkel und ihre Regierung sind diese katastrophalen Folgen jedoch kein Grund zum Umdenken. Sie ist vernagelt mit ihrer Logik „der schwäbischen Hausfrau“. Wenn ein bisschen Arsen nicht hilft, dann muss die Dosis eben verdoppelt werden. So treibt sie Griechenland und Europa immer tiefer ins Chaos.
Die griechischen Kolleginnen und Kollegen, die heute auf den Mindestlohn von 4,38 Euro angewiesen sind, müssen in Zukunft mit einem Euro weniger auskommen. Arbeitslosen, die ohnehin nur längstens ein Jahr Arbeitslosengeld beziehen, wird dies um 30 Prozent auf 322 Euro herunter gekürzt. 150.000 Beschäftige im öffentlichen Dienst sollen entlassen werden. Alles weil Merkel es so will! Und viele weitere soziale Grausamkeiten.
DIE LINKE will einen sofortigen Stopp der Lohn-, Renten- und Sozialkürzungen sowie der Massenentlassungen. Griechenland braucht vielmehr Aufbauhilfen, so wie Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg Hilfen durch den Marshallplan erhielt.
Der sogenannte freiwillige Schuldenschnitt von 53,5 Prozent ist zu gering. In vergleichbaren Fällen lag dieser höher, bei 70 bis 80 Prozent. Mit der „Freiwilligkeit“ und der Zurückhaltung bei der Umschuldung will man den offiziellen Zahlungsausfall verhindern, der bei den Finanzzockern zu Panik und schweren Folgen in anderen krisenhaften Staaten führen würde. Diese Rücksichtnahme wäre überflüssig wenn man die Staatsfinanzierung vom Diktat der Finanzmärkte befreit. Deshalb will DIE LINKE, dass die Finanzierung der Staaten direkt durch die EZB mit ihren günstigen Zinssätzen erfolgt, vermittelt über eine öffentliche Bank.
Eine grundlegende Lösung der Eurokrise, damit auch der Lage in Griechenland wird nur möglich, wenn das deutsche Lohndumping beendet wird. Es hat Exporte befördert und Importe nach Deutschland ausgebremst. So kam es seit 2000 zu einem Exportüberschuss von 1,4 Billionen Euro. Die Kehrseite davon ist die Verschuldung der anderen Länder, vor allem in der Euro-Zone. DIE LINKE will die Binnenwirtschaft stärken und so einen ausgeglichenen Außenhandel erreichen.
Die Menschen in Griechenland, aber auch in Portugal, Spanien und Italien wehren sich gegen die ihnen aufgezwungene, unsoziale Politik. Ihnen gehört unsere Solidarität. In Deutschland ist der Widerstand gegen die Merkelsche Politik gering. Umso bedeutsamer ist ein möglichst erfolgreicher Ausgang der Tarifrunden in diesem Frühjahr. Hohe Lohnabschlüsse sind nicht nur für die Menschen hierzulande wichtig, sie sind auch ein Beitrag zur Bekämpfung der Krise in Europa!

Man kann Michael Schlecht nur Danke sagen für diese Argumentation.

Sonntag, 26. Februar 2012

"Prager Frühling" für Beate Klarsfeld


beate klarsfeld muss präsidentin werden

Unterstützt Beate Klarsfeld mit eurer Unterschrift

Von Redaktion prager frühling
Beate Klarsfeld
Mit Joachim Gauck haben Union, SPD, Grüne und FDP einen nationalliberalen Kandidaten für das Präsidentenamt nominiert. Seine zweifelhaften Äußerungen zur Integrationspolitik, zur Bewegung gegen die Finanzkrise oder etwa zur Singularität des Holocaust sind bekannt und im Internet hinlänglich dokumentiert. Die Zustimmung von CDU und FDP für Gauck ist inhaltlich
verständlich. Dagegen können SPD und Grüne nicht überzeugend erklären, weshalb sie einen Kandidaten mittragen, von dem bisher noch keine Worte für eine ökologische und soziale Reformperspektive vernommen werden konnten oder der innenpolitisch durch liberale Positionen zur Einwanderungs- oder Rechtspolitik aufgefallen wäre. Im Gegenteil. Die Anti-AKW-Bewegung stellt er auf eine Stufe mit Fremdenfeindlichkeit. Beide, so Gauck, seien “angstgesteuert”.

Es ist deshalb wichtig, eine Gegenkandidatin zu vorzuschlagen, die statt für einen unsozialen Nationalliberalismus entschieden für die soziale Demokratie und für einen überzeugenden und konsequenten Antifaschismus steht.

Freitag, 24. Februar 2012

Grundrechenarten - nach Ries oder Hartz?

Zum 10.Jahrestag von Hartz IV

Auf eine mehr als arithmetische Erinnerung des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung
und Jugendberufshilfe (BIAJ) macht Kreisrat Heinz Hoffmann aufmerksam.

"In seiner Ausgabe vom 24. Juni 2002 präsentierte „Der Spiegel“ (26/2002) eine Modell­rechnung der heute vor genau 10 Jahren (22. Februar 2002) eingesetzten Hartz-Kommission. „Der Spiegel“ schrieb dazu: „ Hartz ist nicht zimperlich in seinen Vorhersagen. In drei Jahren könnte die Arbeitslosigkeit insgesamt halbiert werden, rechnet er. Für die Regierung wären die Folgen drama­tisch: Die Ausgaben der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeitslosengeld und -hilfe könnten von heute rund 40 Milliarden Euro auf gut 13 Milliarden Euro sinken. Die Aussichten sind verlockend, nicht zuletzt für Politiker.“ (Paul M. Schröder, BIAJ)
Am 22. Februar 2002 wurde die sogenannte Hartz-Kommission mit der Erarbeitung der "Modernen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" beauftragt. "Nach 10 Jahren lässt sich feststellen: Das war ein schwarzer Tag für Deutschland", so Werner Schulten, im Parteivorstand der LINKEN zuständig für Sozialpolitik:
"Unter dem Deckmantel von "fordern und fördern" begannen mit der Einsetzung der Kommission unter Leitung des inzwischen rechtskräftig wegen Untreue verurteilten Peter Hartz ein in unserer Republik beispielloser  Abbau sozialer Rechte  und eine rigide Deregulierung des Arbeitsmarktes."
Eine Nachkalkulation könnte auch für andere Grundrechenaufgaben auf den unteren Ebenen, z.B. in unserem Landkreis, interessant sein. Das schließt u.a. das "Paket für Bildung und Teilhabe" sowie der "Kosten für Unterbringung" ein.
Und hier ist eine BIAJ-Kurzmitteilung zum Thema.
In der Klausurberatung unserer Kreistagsfraktion DIE LINKE am 04. Februar berichteten  uns der Landrat Arndt Steinbach, die Kämmerin Janet Putz und der Leiter des Jobcenters Meißen Hans-Richardt Würkner über den aktuellen Stand und  über die organisatorischen Abläufe. Stimmen die Zahlen? Können wir zufrieden sein? Das Protokoll mit der Wertung des Fraktionsvorstandes steht nach 3 Wochen noch aus. Bei allen Details zu den bisherigen Bemühungen, den Empfängern sozialer Leistungen ihre schwierige Situation so erträglich wie nur möglich zu gestalten, darf jedoch nicht vergessen werden, dass DIE LINKE eine generelle Position zu Hartz bezogen hat. Für sie ist Hartz IV Armut per Gesetz.:
"Das vorgebliche Ziel von Hartz IV, die Langzeiterwerbslosigkeit einzudämmen, wurde jedoch klar verfehlt. Deutschland hat, nach einem Sonderbericht der Bundesagentur für Arbeit, den höchsten Anteil an Langzeiterwerbslosen in ganz Europa.
Die Schere zwischen arm und reich klafft durch die Agenda 2010 immer weiter auseinander. Millionen Menschen sind durch Hartz IV dauerhaft aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt, ältere Erwerbslose werden mit Kürzungen zwangsverrentet und die Kinderarmut in Deutschland sucht in Europa ihresgleichen. Nach einer Bestandsaufnahme ... im Auftrag der Europäischen Kommission lebt die Hälfte aller Obdachlosen Europas in Deutschland. 500.000 Obdachlose, eine Million von den Tafeln ernährte Menschen und laut DIW ist jedes fünfte Kind arm - aber Deutschland ist Exportweltmeister.
Die Hartz-Gesetze haben durch ihre Wirkung auf die Lohnentwicklung in Deutschland Auswirkungen auf ganz Europa..." (Schulten, a.a.O.)
 In der Präampel unseres Erfurter Parteiprogrammes heißt es deshalb nicht umsonst, dass die LINKE eintritt "...für ein Leben in sozialer Sicherheit, für eine sanktionsfreie Mindestsicherung, die Armut tatsächlich verhindert ... Hartz IV muss weg.

Heinz Hoffmann
G. Dietmar Rode

Montag, 20. Februar 2012

MDR führt Befragung durch

Ist Joachim Gauck der Richtige für das Amt des Bundespräsidenten?

Hier kann man sich beteiligen.

Aber nein! Man konnte... Gerade habe ich noch, nach Ankündigung in den Nachrichten des MDR-Fernsehens, die Ergebnisse sehen können (19:35 Uhr). Und jetzt wurde die Seite offenbar geschlossen!
Warum denn das?

Ein anderer Blogger hat Zwischenergebnisse hier festgehalten.

Zitat Frank Kopperschläger (Grafiker/Berlin) auf  facebook:
"Laut MDR wurde die Umfrage angeblich "manipuliert" - in welcher Form, dazu schweigt der MDR.Für manche ist es ja bereits Manipulation, wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht :-D"
Mit dem MDR darüber diskutieren könnte man zum Beispiel auf MDR1 - Radio Sachsen in der Sendung "Dienstags direkt" - wie Flurfunk Dresden heute berichtet.

[Flurfunk-Zitat:] ...  heute (21.02.2012, 20 bis 23 Uhr) ein spannendes Thema und spannende Gäste. Über die Frage: “Wie viel Meinungsfreiheit verträgt die Demokratie?” streiten Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Moderator der AG 13. Februar*, der Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages Wolfgang Thierse und der Dresdner FDP-Vorsitzende Johannes Lohmeyer.


Die von Ihnen angeforderte Seite ist nicht verfügbar. Das kann seine Ursache unter anderem darin haben, dass die meisten Inhalte bei MDR.DE nur noch für einen bestimmten Zeitraum abrufbar sind.

Gauck aus Macht-Kalkül vorgeschlagen – wegen seiner Positionen zu Krieg, Atom und Banken für uns kaum wählbar

Foto: Rode

André Hahn zur Nominierung von Joachim Gauck als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten 

"Der Personalvorschlag entspringt dem verzweifelten Überlebenskampf der FDP, die beim letzten Mal fast geschlossen nicht für Gauck votierte und ihn nun unbedingt haben wollte, und dem Koalitions-Kalkül der Bundeskanzlerin, die wegen der Präsidenten-Frage keine Neuwahlen riskieren mochte. Somit wurde der zuvor ausgerufene Grundsatz, parteiübergreifend in Ruhe nach einem unabhängigen Kandidaten zu suchen, gleich wieder Machtpolitik geopfert.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, Herrn Gauck zu wählen: Er steht für das Ja zum Afghanistan-Krieg, für das Nein zum Atomausstieg (für ihn „Gefühlsduselei“) und für die Verspottung der legitimen Kritik am Gebaren der großen Banken und Ratingagenturen, so bezeichnete Gauck die Occupy-Bewegung als „albern“. Es bleibt das Geheimnis von SPD und GRÜNEN, wie sie mit einem Vertreter solcher Positionen das ramponierte Ansehen des Amtes des Bundespräsidenten wieder herstellen wollen. Offenbar steht auch bei ihnen die Taktik im Vordergrund: Hauptsache, der „eigene“ Kandidat“ gewinnt, egal ob er nun eigentlich rechtsliberal denkt und redet.

Die Fraktion DIE LINKE wird sich auf ihrer nächsten Fraktionssitzung im Zusammenhang mit der Nominierung der Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundesversammlung mit dem Abstimmungsverhalten bei der Wahl des Bundespräsidenten befassen. Klar ist jedenfalls aus LINKER Sicht: Der nächste Bundespräsident muss zu Antworten auf das größte gesellschaftliche Problem, die wachsende soziale Schieflage, einen Beitrag leisten. Von Herrn Gauck war dazu bislang nichts zu hören."

Sonntag, 19. Februar 2012

Hellau!!!

Fasching macht Spaß

Das ist doch zünftig für die 5. Jahreszeit. Die Bundeskanzlerin macht bei den Vorgesprächen zur Präsidentenwahl erst einmal alles richtig, denn sie will einen parteiübergreifend akzeptablen Kandidaten aufstellen, um damit demokratische Qualität zu zeigen:

1. Sie grenzt sicherheitshalber DIE LINKE aus.
2. Schwarz und Gelb streiten sich, um die Kontinuität innerhalb ihrer Koalition aufzuzeigen.
3. Die zum Konsens bereiten Grünen und SPD bekommen gleich erst einmal die Watsche, dass der Herr Gauck nicht zur Debatte steht. Dann aber darf er doch! Ober er´s auch will?

Wenn das nicht demokratisch ist, dann "Hellau"!

P.S.: Im MDR-Fernsehen wurde heute (vor 20:00 Uhr) über eine Befragung berichtet: "Halten Sie das Amt des Bundespräsidenten für erforderlich?" Die Antwort von 93% lautete: "Nein".

MDR-Umfrage, 19.02.20112, 22:45 Uhr:
Würden Sie Joachim Gauck zum Bundespräsidenten wählen?
Ja: 51%

23:00 Uhr
Inzwischen hat sich Joachim Gauck positiv zu seiner Kandidatur geäußert. Da kann man ihm nur alle Daumen drücken, dass vielleicht doch wieder alles ins ruhige Fahrwasser kommt.

In der Sächsische Zeitung heißt es:
"Schwarz-gelbe Misstöne nach Gauck-Krimi. Die FDP sieht sich als Sieger gegen die Union bei der Durchsetzung von Joachim Gauck als Kandidat für das Bundespräsidentenamt. Die Union verspricht nicht nachzutreten - aber intern rumort es heftig."

Hoppla - hier stand doch neulich noch viel mehr. Wo sind die älteren Beiträge hin?

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