Orientierung

Donnerstag, 28. Juni 2018

Offener Brief aus Meißen

Schloss Siebeneichen
Foto: Wikipedia
An die Landtagsabgeordnete Cornelia Falken (DIE LINKE)
Stadt- und Kreisrat
AndreasGraff

Sehr geehrte Cornelia Falken,

ich habe eine Bitte. Seit ca. drei Wochen werde ich von Meißnern mit der Frage konfrontiert: Weshalb schließt das Kultusministerium die Fortbildungsstätte von Lehrern im Schloss Siebeneichen Meißen? Genau deshalb habe ich das Gespräch gesucht, um Näheres zu erfahren.

Erstaunlich, dass ich mit meiner Frage eine Wertung und Achtung dieser Bildungsstätte über den Freistaat erhielt. Eine kulturhistorische Stätte des Freistaates, welche im 16. Jahrhundert von Ernst von Miltitz erbaut wurde. Restauriert und gepflegt ist das Schloss in der herrlichen Umgebung des Schlossparkes, ein Magnet von Meißnern und vielen Touristen. Von Lehrern, die die Weiterbildungsstätte besuchten oder noch besuchen, ist zu hören, dass die Bedingungen im Schloss, welches von der herrlichen Natur umgeben ist, einfach ideal für die Weiterbildung. Auch hört man verstärkt die Meinung, hier im Schloss Siebeneichen ist man fernab vom Schulstress. Hier lernt und entspannt man sich zugleich. 

Desto interessanter die Frage? Was bewegt den Freistaat, diesen idealen Standort nach Kamenz zu verlegen? So ist unter vorgehaltener Hand zu vernehmen. Nicht verwunderlich die nun vielschichtigen Fragen, die Menschen von nah und fern bewegen. Was wird nun mit dem Schloss? Soll es verkauft- privatisiert werden? Verstärkt wurde ich mit diesen Fragen konfrontiert, weil es vom verantwortlichen Staatsministerium darauf keine Antwort gibt.

Deshalb, liebe Abgeordnete des Sächsischen Landtages, richte ich an Sie diesen Offenen Brief, damit mit einer parlamentarischen Initiative das verantwortliche Staatsministerium eine Antwort zu den Fragen gibt. Eine Antwort, die auf dem Prüfstand des Parlamentes eine demokratische zukunftsträchtige Wertung erfährt.

Mit herzlichen Grüßen aus Meißen

Andreas Graff
Stadt- und Kreisrat Meißen

Anmerkung:
In der heutigen Sächsischen Zeitung ist ein umfangreiches Interview mit Cornelia Falken zu lesen (S. 8): https://www.sz-online.de/sachsen/die-kollegen-fuehlen-sich-moralisch-herabgesetzt-3964761.html

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