
Zur Entscheidung des Bundesrates pro Antrag auf Verbot der NPD
erklärt Rico Gebhardt,
Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:
| Rico Gebhardt/Foto: Rode |
Allerdings muss Sachsen aktiver gegen braune Kameradschaften und das „Freie Netz“ vorgehen. Hier ist der Ministerpräsident persönlich gefordert, wenn das symbolträchtige Eintreten der Staatsregierung für ein NPD-Verbotsverfahren nicht zum Alibi für ihr Nichtstun im alltäglichen Kampf gegen Nazis verkommen soll.
Herr Tillich behauptet heute in den Medien, das Verbot von Nazi-Aufmärschen sei bisher an der Existenz der NPD gescheitert. Das ist grober Unsinn, wie die Auseinandersetzungen um den 13. Februar in Dresden zeigen. Diese Legendenbildung lassen wir dem Ministerpräsidenten nicht durchgehen.
Diejenigen, die jetzt das NPD-Verbotsverfahren vorantreiben, tragen die Verantwortung für sein Gelingen. Ob die V-Leute-Problematik ausreichend gelöst wurde und das Material reicht, hat auch der sächsische Ministerpräsident zu verantworten. Denn nichts wäre verheerender als ein Verbotsverfahren, das mit starken Sprüchen eingeleitet wird, aber am Ende schwach endet, nämlich scheitert."
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentare sind das Salz in unserer Suppe.