
Am 08.02.2010 trifft sich die Kreistagfraktion Die LINKE 18.00 Uhr im Haus für viele(s) in Meißen zu einem Informationsaustausch. Dort sollen Probleme im Zusammenhang mit der praktischen Umsetzung der Jugendhilfe im Landkreis beraten werden. In Anbetracht einer heutigen Presseveröffentlichung (SZ, S. 1) dürfte das Arbeitstreffen neu an Brisanz gewonnen haben.
Unter der Überschrift "Sachsen kürzt drastisch Geld für die Jugend" kündigen sich katastrophale Perspektiven für die Jugendarbeit vor Ort an.
Die schwarz-gelbe Koalitionsregierung in Dresden hat gegen das drohende Finanzdisaster die "Rasenmäher-Methode" für alle ihre Fachressorts verordnet. Laut SZ wird damit auch die sogenannte Jugendpauschale von bisherigen knapp 15 Millionen um 4,7 Mio € gekürzt.
Unter der Überschrift "Sachsen kürzt drastisch Geld für die Jugend" kündigen sich katastrophale Perspektiven für die Jugendarbeit vor Ort an.
Die schwarz-gelbe Koalitionsregierung in Dresden hat gegen das drohende Finanzdisaster die "Rasenmäher-Methode" für alle ihre Fachressorts verordnet. Laut SZ wird damit auch die sogenannte Jugendpauschale von bisherigen knapp 15 Millionen um 4,7 Mio € gekürzt.
Kerstin Lauterbach: Staatsregierung nimmt Ende zahlreicher Angebote für Kinder und Jugendliche auch im Landkreis Meißen in Kauf
AntwortenLöschenZu den Medienberichten vom Wochenende über drastische Kürzungen bei der
Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen erklärt Kerstin Lauterbach:
Die Zeugnisse sind verteilt, Kinder und Jugendliche auf dem Weg in die
Winterferien, nun ist die Katze aus dem Sack: Die Jugendpauschale - die
Zuweisung des Sozialministeriums an die Kommunen und Landkreise für
Kinder und Jugendliche von 0 bis 27 Jahren - wird um ein Drittel von
14,70 Euro auf 10,40 Euro gekürzt. Der Landkreis Meißen hat gegenwärtig
mehr als 60 000 Kinder und Jugendliche in diesem Alter. Deshalb kann man davon ausgehen, dass die Zuweisung vom Land ca. 270 000 € geringer ausfallen
werden. Anmaßend dabei ist, dass Ministerin Clauß zunächst in einem
"Hintergrundgespräch" mit Journalisten darüber spricht und die
betroffenen Träger und Kommunen wie auch den Landesjugendhilfeausschuss
im Dunkeln tappen lässt und erst heute (8.2.2010) informieren will.
Wer in Sachsen Kinder- und Jugendpolitik auf diese Art mit dem Rotstift
macht, der handelt unverantwortlich und nimmt das Sterben zahlreicher
Kinder- und Jugendangebote in Kauf!
Der Landkreis könnte jetzt auch seine Mittel um diese Summe kürzen, muss
er aber nicht. Es ist eine schwere Entscheidung in die Notwendigkeit bei
immer knapper werdenden Kassen. Der Landkreis zahlt jetzt schon mehr als
die notwendigen 50 % und versucht damit schon Defizite zu kompensieren.
Würde die Staatsregierung sich selbst ernst nehmen, müsste sie
entsprechend dem Dritten Sächsischen Kinder- und Jugendbericht des
Sächsischen Sozialministeriums vom Frühjahr 2009 die Höhe der
Jugendpauschale konstant halten, gerade weil im ländlichen Raum die
Kinderzahlen zurückgehen und ein flächendeckendes Netz an Angeboten für
Kinder- und Jugendliche Voraussetzung für gleichwertige
Lebensbedingungen überall im Freistaat ist.