Orientierung

Posts mit dem Label Nagasaki werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Nagasaki werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 6. August 2023

Nicht vergessen: Hiroshima und Nagasaki!

Foto: Wikipedia
27. März 1954
Atomtest Bikini-Atoll
Nur Zahlen oder reale Gefahren?

Heute vor 78 Jahren wurde aus einem amerikanische Militärflieger erstmals eine Atombombe abgeworfen. In der japanischen Stadt Hiroshima starben unmittelbar dadurch 100.000 Menschen, überwiegend Zivilisten und Zwangsarbeiter. Drei Tage später fiel auch die Bombe auf Nagasaki. Viele Tausende starben in den folgenden Jahren an den Nachwirkungen.

Was wurde daraus gelernt? Bei Bing habe ich heute angefragt:  Weltweit gibt es geschätzt ca. 13.400 Atomwaffen, die sich im Besitz der neun Atomwaffenstaaten befindenDie USA und Russland besitzen 93% der AtomwaffenFast 4.000 Atomwaffen sind sofort einsatzfähigRussland verfügt über rund 5.889 Atomsprengköpfe, die USA über 5.244 nukleare Sprengköpfe.

Immer noch glaubt man offenbar, dass Atomwaffen ein wirksames Mittel der Abschreckung sind. Aber sind sie deshalb harmlos? Die Zahlen der in Europa stationierten Atomwaffen sind geheim, können sich jederzeit ändern und lassen sich nur schätzen. 

Quelle: Bing

"Die USA sind das einzige Land, das Atomwaffen außerhalb seines eigenen Territoriums stationiert hat. In Europa lagern noch immer etwa 150 bis 200 US-Atombomben des Typs B-61 in fünf Ländern: Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Türkei. Diese Waffen sind Teil der sogenannten nuklearen Teilhabe der NATO, die es den Verbündeten ermöglicht, an der Planung und dem möglichen Einsatz von Atomwaffen mitzuwirken. Die US-Atombomben in Europa werden in speziellen Tresoren unterirdisch oder in Flugzeugbunkern gelagert und können nur mit Zustimmung des US-Präsidenten freigegeben werden.

... Frankreich verfügt über etwa 290 Atomwaffen, die auf U-Booten und Kampfflugzeugen stationiert sind. ... Großbritannien hat etwa 215 Atomwaffen, von denen etwa 120 aktiv sind und sich auf U-Booten befinden. 

... Russland hat ebenfalls Atomwaffen in Europa stationiert, allerdings nur auf seinem eigenen Territorium. Dabei dürften es etwa 1.500 bis 2.000 taktische Atomwaffen, die für den Einsatz auf dem Schlachtfeld gedacht sind. Diese Waffen können von Kurz- und Mittelstreckenraketen, Artilleriegeschossen, Torpedos oder Bomben getragen werden."

Das Forschungsinstitut Sipri warnt: Alle Atommächte rüsten weiter auf. Die globale Sicherheitslage habe sich sehr verschlechtert, nicht nur durch den Ukraine-Krieg. https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/atomwaffen-forscher-warnung-ukraine-krieg-russland-100.html



Samstag, 6. August 2022

Atombomben für das Ende des Krieges?

https://de.wikipedia.org/wiki/
Atombombenabw%C3%BCrfe_auf_
Hiroshima_und_Nagasaki#/media/
Datei:Atomic_cloud_over_Hiroshima_-_
NARA_542192_-_Edit.jpg
Im Gedenken an Hiroshima und Nagasaki mit Blick auf die Gegenwart

Am 6. August und 9. August 1945 wurden aus amerikanischen Bombenflugzeugen Atomwaffen auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen.

Sie töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter, nicht etwa Truppenkonzentrationen oder tatsächliche Rüstungszentren. In der Folge starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den nächsten Jahren kamen noch Tausende hinzu.

https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombenabw%C3%BCrfe_auf_Hiroshima_und_Nagasaki

Die militärischen und politischen Erfordernisse im Zusammenhang mit der Kapitulation des kaiserlichen Japans und der Beendigung des 2. Weltkrieges in Asien sind bis heute umstritten. Aber eins wird zunehmend klar: Der Charakter der Kriege in Gegenwart und Zukunft hat sich grundlegend verändert, insbesondere dadurch, dass weitere militärische Mächte in den Besitz von Massenvernichtungsmitteln mit nie geahnter Größe und Gefährlichkeit gekommen sind. Es wird als Overkill bezeichnet, wenn sich potenzielle Kriegsgegner gegenüberstehen stehen, deren jeweilige Vernichtungskapazitäten ein Mehrfaches der "Erfordernisse" umfassen. Seit Jahrzehnten kommt es demnach nur noch darauf an, "wer zuerst auf den Knopf drückt"! Und die Gefahren, die daraus erwachsen können, werden auch durch die sogenannten, Abschreckungsstrategie nicht gemindert, und auch wenn seit 77 Jahren keine weiteren Atombomben gefallen sind. Kriege auf einer solchen Ebene werden nicht mehr beherrschbar und schon gar nicht gewinnbar sein. Sie wären nicht mehr die Fortsetzung der Politik, sondern ihr grundsätzliches Ende im Chaos. In Japan ging 1945 die Atomzerstörung nur von einer Seite aus. Kaiser Hirohito und seine Militärs mussten sich der Übermacht beugen. Heute sind die Möglichkeiten und Dimensionen ungleich größer.

Betrachten wir den gegenwärtigen Krieg in der Ukraine müssen wir feststellen, dass er eingebettet ist in ein kompliziertes Geflecht von konträren Interessen, in dem sich auch mehrere kernwaffenbesitzende Staaten befinden. Wer unter solchen Bedingungen einen Krieg überhaupt beginnt, ist primär schuldig, denn er riskiert die frühere oder spätere Ausweitung zu einem Raketen-Kernwaffen-Krieg. Dieser grundsätzliche Aspekt für die Führung eines solchen Krieges, darf aber von keiner Seite vergessen werden. Das war bereits zum Ende des kalten Krieges eine entscheidende Erkenntnis. (vgl. Gorbatschow, M.: Umgestaltung und neues Denken, Berlin 1988, S. S. 178 f.). Und heute müsste sie aktueller denn je sein, ob wir das wollen oder nicht. 

Eine Lösung kann nur in Verhandlungen für einen Frieden zu erreichen sein, so illusionär das auch manchem jetzt noch klingen mag. Die Fortsetzung des Krieges bis zur ausreichenden Position der Stärke einer Seite bringt das Gegenteil. Von der bereits sichtbaren und spürbaren Ausweitung auf Wirtschaft und Energieversorgung, Umwelt und Weltbevölkerung noch ganz zu schweigen. Hier ist strategische Systemverständigung gefragt, die das Recht des ukrainischen Volkes auf Selbstverteidigung, aber auch das Ende seiner unsäglichen Opfer und Verluste einschließt. Die Antwort kann nur Frieden heißen.