Artikel von Hendrik Lasch
erscheint morgen im ND
Über die Bezeichnung ist noch nicht entschieden; vielleicht kommt der Name »Liebknecht« darin vor.
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| Karl Liebknecht - etwa 1911 Kritisch, erwartungsvoll, konzentriert. |
Unklar ist auch, ob eine Plattform entsteht, eine Arbeitsgemeinschaft oder eine andere Form des Zusammenschlusses. Fest steht aber: Am Samstag werden in Leipzig Kräfte gebündelt. Innerparteiliche Kritiker des derzeitigen Kurses der LINKEN in Sachsen wollen sich formieren – rechtzeitig, bevor mit einer Strategiekonferenz Anfang Mai die Debatte über den Kurs der Partei im Freistaat wieder Fahrt aufnimmt.
Streit über diesen brach schon unmittelbar nach der Landtagswahl am 31. August los. Die Genossen landeten damals bei eher ernüchternden 18,9 Prozent. Im Wahlkampf hatte die Partei die Botschaft in den Mittelpunkt gestellt, 25 Jahre CDU-Herrschaft seien genug; eine andere Politik solle durch ein rot-rot-grünes Bündnis ermöglicht werden. Nach der Wahl aber fand sich die LINKE erneut nur als stärkste von nunmehr drei Oppositionsparteien wieder; in die Regierung schaffte es mit der SPD nur einer der Wunschpartner – an der Seite der dauerregierenden CDU.
