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Sonntag, 15. März 2020

DEFENDER-Europe 20

Absage deutscher Übungsbeteiligung
Von Bundeswehr 

Die Bundeswehr sagt ihre Übungsbeteiligung für DEFENDER-Europe 20 auf den Truppenübungsplätzen BERGEN-MUNSTER ab.

Konkret geht es um die Beteiligung deutscher Truppenteile in Stärke von rund 250 Soldatinnen und Soldaten des Heeres an einem Übungsabschnitt, der vom 16. bis 30. April gemeinsam mit US-Streitkräften auf den Truppenübungsplätzen BERGEN-MUNSTER im Rahmen von DEFENDER-Europe 20 geplant war. Entscheidungen der US-Seite zum weiteren Verlauf der Übung stehen noch aus. Die erforderliche Unterstützung der nach Deutschland verlegten US bzw. alliierten Streitkräfte im sogenannten Host Nation Support wird fortgesetzt.

Die Absage der Bundeswehr-Beteiligung steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Verbreitung des Corona-Virus. Sie dient der Fürsorge für die Gesundheit der beteiligten Soldatinnen und Soldaten und der Menschen in Deutschland.

pr-mei@dielinke-meissen.de
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Montag, 19. November 2018

Sieger und Besiegte?

Würdigung von Leistungen der gedienten Soldaten - allerdings nicht für die ehemaligen NVA-Angehörigen
"Bestenabzeichen"


Nach langem Streit zwischen Bundesverteidigungsministerium, Bundeswehrverband und Reservistenverband soll nun klar sein, wer in Deutschland als Veteran gilt. Der Dienst mit der Waffe für das Vaterland ist ehrenwert. Die Bezeichnung Veteran ist nicht an Dienstzeitlänge oder Funktion in der Bundeswehr gebunden. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte: „Alle Veteranen eint, ob sie in Auslandseinsätzen, im Kalten Krieg oder im Grundbetrieb gedient haben, dass sie sich in der Uniform der Bundeswehr für Frieden und Freiheit unseres Landes eingesetzt haben. Dafür gebührt ihnen ein Leben lang Respekt und Anerkennung“, so die Ministerin. Das betrifft etwa 10 Millionen Veteranen in Deutschland.

Für die ehemaligen NVA-Soldaten, auch für die vielen Tausenden von Wehrpflichtigen, gilt das allerdings nicht, oder nur dann, wenn sie nach dem Ende der DDR in die Bundeswehr übernommen wurden. Perplex. In der Zeit des Kalten Krieges standen sie sich als feindliche Brüder, in der am meisten hochgerüsteten Gegend der Welt gegenüber, inmitten der Atomkriegsgefahr durch die Großmächte. Auch den Soldaten der NVA wurde immer wieder gesagt, dass sie für den Frieden dienen. Und vielleicht war das auch einer der Gründe dafür, dass es friedlich blieb.1989 kam es zu keiner blutigen Auseinandersetzung. Welch ein Glück für unser Volk!  Und nun sind sie die schlechteren Soldaten, die nicht als Veteranen gewürdigt werden sollen? Egal, ob sie als Wehrpflichtige mit Bewusstheit oder Zwang, als Berufs- oder Spatensoldaten dabei waren... Sind wir ein Volk, oder nicht? Wieso stellt Frau von der Leyen die vermeintlich guten Soldaten den schlechteren Soldaten gegenüber? Vae victis - hieß es im alten Rom - Wehe den Besiegten!? Auch so entstehen Bundesbürger 2. Klasse, Frau Ministerin.