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Sonntag, 16. Februar 2025

Wen wählst Du?

Gemalt von Copilot
Mir ist es noch nie so schwer gefallen bei meiner Wahlentscheidung

Für die Zweitstimme mag es noch gehen, da bin ich mir seit längerem sicher. Aber bei der Erststimme...! Von den Kandidaten in meinem Wahlkreis ist noch niemand überhaupt auf mich zu gekommen. Ich will abgeholt, interessiert, orientiert werden... Aber dieses Kästchen auf dem Wahlzettel will ich auch nicht ohne Kreuzchen lassen. Also, liebe KandidatInnen: Gebt Euch auch mit mir ein wenig Mühe. 

Wie wäre es denn mit einem Kommmentar in diesem Blog?

Freitag, 7. Mai 2021

Noch 142 Tage bis zur Bundestagswahl

 Die Sonntagsklage

https://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend-2609.html

DIE LINKE? 3,2% weniger gegenüber der letzten Bundestagswahl! Nur knapp über der Bedeutungslosigkeit! Woran mag das liegen?
Auch die SPD könnte mit 9,5% Schwund an aktuellem Zuspruch bei der der Bundestagwahl erheblich einbüßen.
Die GRÜNEN! 17,1% mehr! Woran mag das liegen? Wissen die besser, was die Menschen wollen?

Zur Diskussion darüber:

"Die Wähler ergreifen die Flucht.

Dass ein solches Politikangebot für all jene Menschen wenig attraktiv ist, die einst linke Parteien wählten, weil sie sich von ihnen eine Verbesserung ihrer oft schweren Lebensumstände, mehr Sicherheit und Schutz versprachen, ist nicht überraschend. Tatsächlich bleiben Industriearbeiter, Niedriglohnbeschäftigte, ärmere Selbstständige und Arbeitslose nicht nur den Kundgebungen der Lifestyle-Linken fern. Sie haben sich auch als Mitglieder und Wähler der entsprechenden Parteien mehr und mehr verabschiedet. Letztlich liegt darin der Hauptgrund für das Siechtum der Sozialdemokratie in fast ganz Europa, deren Kernwählerschaft früher aus diesen Schichten kam."

Sahra Wagenknecht: Die Selbstgerechten. Campus Verlag. Frankfurt a.M./New York, S. 39

Was können wir tun? Muss unsere Partei in Anbetracht dessen nicht vielleicht aufwachen und sich erneuern. Sahras Aufruf zum Aufstehen hat nicht gefruchtet. Aber im Moment sehe ich dazu auch noch keine ermutigenden neuen Ansätze.

G. Dietmar Rode
Blogger

Dienstag, 4. Mai 2021

Sonntag, 7. März 2021

Bundestagswahl - Einladung zur Wahlkreisversammlung

DIE LINKE.Meißen

Am 20. März 2021 findet ab 10:00 im Jesuszentrum, Elbgasse 1 in Meißen die Wahlkreisversammlung statt. Dazu hat der Kreisvorsitzende Erik Christopher Richter per Post alle im Landkreis (Bundestagswahlkreis 155) wohnenden Mitglieder der LINKEN eingeladen. Es geht vor allem um das Wahlaufstellungsverfahren für die Bundestagwahlen, die am 26. September 2021 stattfinden werden. Die Versammlung findet unter den strengen hygienische  Bedingungen der Corona-Schutzverordnung statt.


Vorstellung des Wahlkreisbewerbers Markus Pohle

Anhang zur Einladung



Wir leben in aufregenden Zeiten. Während wir in den Häusern die Füße Lieb stillhalten, um uns gegenseitig zu schützen und der Gang zum Supermarkt zum Ereignis wird, tobt das politische Geschehen in Deutschland, Europa und der Welt ungetrübt weiter. Das viel zitierte Brennglas, durch das wir die Widersprüche und Probleme unserer Gesellschaft, vom eigenen Sofa bis zur weltpolitischen Bühne, seit dem Ausbruch der Covid-19 Pandemie sehen, hat sich als eine ziemlich trübe Brille herausgestellt – soziale Ungleichheit, der menschengemachte Klimawandel, die Grabenkämpfe um die Deutungshoheit in den medialen Debatten, der zu zahnloser Tiger Europäische Union, das Machtgebaren der global an die Staatsspitzen strebenden Autokraten, der Zank darum, ob man mit lebensrettenden Impfstoffen Profite machen kann- All das lässt im Bezug auf wichtige Grundpfeiler unseres Zusammenlebens zu wünschen übrig. Ein solidarischer Umgang von Menschen miteinander ist ein solcher Grundpfeiler. Sei es also in der Anerkennung der Haus-, Pflege und Erziehungsarbeit in den eigenen vier Wänden, in Arbeits- und Verteilungskämpfen in Wirtschaft und Staat, in der sozial verträglichen Gestaltung dessen, wie wir unseren Teil dazu beitragen, unseren Planeten vor dem Kollaps zu bewahren, im Streit mit Nationalisten aller Couleur, die uns unsere europäischen Schwestern und Brüder madig reden wollen, und Menschen die außerhalb unseres Kulturkreises geboren sind, ihre Rechte absprechen oder im beherzten Eintreten für Frieden und Menschenrechte und ein gerechtes Handelssystem – wir brauchen neue Formen der Solidarität.

Im Herbst diesen Jahres stehen die Wahlen zum Deutschen Bundestag an. Diesbezüglich möchte ich Euch in diesem Anschreiben kurz meine Geschichte erzählen. Mein Name ist Markus Pohle. Ich wurde in einem warmen Sommer 1991 als eins der frühen Nachwendekinder am etwas verschlafenen Stadtrand von Chemnitz geboren, wo ich erst mit meinen beiden Eltern, später dann mit meiner alleinerziehenden Mutter und meiner jüngeren Schwester, bescheiden aber glücklich aufgewachsen bin. Ich habe eine schöne Schulzeit, erfüllt von Theater, ersten Gehversuchen in der historischen Forschung und natürlich ein bisschen Schülervertretung und gemeinsamen Bildungsstreiks mit unseren Lehrern verbracht, welche ich 2010 mit dem Abitur abgeschlossen habe. Anschließend zog es mich zum Studium der Geschichte und später Europastudien nach Leipzig, der Stadt, in der ich heute lebe. Ich hatte das Privileg, viele junge Menschen aus ganz Deutschland und unseren europäischen Nachbarländern kennenzulernen, die wie die meisten unserer Generation ihre ersten ernstzunehmenden Taschengelder bereits in Euro bekommen hatten und für die der Schlagbaum an innereuropäischen Grenzen höchstens noch eine vage Kindheitserinnerung ist, in der man auf dem Rücksitz Gameboy spielt. Hinter die politische und Lebensrealität der europäischen Einheit darf es kein Zurück geben!

Wann wurde ich eigentlich links? Soziale Ungleichheit und die unfaire Verteilung von Chancen waren mir immer ein Dorn in Auge. Deshalb war ich meinem Gemeinschaftskundelehrer immer ein Dorn im Unterricht. Meiner Geschichtslehrerin, die in der Wendezeit an den runden Tischen für eine soziale Wiedervereinigung stritt, in der PDS und als Gewerkschafterin aktiv war, war ich dafür das genaue Gegenteil und durfte mich mit ihr früh im Nachdenken über die Welt üben. Meine Mutter, die Vollzeit als Arzthelferin arbeitete um uns beide Kinder durchzubringen, und dafür einen Lohn bekam, den irgendwer als Existenzminimum festgelegt hatte, die anderen Studierenden, die wie ich nicht das Privileg hatten durchfinanziert zu werden, aber auch gerade so unter der BAFÖG-Grenze durchrutschten und ihren bessergestellten Freunden Abends die Getränke an den Tisch brachten, während diese sich vergnügten, die müden Gesichter der älteren Menschen die morgens aus dem Bus stiegen, weil sie nachts in die nahegelegene Saftfabrik fuhren, um ihre dürftigen Renten aufzubessern, weil sich ihre Rentenansprüche mit der Wende in Luft aufgelöst hatten – all das sind die alltäglichen Erfahrungen, die ein vehementes Eintreten für eine andere Verteilung dessen, was wir als Gesellschaft erwirtschaften, für mich unumgänglich, ja fast selbstverständlich machen.

Als ich mein Studium 2017 nach einigen persönlichen Querelen für zwei Jahre unterbrach und Vollzeit als ungelernter Koch gearbeitet habe, erfuhr ich am eigenen Leib, was es heist für Mindestlohn und unbezahlte Überstunden und meist ohne ein freundliches Wort oder Verhandlungsmacht in einer Branche zu arbeiten, in der gewerkschaftliche Organisation eine Wunschvorstellung politischer Sonntagsreden ist. So kanns nicht bleiben, aber wie solls werden? In meinen Studienjahren habe ich mich vornehmlich mit Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Entwicklungspolitik beschäftigt, mir theoretisches Wissen über das Funktionieren und Nichtfunktionieren wirtschaftlicher Systeme angeeignet und durch einen längeren Studienaufenthalt in Neu-Delhi auch einen Außenblick auf unsere westliche Lebensrealität kennengelernt. Als ich von da Ende 2015 wiederkam, hatte sich Deutschland verändert. Die Kriegsflüchtlinge aus Syrien und dem Nordirak, die sich vor den Bomben, die auf ihre Heimatstädte geworfen wurden, nach Europa geflüchtet hatten, offenbarten einen Bruch in unserer Gesellschaft.

Die AfD, welche als neoliberale Sammelstelle für stänkerwillige Eurokritiker angetreten war, radikalisierte sich zusehends. Vor allem bei uns im Osten wurde sie zu einer klassischen völkischen Partei, die mächtig Anlauf nahm, aus ihrem schmutzigen Geschäft mit dem Hass und einfachen, dafür aber sehr falschen Antworten politisches Kapital zu schlagen. Pegida, Legida, die Übergriffe auf Geflüchtetenunterkünfte, Demonstrationen bei denen sich Anwohner den Nazis anschlossen, um Rostock-Lichtenhagen oder Hoyerswerda nach zu turnen taten ihr übriges dazu, dass ich mich entschloss, in die Linkspartei einzutreten. Seitdem reißt der Strom rechter Landnahme in der Öffentlichkeit und ihren Diskursen nicht mehr ab – Fremdenhass, die Ereignisse 2018 in meiner Heimatstadt Chemnitz, Verschwörungstheorien, Bundestagsabgeordnete die dazu aufrufen, Menschen zu jagen, Pandemieleugner die mit Nazis den Bundestag belagern, Talkshows über Talkshows, in denen Faschistinnen und Faschisten und Menschenfeinde versuchen, uns subtil auf die Volksgemeinschaft einzustimmen. Und dann sind die auch noch bei uns am erfolgreichsten? Ich möchte streiten für ein freundliches Deutschland, in dem für solchen garstigen Unfug kein Platz ist.

Vor allem aber möchte ich streiten für einen freundlichen Osten. Das heißt auch, Konservativen und Rechten nicht den ländlichen Raum überlassen, im Wahlkampf neue Mitglieder für die Partei gewinnen und gemeinsam mit Euch für eine progressive Politik auf allen Gebieten kämpfen. Deshalb habe ich vor, mich am 20.3. im Wahlkreis Meißen als Kandidat für die Bundestagswahl zu bewerben. Ja, ich wohne nicht in euerm Landkreis. Ich möchte aber wetten, dass es mit dem Bus von Gröditz bis Nossen länger dauert, als von mir mit dem Zug zu Euch. (Das sollten wir übrigens ändern!) Ich hab mein ganzes Leben in Sachsen verbracht, ich kann fließend auf Chemnitzerisch schimpfen, und für mich zählt, dass wir gemeinsam für linke Politik eintreten. Wahlkampf ist nie eine Ein-Mensch-Veranstaltung, sondern eine kollektive Kraftanstrengung, in der wir gemeinsam Themen setzen und vertreten. Ich freue mich darauf, auch die alltäglichen Kämpfe im Wahlkreis kennenzulernen und dabei von euch zu lernen, um gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft vom Sofa bis zur Weltpolitik einzutreten – damit die Zeiten nicht nur aufregender, sondern auch besser werden!

Markus Pohle


Sonntag, 21. Februar 2021

Bundestagswahl

Sächsische LINKE startet Aufstellung der Direktkandidat:innen

DIE LINKE. Sachsen
Pressedienst, 04/2021

In den Wahlkreisen Erzgebirgskreis (Wahlkreis 164) und in der Sächsischen Schweiz -Osterzgebirge (Wahlkreis 158) hat DIE LINKE am Sonnabend ihre ersten Kandidat:innen gewählt.

Die sächsische LINKE hat am Wochenende begonnen, ihre Kandidat:innen für die Bundestagswahl aufzustellen. Im Wahlkreis 158 (Sächsische Schweiz – Osterzgebirge) wurde André Hahn von den Mitgliedern als Direktbewerber aufgestellt. Der 57-jährige Bundestagsabgeordnete ist gelernter Lehrer und promovierter Politikwissenschaftler. Im Bundestag gehört der Innenpolitiker dem Parlamentarischen Kontrollgremium an, das für die Kontrolle der Geheimdienste zuständig ist. In seiner Fraktion ist André Hahn stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Leiter des Arbeitskreises BürgerInnenrechte und Demokratie. André Hahn Mitglied der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft.

Im Wahlkreis 164 im Erzgebirge haben die Mitglieder mit Clara-Anne Bünger eine neue Bewerberin aufgestellt. Bünger ist 34 Jahre alt Juristin und in Freiberg aufgewachsen. Sie ist Mitgründerin der Menschenrechtsorganisation „Equal rights beyond borders“.

„Wir freuen uns über ein sehr breites Feld an Kandidatinnen und Kandidaten. Alle Generationen sind vertreten und viele Berufsfelder. Von Koch und Lehrer über Juristin, Anwältin, Angestellte, einem Landwirt und andere liegen uns Bewerbungen vor. Wir werden unseren Einsatz für Gerechtigkeit auch in jedem Wahlkreis personell stark untersetzen.“, kommentiert Landesgeschäftsführerin und Wahlkampfleiterin Janina Pfau.

Bis zum 28. März will DIE LINKE in allen Wahlkreisen die Nominierung abgeschlossen haben. Viele der Versammlungen musste auf Grund der Corona-Pandemie teilweise mehrfach verschoben werden. Alle Veranstaltungen finden mit gekürztem Programm und strengen Hygienekonzepten statt. Am 24. April will die Partei in Dresden ihre Landesliste wählen.

Hintergrund:
Fünf der aktuell sechs sächsischen Bundestagsabgeordneten haben angekündigt, erneut in ihren sächsischen Wahlkreisen zu kandidieren. In 11 der 16 sächsischen Wahlkreise treten neue Bewerber:innen an.