Orientierung

Dienstag, 22. Februar 2022

Trotz russischer Fehlentscheidung muss es um Konfliktentschärfung und Deeskalation gehen

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, schrieb auf Twitter:

"Die Anerkennung der 'Volksrepubliken' durch Russland ist völkerrechtswidrig, der Einmarsch russischer Truppen verletzt die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine. Trotz der Fehlentscheidung Russlands muss es um Konfliktentschärfung und Deeskalation gehen."

Noch in der der gestrigen kontroversen Diskussion bei "Anne Will" hatte Sahra Wagenknecht versucht darzustellen, dass Putin "kein durchgeknallter Nationalist"  sei, und dass die Eskalation an der ukrainischen Ostgrenze, d.h. vor allem in den selbst erklärten Volksrepubliken Donbas und Luhansk, auch vom starrsinnigen Kurs der USA und der NATO ausgegangen ist. Russland hätte "faktische kein Interesse", in der Ukraine ein zu marschieren. Nun scheinen sich die Vorzeichen in paradoxer Weise geändert zu haben. Putin missachtet Völkerrecht und bagatellisiert die Gefahr einer Kriegserweiterung.

Beide Seiten müssen doch erkennen, dass sie auf enger Spur und mit zunehmender Wucht aufeinander zurasen. Keiner spricht mehr von Kooperation und angemessener Reaktion.

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