Orientierung

Donnerstag, 7. Januar 2016

DIE LINKE.Sachsen boykottiert Textilfirma nach Entlassungen

Spreadshirt geht unfair mit deutschen Beschäftigten um

DIE LINKE. Sachsen wird die Beschaffung von T-Shirts und anderen Textilien in Zukunft nicht mehr über spreadshirt abwickeln. Das teilte Landesgeschäftsführerin Antje Feiks in einem Schreiben an das Unternehmen mit. Hintergrund für diesen für die Partei bedauerlichen Schritt sei die Aufgabe des Produktionsstandortes Leipzig und die Verlagerung der Kapazitäten in Produktionsstandorte in Tschechien und Polen.

Dieser Schritt, so Feiks, sei nicht nur unfair den 26 nun entlassenen Beschäftigten, sondern auch den Beschäftigten an den ausländischen Standorten gegenüber.
„Denn ihnen als ‚verlängerte Werkbank‘ Ihres Unternehmens gibt nichts, aber auch gar nichts die Sicherheit, dass, sofern Ihr Unternehmen ‚wirtschaftliche‘ Gründe findet, die Produktion in Zukunft nicht ebenfalls einfach ins nächste Land weiterwandert und die engagierten Beschäftigten perspektivlos zurücklässt“, 
so Feiks. Spreadshirt reduziere mit dieser Entscheidung die Beschäftigten auf die Rolle gänzlich austauschbarer Produzenten der Artikel, die in der Anonymität des Unternehmens schnell ersetzt werden könnten.

Feiks kündigte an, den Aufträge der Partei für Textilien, beispielsweise für Wahlkämpfe, zukünftig an kleine lokale Unternehmen mit fairen Lohn- und Produktionsbedingungen vergeben zu wollen. Den spreadshirt-Shop der Partei werde man schließen.

DIE LINKE. Sachsen
Pressedienst 1/2016
Anmerkung:
Spreadshirt ist ein Social-Commerce-Unternehmen mit Hauptsitz in Leipzig, das seinen Nutzern eine Online-Plattform zur Verfügung stellt, mit deren Hilfe nicht nur T-Shirts gestaltet und gekauft, sondern auch zum Verkauf angeboten werden können.

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