Orientierung

Montag, 6. April 2015

Aufruf zur Gegendemonstration

Lasst Euch nicht vom harten Pegida-Kern missbrauchen!

Aufruf 
der Landesgeschäftsführerin DIE LINKE.Sachsen 
Antje Feiks

Ein weiterer Höhepunkt der Pegida-Demonstrationen kündigt sich an. Immer wieder trifft man auf die Meinung, es handele sich bei der Mehrzahl der Teilnehmer nicht um Rechtsextremisten, sondern ganz einfach nur um unzufriedene Bürger, die ihr Recht wahrnehmen, gegen Widersprüche in der Bundesrepublik zu protestieren. Sicher trifft das tatsächlich für viele Protestierer zu. Aber das ist weniger als die halbe Wahrheit. Mit der Einladung des strafrechtlich angezeigten Demagogen Wilders aus den Niederlanden deutet sich eine ideologische Grundrichtung an. Und das müsste doch auch denen zu denken geben, deren Protest damit in brutaler Weise misbraucht und umgelenkt wird:

Im Aufruf des Landesvorstandes DIE LINKE.Sachsen heißt es:
"Am 13.4. wird in Dresden Pegida, wenn es nach ihren Planungen geht, ein neues Ausmaß erreichen. Und es wird mit der Einladung von Rechtspopulisten und Vorsitzenden der "Partei für die Freiheit" Geert Wilders als Hauptredner deutlich, wo die OrganisatorInnen von Pegida weltbildlich stehen. Er muss sich in den Niederlanden wegen Diskriminierung und Aufhetzerei vor Gericht verantworten.
Wir schließen uns dem Aufruf der Bundesgeschäftsführer von LINKE und Grünen an und sagen "Volle Breitseite gegen braune Hetze".
Bitte kommt am 13.4. zahlreich nach Dresden. Die Bündnisse Dresden nazifrei und Dresden für Alle sowie die weiteren AkteuerInnen in Dresden werden Protestmöglichkeiten organisieren. Damit diese erfolgreich sind, müssen sich viele dem Protest anschließen."

Nein zu Pegida. Nein zu Rassismus. Solidarität mit den Protesten gegen Wilders in Dresden! - Aufruf von Christine Buchholz und Pia Barkow, Parteivorstandsmitglieder

DIE LINKE unterstützt die Proteste gegen den Auftritt des niederländischen Rassisten Geert Wilders und die rassistische Pegida-Bewegung am Montag, den 13.4.2015 in Dresden. Pegida holt sich damit Verstärkung von einem international bekannten Rechten, der systematisch Rassismus gegen Muslime und MigrantInnen in Europa verbreitet. Er will den Koran verbieten, alle Muslime aus Europa ausweisen und hetzt gegen Marokkanerinnen und Marokkaner, Griechinnen und Griechen und Menschen aus Osteuropa.
Gerade das Beispiel von Wilders zeigt, dass antirassistische Proteste die Anziehungskraft von Rechtspopulisten und Faschisten schwächen können. Nach rassistischen Äußerungen von Wilders gegen marokkanische MigrantInnen in Holland war es zu einer großen Welle von Protesten gegen seine antimuslimische Hetze gekommen. Bei den Europawahlen vom Mai 2015 verlor Geert Wilders mit seiner „Freiheitspartei“ PVV fast 5 Prozent. Er bekam aber immer noch erschreckende 12,2 Prozent.
Pegida kündigte an, sich bekannte Figuren der europäischen RechtspopulistInnen und FaschistInnen wie Marine Le Pen, Nigel Farage aus Großbritannien und Strache aus Österreich nach Dresden zu holen. Der Auftritt des international bekannten Rassisten Wilders darf nicht zu einem Erfolg für Pegida werden. 
Wir werden dem Rassismus entschieden entgegentreten. MigrantInnen und Muslime dürfen nicht zu Sündenböcken für gesellschaftliche Probleme in Europa werden. Die Grenze verläuft nicht zwischen den Völkern, sondern zwischen Oben und Unten!
Der Auftritt von Wilders hat Bedeutung weit über Dresden und Sachsen hinaus, deshalb rufen wir zu einem gemeinsamen Gegenprotest auf. Das Bündnis Dresden-Nazifrei schreibt: „Zusammen haben wir Dresden den Nazis genommen – mit eurer Hilfe stoppen wir jetzt auch Pegida!“
Mit solidarischen Grüßen,
Pia Barkow und Christine Buchholz
Mitglieder des Parteivorstandes

Wir halten Euch hier auf unserer Website auf dem Laufenden, aber ich können Euch gern direkt unter den folgenden Links nachsehen.

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