Orientierung

Sonntag, 15. Februar 2015

Nach wie vor Unruhe in Dresden?

Foto: D. Brüggemann in www.menschen-in-dresden.de
Der 70. Jahrestag der Bombardierung blieb krawallfrei

Eine andachtsvolle Kette von rund 10 000 Menschen um den Stadtkern umrahmte die Gedenkfeierlichkeiten am Freitagabend. In der Frauenkirche hatte Bundespräsident Gauck davor gewarnt, Kriegsschuld und Instrumentalisieren zuzulassen. In der gestrigen SZ stand dazu: „Wir wissen, wer den mörderischen Krieg begonnen hat... Und deshalb wollen und werden wir niemals die Opfer deutscher Kriegsführung vergessen, wenn wir hier und heute der deutschen Opfer gedenken.“ DIE LINKE hatte sich nicht an der Veranstaltung in der Frauenkirche beteiligt, um gegen die Widersprüchlichkeit aktueller deutscher Militärpolitik im Ausland zu protestieren.

Auch Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) hatte sich zur Kriegsschuld der Deutschen angesprochen und sich zudem mit Blick auf die Pegida-Demonstrationen beklagt, „dass es in unserer Gesellschaft scheinbar tiefe Gräben gibt“.

Inzwischen wurde darüber informiert, dass für heute (Sonntag, 15.02.2015) durch einen bekannten NPD-Aktivisten auf dem Theaterplatz ab 16:30 der Start einer Demonstration angemeldet wurde. Gegendemonstranten kündigten an, dass es ab 15:00 Uhr zur Besetzung des Theaterplatzes durch antifaschistische Kräfte kommen soll, um der provokatorischen Demonstration der Rechtsextremen zu begegnen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare sind das Salz in unserer Suppe.