Nachbetrachtungen
von Andreas Graff,
stellvertretender Kreisvorsitzender
DIE LINKE.Meißen
| Andreas Graff - ein Name für die LINKE.Meißen Foto: Rode |
Das Besondere bestand in der Herausforderung die die
Gesellschaft zu den brennenden Fragen der europäischen Entwicklung formulierte.
Sie erwartete eine kritische analytische Einschätzung der Linken zu den heiß
umstrittenen Themen der Krise in Europa. Und gleichzeitig war sie auf die
Lösungsansätze gespannt, welche sich mit den vorliegenden
Konzepten-Programmen der anderen Parteien auseinandersetzt.
Wie bewertet dies
DIE LINKE und wie untersetzt sie die Entwicklung Europa zu einem solidarischen
Gesamtgebilde, wie man es im Vorfeld des Parteitages aus den Medien entnehmen
konnte. Denn in verschiedenen Meinungen waren da von einzelnen linken Politikern
in den Medien unterschiedliche Grobbewertung der EU enthalten. Diese
verschiedenen Meinungen und Anschauungen finde ich gut und auch normal. Die Art
und Weise, wie man dazu untereinander
zu Bundestagskollegen unterschiedliche Meinungen austrug, fällt nicht mehr in
die oben genannte Wertung. Die Sachlichkeit und damit auch der durchaus teilweise
gut enthaltene Inhalt der souveränen Meinungsbildung wurden verlassen. „Unser“ kultureller
Umgang fiel nach unten ab.
Das Fazit war: Die Präambel unseres Europawahlprogrammes
und deren unsachlichen Auseinandersetzung in der Öffentlichkeit, war in ein
negatives Vorfeld gerückt. Die gut erarbeiteten Änderungsvorschläge fanden
meist in ihrer Gesamtheit keine gute Begleitung durch die Medien.
Der
Europaparteitag belegte eindeutig: Die LINKE ist mit ihrer
Mitgliedschaft und den Funktionsträgern in der Lage, wissenschaftlich,
politisch kluge Schlüsse aus der Analyse zu ziehen und diese in einem Wahlprogramm
zu formulieren. Sie bewies eindeutig, dass sie mit über 500 Delegierten eine
demokratische und konstruktive Debatte zur weiteren Qualifizierung Ihres
Programms öffentlich und frei führen kann.
Gerade dieses Vermögen und die
verantwortungsbewusste Reife der Delegierten, zeigte eindrucksvoll unser
Parteitag. Er trug in sich eine von Offenheit, Sachlichkeit und auf den Punkt
gebrachte konstruktive und damit auch begeisterte Atmosphäre. Der gemeinsame
Wille für ein vereintes solidarisches Europa zu kämpfen, die Errungenschaften zu
würdigen und für das Zurückgebliebene klare unmissverständliche Positionen zu
beziehen, durchzogen die qualitativen sehr guten Debatten.
So entstand eine der
Realität in Europa zutreffende Präambel und ein anspruchsvolles EU-Programm DIE
LINKE. Die EU ist eben keine durchweg neoliberale, militärische und
undemokratische Macht. Sie ist nicht ein System von rechts-populistischen und
faschistischen Parteien. Die Europäische Union hat auch durch die
fortschrittlich Wirkenden in der Politik für die Menschen Fortschrittliches und
auch Gutes vollbracht. Gerade wir im Osten und das nicht nur in der Landwirtschaft
konnten davon beim Stabilisieren und der weiteren Entwicklung der
wirtschaftlichen Produktion und der
Sozialarbeit profitieren.
Kritisch und unmissverständlich wurden in den Debatten und
dem Programm die gestiegenen Ungerechtigkeiten, die gewachsene Kluft zwischen
Arm-Reich und die marktradikale Politik in der EU und die Durchsetzung
unsozialer Kürzungszwänge angeprangert. Diese von der Troika und der EZB
betriebene Politik bedroht die europäische parlamentarische Demokratie und die Solidarität
der Menschen in den europäischen Ländern in bisher nicht bekannten Dimensionen.
Alternativen, die es mehr als genug gibt, diese sind im Programm der LINKEN zur
Europawahl umfassend zu finden.
Und mit der Wahl der Kandidaten zur Europawahl
tritt eine kämpferische, kluge und erfah-rene Truppe der LINKEN an. Sie wird
sich mit unserer aller gemein-samen wachsenden Kraft über die Ländergrenzen
hinweg zum gesell-schaftlichen Fortschritt hin, zu einem solidarischen und
friedlichen Europa entwickeln.
Ein durchaus schwerer aber machbarer Weg. Unser Programm ist
dafür ein echter Wegweiser.
Andreas
Graff,
Delegierter des Europaparteitages
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentare sind das Salz in unserer Suppe.