Orientierung

Samstag, 25. Mai 2013

Gibt es bei der CDU jetzt ein Parteilehrjahr?

Bundeskanzlerin für Mindestlöhne und wirtschaftspolitische Leitplanken

Darüber freut sich
Kreisrat Dr. G. Dietmar Rode

Angela Merkel scheint nicht nur selbst dazu gelernt zu haben, sondern sie ruft auch energisch zum Umdenken in ihrer Partei auf. Auf der Bundestagung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Münster sagte sie heute:

"Wir werden darauf beharren, dass es einen Fortschritt in dieser Sache gibt, dass wir einen tariflichen Mindestlohn bekommen."
Und weiterhin:
"Wirtschaft ohne Leitplanken gerät aus den Fugen. Und das ist dann das Gegenteil von sozialer Marktwirtschaft."

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Von den Klassikern lernen... Herzliche Grüße von links, Frau Merkel! Sie sollten zur Diskussion der wirtschaftspolitischen Leitlinien unserer Partei DIE LINKE am 31.08./01.09.2013 nach Dresden kommen.

Kleingedrucktes:
"Nicht die freie Marktwirtschaft des liberalistischen Freibeutertums einer vergangenen Ära, auch nicht das "freie Spiel der Kräfte" und dergleichen Phrasen, mit denen man haussieren geht, sondern die sozial verpflichtete Marktwirtschaft, die das einzelne Individuum wieder zur Geltung kommen läßt, die den Wert der Persönlichkeit obenan stellt und der Leistung dann aber auch den verdienten Erfolg zugute kommen läßt, das ist die Marktwirtschaft moderner Prägung".
Ludwig Erhard, 28. August 1948, auf dem 2. Parteikongreß der CDU der britischen Zone in Recklinghausen. 

3 Kommentare:

  1. Hat er wirklich "haussieren" geschrieben? Ist dann das Gegenteil Baissieren?

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    1. Das Zitat wurde mit (gewolltem oder nicht gewolltem) Rechtschreibfehler übernommen aus http://www.christlichsozialeposition.de/91.html.
      Dank an den aufmerksamen "Anonym". Es mag wohl ein sogenannter Freudscher Versprecher sein. "Hausse" = Steigen der Börsenkurse, "Baisse" = Fallen der Börsenkurse. Das erscheint aber in diesem Zusammenhang als ausgesprochen pikant.
      G. Dietmar Rode

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  2. Monika und Andreas25. Mai 2013 um 19:14

    Ja, es dauert wirklich etwas lange bis in der von der Mehrheit beherrschten Bundespolitik eine objektive Notwendigkeit erkannt wird. Wenn man eben nur die Interessen des Kapitals vertritt, dann fährt man sich fest. Dass DIE LINKEN die ersten waren, die die Notwendigkeit des Mindestlohnes erkannten und das in ihrem Partei- und Wahlkampfprogramm festgeschrieben haben, macht uns schon etwas stolz. DIE LINKE muss man eben ernst nehmen. Sie steht doch bei dem Setzen der Maßstäbe für soziale Gerechtigkeit nicht hinten an. Sie macht eben unwiderlegbar, und wie zu sehen ist, den richtigen Druck.

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