Dieser Tage erhielten die Meißner Stadträte einen anonymen Brief. Nun ist das so eine Sache mit solchen Schreiben, dessen Autor sich nicht völlig zu erkennen geben will, Richtung und Absicht jedoch all jenen klar werden, die darüber nachdenken wollen. Das Thema dürfte es Wert sein, deshalb lassen wir es eben anonym wie es ist. Im Interesse einer klaren öffentlichen Diskussion veröffentlichen wir hier den vollen Text:
Ist die Staatliche
Porzellan-Manufaktur Meissen noch zu retten?
Diese Frage, so oder in
anderem Wortlaut, wurde und wird immer wieder in verschiedenen Gremien und in den Medien
gestellt. Diese Frage zu beantworten ist nicht so einfach. Es bedarf schon ein
sehr genaues Hinschauen und
Studium der Manufaktur als solche, deren Entwicklung und nicht zuletzt der Person des derzeitigen
Leiter der Geschäftsführung, Herrn Dr. Kurtzke.
Wer die
Entwicklung dieses Traditionsunternehmens in den letzten Jahren und der folgenden verstehen will, sollte unbedingt die in einem
Buch, "Das wissensbasierte Unternehmen", niedergeschriebene
Denkstrukturen des Herr Dr. Kurtzke
lesen. Menschen verachtender Frühkapitalismus, die Menschen als "Humankapital" in tierische Klassen
nach Intelligenzgrad einstufend. Eine Anleitung, ein Unternehmen
so zu strukturieren, dass
unprofitable Produktlinien sich selbst abschaffen, unfähig sind zu überleben,
und am Ende nur das Filetstück übrig bleibt. Das eigentliche Ziel der Begierde. Mag das in einem rein profitorientierten
Industrieunternehmen noch begreifbar sein, abgesehen von den
menschenfeindlichen
Methoden, ist diese Vorgehensweise in einem Kunsthandwerk, mit
einer historischen und
kulturellen Verpflichtung, einer Zerstörung gleichzusetzen.
Insgesamt zeichnet
sich ein erschütterndes Bild. Unverkennbar vollzieht sich eine
perfide schleichende
Demontage und Zerstörung eines dreihundert Jahre alten Kleinods der deutschen, sächsischen
Handwerkskunst. Schritt für Schritt wird das Markenzeichen für Meissener
Porzellan missbraucht,
um unter dieser weltbekannten Marke andere Geschäfte zu tätigen. Es ist
angerichtet, von klugem
Kopf minutiös vorgeplant und schwer durchschaubar. Ein Mann, der vorgibt und sich damit brüstet, zwei
Jahre voraus zu denken, arbeitet zielgerichtet, Nichts dem
Zufall überlassend.
Man erinnere
sich:
Erster Schritt: Mit dem
Antritt als Geschäftsführer ist er nicht Mitglied einer
dreiköpfigen Geschäftsleitung
geworden, sonder hat sich als Leiter der Geschäftsführung in die
Rolle des "Alleinentscheiders" gehoben.
Schaut man sich die heutige Situation an, führt er das Unternehmen in absolutistischer
Alleinherrschaft. Selbst der noch formal existierende Geschäftsführer, Herr
Lutz Richter, ist in
seiner Rolle zur Bedeutungslosigkeit herabgestuft. Ohne Kompetenzen und
Entscheidungsbefugnisse. Eine
ideale Basis, nach eigenem Ermessen widerspruchsfrei zu agieren. Eine Erfahrung, die
nunmehr viele ehemalige Mitarbeiter zu spüren bekommen haben. Wer eine eigene, andere
Meinung vertritt fliegt.
Zweiter Schritt: Aus der
Firmenbezeichnung wird der Begriff "Porzellan" gestrichen. Aus der Porzellan-Manufaktur
Meissen wurde die Manufaktur Meissen. Esgab entsprechend Reaktionen im öffentlichen
Leben und in den Medien, die diesen Schritt wohl bemerkt haben. Darauf ein
kurzes Dementi des Herr Dr.
Kurtzke zur Beruhigung, und? Langsam aber stetig wurde es doch umgesetzt, stetig
wiederkehrend bis es in den Köpfen drin war und es keiner mehr
bewusst war genommen hat. So war der Weg
frei unter dieser Weltmarke mit Allem zu handeln, was Gewinn
verspricht. Schmuck, Tücher, Schals, Kissenbezüge,
Krawatten und viele Dinge mehr sind im Gespräch wie Tapete, Stoffe,
Lederwaren ... u.a. Mehrfach
in einschlägigen Veröffentlichungen war schon zu hören, die Manufaktur Meissen, wie sie
heute benannt wird, wäre vor 300 Jahren schon mit Schmuck und Innenarchitektur
gestartet. Ein Schlag in das Gesicht der Geschichte. Böttger
hat nicht den Schmuck erfunden, sondern das
Meissener Porzellan in Gestalt von Geschirrteilen
und Prunkstücken. Schmuck und andere Nutzungsvarianten sind immer Nebensache und begleitende
Randsortimente geblieben.Sehen Sie sich die
Schmuckkollektionen an! Nur die wenigsten haben überhaupt etwas mit Porzellan zu tun. Besten Falls als
zu geliefertes Halbzeug, ähnlich wie bei Glashütte- Uhren. Schauen
Sie auf die
Startseite der Homepage
der Porzellan-Manufaktur Meissen! www.meissen.de Sehen Sie da die Porzellan-Manufaktur
Meissen? Das ist nicht mehr das Schaufenster einer Porzellan-Manufaktur. Stellen Sie die Frage, wo
den die Arbeitsplätze für die Fertigung dieser Waren, die auf dieser Startseite so massiv
beworben werden, entstehen bzw. gesichert werden. In Meißen wird in großem Stil entlassen und
nachgelagert tröpfchenweise weiter, und in anderen Regionen und im Ausland entstehen und sichern wir
Arbeitsplätze. Nach der letzten großen Entlassungswelle sind reihenweise Fachleute entlassen
wurden. Fast alle Meister der Weißfertigung, Technologen und weitere
Mitarbeiter mit
Erfahrungen über Jahrzehnte. Das Know-How der Porzellanherstellung wird einfach weggeworfen.
Unwiederbringlich!
Schritt drei: Seit
nunmehr mehr als einem Jahr wird in Italien ein neuer Standort als Tochterfirma ausgebaut. Mit
welchem Ziel? Nach eigenen Aussagen des Herrn Dr. Kurtzke wird der Standort Mailand als Drehscheibe
des internationalen Vertriebes ausgebaut. Da
drängt sich sofort die Frage auf, wird das die neue
Firmenzentrale? Wird das die neue Residenz des Leiters der Geschäftsführung? Die
ersten Posen vor Ort, gestellt für die Presse, lassen diese Vermutung durchaus zu. Meißen als
Produktionsstandort für eine Marke, die im Ausland missbraucht wird.
Schritt vier: Reduzierung
der Präsenz von Meissener Porzellan im Besucherzentrum der Porzellan- Manufaktur Meissen.
Unverkennbar der Umbau des Besucherzentrums zu einem Ausstellungs- Ort für "Kunst"
externer Künstler. Gebaut mit Fördergeldern des Freistaates, mit dem Ziel Besucher
des Hauses umfassend betreuen
und informieren zu können, wird zur "Porzellan- freien- Zone". Der Besucher
wird nicht mehr beim Betreten mit der Vielfalt und der Leistungsfähigkeit
Meissener Porzellankunst begrüßt,
sondern mit durchaus streitbarer Kunst, die zwar auf oder aus Meissener Porzellan gefertigt
wurden, aber mit der Porzellankunst der Porzellan-Manufaktur Meissen nichts zu
tun hat. Eine bittere
Entwicklung, gemessen an der Tatsache, dass sämtliche Künstler des eigenen Hauses entlassen wurden.
Wohin geht die
Entwicklung?
Eine Frage, die für viele
Mitarbeiter der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen zu einer existentiellen Frage
geworden. Sind die neuen fremd gefertigten Sortimente einmal profitabel angelegt, werden
charakteristische, die Porzellan-Manufaktur seit Jahrhunderten prägende Produktlinien, die nicht
im Focus des Herrn Dr. Kurtzke liegen, ausgelöscht. Mit dem Anspruch auf
alleinige Nutzung des Namens "Meissen" werden sich andere Unternehmen
aus der Region
zurückziehen und sich mit anderen Orten verbinden, die gewillt sind, ein gemeinsames
Marketingkonzept zu erarbeiten. Glashütte macht es vor. Viele Firmen unter
einem Dach!
Ist die Staatliche
Porzellan-Manufaktur Meissen noch zu retten?
Diese Frage bleibt unbeantwortet
im Raum. Die
Gegenwart ist alles andere als sicher und die Zukunft ungewiss. Fast möchte man empfehlen, die Staatliche
Porzellan-Manufaktur Meissen an ein anderes deutsches Bundesland zu verkaufen, welches die
Bedeutung dieses Kleinodes der sächsischen Handwerkskunst besser zu schätzen weiß und gewillt ist, es vor der
Zerstörung zu bewahren.

In der Sächsischen Zeitung (Ausgabe Meißen) standen unlängst die nachfolgenden zwei Leserbriefe:
AntwortenLöschenZum Artikel "Meissens künftige Fassade" (SZ vom 7.März) äußert sich Dr. Hans Sonntag aus Weinböhla.
Weshalb reagiert der Aufsichtsrat nicht?
Bislang sei das Besucherzentrum als Garderobe und Restaurant genutzt worden. Diese Formulierung ist eine Lüge. Weshalb werden diese Lügen in der SZ ungefragt publiziert? Weshalb wird nicht nachgefragt, wo denn die prophezeiten 500000 Besucher bleiben, für die dieses Monstergebäude erbaut wurde?
Weshalb werden die sinkenden Besucherzahlen nicht analysiert? Natürlich ist das Zentrum in erster Linie "umbaute Luft", aber bestimmte Personen haben daran gut verdient. Beachten Sie doch nur einmal total funktionslose Holzeinbauten. Weshalb könnte/sollte die Wachs-Fassade ein Behinderungsgrund für ein
internationales Kunstzentrum sein?
Wieso gilt Herr Dr. Kurtzke als kompetent auf dem Gebiet der Bildenden und Angewandten Kunst? Wer hat ihm diese Kompetenz verliehen, wo hat er sie sich erworben? Sein Promotionsthema hat meines Wissens absolut nichts mit Kunst und Kunsthandwerk zu tun. Das geschichtliche Gewordensein des Meissener Porzellans wird bewusst und zielgerichtet zerschlagen und kann deshalb in der Gegenwart nicht als Stimulans, als Akkumulator wirken.
Weshalb reagieren nicht Mitglieder des Aufsichtsrates bzw. die Geschäftsführer auf die gegenwärtigen Probleme?
Zum selben Thema äußert sich Manfred Gömer aus Eschweiler.
Manufaktur sollte das bleiben, was sie ist
Meissen ist Sachsen und Sachsen ist Deutschland. Und die Porzellan-Manufaktur Meissen ist ein
Aushängeschild unseres Landes, genießt Denkmalsschutz. Hier sollte man den Tanz um das Goldene Kalb vergessen. Nein, diese Porzellanmanufaktur besitzt die Herzen der Sachsen und sollte, auch trotz vielleicht gegenwärtiger Widrigkeiten, das bleiben, was sie ist, nämlich "unsere" (staatliche)
Porzellanmanufaktur. Hoffentlich wird das auch bei den Mitgliedern des Vorstandes oder wie auch immer so gesehen. Aber sind das auch "echte" Sachsen?
Sächsische Zeitung: Mittwoch, 21. März 2012
AntwortenLöschenIst das alte Porzellan richtig original?
Von Peter Anderson
Ein Meißner Restaurator wundert sich über fehlende Angaben auf der Manufaktur-Netzseite für historisches Meissener. Und es gibt noch mehr Zweifel. Das Tablett sticht heraus. Selbst ein Laie kann das erkennen. Die Meissener Kaffeetassen werden von einem ganzen Blumen-Bukett geziert. Das angeblich dazugehörige Tablett ist dagegen mit einzelnen Streublümchen bemalt. Ein solcher Mischmasch sei nicht original, sagt der Meißner Porzellan-Restaurator Ralf Roscher. In Fachkreisen werde die nachträglich Kombination von Einzelteilen mit unterschiedlichen
Mustem zu einem Dejeuner als "Hochzeit" bezeichnet.
Entdeckt hat Roscher das Sammelsurium auf der am Montag voriger Woche ins Netz gestellten Seite Historisches Meissen der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen (SPM). Was den früheren Porzelliner dabei besonders verärgert ist: Im Katalogtext zu dem "Dejeuner für Tee" wird der Schönheitsfehler des Dekor-Mixes verschwiegen. Auf diese Weise würden die Kunden an der Nase herumgeführt, sagt Roscher.
Die Manufaktur spiele mit ihrem guten Ruf. In der Rubrik "Gemälde" setzt der Meißner Porzellan-Spezialist seine Kritik fort. Als Beispiel nennt er die sogenannte Miniatur ,,singvogel auf einem Zweig". Dabei handele es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um ein aus einer größeren Platte herausgeschnittenes Einzelteil. Sichtbar werde dies zum Beispiel durch die unter dem Rahmen weiter verlaufenden Zweige und Blätter. Würde es sich um eine Auftragsmalerei handeln - wie im Katalogtext angegeben - wäre das Motiv mit Sicherheit besser in den Rahmen eingepasst worden.
Roscher will seine Kritik nicht als generelle Ablehnung des Geschäftszweiges verstanden wissen. Prinzipiell begrüße er die Idee von Manufaktur-Chef Christian Kurtzke, mehr Sicherheit auf dem Markt für historisches Meissener zu schaffen. Ihn störe jedoch, dass dieses Ziel nicht mit der nötigen Sorgfalt
verfolgt werde. Das Untemehmen könne nicht verkünden, gegen Fälschungen und Hausmalerei vorgehen zu wollen. Auf der anderen Seite würden auf der eigenen Netzseite die Kunden durch fehlende Angaben zur Herkunft einzelner Stücke in die Irre geführt.
Dr. Hans Sonntag, der frühere Direktor der Meissener Schauhalle, sieht einen Grund für die Ungereimtheiten des Meissener Angebots an Historischem Porzellan in der Auswahl des Zulieferers. Für den Start des Internetangebots an antikem Meissener hatte sich die Manufaktur mit dem Händler und
Sammler Kurt Krockenberger aus der Nähe von Stuttgart verbündet. Dieser stellte rund 500 Stücke aus seinem Bestand bereit. Schritt für Schritt soll der Umfang mit weiteren Händlern erweitert werden. Seit 1993 kenne er Kurt Krockenberger als "windigen Gesellen" in der Porzellanbranche, so Sonntag. Krockenberger habe damals in seinem "Haus der Kunst" in der Nähe von Stuttgart gefälschtes überdekoriertes Zwiebelmuster verkauft. Zudem habe er Figuren als "Hentschel-Kinder" ausgegeben, die von anderen Gestaltern stammten. "Viele seiner ausgestellten Meissener Porzellane hatten wenig mit der
Meissener- Porzellan-Manufaktur zu tun", so Dr. Hans Sonntag.
In einer Reaktion auf die ersten Kritiken an problematischen Stücken im neuen Angebot der Manufaktur erwägt Untemehmens-Chef Christian Kurtzke, einen Pool an Sachverständigen zu bilden. Diese könnten Hinweise auf Fehler prüfen. Er wolle nach Wegen suchen, die Spezialisten in die Seite "Historisches Meissen" einzubinden. Dass dies funktioniert, wird von den Betroffenen angezweifelt. Das Herstellen von Porzellan erfordere gänzlich anderes Wissen und vollkommen andere Erfahrung als der Verkauf von porzellanen Antiquitäten, sagte gestern Angela Gräfin von Wallwitz, Vereidigte Sachverständige der IHK München. Ihr sei schleierhaft, wie die Manufaktur Händler als sicher zertifizieren wolle, obwohl sie selbst mit einem unseriösen Partner wie Kurt Krockenberger zusammenarbeite.
Hallo Dietmar, die sehr bittere Sache mit der Porzellan-Manufaktur ist uns Meißner Stadträten bekannt und wir sind um Gespräche und Klärung bemüht. Es ist aber eine Angelegenheit, die wir hier in Meißen im Stadtrat zu klären haben und dies auch tun. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir um Hilfe von außen gebeten oder Dich beauftragt haben, hier im Blog für uns aktiv zu werden. Unsere Fraktion ist stark genug und fähig, hier zum entsprechenden Zeitpunkt selbst zu berichten.
AntwortenLöschenLiebe Helga,
Löschenauch ich kann mich nicht daran erinnern, dass Ihr um Hilfe gebeten bzw. mich beauftragt habt, in diesem Blog für Euch aktiv zu werden. Das haben andere getan, nämlich u.a. die Bürgerinitiative „Rettet die Manu“. In diesem Sinne wurden hier auch bisher mindestens 21 Posts zum Thema Porzellanmanufaktur veröffentlicht und eine eigenständige Rubrik zum Thema „Unsere 300jährige Porzellanmanufaktur in Gefahr?“ mit umfangreichen Informationen eingerichtet. Ein Blick ins Archiv dieses Blogs lohnt sich. Und wenn Ihr dann als Fraktion „stark genug und fähig seid, hier zum entsprechenden Zeitpunkt selbst zu berichten“, steht dem selbstverständlich nichts im Wege. Unser Blog fühlt sich allerdings in keiner einseitigen Verpflichtung für eine Fraktion, sondern versteht sich im weiteren Sinne als demokratiefördernde Informations- und Diskussionsplattform für Linke und deren Interessenten im Landkreis.
Im Blog Eurer Fraktion taucht übrigens das Stichwort Porzellanmanufaktur nicht im Suchverzeichnis auf und es gibt keinen Post zum Thema.
Man bloggt. Aber vielleicht sollten wir uns auch ´mal auf einen Kaffee treffen, wobei die Tassen nicht unbedingt aus Meissner Porzellan sein müssen.
Dietmar
Peinlich, Frau Frenzel!
Löschen... hallo frau frenzel, berichten sie uns oder den medien doch bitte jetzt von ihren zielführenden bemühungen in der sache manu oder wann ist für sie denn der "entsprechende zeitpunkt"gekommen?...
Löschen... es ist bereits hohe zeit!!! ...
... warum mögen sie sich nicht konkret zu kritischen fragen engagierter bürger äussern? ...
... wovor haben sie angst?, dass sie sich so unwillig dem dr.rode gegenüber äussern?...
... wir ängstigen und sorgen uns um das schicksal der der "meissner porzellanmanufaktur", wenn ihnen das etwas sagt ...
Ich denke, es ist eine öffentliche Angelegenheit, die nicht nur die Stadt Meissen (und ihre Stadträte) oder auch nur den Kreis betrifft, sondern mindestens den Freistaat Sachsen.
AntwortenLöschenDie Porzelline ist ein Staatsbetrieb - kein Stadtbetrieb. es ist aller Ehren wert, wenn die Stadträte sich da engagieren. Gegen die Windmühlen der Globalisierten Verramschung jedoch sieht jeder Widerstand unterhalb der Landesebene eher armselig und verloren aus.
Zur Erinnerung: Es war nicht der Stadtrat zu Meissen, der die Manufaktur in der Stadt angesiedelt hat - es war vielmehr ein ökonomisch interessierter und relativ aufgeklärter Fürst und Landesherr.
Diese Aufgeklärtheit scheint heutigen "Fürsten" allerdings etwas abzugehen - wenn man den leichtfertigen Umgang mit einer unvergleichlichen Marke so sieht.
... einige fragen zum thema ...
AntwortenLöschen... wie häufig tagte der aufsichtrat, gibt es protokolle zu den beschlüssen? ...
... kurtzke soll wohl eine diss. über elektronik verfasst haben, kennt jemand diese arbeit oder ist diese dissertation auch solch ein elaborat wie "das wissensbasierte unternehmen"?(s.o.)...
... wie schaut es aus mit der wirtschaftlichkeit der manu? + das ergebnis von 2011? ...
...wer hatte kurtzke seinerzeit nach sachsen geholt, ein mensch ohne fach-und sachwissen, der in der manu agiert, als gehöre ihm selbst der ganze laden? ...
... weiss man ob es persönliche bzw. familiäre kontakte zum finanzministerium in dresden und kurtzke gibt? ...
... wenn ich jetzt auch lesen muss, dass ebenfalls die meister etc. der weissfertigung entlassen wurden, tut mir das herz weh und man muss sich fragen, wie häufig es zu fehlprodutionen für den müll gekommen ist? ...
... fragen über fragen und keine ehrlichen antworten ...
... die manu darf nicht sterben !!! ...
Im Auftrag von Andreas Graff, Stadtrat in Meißen:
AntwortenLöschenHallo Frau Anka, lieber Reinhard,
die Entwicklung in der Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen und deren Ausstrahlung hat in der Öffentlichkeit, besonders in Meißen, eine sehr kritische Reflektion hervorgerufen. Deren Hauptinhalt die Sorge um die 300 jährige Tradition, der qualitativen Ausprägung der Marke der Blauen Schwerter und vor allem der damit verbundenen permanenten Entwicklung und Förderung der tätigen Künstler und der Sicherung ihres Nachwuchses sind. Alle Fragen, die in den verschiedensten Formen aufgeworfen werden, nehmen wir nicht nur als Stadträte der LINKEN sehr ernst. Meine von mir sehr geachtete Stadträtin Frau Frenzel zählt mit zu den Aktivsten, die sich um die Klärung der sehr ernsten aufgeworfenen Fragen bemüht. Meine Aktivitäten, die ich als Vermittler und Stadtrat für die Bürgerinitiative „Manu in Gefahr?“ zu Herrn Dr. Kurtzke Vorsitzender Geschäftsführer übernommen habe, fanden von ihr überparteiliche Unterstützung.
Wie sie bestimmt wissen, war ein Gespräch des Stadtrates mit Herrn Dr. Kurtzke vorgesehen. Leider wurde das Gespräch von Herrn Dr. Kurtzke abgesagt. Ursachen dafür waren, ich möchte es vorsichtig sagen, unsensible Bemerkungen, die zur Absage des Gespräches führten. Nun steht ein neuer Termin für ein Gespräch fest und wir Stadträte waren uns einig:
Es ist für alle geboten, mit Vernuft ohne vorherige Wertung jedlicher Art, den Gesprächstermin nicht in Gefahr zu bringen. Frau Frenzel sah dies, deshalb die etwas heftige Reaktion. Das Herangehen des Stadtrates ist legitim und richtig. Jedoch hat das mit der freien Meinungsäußerung der Bürgerinitiative „Manu in Gefahr?“ oder jeder anderen beliebigen Meinungsäußerung von Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes zur Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen, wo auch immer, nichts zu tun.
Ein eifriger Leser des Blogs. Andreas Graff Stadtrat Meißen