Am Anfang der Beratung stand eine Besichtigung des Heimes. Die Teilnehmer konnten die Gemeinschaftsräume, wie Waschküche, Toiletten, Duschräume und Küchen in Augenschein nehmen. Der technische Zustand des Gebäudes kann als gut eingestuft werden. Die Ausstattung der Gemeinschaftsräume ist auf ein Minimum beschränkt und machte jedem Besucher deutlich, dass eine Leben in einem Asylbewerberheim nur von kurzer Dauer sein sollte. Dennoch müssen die Bewohner mitunter bis zu zehn Jahren auf einen endgültigen Bescheid im Asylverfahren warten. Dass es dann mitunter auch Bewohner gibt, die eine Abschiebung erfahren, und diese fast emotionslos entgegennehmen, ist sicher auch ihrer Resignation zuzuschreiben, die auch eine Ursache in der Umgebung haben kann.Bei der Besichtigung und durch die Darstellung seitens Herrn Pohl und Herrn Zimmermann wurden die Engpässe in der Betreuung der Asylbewerber verdeutlicht. Der Freistaat hat seine Zuschüsse seit 2000 dem notwendigen Bedarf nicht angepasst. Das setzt natürlich durchaus vorhandenen Bemühungen Grenzen.
Dennoch wurde sichtbar, dass auch in unserer Region die ordnungspolitischen Aspekte mit den menschenrechtlichen Apekten bewusster zu verbinden sind. Deshalb gilt auch für uns, Potentiale für die Sozialarbeit mit Asylsuchenden zu erschließen.
Fragen der dezentralen Unterbringung, die derzeit im Gegensatz zu rechtlichen Forderungen steht, müssen hinterfragt werden und einer landesweiten, eventuell rechtlich zu korrigierender Lösung zugeführt werden.
Ziel der Arbeit muss sein für Familien, Ehepaare ohne Kinder, Einzelpersonen mit Kind, ältere und kranke Menschen eine menschenwürdigere Umgebung zu schaffen.
Menschenwürde ist für uns keine Frage des Aufenthaltsstatus. Unser Bekenntnis zur Menschenwürde gilt für alle!
Dennoch wurde sichtbar, dass auch in unserer Region die ordnungspolitischen Aspekte mit den menschenrechtlichen Apekten bewusster zu verbinden sind. Deshalb gilt auch für uns, Potentiale für die Sozialarbeit mit Asylsuchenden zu erschließen.
Fragen der dezentralen Unterbringung, die derzeit im Gegensatz zu rechtlichen Forderungen steht, müssen hinterfragt werden und einer landesweiten, eventuell rechtlich zu korrigierender Lösung zugeführt werden.
Ziel der Arbeit muss sein für Familien, Ehepaare ohne Kinder, Einzelpersonen mit Kind, ältere und kranke Menschen eine menschenwürdigere Umgebung zu schaffen.Menschenwürde ist für uns keine Frage des Aufenthaltsstatus. Unser Bekenntnis zur Menschenwürde gilt für alle!
Diese Positionen haben wir sehr deutlich gegenüber dem NPD-Kreisrat Schreiber artikuliert.
Aus den Reihen der NPD verlautete nach dieser Veranstaltung:
AntwortenLöschen>> Der Vorsitzende der NPD im Kreistag Meißen, Peter Schreiber, zog im Anschluß das Fazit, daß angesichts der Zustände, die im Asylbewerberheim herrschten - und die überwiegend dem Verhalten der Bewohner und deren meist fehlender Integrationsbereitschaft geschuldet seien - "die schlimmsten Erwartungen der NPD hinsichtlich der Asylbewerberproblematik übertroffen worden" seien.<<
Diese aus bestätigter Erwartungshaltung heraus pauschalierte Meinung strotzt nur so von Fremdenhass und Menschenverachtung. Und das ist nicht neu. Im Kreistag habe ich selbst nur all zu oft erlebt, dass die Äußerungen der NPD nicht als wirkliche Lösungsvorschläge gedacht sind, sondern als purer Affront zur humanistischen Demokratie erfolgen.
G. Dietmar Rode