G. Dietmar Rode,
Kreisrat
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| Dr. André Brie, Jahrgang 1950 |
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| Manuskript Karl Marx 1847/48 |
"Natürlich hat eine sozialistische Linke das Ziel einer Gesellschaft, in der gemeinschaftliche Interessen und Erfordernisse dominieren und nicht die der großen Konzerne, Banken und Fonds...", so wird der Politikwissenschaftler und linke Vordenker heute in der SZ (S. 5) zitiert.
Er beruft sich dabei auf eine konsequente Verwirklichung des Grundgesetzes der BRD, insbesondere auf den Artikel 1 ("Die Würde des Menschen ist unantastbar..."), den Artikel 20 (Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat." und den Artikel 14 (Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.").
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| Eindimensionale Sicht in der DDR |
Dass die heutige Politik diese Verpflichtungen umdreht, sollte nicht nur für die Linke Anlass sein, über gesellschaftliche Grundfragen nachzudenken. Allerdings schränkt Brie dabei ein, dass ein "Aufruf zum Kommunismus als Gesellschaftssystem... die kapitalismuskritische Position der Linken nicht sein" kann. Wir haben in der bisherigen Geschichte vor allem seine schlechtesten und verurteilungswürdigenVarianten kennengelernt. Da darf man in der Diskussion nicht nachlässig mit diesem Begriff umgehen, wenn die Linke "auf der politischen und gesellschaftlichen Wiedergewinnung der sozialistischen Idee beharrt".
Sein Fazit: "In dieser Hinsicht ist Kommunismus kein realistisches und kein verantwortbares Ziel, und kein Weg führt zu ihm hin, während der demokratische Sozialismus ausdrücklich den demokratischen und pluralistischen Charakter einer von gemeinschaftlichen Werten, Interessen und Politiken geprägten Gesellschaft betont."
Den ungeschickten Aufhänger zur Diskussion von Gesine Lötzsch sollten wir hinter uns lassen. Sie lieferte den öffentlich-bürgerlichen Medien eine Vorlage, die zum Missbrauch regelrecht eingeladen hat. Und diese haben den Begriff aus dem eigentlichen Zusammenhang herausgelöst und einen unsäglich böswilligen Hype inszeniert. War denn etwas anderes zu erwarten? Wer ihren Artikel von Anfang bis Ende gelesen hat, sieht die Banalität auf der einen wie auf der anderen Seite.



als linker Vordenker hatte ich von A.Brie etwas anderes erwartet als diesen Kommentar in der " SZ ". Bloß gut das im " ND " die K-Frage besser , verständlicher und nachvollziehender erörtert wurde , in Kommentaren und Lesermeinungen .
AntwortenLöschenWer ist "Prolet", der "als linker Vordenker ... von A. Brie etwas anderes erwartet" hat? Ja, was hat er denn erwartet, der Vordenker? Und was hat er selbst schon vorgedacht? Oder spielt hier nur die Grammatik nicht richtig mit? Bitte ... nicht böse sein wegen der kleinen Schulmeisterei. Mir ist es wirklich wichtig, zu erfahren, wie andere die "K-Frage" beantworten.
AntwortenLöschenda ist was falsch verstanden worden , >als linker Vordenker< bezieht sich auf A.Brie in der SZ . Ich denke ja auch , bin aber kein Vordenker in diesem Sinne sondern ein Nachdenker .Er hat recht mit der Grammatik in meiner letzten Post , hätte es in "....." schreiben sollen .
AntwortenLöschenDa gab es einen Film , " Die unendliche Geschichte " , ein Kinderfilm , der Schluß war hervorragend , sollte jeder noch mal in sich rein ziehen , ohne Wünsche ( Visionen ) stirbt ____ . Somit sind wir bei der K-Frage gelandet .
Und es nützt einen gar nicht für die Vision einen anderen Namen zu erfinden , wie andere Zeitgenossen nachgedacht haben .
Das stimmt schon. Aber eine Vision muss eben nach vorn losgehen, und nicht nach hinten.
AntwortenLöschen"Die erste notwendige Bedingung der Freiheit ist aber Selbsterkenntnis, und Selbsterkenntnis ist eine Unmöglichkeit ohne Selbstbekenntnis."
AntwortenLöschenKarl Marx, "Rheinische Zeitung" Nr. 125, vom 05. Mai 1842
Freiheit des Willens heißt daher nichts andres als die Fähigkeit, mit Sachkenntnis entscheiden zu können.
AntwortenLöschen[Engels: Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, S. 203. Digitale Bibliothek Band 11: Marx/Engels, S. 7839 (vgl. MEW Bd. 20, S. 106)]
was das Ausland zur Kommunismus-Debatte hält wird im " ND " 5/6. Februar 2011 gut dargestellt . Siehe http://www.neues-deutschland.de/artikel/190186.wer-baeckt-im-kommunismus-das-brot.html ,
AntwortenLöschenSelbst bei G.M. TAMAS Beitrag kann man über seine Visionen noch trefflich streiten . Die Kommentare auf dieser Seite sind auch eine Überlegung wert.
Für wem geht diese Diskussion der Vision nach hinten oder nach vorn los ?