Dienstag, 5. Januar 2010
Alles in Butter, Herr Steinbach?
Sachlich, kritisch und optimistisch wie immer. Mit diesem Slogan beendete ein Rundfunk-Kommentator in DDR-Zeiten immer seine Wirtschaftsbetrachtungen. Und daran erinnert mich der heutige Artikel "Kreis investiert Millionen in Schulen". Nun ist bekannterweise auch in kritischen Lagen bloßes Jammern kein wirksamer Lösungsansatz. Aber wäre es vielleicht nicht doch angebracht gewesen, Herr Steinbach, wenigstens mit einem Satz auf die gestrige Kahlschlag-Prognose einzugehen?
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Und hier ist für diejenigen, die vielleicht aus Skepsis und schlechter Erfahrung die SZ längst abbestellt haben, der voller Text.
AntwortenLöschenDienstag, 5. Januar 2010
(Sächsische Zeitung)
Kreis investiert Millionen in Schulen
Bildung, Straßen und Klinikum sind Schwerpunkte für die Arbeit des Kreises 2010. Die SZ sprach mit Landrat Arndt Steinbach (CDU).
Bild vergrößern
Arndt Steinbach
Herr Steinbach, die so genannten Nuller-Jahre sind vorbei, wir starten ins neue Jahrzehnt. Was erwarten Sie?
Das neue Jahrzehnt beginnt für mich sehr ambivalent: Einerseits haben wir seit der Fusion der beiden Landkreise Meißen und Riesa-Großenhain gemeinsam eine hervorragende Arbeit geleistet. Andererseits bedeutet die globale Wirtschaftskrise neue Gefahren für die Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung.
Wir müssen uns in diesen Tagen realistische Ziele setzen.
Und die wären?
Dazu gehören die Investitionen in Millionenhöhe in die Bildungsstandorte des Landkreises wie das Gymnasium in Nossen, die Sprachheilschule in Sörnewitz, die Förderschule in Priestewitz oder das Berufliche Schulzentrum in Riesa. Wir werden in den politischen Gremien im Frühjahr 2010 mit der Diskussion über Inhalt und Organisation der künftigen Ausbildung in allen vier Beruflichen Schulzentren des Landkreises Meißen beginnen.
Schulen, Bildung – welche Prioritäten setzten Sie außerdem?
Der Landkreis wird seine Straßenbauvorhaben realisieren und damit einen großen Schritt in die Zukunft gehen. Eine wirtschaftsstarke Region braucht eine moderne Infrastruktur, auch und vor allem in Krisenzeiten. Dazu gehören die Bundesstraßen in Riesa und Großenhain wie das Verkehrskonzept für den Meißner Raum. Der Landkreis Meißen wird das Modernisierungskonzept der Elblandkliniken zukunftsorientiert begleiten. Die Rehabilitationsklinik mit Intensivmedizin und ambulantem Versorgungszentrum in Großenhain ist aktuell das größte Vorhaben. Aber auch in die Krankenhäuser Riesa, Meißen und Radebeul wird investiert. Das sind einige große Vorhaben für 2010. Wir haben zudem auch eine große soziale Verantwortung, die wir keinen Tag vergessen werden. Es wird kein leichtes Jahr. Aber mit Hoffnung, Zuversicht und einem klaren Konzept werden wir wieder ein Stück vorangehen.
Gespräch: U. Körber