CDU rückt DDR in die Nähe des Nationalsozialismus
Auf Facebook hat die sächsische Union ihre Anhänger angerufen, sich „gegen Sozialismus“ zu positionieren. Dafür setzt sie auf ein Bild, in dem die DDR in die Nähe des Nationalsozialismus gestellt wird.
In einem Beitrag auf der offiziellen Website des CDU Accounts wurde ein Bild veröffentlicht, auf dem CDU verkündet: „Sozialismus hat nur für Leid gesorgt. Egal ob national oder real existierend.“
Unterlegt wurde die Grafik mit einem Bild der zerstörten Stadt Dresden nach dem zweiten Weltkrieg und einem Bild, das die Görlitzer Innenstadt 1990 zeigen soll. „Ihr seid auch gegen Sozialismus? Dann teilt dieses Bild!“, schrieb die Partei ihren Anhängern auf Facebook. Mit begrenztem Erfolg: Nur 72 Mal wurde das Bild bisher (21.07.2019, 11:00 Uhr) geteilt, erhielt dafür aber viel Kritik. Zu Recht, wie die sächsische LINKE meint:
sagt Landesvorsitzende Antje Feiks.„Der Vergleich ist auf vielen Ebenen reichlich daneben. Nationalsozialismus und die DDR auf eine Ebene nebeneinander zu stellen ist eine mustergültige Verharmlosung des Faschismus und der Naziverbrechen inklusive des Holocaust. Dies damit zu begründen, dass im Begriff Nationalsozialismus das Wort Sozialismus auftaucht, macht einen sprachlos. Wer so etwas sagt, denkt vermutlich auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“,
DIE LINKE nimmt in ihrer in der letzten Woche vorgestellten Kampagne zur Landtagswahl explizit Bezug auf dem „demokratischen Sozialismus“ als Ideal. Spitzenkandidat Rico Gebhardt sagte bei der Vorstellung:
„Demokratischer Sozialismus ist, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht der Profit. Unsere Vorstellung vom demokratischen Sozialismus unterscheidet sich sowohl vom ungezügelten Kapitalismus wie vom bürokratischen Staatssozialismus.“Man wolle Gesundheitsversorgung, technische Infrastruktur und die Bereitstellung von bezahlbaren Wohnungen nicht mehr nur dem Markt überlassen.„Das regelt nicht der Markt, das regeln wir als Gesellschaft.“,
machte Gebhardt den Standpunkt der LINKEN deutlich.
