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Samstag, 11. Februar 2023

Tief ergriffen

Andreas Graff war persönlicher Mitarbeiter und Freund von Hans Modrow

Zum 90. Geburtstag
Foto: A. Graff

Die Nachricht, dass Hans Modrow, mein ehemaliger Vorgesetzter und langjähriger Freund, verstorben ist, hat  mich und meine Familie tief getroffen. Vor und während der Wende habe ich mit ihm eine enge freundschaftliche Zusammenarbeit gepflegt. Sein Engagement  für Frieden und soziale Gerechtigkeit war beispielgebend in und außerhalb der Partei. Das war für mich eine ständig neue Herausforderung in der politischen Arbeit mit den Menschen an der Basis unserer Gesellschaft. Es ging uns um die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten vor Ort.

Was ich besonders bei ihm gewürdigt habe, war seine Ehrlichkeit und sein unbeugsamer Wille, für das Wohlsein der Menschen etwas zu tun.  Er trat immer mit konkreten und machbaren Vorschlägen auf, besonders für die ostdeutsch Bevölkerung.

Seine kritischen Wertungen zur gegenwärtigen Politik der Regierung fußten auf seinem wissenschaftliches Wissen und seinen persönlichen Erfahrungen.

Er war für mich immer ein vorbildlicher Mensch und Politiker und wird es auch in Zukunft sein.


Andreas Graff

Meißen


https://www.tagesspiegel.de/politik/letzter-sed-regierungschef-der-ddr-hans-modrow-ist-tot-9331658.html

Hans Modrow gestorben

http://archiv2007.sozialisten.de/
service/download/fotos/
modrow/index.htm
Tiefe Trauer und großer Verlust für DIE LINKE

Hans Modrow ist in der letzten Nacht im Alter von 95 Jahren gestorben. "Damit verliert unsere Partei eine bedeutende Persönlichkeit", teilten der Co-Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch, und der Linken-Abgeordnete Gregor Gysi im Bundestag mit. 

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-02/frueherer-ddr-regierungschef-hans-modrow-ist-tot?utm_referrer=https%3A%2F%2Fnews.google.com%2F

Zur Gründung des Liebknecht-Kreises Sachsen
März 2015, Foto: Rode




Dienstag, 25. Januar 2022

Der Ältestenratsvorsitzende warnt vor dem Scheitern der Partei.

Brief an Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wisser

Der Vorsitzende des Ältestenrates der Partei Die Linke, Hans Modrow, hat in der vergangenen Woche einen Brief an die Kovorsitzenden der Partei, Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler, gerichtet, jW dokumentiert im Folgenden das bislang nicht veröffentlichte Schreiben, das als Beitrag zur Diskussion vor dem Parteitag im Sommer in Erfurt gedacht ist. [25.01.2022, S. 3]

Liebe Susanne, liebe Janine, 

zum ersten Mal seit vielen Jahren blieb ich dem stillen Gedenken in Berlin-Friedrichsfelde fern, konnte nicht gemeinsam mit Euch und vielen anderen jene ehren, auf deren Schultern unsere Partei steht. Ich fehlte nicht aus politischen Gründen, wie manch anderer, sondern aus gesundheitlichen: Ich lag im Krankenhaus. Die medizinischen Diagnosen sind nicht eben freundlich, weshalb ich es für angezeigt halte, meine Angelegenheiten zu regeln. Darum auch dieser Brief. Er soll zugleich mein Beitrag sein für die Diskussion im Vorfeld des Parteitages in Erfurt. 

Die Partei Die Linke – hervorgegangen aus WASG und PDS, und diese wiederum aus der SED, welche ihre organisatorischen Wurzeln in der KPD und der SPD hatte – befindet sich in einer kritischen Situation. Diese entstand nicht erst durch das desaströse Resultat bei den Bundestagswahlen. Das Ergebnis machte die innere Verfasstheit lediglich sichtbar. Wenn die Partei sich nicht im klaren ist, wofür sie steht und was ihr Zweck ist, wissen dies auch nicht die Wähler. Warum sollen sie ihre Stimme einer Partei geben, deren vordringlichstes Interesse darin zu bestehen scheint, mit SPD und Grünen eine Regierung bilden zu wollen? Dass diese Vorstellung offenkundig in der Führung und unter den Mandatsträgern dominiert, ist weder dem Wirken einzelner Genossinnen und Genossen zuzuschreiben noch das Resultat einer einzigen falschen Entscheidung. Es ist Folge einer jahrelangen, jahrzehntelangen Entwicklung. Wann dieser Prozess einsetzte, und wer ursächlich dafür verantwortlich zeichnet, lässt sich sowenig beantworten wie die Frage, ob der Realsozialismus nach dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 oder mit dem Prager Frühling 1968 hätte gerettet werden können. Wir wissen es nicht. 

Alles auf den Prüfstand 

Samstag, 3. Februar 2018

Geburtstagsstimmung

Hans Modrow - 90 Jahre alt?
 Am 31.Januar in dem Haus des Bundesvorstand DIE LINKE.

Geburtstagsgast war u.a.
Andreas Graff

Anlässlich  des 90. Geburtstages von Dr. Hans Modrow, den er am 27. Januar beging,
hatte der Bundesvorstand zu einem Empfang eingeladen. Weit über 100 Gratulanten drängten sich ins Karl –Liebknecht-Haus in Berlin.
Glückwünsche der Parteivorsitzenden
Sie waren aus der ganzen Bundesrepublik angereist.  Faszinierend und tief beeindruckend mit welcher Herzlichkeit die Glückwünsche und der Dank für die geleistete Lebensarbeit von den Gratulanten zum Ausdruck gebracht wurden. 

Katja Kipping und Dr. Klaus Bartl
Unsere Parteivorsitzende Katja Kipping und der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion Dietmar Bartzsch würdigten den mutigen, aufrechten Lebensweg von Hans Modrow und sein heutiges Engagement als Vorsitzender des Ältestenrates der Partei DIE LINKE. Besonders bewerteten Sie seinen großen Erfahrungsschatz sowie sein theoretisches und praktisches Vermögen, aktuell die politische Lage einzuschätzen und gemeinsam mit dem Parteivorstand Aufgaben für die Friedenspolitik, für soziale Gerechtigkeit für die Menschen in der Welt und in der BRD herauszuarbeiten. 
Botschafter von China überbringt in akzentfreiem
 Deutsch die Glückwünsche, und lobte u.a. das
Studium, das er in der DDR absolvierte.

Die Würdigung seiner Arbeit und die besondere Art und Weise der Ehrung von Hans Modrow unterstrichen aber auch z.B. die Botschafter aus China, Kuba und Süd- und Nordkorea.

Auch unser Landesverband und die Landtagsfraktion DIE LINKE.Sachsen überbrachten  die herzlichsten Grüße und Glückwünsche. MdL Dr. Klaus Bartl dankte unserem Hans für seinen Lebenskampf für einen demokratischen Sozialismus.

Andreas Graff,
Meißen


Fotos: A. Graff