In dubio contra reo? - Im Zweifelsfall gegen den (die) Angeklagte/n.
Die Diskussion über die linke "Ikone" Sahra Wagenknecht geht weiter. Sie findet allerdings mehr in den öffentlichen Medien statt als an der linken Basis. Und das scheint mir mittlerweile typisch zu sein. Es wird nicht so sehr über DIE LINKE, ihr Programm und ihre aktuellen politischen Aufgaben polemisiert, als vielmehr über scheinbar renitente Abweichler wie eine Sahra Wagenknecht. Ansonsten hält die Basis still. Man beweise mir das Gegenteil! Vulgäre Plakatlosungen wie "Halt´s Maul, Wagenknecht" sind eher die gewollte und gefundene Ausnahme. Und meine Frage an Parteimitglieder, ob sie vielleicht das Buch "Die Selbstgerechten" oder Sahra´s wöchentlichen Newsletter gelesen hätten, geht in der meisten Fällen ins Leere. DIE LINKE hat die inhaltliche Diskussion (Nein, nicht a la Parteilehrjahr!) längst hinter sich gelassen, und den Tratsch über die vermeintlichen Abtrünnigen davor geschoben. Das macht sich ja auch einfacher. Und wenn der oder diejenige sich dagegen wehrt, ist das vielleicht sogar ein Beleg für die Zweifel.
Punktum: Wenn wir nicht bald zu einer praktikablen und konstruktiv linken Diskussion zurück kommen, hat sich die Sache bald erledigt!

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