"Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger in Russland, liebe Bürgerinnen und Bürger der russischen Gemeinden in Deutschland! Ich möchte mich heute an Sie mit dem dringenden Appell wenden, alles in Ihrer Kraft Stehende zu tun, um den Krieg, den Russland in Ihrem Namen in der Ukraine führt, zu beenden. Zeigen Sie Ihrer Regierung, dass dieser Krieg nicht im Namen der Menschen in Russland geführt wird und deshalb sofort beendet werden muss! Ich weiß, es ist in Russland deutlich schwerer auf die Straße zu gehen und gegen den Krieg zu protestieren als in Berlin. Deshalb habe ich umso größeren Respekt für alle, die das tun. Millionen können nicht eingesperrt werden. Ich bitte Sie, ächten Sie diesen Krieg." (Fraktion DIE LINKE im Bundestag)
Allerdings gibt es auch energische Polemik gegen Gysi: Ein Beispiel:
"Abgesehen vom NATOsprech und der NATO-Verharmlosung, abgesehen davon, dass ein sich selbst erhöhender Deutscher meint, dem russischen Volk ins Gewissen reden zu müssen: Es ist eine ungeheuerliche Anmaßung eines deutschen Bundestagsabgeordneten andere Völker zum Widerstand gegen ihre Regierung aufzurufen." (dgp?)
Ich halte das für unangebracht. Nicht nur die Menschenopfer und die materiellen Zerstörungen sind zu verurteilen. Auch der psychologische Krieg, der damit geführt wird, schlägt tiefe Wunden und es bedarf der konstruktiven Verständigung. Ich frage mich, auf welcher Seite derjenige steht, der diesen "dringenden Appell" derartig in Abrede stellt. Auf der Seite des Friedens oder des Krieges?

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