Eine gemeinsame online-Veranstaltungsreihe der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt und Sachsen https://www.rosalux.de/stiftung
Anmeldung und Zugang unter: info@rosalux-sachsen.de (Die Zugangsdaten senden wir ca. 3 Tage vor Veranstaltungsbeginn per Mail zu.)
Die Linken (als Partei und als Bewegung) sind nicht nur in Deutschland in einer Krise und diese drückt sich nicht nur in den Wahlergebnissen der Partei aus. Trotz einzelner Erfolge in einigen anderen Ländern (z.B. USA oder Südamerika) gilt das im Großen Ganzen auch international übergreifend. Aber angesichts der heutigen Krisen und Probleme wird eine starke Linke mehr als dringend gebraucht. In dieser Veranstaltungsreihe sollen diese Fragen nicht nur abstrakt und theoretisch, sondern auch hinsichtlich praktikabler politischer Schlussfolgerungen diskutiert werden.
9. März, Mittwoch, 19.00 Uhr
Onlinevortrag und Diskussion: Linke Parteien und Bewegungen in der Krise
Mit Raj Kollmorgen (Professor für Management sozialen Wandels an der HS Zittau/Görlitz) und Solvejg Höppner (Moderation)
Die Partei DIE LINKE hat in den Wahlen schwere Verluste hinnehmen müssen. Aber auch linken Bewegungen fällt es schwer, dauerhaft präsent und politisch erfolgreich zu sein. Und das, obwohl Meinungsumfragen eine beachtliche Unzufriedenheit in der Bevölkerung feststellen. Was sind die Ursachen für die Situation? Ist das ein Ausdruck einer generellen Krise linker Parteien und Bewegungen in Europa? Welche Hintergründe sind für Deutschland spezifisch und welche Probleme sind davon „hausgemacht"? Nicht zuletzt: Was ist zu tun? Raj Kollmorgen befasst sich seit Jahren u.a. mit diesen Fragen. Nach seinem einführenden Vortrag ist Zeit für eine intensive Diskussion.
22. März, Dienstag, 19.00 Uhr
Onlinevortrag und Diskussion
Mit Gramsci die Krise verstehen? Mit Uwe Hirschfeld (em. Professor für Politische Theorie und Bildung an der EHS Dresden) und Solvejg Höppner (Moderation) Im faschistischen Kerker hat Antonio Gramsci über die eigene politische Situation in Italien nachgedacht, aber auch über ein generelles Verständnis politischen Handelns in der bürgerlichen Gesellschaft. Mit dem Konzept des „integralen Staates", dessen bekanntesten Stichwörter „Hegemonie" und „Zivilgesellschaft" sind, eröffnete er die Perspektive einer marxistischen Theorie der Politik und Kultur. Es ist zu überprüfen, ob damit die Krise der Linken zu verstehen ist und welche Orientierungen sich daraus für die verschiedenen Ebenen praktischer Politik ergeben können. Der Vortrag führt in die zentralen Begriffe ein und bezieht sie auf die Gegenwart. In der anschließenden Diskussion ist zu erörtern, wie produktiv sie für linke Politik sein können.
5. April, Dienstag, 18.00 Uhr
Onlineworkshop Narrative, Framing und „die Geschichte“
Mit Mandy Tröger (Medienforscherin, Journalistin) und Paul Wellsow (Politikwissenschaftler und von 2010 bis 2018 Mitarbeiter für Grundsatzfragen der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag
Neben tagespolitischen Zielen und Wahlkampf-Slogans für die Plakate sollen Narrative helfen, Politik bei Wahlen oder in Kampagnen erfolgreich zu machen. Aber funktioniert es überhaupt, mit dem Erzählen einer „Geschichte“, politische Erfolge zu organisieren? Was bedeuten Begriffe wie „Narrativ“ oder „Framing“ für politische Kampagnen? Wie lässt sich das für oft ehrenamtlich tätige progressive Organisationen nutzen, um im politischen Alltag oder in Kampagnen zu bestehen - und hilft es, um in Fragen, die über den Tag hinaus reichen, Politik und Einstellungen zu verändern? Der Vortrag bietet eine Einführung in Begriffe und Strategien. Im Anschluss daran nehmen wir die Sprache näher in den Blick. Wir fragen: wen wollen wir mit unserem Narrativ erreichen und wie muss dazu unsere Ansprache sein?
20. April, Mittwoch, 19.00 Uhr
Onlinepodiumsdiskussion Sozialismus. Nur eine Utopie? Mit Bini Adamczak (Philosophin und Aktivistin, Berlin), Klaus Dörre (Professor für Soziologie FSU Jena) und Dagmar Enkelmann (Vorsitzende der Rosa Luxemburg Stiftung, Moderation)
Bini Adamczak hat mit „Kommunismus: Kleine Geschichte, wie endlich alles anders wird" eine aufsehenerregende, einleuchtend geschriebene und in viele Sprachen übersetzte Schrift über eine bessere Zukunft der Menschheit vorgelegt. Dies ist auch die Intention von Klaus Dörre in seinem jüngsten Buch „Die Utopie des Sozialismus. Kompass für eine Nachhaltigkeitsrevolution". In der Podiumsdiskussion legen sie ihre in Herangehen und Stil doch recht unterschiedliche, aber vielleicht doch irgendwie zusammengehörige Zukunftsvisionen vor und diskutieren sie mit Dagmar Enkelmann und dem Publikum.
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