Orientierung

Samstag, 29. Januar 2022

Der "kleine Krieg" im Landkreis Meißen?

Militärübung Trojan Horse (Trojanisches Pferd) 

Trojanisches Pferd in Dresden,
Mai 2018, Foto: Rode
Die heutige Sächsische Zeitung (Ausgabe Dresdner und Meissner Land, S. 15) berichtet über bevorstehende Militärübungen in der Region. Damit soll nicht zuletzt die Verlegung niederländischer Truppen für einen künftigen NATO-Einsatz in Litauen vorbereitet werden. Und das alles ganz still und leise - "ohne Einschränkungen oder Beeinträchtigungen im Verkehr bzw. der Nachtruhe der Anwohner", wie die Bundeswehr mitteilte. Das Gelände von Bautzen bis Zeithain bietet wohl auch ideale Bedingungen für das Panzergrenadierbataillon aus Havelte (Niederlande), das damit schon mal ein wenig weiter nach Osten vorstoßen darf.

Und warum heißt das ganze ausgerechnet Trojanisches Pferd? Die Legende berichtet dazu, dass die Griechen im Kampf gegen Troja eine raffinierte Methode nutzten, nämlich ein harmlos aussehendes Holzpferd, um die Verteidiger der Festung zu täuschen und heimtückisch hinter die Mauern einzusickern. 

Und in neuerer Zeit bezeichnet man Programme als "Trojaner", die unerlaubt in Computer eindringen, um sie zu beherrschen. 

Origineller und treffender Name für eine harmlose Militärübung? Einen eigenartigen Humor haben diese NATO-Strategen; das muss man schon sagen.

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