Orientierung

Dienstag, 5. November 2019

Was ist los im Kreisverband DIE LINKE.Meißen?

Anfrage an den Kreisvorstand: Gibt es Euch noch?

Wir sind in der 10. Woche nach dem Debakel der Landtagswahlen. Sicher, so etwas geht an keinem Mitglied der Partei spurlos vorbei. Mentaler Schmerz, Orientierungslosigkeit und Passivität haben sich ausgebreitet. Aber nun muss es doch irgendwie wieder losgehen. Auf den Kanälen der Öffentlichkeitsarbeit sieht es aber seit dem 1. September nicht so aus:

- Die Webseite ist völlig unaktuell. Zwei Posts, mehr oder weniger leidenschaftslos, mit einem nostalgischen Rückblick von Harald Kühne und einem Ächzen von Uta Knebel, dass nach der Wahl vor der Wahl wäre mehr nicht. Keine aktuelle Diskussion (außer den automatisch von der Landesseite übernommenen), überhaupt keine Termine, keine Wahlergebnisse des Jahres 2019 mit der Sicht auf den Kreisverband, keine Facebook-Posts der Linksjugend des Kreises, keine Protokollvermerke über die Arbeit des Kreisvorstandes seit 2016...

- Die Zeitung "DIE LINKE im Elbland" scheint ihre Tätigkeit  eingestellt zu haben, denn 2019 gab es nur eine einzige Ausgabe, und die kam vor der Landtagswahl.

- Aktuelle Aufgaben spielen überhaupt keine Rolle: 

  • keine konkrete Wahlauswertungen für den Landkreis, 
  • keine Schlussfolgerungen aus den Regionalberatungen und den Veröffentlichungen mehrerer Landesweiter Zusammenschlüsse, 
  • keine Informationen und Aufgaben zur Vorbereitung des 15. Landesparteitages im November, 
  • keine Bezugnahmen auf wichtige Ereignisse wie die OB-Wahl in Coswig am letzten Wochenende...

- E-Mails, Facebook-Posts oder Briefe aus dem Kreisvorstand zur Orientierung, wie es denn nun praktisch weiter gehen wird im Landes- und im Kreisverband wurden bisher bekannt.

- Einladungen zu Veranstaltungen gibt es schon lange nicht mehr und und auch keine Informationen über die Arbeit in den Ortsverbänden, außer auf deren eigenen Blogs.

- Als Ausnahme könnte die Kreistagsfraktion gelten, die auf ihre Termine im November verweist, für die es jedoch im gesamten Oktober nichts zu tun gab.

Und so gibt es noch weitere Anzeichen für ein Fiasko. Zumindest für mich als Außenstehenden, der aber als Mitglied der LINKEN im Landkreis Meißen wohnhaft ist, entsteht der Eindruck, dass die Parteiarbeit hier völlig darnieder liegt, eingeschlafen ist oder bestenfalls noch in wenigen Hinterzimmern weitergeführt wird.

Da ich weitgehend regelmäßig die Mitgliederversammlungen in meier Heimatstadt Radebeul besuche, weiß ich, dass dort der Wille lebt, dass es weitergeht. Aber die erforderlichen Führungsimpulse aus Meißen/Riesa werden vermisst. Nach den Wahlen hieß es, dass es mit diesen Ergebnissen ein "Weiter so" nicht geben kann. Aber dass es so aussehen soll, hat wohl keiner gedacht.

G. Dietmar Rode
Blogger, Mitglied im Liebknecht-Kreis

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