Bertold Brecht: Epilog zum Theaterstück
"Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui"
So etwas, wie das schreckliche Ereignis von Halle in dieser Woche ist kein Theaterstück. Es ist purer Ernst. Und das müssen wir zum wiederholten Mal registrieren, und wir dürfen keine weiteren Bagatellisierungen zulassen.
Es ist nicht die Einzeltat eines Geisteskranken allein, sondern Ausdruck einer Ideologie, die unter der Oberfläche weiter gediehen ist, und die ihre Keimlinge immer wieder zum Licht bringt.
Das ist kein "Fliegenschiss" (Gauland, AfD), den wir mit dem Ärmel vom Tisch wischen können. Nie wieder Faschismus! Nie wieder Völkerhass! Nie wieder Krieg!
Unsere Generation ist nicht dafür verantwortlich, was damals im "Dritten Reich" passiert ist. Aber wir sind dafür verantwortlich, dass so etwas nie wieder passiert. Ein Volk, das unkritisch seiner Geschichte gegenüber steht, lässt sich von Verführern leichter psychisch anstecken. Und wenn diese sich auch harmlos geben wollen, entlarven sie sich doch mehr und mehr durch ihren Sprachgebrauch. Die AfD-Führung heuchelt schwere Enttäuschung über die Vorwürfe. Zwar haben die Parteichefs Jörg Meuthen und Alexander Gauland Antisemitismus bei verschiedenen Gelegenheiten angeprangert. Aber Leute wie Björn Höcke und seine Mitstreiter vom rechtsnationalen "Flügel" können (und wollen?) ihr geistiges Brandstiftertum nicht leugnen.
G. Dietmar Rode
Blogger

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Kommentare sind das Salz in unserer Suppe.