Was wird uns das Wahljahr 2014 bringen?
Die Sächsische Zeitung berief sich kürzlich auf eine Erhebung von
Ende 2013, und sagt der LINKEN einen Stimmungsabschwung für das Wahljahr 2014 voraus. Danach hätte sie noch einen Stimmanteil
von 15% zu erwarten, und wird von der SPD mit 17% als zweitstärkste Fraktion im Sächsischen Landtag abgelöst. Das bedeutete, dass zu dem Viertel der vorjährigen Verluste
Stimmen ein weiteres Viertel käme. Erinnert Euch: zum Wahlkampfauftakt 2013 gab es ähnliche Unkenrufe. Und sie trafen so ziemlich zu; daran war nichts schön zu reden.
Irgendwie erinnert mich das an Zenons klassisches Mathematik-Paradox von Achilles und der Schildkröte, nur dass bei der Viertel-Rechnung
der LINKEN das Ende eher absehbar wäre als bei deren Wettlauf. Denn es bräuchte dann
nur noch drei Wahlperioden, um unter der 5%-Hürde angekommen zu sein (Hoffentlich habe ich mich jetzt nicht verrechnet.). Aber zum Glück handelt es sich doch nur um eine, und vielleicht nicht einmal
repräsentative, Umfrage. Und es kann in Wirklichkeit noch viel schlimmer oder
besser kommen…
Schluss mit dem Schwarzen Humor! Wir sind ja erst in der zweiten Woche, das Wahlkampfjahr geht ja erst richtig los. Dann präsentieren
sich die Kandidaten der LINKEN für die Wahlen im Mai und im August in allen
Medien, veröffentlichen ihre Programme und überzeugen das Wahlvolk vom
politischen Umschwung in Sachsen. Prost drauf! Ich bin ein unverbesserlicher
Optimist. Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir müssen uns bloß im Klaren sein, mit wem wir es halten wollen: mit Achilles, mit der Schildkröte, oder wie?
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