Orientierung

Mittwoch, 9. Februar 2011

Perspektive der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen


 Initiativgruppe "Manu in Gefahr" wendet sich an die Öffentlichkeit

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Mit dem nachfolgenden Text ist in dieser Woche Dr. Reinhard Fichte, ehemaliger Generaldirektor, an die Presse herangetreten:

"Die seit reichlich 2 Jahren in der Manufaktur vollzogenen Maßnahmen einer vermeintlichen Sanierung einerseits und Geldverschwendung andererseits stoßen in der Bevölkerung Meißens und darüber hinaus auf ein bereits resignierendes Unverständnis.

Wir fühlen uns deshalb verpflichtet, eine Initiativgruppe "Manu in Gefahr", bestehend aus ehemaligen Mitarbeitern und Meißnern zu bilden, welche die Abwendung dieses jetzigen konzeptionslosen Vorgehens für dringend notwendig erachtet.
Die Porzellan-Manufaktur verfügt über ein einmaliges Qualitätsniveau in der gesamten Sortimentsbreite mit unerschöpflichen Entwicklungsmöglichkeiten.

Auf die gewählten Volksvertreter im Freistaat Sachsen vertrauen wir, dass diese sich mit Verantwortung für den nachhaltigen Fortbestand der Porzellan-Manufaktur einsetzen. Eine stetige Orientierung des Unternehmens an den Umsatzmöglichkeiten des Weltmarktes und vor allem seiner dynamischen Anpassung bei der Marketingstrategie und in den Fertigungsbereichen.

Der Unterzeichner war in der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen 32 Jahre, von der Ausbildung als Kunstporzellanmaler bis zum Generaldirektor, also von der Pike an, beschäftigt."

2 Kommentare:

  1. Aus der heutigen Sächsischen Zeitung (Seite 1) geht hervor, dass das Bundeskartellamt derzeit u.a. in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen prüft, ob es illegale Absprachen mit anderen Porzellan-Herstellern gab. Auch wenn es aus dem Unternehmen und der Branche Signale des Unverständnisses gegebenüber den Vorwürfen gibt, dürfte das in der Bevölkerung die Verunsicherung und die Skepsis gegenüber der Unternehmensführung nur noch verstärken.

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  2. Pressemitteilung aus der Landtagsfraktion DIE LINKE am 09. 02. 2011

    Sebastian Scheel: Porzellanmanufaktur Meißen wird Schwerpunktthema im Haushalts- und Finanzausschuss – LINKE wollen Klarheit


    Zur Überprüfung der Meißener Porzellan-Manufaktur durch das Bundeskartellamt wegen Vorwürfen illegaler Preisabsprachen sowie zu der Auseinandersetzung um Nichtbeantwortung von Abgeordneten-Fragen nach Umständen der Porzellan-Vernichtung („Polterabend“) erklärt der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Sebastian Scheel, der auch Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses des Sächsischen Landtags ist:



    Die Fraktion DIE LINKE hat durchgesetzt, dass sich der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags am 9. März beim Thema Beteiligungen des Freistaates schwerpunktmäßig mit den Vorkommnissen in der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meißen befasst. Dabei wird auch der Geschäftsführer der Porzellanmanufaktur Dr. Christian Kurtzke den Abgeordnete Rede und Antwort stehen müssen.



    Bei dieser Gelegenheit sollen auch die bisher vom Finanzminister verweigerten Antworten auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Klaus Bartl (LINKE) gegeben werden. Nachdem jahrelang die Landesbank für negative Schlagzeilen gesorgt hat, entwickelt sich nun – nach Zusammenbruch und Notverkauf der Sachsen LB – mit der Porzellanmanufaktur erneut ein Unternehmen im Landesbesitz zum Dauerbrenner im schlechten Sinne. Deshalb muss sich das Parlament schnellstmöglich den nötigen Durchblick in diesem Betrieb verschaffen, um weitere Schäden für Image, Marke und vor allem die Beschäftigten vor Ort abzuwenden.



    Wir wollen das 300-jährige kulturhistorische Erbe der Porzellanmanufaktur und die dort ansässige künstlerische Schaffenskraft unter dramatisch geänderten Marktbedingungen langfristig zukunftsfest machen. Die Porzellanmanufaktur ist kein Betrieb wie jeder andere. Der Freistaat Sachsen ist hundertprozentiger Eigentümer, also muss die Landespolitik endlich auch hundertprozentige Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Porzellanmanufaktur Meißen übernehmen.

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