von Dr. G. Dietmar Rode
Kreisrat und ehemaliger Stadtrat in Coswig
In Coswigs Stadtrat wurde vor drei Jahren ein Beschluss dazu gefasst, das städtische Kulturhaus "Börse" Parteien generell nicht für ihre politischen Auftritte zu öffnen. Ich hielt diese Pauschalierung damals für eine fragwürdige politische Sackgasse, kann sie doch nicht zuletzt zu Ungunsten der demokratischen Parteien in der Stadt umschlagen. Jetzt scheint es aber manchen Coswigern eine Möglichkeit zu sein, die Anfrage von Tilo Sarrazin für eine Lesung seines Buches "Deutschland schafft sich ab" in der "Börse" abzulehnen. Ich denke, das wäre nur eine Scheinlösung. Die gewählte Vertretung der Stadt sollte sich besser immer in konkreten Fällen äußern, zu denen es einen politischen Willen im Konsens gibt. Ein klares "Nein, danke!" an Herrn Sarrazin wäre mir allerdings in diesem Fall die richtige Antwort.

Eine Ablehnung der Lesung wäre richtig und notwendig. Thilo Sarrazin schürt Hass gegen Geringverdiener, Migranten, insbesondere Muslime und trägt zu einer zunehmenden Fremden- und Islamfeindlichkeit in Deutschland bei. Ein klares "Nein, danke Herr Sarrazin!" ist die richtige Antwort auf diese menschenverachtende Lektüre. Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Migration und Integration" muss ohne Vorverurteilung und mit Toleranz erfolgen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, dieses Menschenrecht ist Maßstab für unser Handeln.
AntwortenLöschenZu Coswig und den Politikverbot in der Börse:
AntwortenLöschenIn der Politik ist es wie im täglichen Leben: Man kann eine Krankheit nicht dadurch heilen, dass man das Fieberthermometer versteckt.
Das mit den Fieberthermometer ist gut , besser ist vor der Börse statt drin zu stehen wenn der Stadtrat seinen Beschluß revidieren würde , denn der war bestimmt nicht gut überlegt .
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